Profilbild von Lisa_V

Lisa_V

Lesejury Star
offline

Lisa_V ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lisa_V über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.11.2025

Actionreiche Dystopie mit vielen Stärken

To Cage a Wild Bird
0

Insgesamt hat mir „To Cage a Wild Bird“ der Autorin Brooke Fast richtig gut gefallen. Die Geschichte versprüht auf jeden Fall Panem Vibes, bleibt dabei aber trotzdem einzigartig. Gesellschaftskritische ...

Insgesamt hat mir „To Cage a Wild Bird“ der Autorin Brooke Fast richtig gut gefallen. Die Geschichte versprüht auf jeden Fall Panem Vibes, bleibt dabei aber trotzdem einzigartig. Gesellschaftskritische Belange stehen im Vordergrund, das weiterführende Worldbuilding dürfte aber gerne noch etwas ausführlicher sein, hier ist für zukünftige Bände noch Potential vorhanden. Super und wunderbar ausgereift sind hingegen schon jetzt die Charaktere. Diese wirken lebensecht und vielschichtig und zwar nicht nur die Hauptfiguren. Ein weiterer Pluspunkt der Handlung war für mich die spannungsvolle Dynamik. Dabei schafft es die Autorin Ernst zu bleiben und sorgt doch auch ohne allzu blutigen Details für Thrill bei den Jagden. Wer zudem ausführliche Liebesgeschichten mit viel Spice schätzt, ist hier genau richtig. Für meinen Geschmack hätte es zwar nicht jede dieser ausführlichen Szenen gebraucht, gut geschrieben waren sie dennoch. Auch sonst liest sich der Schreibstil fesselnd und lag mir sehr. Und so flog ich nur so durch die Geschichte und bin nun sehr gespannt wie es nun weitergeht. Aufgrund der kleineren Kritikpunkte ziehe ich einen Stern ab, trotzdem gibt es eine Leseempfehlung, für alle die Dystopien mögen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.11.2025

Gelungene historische Atmosphäre, der Plot ist aber wenig fantasievoll

Das Antiquariat am alten Friedhof
0

Irgendwie hatte ich bei „Das Antiquariat am alten Friedhof“ das Gefühl, der Zauber um die Reihe rund ums Graphische Viertel nutzt sich nun langsam ab. Vielleicht sollte Autor Kai Meyer langsam wieder etwas ...

Irgendwie hatte ich bei „Das Antiquariat am alten Friedhof“ das Gefühl, der Zauber um die Reihe rund ums Graphische Viertel nutzt sich nun langsam ab. Vielleicht sollte Autor Kai Meyer langsam wieder etwas Neues beginnen. Was das historische Setting und die Detailgenauigkeit des Zeitgeistes betrifft, ist auch dieser Roman wieder auf den Punkt perfekt. Allerdings ist die eigentliche Handlung finde ich diesmal ziemlich profan und etwas uninspiriert. Abgesehen davon laufen diesmal viele bereits bekannte Handlungsorte und Charaktere hier zusammen. Obwohl ich alle vorherigen Bände gelesen habe, muss ich aber zugegeben, ich habe sicherlich nur einen Bruchteil der Anspielungen erkannt, auch deshalb weil die Lektüre doch schon etwas her ist. Die gut 500 Seiten hatten für mich auch immer wieder Längen, denn oft tritt die Handlung etwas auf der Stelle und es passiert nichts wirklich Neues.

Das Buch kann gut auch unabhängig von den anderen Vorgängern gelesen werden, die eigentliche Geschichte ist in sich geschlossen und auch gut verständlich. Und wer zum ersten Mal in die Welt des Graphischen Viertels in Leipzig eintaucht, wird sowohl die Vorkriegszeit, als auch den Erzählstrang um 1945 historisch interessant finden. Der Schreibstil ist wie gewohnt und an und für sich liest sich der Roman auch angenehm und hin und wieder ziemlich spannend. Die Mysterieelemente sind auch diesmal dezent vorhanden und sorgen für leichten Grusel ohne jedoch richtig unheimlich zu geraten. Mein größter Kritikpunkt ist wirklich der Plot, früherer Geschichten waren in meinen Augen komplexer und auch mit mehr Alleinstellungsmerkmalen. Insgesamt vergebe ich für ganz viel Atmosphäre und einen tollen Schreibstil, gerade so noch 4 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.10.2025

Märchenhaft mit leichtem Grusel

Das Dreizehnte Kind
0

„Das Dreizehnte Kind“ von Erin A. Craig war für mich auf jeden Fall ein tolles Leseerlebnis. Die Geschichte versteht auf jeden Fall zu fesseln und auch der Schreibstil gefiel mir durchgehend richtig gut. ...

