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Veröffentlicht am 21.01.2026

Eberhofers dreizehnter Fall

Apfelstrudel-Alibi
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Diesmal erreicht den Franz ein etwas anderer Auftrag. Denn wie er so gemütlich daheim, nach seiner extrem anstrengenden Joggingrunde, die ihn nur zum Simmerl in die Metzgerei geführt hat, unter die Dusche ...

Diesmal erreicht den Franz ein etwas anderer Auftrag. Denn wie er so gemütlich daheim, nach seiner extrem anstrengenden Joggingrunde, die ihn nur zum Simmerl in die Metzgerei geführt hat, unter die Dusche springen will, ruft der Richter Moratschek an. Denn vor einigen Tagen ist sein allerliebstes Patenkind, die Letti bei einem Bergunglück zu Tode gekommen und der Richter glaubt nicht, dass es hier mit rechten Dingen zugegangen ist. Natürlich weiß der Eberhofer gleich, dass er hier wieder einmal Hilfe vom Birkenberger rudi braucht und ruft ihn direkt an. Der ist aber ein wenig komisch und bittet ihn schließlich um Geld, denn in seiner Privatdetektei geht gerade gar nichts mehr und der Rudi ist pleite. Also begeben die Beiden sich auf die Suche nach den wirklichen Geschehnissen, die zu Lettis Tod geführt haben. Allerdings muss der Franz auch zuhause mehr einspringen, denn seit die Susi Bürgermeisterin ist, denkt sie nur noch an die Arbeit und der Paul braucht schließlich auch Eltern, dei sich um ihn kümmern. Wie gut, dass Vater und Sohn sich im Rahmen der Ermittlungen auf in den Urlaub auf einen Campingplatz machen können.

Rita Falk erzählt diesen dreizehnten Fall vom Eberhofer in gewohnter Manier. Denn die Sprache ist unverändert bairisch geprägt und in vielen Teilen etwas umgangssprachlich. Da der Franz immer noch einen Haufen Machoallüren hat, die er wohl nie mehr ablegen wird, bleibt alles beim Alten. Nur bei den Eberhofers auf dem Hof ist es anders, denn die Oma wird langsam alt und zerbrechlich und hat manchmal kaum mehr die Kraft, ihr Bett zu verlassen und verbringt die Stunden dort gerne mit ihrem Enkel Paul und zockt ihm beim Quartett regelmäßig ab.

Da der bereits alle Bände der Reihe kenne, sind der Franz, sein Vater, der Birkenberger Rudi, die Susi, der Paul und all die anderen Charaktere wie alte Bekannte für mich und ich wundere mich nicht mehr über so manche Aussage vom Franz. Denn er ist ein Macho und wird es immer bleiben, dennoch kümmert er sich sehr gut um seinen Sohn und verbindet beim Camping das Nützliche mit dem Praktischen. Den Fall fand ich wirklich gelungen und habe das Buch sehr gerne gelesen.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Ein einfühlsames Bilderbuch über den Krebs

Klonkrieger im Bauch
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Nils hat ein Laserschwert und ist damit der gefährliche Nils, der alle Feinde in die Flucht schlägt. Als er dann eines Tages seine Mama zum Arzt begleitet, weil die immer so schreckliche Bauchschmerzen ...

Nils hat ein Laserschwert und ist damit der gefährliche Nils, der alle Feinde in die Flucht schlägt. Als er dann eines Tages seine Mama zum Arzt begleitet, weil die immer so schreckliche Bauchschmerzen hat, erfährt er, dass sie Klonkrieger im Bauch hat. Gemeinsam mit einem Onkologen und seinem Laserschwert wollen sie die aber ganz schnell wieder vertreiben. Doch in der Zeit, während der Kampf in Mamas Bauch stattfindet, ist sie ganz schwach und müde. Deshalb kommt auch Oma oft bei Nils und seinem Papa vorbei und ist für sie da. Doch dann kommt eines Tages die frohe Botschaft: Es sind keine Klonkrieger mehr in Mamas Bauch! Sie sind alle so glücklich und stolz und feiern zusammen diesen ganz besonderen Tag!

Rolf Barth erzählt in diesem Buch für Kinder ab fünf Jahren über den Krebs. Auf einfühlsame und kindgerechte Weise erklärt er die Erkrankung und die Folgen, die die Behandlungen für Nils' Mama. Sehr treffend stellt er die Krebszellen als Klonkrieger dar und lässt Nils mit seinem Laserschwert dagegen antreten. Zusammen mit den Illustrationen von Marta Balmaseda wird das Buch zu einem perfekten Bilderbuch.

