Lebendige Charaktere und ein interessanter Blick in die Geschichte des deutschen Geheimdienstes
Die KryptografinAngesiedelt in der Nachkriegszeit, begleiten wir die sympathische Mathematikerin Margot auf ihrem besonderen Lebens- und Karriereweg. Wer also Lust auf einen informativen historischen Roman hat, sollte ...
Angesiedelt in der Nachkriegszeit, begleiten wir die sympathische Mathematikerin Margot auf ihrem besonderen Lebens- und Karriereweg. Wer also Lust auf einen informativen historischen Roman hat, sollte unbedingt zu „Die Kryptografin“ von Hanna Aden greifen. Zwar ist nicht jedes Detail historisch akkurat, aber dennoch steckt viel Recherche und spürbare Liebe zum Detail in der Geschichte. Nachdem ich erst mal Zugang gefunden hatte, was einige Seiten brauchte, konnte mich die Erzählung dabei absolut fesseln. Margot bringt einige Besonderheiten mit, wie etwa ihre Synästhesie und ist auch durch ihre Privilegien sicherlich keine klassische Frau der damaligen Zeit. Gerade aufgrund ihrer oft unkonventionellen Art mochte ich sie aber richtig gerne und auch ihre Freundin Sue ist ein wichtiger Ankerpunkt der Geschichte. Der Schreibstil wirkt frisch und eher modern und liest sich auch deshalb angenehm flüssig. Auch Langeweile kommt durch die abwechslungsreiche Handlung keine auf und gerade alles was die Kryptografie betrifft, war wirklich super spannend. Hin und wieder hätte die Arbeit damit gerne noch mehr im Mittelpunkt stehen dürfen. Am Ende tut sich gerade was Margot betrifft nochmal richtig viel und für den nächsten Band, welcher bereits angekündigt ist, bieten sich weitere interessante Themen. Insgesamt bin ich mit dem unterhaltsamen Leseerlebnis doch sehr zufrieden und kann den Roman deshalb durchaus weiterempfehlen.