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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.12.2025

Durchgehender Grusel, subtile Spannung und überraschende Perspektivwechsel

Fall Silent
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Ungewöhnlich und gerade deshalb besonders ist die Lektüre von „Fall Silent Grauen abseits des Appalachian Trails“ der Autorin Birgit Arnold auf jeden Fall. Sie selbst ordnet ihr Werk als Nature Horror ...

Ungewöhnlich und gerade deshalb besonders ist die Lektüre von „Fall Silent Grauen abseits des Appalachian Trails“ der Autorin Birgit Arnold auf jeden Fall. Sie selbst ordnet ihr Werk als Nature Horror ein. Besonders gelungen ist die anhaltend nervenaufreibende Atmosphäre, diese ist sehr düster ohne sofort konkret zu werden und sorgt mehrmals für Gänsehautmomente. Richtig toll! Auch die Beschreibungen des Trails und der umliegenden Natur sind sehr lebendig und bildhaft. Der Schreibstil war mir allerdings leider hin und wieder etwas zu holprig, gerade was die Dialoge betrifft. Trotzdem las sich das Buch flott weg und konnte mich gerade durch die sehr ungewöhnlichen Perspektivwechsel und überraschenden Twists fesseln. Auf nur wenigen Seiten erzählt Birgit Arnold eine durchdachte Geschichte mit ungewöhnlichem Denkansatz. Auch diese nachdenklichen Untertöne gefielen mir gut. Wer also Lust auf eine einzigartige Geschichte mit Naturbezug hat und/oder Mysterie mag, ist hier genau richtig.

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Veröffentlicht am 13.12.2025

Lebendige Charaktere und ein interessanter Blick in die Geschichte des deutschen Geheimdienstes

Die Kryptografin
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Angesiedelt in der Nachkriegszeit, begleiten wir die sympathische Mathematikerin Margot auf ihrem besonderen Lebens- und Karriereweg. Wer also Lust auf einen informativen historischen Roman hat, sollte ...

Angesiedelt in der Nachkriegszeit, begleiten wir die sympathische Mathematikerin Margot auf ihrem besonderen Lebens- und Karriereweg. Wer also Lust auf einen informativen historischen Roman hat, sollte unbedingt zu „Die Kryptografin“ von Hanna Aden greifen. Zwar ist nicht jedes Detail historisch akkurat, aber dennoch steckt viel Recherche und spürbare Liebe zum Detail in der Geschichte. Nachdem ich erst mal Zugang gefunden hatte, was einige Seiten brauchte, konnte mich die Erzählung dabei absolut fesseln. Margot bringt einige Besonderheiten mit, wie etwa ihre Synästhesie und ist auch durch ihre Privilegien sicherlich keine klassische Frau der damaligen Zeit. Gerade aufgrund ihrer oft unkonventionellen Art mochte ich sie aber richtig gerne und auch ihre Freundin Sue ist ein wichtiger Ankerpunkt der Geschichte. Der Schreibstil wirkt frisch und eher modern und liest sich auch deshalb angenehm flüssig. Auch Langeweile kommt durch die abwechslungsreiche Handlung keine auf und gerade alles was die Kryptografie betrifft, war wirklich super spannend. Hin und wieder hätte die Arbeit damit gerne noch mehr im Mittelpunkt stehen dürfen. Am Ende tut sich gerade was Margot betrifft nochmal richtig viel und für den nächsten Band, welcher bereits angekündigt ist, bieten sich weitere interessante Themen. Insgesamt bin ich mit dem unterhaltsamen Leseerlebnis doch sehr zufrieden und kann den Roman deshalb durchaus weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Actionreiche Dystopie mit vielen Stärken

To Cage a Wild Bird
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Insgesamt hat mir „To Cage a Wild Bird“ der Autorin Brooke Fast richtig gut gefallen. Die Geschichte versprüht auf jeden Fall Panem Vibes, bleibt dabei aber trotzdem einzigartig. Gesellschaftskritische ...

Insgesamt hat mir „To Cage a Wild Bird“ der Autorin Brooke Fast richtig gut gefallen. Die Geschichte versprüht auf jeden Fall Panem Vibes, bleibt dabei aber trotzdem einzigartig. Gesellschaftskritische Belange stehen im Vordergrund, das weiterführende Worldbuilding dürfte aber gerne noch etwas ausführlicher sein, hier ist für zukünftige Bände noch Potential vorhanden. Super und wunderbar ausgereift sind hingegen schon jetzt die Charaktere. Diese wirken lebensecht und vielschichtig und zwar nicht nur die Hauptfiguren. Ein weiterer Pluspunkt der Handlung war für mich die spannungsvolle Dynamik. Dabei schafft es die Autorin Ernst zu bleiben und sorgt doch auch ohne allzu blutigen Details für Thrill bei den Jagden. Wer zudem ausführliche Liebesgeschichten mit viel Spice schätzt, ist hier genau richtig. Für meinen Geschmack hätte es zwar nicht jede dieser ausführlichen Szenen gebraucht, gut geschrieben waren sie dennoch. Auch sonst liest sich der Schreibstil fesselnd und lag mir sehr. Und so flog ich nur so durch die Geschichte und bin nun sehr gespannt wie es nun weitergeht. Aufgrund der kleineren Kritikpunkte ziehe ich einen Stern ab, trotzdem gibt es eine Leseempfehlung, für alle die Dystopien mögen.