„Das Dreizehnte Kind“ von Erin A. Craig war für mich auf jeden Fall ein tolles Leseerlebnis. Die Geschichte versteht auf jeden Fall zu fesseln und auch der Schreibstil gefiel mir durchgehend richtig gut. Neben einigen Dingen die ich richtig toll fand, gibt es für mich aber auch den ein oder anderen kleinen Kritikpunkt. An und für sich ist die Geschichte einfach zauberhaft. Die Atmosphäre ist wirklich sehr lebendig und es macht großen Spaß Hazel über so viele Seiten hinweg zu begleiten. Trotz der Dicke des Buches stellten sich keine Längen ein. Auch die Handlung wird wirklich nicht langweilig, da manche von Hazels Entscheidungen für mich doch überraschend kamen und ihre Persönlichkeitsentwicklung überaus spannend ist. „Die wichtigste Wendung“ im Plot, worauf die Handlung wirklich lange hin fiebert, war für mich aber ziemlich offensichtlich. Und auch das Worldbuilding ist jetzt nicht wirklich grandios und bleibt eher diffus. Die Autorin fokussiert sich mehr auf ihre Charaktere, was dadurch ein großer Pluspunkt des Buches ist. Dennoch hätte ich mir eine stärkere Ausarbeitung der magischen Details, insbesondere was den Aspekt des dreizehnten Kindes betrifft, gewünscht. Perfekt in den Herbst passten für mich die leicht gruseligen Elemente, für mich waren diese soweit angemessen und zum Glück nicht übertrieben Horrorlastig. Wer gute Unterhaltung mit jugendlichen Figuren, einem Mix aus Spannung, Dramatik und Liebe sucht und dafür auf ein allzu detailliertes Worldbuilding verzichten kann, ist hier denke ich genau richtig. Insgesamt hat mir der Roman doch ziemlich gut gefallen, weshalb ich schlussendlich gute 4 Sterne und eine eingeschränkte Leseempfehlung vergebe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.09.2025

Gemütliche Stimmung, trotz grausiger Morde

Knäckeblut
0

Mitten im Winter lässt uns Autor Björn Berenz zunächst ausführlich an der zauberhaften Atmosphäre im verschneiten Småland teilhaben. Neben dem Setting stehen außerdem die einzigartigen und authentischen ...

Mitten im Winter lässt uns Autor Björn Berenz zunächst ausführlich an der zauberhaften Atmosphäre im verschneiten Småland teilhaben. Neben dem Setting stehen außerdem die einzigartigen und authentischen Charaktere im Mittelpunkt. Ganz nebenbei wird eingeflochten was bisher geschah und so hatte ich auch als Neueinsteigerin keinerlei Schwierigkeiten der Handlung in „Knäckeblut“ zu folgen. Nach dem ersten Drittel nimmt dann die Spannung doch spürbar zu und auch die Ermittlungen nehmen Fahrt auf. Die Dynamik zwischen Hobbydetektivin Ina und Polizist Lars ist schon ziemlich witzig, wenn auch in der Realität nur schwer vorstellbar. Als fiktiver Krimi liest sich das ganze aber durchaus unterhaltsam. Hin und wieder gibt es zwar kleinere logische Schwächen, darüber trösten der angenehme Schreibstil und die lebendige Figurenzeichnung aber hinweg. Auch das miträtseln macht Spaß, ab einem gewissen Punkt war für mich die Auflösung zwar ziemlich klar, dennoch konnte mich die Geschichte bis zuletzt fesseln. Wer also auf der Suche nach einer stimmungsvollen, gemütlichen und doch rätselhaften Kriminalhandlung ist wird sich auf dem Tingsmålahof sicher wohlfühlen. Aufgrund der kleinen Ungereimtheiten gibt es einen Stern Abzug, wer sich daran aber nicht stört wird gut unterhalten werden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.08.2025

Gemischte Gefühle

Der Große Gary
0

„Der Große Gary“ von Rob Perry ist wieder mal ein Buch bei welchem mir die Bewertung schwer fällt. Die Geschichte ist durchweg einfach nur schräg und zwar auf eine nicht nur gefällige Weise. Oft wirken ...

„Der Große Gary“ von Rob Perry ist wieder mal ein Buch bei welchem mir die Bewertung schwer fällt. Die Geschichte ist durchweg einfach nur schräg und zwar auf eine nicht nur gefällige Weise. Oft wirken etwas verschrobene Charaktere auf mich total sympathisch, dass war hier nicht unbedingt der Fall. Aber die Handlung liest sich unterhaltsam und entwickelt sich absolut überraschend und nicht vorhersehbar. Oft geht etwas schief, aber irgendwie geht es dann doch weiter. Und Protagonist Benjamin macht durch die extreme Situation in wenigen Tagen eine große Wandlung durch. Auch dieser Aspekt gefiel mir. Der Schreibstil liest sich außerdem flüssig und erzeugt sprachlich eine besondere Atmosphäre. Nur das Ende gefiel mir wiederum weniger gut. Alles in allem war „Der Große Gary“ für mich also ein durchmischtes Leseerlebnis. Wer auf etwas verrückte Geschichten steht und Hunde mag, dem wird der Roman bestimmt gefallen. Jede:n holt das Buch aber wahrscheinlich nicht ab.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere