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Veröffentlicht am 13.03.2026

Rückwärts zählen mit dem Osterhasen

Da drüben sitzt ein Osterhas'
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„Da drüben sitzt ein Osterhas“ geschrieben vonHelga Fell und illustriert von Antje Bohnstedt ist ein fröhliches und buntes Bilderbuch perfekt für die Osterzeit oder die vorfreudige Zeit darauf. Die Geschichte ...

„Da drüben sitzt ein Osterhas“ geschrieben vonHelga Fell und illustriert von Antje Bohnstedt ist ein fröhliches und buntes Bilderbuch perfekt für die Osterzeit oder die vorfreudige Zeit darauf. Die Geschichte ist dabei relativ simple, auf elf Doppelseiten verteilt der Osterhase seine bemalten Eier an Mensch und Tier. Trainiert wird dabei das Rückwärts zählen, welches die Kinder durch die einfachen Reime auch gut mit sprechen können. Der Text lässt sich dabei bis auf zwei Stellen mühelos vorlesen und auch die farbenfrohen Illustrationen haben es uns angetan. Die Geschichte macht einfach Spaß! Einziger kleiner Kritikpunkt sind für mich lediglich die doch sehr einfach gehaltenen Reime. Etwa keines auf eines, oder Tier mit Vier . Wer sich daran aber nicht stört bekommt bei „Da drüben sitzt ein Osterhas“ genau was der Klappentext verspricht. Und auch das Ende ist wirklich richtig toll gemacht. Und so vergeben wir für das schöne Leseerlebnis gute 4 Sterne und eine Empfehlung für alle Kleinen und Großen Osterhasenfans.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Aufwühlend und ziemlich gehaltvoll

Tief
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In „Tief“ der Autorin Rebekka Moser geht es emotional, aber auch gesellschaftlich in die Tiefe. Der Thriller ist in mehrfacher Hinsicht nichts für schwache Nerven, sowohl was gewaltvolle Details betrifft, ...

In „Tief“ der Autorin Rebekka Moser geht es emotional, aber auch gesellschaftlich in die Tiefe. Der Thriller ist in mehrfacher Hinsicht nichts für schwache Nerven, sowohl was gewaltvolle Details betrifft, aber auch in Bezug auf den scharfen Blick zu Themen wie Einwanderung, Vorurteile und Extremismus. Ich muss zugeben, hin und wieder war mir die Handlung tatsächlich etwas zu überladen, den nicht jedes aktuelle politische Themen hätte meiner Meinung nach eingebaut werden müssen. Versteht mich nicht falsch, ich finde es großartig wie engagiert Autorin Rebekka Moser sich auch schwierigen Themen zuwendet. Etwas mehr Fokus hätte meiner Meinung nach nur für eine noch intensivere Geschichte gesorgt. Alles aber meckern auf hohem Niveau. Die Spannung ist wirklich durchgehend hoch und die Twists absolut unvorhersehbar. Auch der Schreibstil gefiel mir richtig gut und zieht die Leser:innen regelrecht mitten in die Geschehnisse. Ein etwas grummeliger aber doch liebenswerter Kommissar und authentische Polizeiarbeit runden das Leseerlebnis zudem ab. „Tief“ war mein erstes Buch der Reihe und wird bestimmt nicht das Letzte bleiben. Insgesamt vergebe ich gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Richtig spannend, mit kleinen Abstrichen

Das Signal
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Wer spannende Lektüre sucht ist bei Autorin Ursula Poznanski genau richtig und auch ihr neustes Werk „Das Signal“ sorgt für jede Menge Spannung. Thematisch soll es ja was die digitale Technik betrifft ...

Wer spannende Lektüre sucht ist bei Autorin Ursula Poznanski genau richtig und auch ihr neustes Werk „Das Signal“ sorgt für jede Menge Spannung. Thematisch soll es ja was die digitale Technik betrifft an "Die Burg" anschließen, aber ehrlich gesagt empfand ich die technischen Details diesmal eher als klein. Und vielleicht ist hier schon der erste Knackpunkt. Ein wenig fehlt dem Thriller nämlich die besondere Note. Keine Frage,Ursula Poznanski versteht es zu fesseln und ihre Leser:innen in Atem zu halten. Bei genauerer Betrachtung ist der Plot aber fast schon gewöhnlich fürs Genre und dies bin ich von der Autorin definitiv nicht gewohnt. Klaren Sternabzug gibt es dann aber spätestens für den sehr vorhersehbaren "großen" Plottwist, welchen ich wirklich schon sehr früh genau erraten habe. Kleinere Details konnten mich zum Glück dennoch überraschen, die innere Logik ist durchgehend perfekt und auch der Schreibstil liest sich wie immer mühelos. Insgesamt bekommt „Das Signal“ von mir solide 4 Sterne. Für das nächste Werk würde ich mir dennoch wieder etwas mehr Einzigartigkeit wünschen.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Vielschichtiger historischer Roman mit aktuellem Bezug