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Veröffentlicht am 11.11.2025

Gelungene historische Atmosphäre, der Plot ist aber wenig fantasievoll

Das Antiquariat am alten Friedhof
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Irgendwie hatte ich bei „Das Antiquariat am alten Friedhof“ das Gefühl, der Zauber um die Reihe rund ums Graphische Viertel nutzt sich nun langsam ab. Vielleicht sollte Autor Kai Meyer langsam wieder etwas ...

Irgendwie hatte ich bei „Das Antiquariat am alten Friedhof“ das Gefühl, der Zauber um die Reihe rund ums Graphische Viertel nutzt sich nun langsam ab. Vielleicht sollte Autor Kai Meyer langsam wieder etwas Neues beginnen. Was das historische Setting und die Detailgenauigkeit des Zeitgeistes betrifft, ist auch dieser Roman wieder auf den Punkt perfekt. Allerdings ist die eigentliche Handlung finde ich diesmal ziemlich profan und etwas uninspiriert. Abgesehen davon laufen diesmal viele bereits bekannte Handlungsorte und Charaktere hier zusammen. Obwohl ich alle vorherigen Bände gelesen habe, muss ich aber zugegeben, ich habe sicherlich nur einen Bruchteil der Anspielungen erkannt, auch deshalb weil die Lektüre doch schon etwas her ist. Die gut 500 Seiten hatten für mich auch immer wieder Längen, denn oft tritt die Handlung etwas auf der Stelle und es passiert nichts wirklich Neues.

Das Buch kann gut auch unabhängig von den anderen Vorgängern gelesen werden, die eigentliche Geschichte ist in sich geschlossen und auch gut verständlich. Und wer zum ersten Mal in die Welt des Graphischen Viertels in Leipzig eintaucht, wird sowohl die Vorkriegszeit, als auch den Erzählstrang um 1945 historisch interessant finden. Der Schreibstil ist wie gewohnt und an und für sich liest sich der Roman auch angenehm und hin und wieder ziemlich spannend. Die Mysterieelemente sind auch diesmal dezent vorhanden und sorgen für leichten Grusel ohne jedoch richtig unheimlich zu geraten. Mein größter Kritikpunkt ist wirklich der Plot, früherer Geschichten waren in meinen Augen komplexer und auch mit mehr Alleinstellungsmerkmalen. Insgesamt vergebe ich für ganz viel Atmosphäre und einen tollen Schreibstil, gerade so noch 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 19.10.2025

Märchenhaft mit leichtem Grusel

Das Dreizehnte Kind
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„Das Dreizehnte Kind“ von Erin A. Craig war für mich auf jeden Fall ein tolles Leseerlebnis. Die Geschichte versteht auf jeden Fall zu fesseln und auch der Schreibstil gefiel mir durchgehend richtig gut. ...

„Das Dreizehnte Kind“ von Erin A. Craig war für mich auf jeden Fall ein tolles Leseerlebnis. Die Geschichte versteht auf jeden Fall zu fesseln und auch der Schreibstil gefiel mir durchgehend richtig gut. Neben einigen Dingen die ich richtig toll fand, gibt es für mich aber auch den ein oder anderen kleinen Kritikpunkt. An und für sich ist die Geschichte einfach zauberhaft. Die Atmosphäre ist wirklich sehr lebendig und es macht großen Spaß Hazel über so viele Seiten hinweg zu begleiten. Trotz der Dicke des Buches stellten sich keine Längen ein. Auch die Handlung wird wirklich nicht langweilig, da manche von Hazels Entscheidungen für mich doch überraschend kamen und ihre Persönlichkeitsentwicklung überaus spannend ist. „Die wichtigste Wendung“ im Plot, worauf die Handlung wirklich lange hin fiebert, war für mich aber ziemlich offensichtlich. Und auch das Worldbuilding ist jetzt nicht wirklich grandios und bleibt eher diffus. Die Autorin fokussiert sich mehr auf ihre Charaktere, was dadurch ein großer Pluspunkt des Buches ist. Dennoch hätte ich mir eine stärkere Ausarbeitung der magischen Details, insbesondere was den Aspekt des dreizehnten Kindes betrifft, gewünscht. Perfekt in den Herbst passten für mich die leicht gruseligen Elemente, für mich waren diese soweit angemessen und zum Glück nicht übertrieben Horrorlastig. Wer gute Unterhaltung mit jugendlichen Figuren, einem Mix aus Spannung, Dramatik und Liebe sucht und dafür auf ein allzu detailliertes Worldbuilding verzichten kann, ist hier denke ich genau richtig. Insgesamt hat mir der Roman doch ziemlich gut gefallen, weshalb ich schlussendlich gute 4 Sterne und eine eingeschränkte Leseempfehlung vergebe.

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