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Veröffentlicht am 10.03.2024

Gelungener Auftakt

Cast in Firelight - Magie der Farben
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„Cast in Firelight“ von Dana Swift hat mir sehr gut gefallen und mich begeistert.

Das Cover fand ich wunderschön. Normalerweise mag ich Menschen/ Figuren nicht so gern auf dem Cover, aber diese Illustration ...

„Cast in Firelight“ von Dana Swift hat mir sehr gut gefallen und mich begeistert.

Das Cover fand ich wunderschön. Normalerweise mag ich Menschen/ Figuren nicht so gern auf dem Cover, aber diese Illustration ist so gut gelungen und vermittelt ein tolles bild unserer beiden Protagonisten.

Das Magiesystem war hier mal etwas ganz anderes… Die verschiedenen Gottheiten, die Farb-Magie, die indischen Einflüsse… einfach wow. Ich fand es sehr kreativ und bin gespannt, wie es sich im 2. Band noch weiter entwickelt.

Adraa und Jatin sind 2 unfassbar sympathische und schlagfertige Protagonisten, aus deren Sicht man die Geschichte erlebt.
Die wechselnden Blickwinkel mag ich immer sehr, da man Einblicke in die Gedanken und Beweggründe erhält.
Dass die beiden ihre wahren Identitäten voreinander verborgen haben, fand ich sehr witzig und hat für einige sehr schöne Momente zwischen den beiden gesorgt. So haben sie sich kennengelernt wie sie sind, ohne immer die Vergangenheit und ihre Streitigkeiten und Wettbewerbe im Kopf zu haben.

Gerade Adraa ist eine sehr starke Protagonistin, die humorvoll und sich der Verantwortung für ihr Volk sehr bewusst ist. Dieses Verantwortungsgefühl und dass sie alles für die Menschen, die ihr wichtig sind, tun würde, sind ihr Antrieb.
Jatin tut sich Anfangs noch schwer damit, in seine zukünftige Rolle zu finden. Doch mit Adraas Unterstützung wird auch er sich immer mehr bewusst, wie viel im sein Land und sein Volk bedeuten.


Die Geschichte hat sich langsam entwickelt. Ich mochte den kleinen Ausflug in die Vergangenheit zu ihrem ersten Kennenlernen am Anfang sehr gern.
Mit fortschreitender Handlung wird es immer spannender und man rätselt fleißig mit, was denn hinter den Diebstählen und den Vencrin steckt.

Der bildhafte und flüssige Schreibstil von Dana Swift macht es einem sehr leicht, in die Geschichte einzutauchen und immer mehr in ihr zu versinken.

Im letzten Drittel der Geschichte ging es hoch her und eine Enthüllung jagte die nächste.
Das Ende lässt mich einerseits traurig zurück, weil das Buch schon von vorbei ist.
Andererseits bin ich sehr gespannt auf Band 2, der definitiv bald bei mir einziehen wird.

Alles in allem ist „Cast in Firelight“ ein sehr gelungener Auftakt einer spannenden Dilogie.
Mich haben der Humor, das kreative Worldbuilding und die Chemie zwischen den Protagonisten total überzeugt. Ich bewerte das Buch mit 4,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Buchiger Adventskalender, der mir die Weihnachtszeit versüßt hat.

Northern Nights. Ein Adventskalender. Lovestorys für 24 Tage plus Silvester-Special
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Womit kann man Bookies die Adventszeit so richtig versüßen? Natürlich mit einem buchigen Adeventskalender.
„Northern Nights“ hat mich im Dezember begleitet und es hat total viel Spaß gemacht.
Alle 1 bis ...

Womit kann man Bookies die Adventszeit so richtig versüßen? Natürlich mit einem buchigen Adeventskalender.
„Northern Nights“ hat mich im Dezember begleitet und es hat total viel Spaß gemacht.
Alle 1 bis 2 Tage konnte ich in die Geschichte einer neuen Autorin oder eines neuen Autors eintauchen. Thematisch haben alle Geschichten im norwegischen Städtchen Tromsø gespielt. Teilweise gab es sogar ein Wiedersehen mit Figuren aus den vorhergehenden Geschichten. Das hat mir sehr gut gefallen.
Für mich war es besonders spannend, viele neue Schreibende kennenzulernen. Durch die Kurzgeschichten konnte ich mir ein gutes Bild davon machen, welche Autoren ich mir mal genauer anschauen möchte.
Mir hat der Adventskalender definitiv die Vorweihnachtszeit versüßt und sehr viel Freude gebracht. Ein paar Geschichten blieben etwas blasser, aber es ist natürlich auch nicht immer möglich, innerhalb weniger Seiten direkt voll in der Geschichte anzukommen. Dafür sind 1 bis 2 Kapitel einfach zu wenig Seiten. Daher war das grundsätzliche Muster schnell klar und hat sich wiederholt.
Nichtsdestotrotz hat mir der Adventskalender sehr gut gefallen und Tromsø ist direkt auf meine Reise-Bucketlist gewandert. Die Beschreibung in den einzelnen Geschichten klang einfach so magisch, das würde ich auch gern selbst erleben.
Würde ich mir wieder einen Buch-Adventskalender zulegen? Ja, aber ich denke, dass mir weniger Autorinnen und Autoren und dafür längere Geschichten lieber wären. Meiner Meinung nach, kann das einfach mehr fesseln.
Trotzdem kann ich „Northern Nights“ auf jeden Fall empfehlen und habe den Dezember 2025 damit sehr genossen.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Weihnachtliche Rückkehr zur Belladonna-Reihe

Holly – Eine Belladonna-Novelle (Belladonna 4)
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Mit „Holly“, der weihnachtlichen Novelle von Adalyn Grace konnte ich jetzt nochmal zu den Charakteren meiner geliebten Belladonna-Reihe zurückkehren und ich habe es absolut geliebt.
Das Buch hat mich in ...

Mit „Holly“, der weihnachtlichen Novelle von Adalyn Grace konnte ich jetzt nochmal zu den Charakteren meiner geliebten Belladonna-Reihe zurückkehren und ich habe es absolut geliebt.
Das Buch hat mich in Weihnachtsstimmung versetzt und schon allein die wunderschönen Illustrationen sind meiner Meinung nach ein Grund, dieses Buch zu lesen.
Es hat so viel Spaß gemacht, Aris, Blythe, Signa, Sylas und Elijah in der Vorweihnachtszeit zu begleiten. Adalyn Grace hat, wie schon in der ganzen Reihe, eine wundervoll atmosphärische Stimmung erschaffen. Mir hat es sehr gut gefallen, dass in diesem Teil der Grundton weniger düster, aber trotzdem magisch und mystisch war. Natürlich durfte auch wieder ein Mystery-Anteil nicht fehlen und hat die Geschichte zusätzlich abgerundet. Für mich hat die Novelle die gesamte Reihe harmonisch und stimmig abgeschlossen, besonders da zuvor offen gebliebene Punkte aus „Wisteria“ hier noch einmal aufgegriffen und für mich stimmig zu Ende geführt wurden.
Der Schreibstil war wieder total angenehm und ich bin durch die Seiten geflogen.
Besonders spannend fand ich, dass die Autorin es sich am Ende offen gehalten hat, ob die Reihe vielleicht weitergeht. Ich würde mich auf jeden Fall sehr darüber freuen, denn die gesamte Reihe hat mir sehr gut gefallen.
Wem die Belladonna-Reihe gefallen hat, der sollte sich auch „Holly“ nicht entgehen lassen.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Raffinierter Thriller mit historischem Hintergrund

Sophie L.
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„Sophie L“ war für mich der zweite Thriller von Matthew Blake und konnte mich wieder begeistern.
Zentrales Thema ist die Frage, wie weit man seinen eigenen Erinnerungen trauen kann. Besonders faszinierend ...

„Sophie L“ war für mich der zweite Thriller von Matthew Blake und konnte mich wieder begeistern.
Zentrales Thema ist die Frage, wie weit man seinen eigenen Erinnerungen trauen kann. Besonders faszinierend war für mich der historische Kontext, vor dem Matthew Blake die Handlung teilweise angesiedelt hat.
Protagonistin Olivia ist Psychotherapeutin und Gedächtnisexpertin. Zu Beginn der Geschichte eilt sie nach Paris, da ihre Großmutter Josephine, eine bekannte Malerin, im Hotel Lutetia unter ihrem berühmtesten Werk einen Mord gestanden hat. Sie behauptet, im Chaos der Nachkriegszeit eine junge Frau und Holocaust-Überlebende namens Sophie ermordet zu haben. Da Josephine jedoch schon seit einiger Zeit an Demenz leidet, ist fraglich, wie viel Wahrheit in diesem Geständnis steckt. Olivia ist davon überzeugt, dass Josephine Erinnerungen durcheinanderbringt und wird dabei auch von Familienfreund, Mentor und weltbekannten Therapeuten Louis unterstützt.
Der Thriller spielt auf insgesamt drei Zeitebenen und entwickelt durch seine knackigen und kurzen Kapitel schnell eine starke Sogwirkung. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und tappte lange Zeit im Dunkeln.
Die Handlung - besonders der Aspekt der Erinnerungen und deren Glaubhaftigkeit - entfaltet sich jedoch eher langsam. Anfangs habe ich darauf gewartet, dass Olivias fachliche Expertise zu dem Thema stärker in den Vordergrund rückt. An einigen Stellen hätte ich mir da auch deutlich mehr Einblick in ihre Arbeit gewünscht.
Die Handlung in der Gegenwart wird aus drei POVs erzählt, wobei die Identität von zwei der Figuren vorerst ein Rätsel bleibt. Das hat für Spannung gesorgt und das Erzähltempo erhöht. Olivia selbst blieb mir als Protagonistin stellenweise zu blass, sodass ich mich schwer in sie hineinversetzen konnte. Zwar erfahren wir viel über ihren Hintergrund, ihr Leben und auch ein scheinbar verarbeitetes Trauma, doch ihre Gedanken und Handlungen waren nicht immer nachvollziehbar.
Besonders gefesselt hat mich die Zeitebene zum Ende des zweiten Weltkriegs. Hier spielen das Ende der Besatzung Frankreichs, die französische Résistance sowie der Umgang mit - vor allem weiblichen - Kollaborateuren eine entscheidende Rolle. Matthew Blake arbeitet hier mit vielen historischen Fakten, von denen mir einige neu waren. Ich hätte zu diesem Thema sogar noch viel mehr lesen können.
Den Plottwist habe ich zwar schon zum Teil kommen sehen, dennoch hat mich das Buch insgesamt sehr gut unterhalten. Auf der reinen Handlungsebene empfinde ich „Sophie L“ etwas schwächer als Matthew Blakes Debüt „Anna O“. Der starke und fesselnde geschichtliche Hintergrund hat diese Schwächen für mich aber wieder ausgeglichen.

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Berührend und herzzerreißend

Write Me for You
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„Write me for you“ war mein erstes Buch von Tillie Cole und hat mir sehr gut gefallen.
Tillie Cole hat einen sehr angenehmen und bildhaften Schreibstil, der die Gedankenwelt der beiden Protagonisten, June ...

„Write me for you“ war mein erstes Buch von Tillie Cole und hat mir sehr gut gefallen.
Tillie Cole hat einen sehr angenehmen und bildhaften Schreibstil, der die Gedankenwelt der beiden Protagonisten, June und Jesse, sehr authentisch einfängt. An manchen Stellen hat mir etwas die Tiefgründigkeit gefehlt, hier merkt man, dass es sich um einen Young-Adult-Roman handelt.
Nichtsdestotrotz hat mich die Geschichte total in den Bann gezogen.

June ist 17, hat Krebs im Endstadium und wird direkt am Anfang damit konfrontiert, dass für sie medizinisch gesehen nichts mehr getan werden kann. Doch sie wird Nachrückerin in einer medizinischen Studie und erhält somit die Chance, eine neuartige Behandlung zu testen. Schon alleine das Thema, als Nachrücker dazu zustoßen, weil es eben der andere Patient nicht geschafft hat, hätte mich persönlich extrem belastet. Für diesen Aspekt hätte ich mir gern noch mehr Raum gewünscht.
Auf der Harmony-Ranch, dem auf solche Studien spezialisierten Krankenhaus, soll June endlich heilen.
Dort trifft sie auf Jesse, der sofort von ihr fasziniert ist. Zwar sind beide total gegensätzliche Charaktere - Jesse ein extrovertierter Highschool-Football-Star, der es liebt im Rampenlicht zu stehen und June, die lieber für sich bleibt und Trost in den Seiten von Büchern sucht - doch zwischen den beiden entwickelt sich eine stürmische Liebe.
An manchen Stellen ging dies wirklich sehr schnell, wobei ich aber auch glaube, dass man mit so einer Krankheit und quasi dem Tod vor Augen andere Prioritäten setzt und auch Zeit einfach ganz anders sieht.
Der größte Traum von June ist es, Autorin zu werden und DIE Liebesgeschichte zu schreiben. Inspiriert von ihren Gefühlen zu Jesse beginnt sie ihr gemeinsames Happy End zu schreiben, in der Hoffnung dass sie dies auch in der Realität erleben.

Ich muss sagen, dass Schicksal der beiden hat mich wirklich unglaublich bewegt. Zu sehen, wieviel Kraft sie diese Situation und auch die Behandlung kostet; wie sie versuchen, an ihren Träumen festzuhalten und dadurch weiterhin optimistisch zu bleiben; wie sich Freundschaften entwickeln und sie füreinander da sind, und wie sie mit Rückschlägen und Verlusten umgehen - das war schon echt herzzerreißend. Ich habe da an einigen Stellen ganz schön schlucken müssen und auch einige Tränen vergossen. Taschentücher sollten definitiv parat gehalten werden.

Die Liebesgeschichte war mir an manchen Stellen schon fast etwas zu kitschig. Ich denke dies ist dem jüngeren Zielpublikum geschuldet. Aber durch die vielen Wiederholungen, wie sehr sie sich lieben und dass sie sich eben als Seelenverwandte sehen, ist für mich irgendwie das Gefühl der Ernsthaftigkeit (was mir an anderer Stelle wirklich sehr gut und auch angemessen vermittelt wurde) eher verloren gegangen.

Alles in allem war „Write me for you“ ein sehr bewegendes Buch, das meiner Meinung nach wundervoll für jüngere Leser funktioniert und diese bestimmt voll abholen wird. Und doch hat es mich tief berührt, die Geschichte(n) von June und Jesse zu lesen. Trotz der Kritikpunkte werden mir diese noch eine Weile im Kopf rumgehen. Tillie Cole hat mich die volle Gefühlspalette durchleben lassen und ich bin sehr froh, dass ich am Ende auch Hoffnung aus dem Buch schöpfen konnte.

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