Eine vergessene Schuld
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„Eine vergessene Schuld“ des Autoren Arne Jensen ist für alle geschichtlich interessierten Leser:innen geeignet, die sich auch mit komplexen moralischen Fragen beschäftigen wollen. Inhaltlich holt die ...

„Eine vergessene Schuld“ des Autoren Arne Jensen ist für alle geschichtlich interessierten Leser:innen geeignet, die sich auch mit komplexen moralischen Fragen beschäftigen wollen. Inhaltlich holt die Geschichte deshalb wahrscheinlich nicht alle ab, dabei ist gerade die Erinnerung an frühere Zeiten und die Schrecken der NS-Zeit so wichtig. Die Erzählung macht auch deshalb so betroffen, da die Schicksale von Raimund Bach und auch von anderen Charakteren reale Vorbilder haben. Gut recherchiert werden die Geschehnisse nochmal eindrücklicher. Stilistisch wie auch inhaltlich bleibt da der aktuellere Zeitstrang etwas zurück. Dieser liest sich zum einen längst nicht so flüssig und schweift zum anderen hin und wieder etwas ab. Zwar gibt es mit Psychologin Jasina eine sympathische, wie auch spannende Figur. Gerade zum Ende hin wirkt ihr Verhalten aber immer weniger professionell und wird damit etwas unglaubwürdig. Wer mit dieser Entwicklung, welche wohl zugunsten der Dramatik getroffen wurde gut leben kann, sollte dennoch zu „Eine vergessene Schuld“ greifen. Den neben der dringend nötigen Erinnerungskultur, greift die Geschichte auch aktuelle politische Fragen auf. Und so ist der Roman zwar keine leichte, aber eine wichtige Lektüre, welche ich dir durchaus weiterempfehlen kann.

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Veröffentlicht am 21.01.2026

Ein bunter Streifzug durch das Gartenjahr

Gemüsepower
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Sehr sympathisch und mit vielen tollen Fotos nimmt uns Lucia Schauerhammer mit in ihren Dorfgarten. Dieser wird nach dem Prinzip Market Garden bewirtschaftet und versorgt viele Menschen mit frischem Gemüse. ...

Sehr sympathisch und mit vielen tollen Fotos nimmt uns Lucia Schauerhammer mit in ihren Dorfgarten. Dieser wird nach dem Prinzip Market Garden bewirtschaftet und versorgt viele Menschen mit frischem Gemüse. Leider verrät Autorin Lucia Schauerhammer darüber aber gar nicht so viel wie gedacht. Die im Buch vorgestellten Methoden sind vielmehr Grundlage in zahlreichen Büchern über das naturnahe Gärtnern. Es wäre zum Beispiel toll gewesen, einen Plan für ein Beispiel Beet im Jahresverlauf zu bekommen um zu sehen wie effizient und planvoll im Market Garden gearbeitet werden kann. Aber gut, auch ohne solch eine detaillierte Beschreibung gibt es etwas zu lernen. Ich persönlich habe für mich einige Sortentipps und die Empfehlung einer versetzten Aussaat auch für Gurken mitgenommen. Richtig gelungen ist außerdem in welcher Ausführlichkeit sich dem wichtigen Thema Kompost gewidmet wird. Über das Anlegen, die richtige Pflege, bis hin zum sieben und den überlegten Einsatz wird hier wirklich an alles gedacht. “Gemüsepower“ eignet sich denke ich gut um einen ersten Überblick zu bekommen oder sich als Gartenmensch mit Erfahrung die ein oder andere Anregung zu holen. Nicht jeder Aspekt wird detailliert beschrieben und auch genaue Beetpläne sucht man hier vergebens. Wer damit gut leben kann, für den ist dieses ansprechende Gartenbuch auf jeden Fall einen Blick wert. Ich vergebe dafür gute 4 Sterne und eine eingeschränkte Empfehlung.

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