Leider haben auch wir innerhalb der Familie einen Fall von Krebs. Deshalb habe ich dieses Buch bereits einige Male mit meiner Tochter gelesen und über diese schwere Erkrankung gesprochen. Ich mag es sehr, wie der Autor über die Familie, die Diagnose und die schwere Zeit erzählt. Denn obwohl Nils' Mama überlebt und den Kampf gewinnt, wird auch davon gesprochen, dass anfangs alles ungewiss ist. Auch die Illustrationen sind sehr realistisch und zeigen während der Behandlung eine Mama, die schwach und ausgezehrt ist, aber dennoch immer ein Lächeln im Gesicht trägt, wenn sie mit ihrem Sohn Zeit verbringt. Für mich ist dieses Buch rundum gelungen und eignet sich sehr gut, um über dieses extrem schwierige und traurige Thema zu sprechen.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Desirées Liebe - eine unglückselige Verbindung?

Vienna Hearts
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Wien, 1854: Desirée von Althenau ist die jüngste der vier Schwestern und nun auch die letzte, die noch unverheiratet bei den Eltern lebt. Doch entgegen ihren Schwestern ist es ihr nicht so wichtig, nur ...

Wien, 1854: Desirée von Althenau ist die jüngste der vier Schwestern und nun auch die letzte, die noch unverheiratet bei den Eltern lebt. Doch entgegen ihren Schwestern ist es ihr nicht so wichtig, nur aus Liebe zu heiraten. So sucht sie pragmatisch nach einem Ehemann, der viel Zeit bei seiner Arbeit verbringt und so Desirée viel Zeit mit ihrer großen Leidenschaft, den Büchern lässt. Als sie aber dem Landschaftsarchitekten Leonhard von Montfort begegnet, verliert sie ihr Herz an diesen charmanten, gut aussehenden jungen Mann. Dass dessen Mutter aber gegen diese Verbindung ist, lässt sie ihren Sohn immer wieder wissen. Und das, obwohl Leonhards Mutter gleichzeitig auch Desirées Lieblingsbibliothekarin ist und sie sich gut verstehen. Leider steht die beginnende Liebe der Beiden unter keinem guten Stern, denn immer wieder kommt es zu Vorkommnissen, die die gesamte Familie von Althenau in Misskredit bringen sollen.

Sophie Dornbach hat die vierteilige Reihe rund um die Schwestern der Familie von Althenau nun zu einem Abschluss gebracht. Dieser bringt die Familiengeschichte nun zu einem runden Abschluss und sämtliche Erzählstränge finden nun ein Ende. Desirée ist als jüngste Schwester nun auch an der Reihe, nach deinem Mann zu suchen und begegnet schneller als ihr lieb ist der Liebe. Da die Autorin sehr unterhaltsam erzählt und die Spannung rund um die Bedrohung der Familie lange aufrecht erhalten wird, bleiben die Leser*innen bis zur letzten Seite gefesselt.

Diese Reihe hat mich so begeistert, dass ich tatsächlich keine Kritikpunkte äußern kann. Es ist großartig, wie das Rätsel um die Bedrohung der Familie immer wieder in den Vordergrund rückt und so den roten Faden durch die vier Bücher bildet. Ich mag es aber auch, wie alle vier Schwestern von Beginn an eine Rolle spielen und deren Leben während der einzelnen Bände voranschreitet, bis schließlich auch die jüngste Schwester sich verliebt. Daher empfehle ich diese Reihe uneingeschränkt weiter und zähle sie ganz klar zu meinen Lesehighlights!

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Toni und Lou entdecken den Winterwald

Toni & Lou. Eine Nacht im Winterwald
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Toni und Lou sind die allerbesten Freunde und machen am liebsten alles zusammen. Deshalb sind sie auch bei der allergrößten Kälte noch draußen unterwegs, um Wintervorräte zu sammeln. Als es am nächsten ...

Toni und Lou sind die allerbesten Freunde und machen am liebsten alles zusammen. Deshalb sind sie auch bei der allergrößten Kälte noch draußen unterwegs, um Wintervorräte zu sammeln. Als es am nächsten Morgen dann schneit, freuen sie sich sehr darüber. Für einen Ausflug in die Berge packen sie einige Vorräte in einen Korb und beginnen mit der anstrengenden Wanderung durch den hohen Schnee. Unterwegs begegnen sie immer wieder anderen Freunden und schließlich erreichen sie alle gemeinsam den Gipfel des Berges und werden mit dem beeindruckenden Anblick der Polarlichter belohnt.

Jonny Lambert erzählt dieses Winterabenteuer sehr spannend und mitreißend, sodass Kinder gebannt zuhören. Dank der Suchbilder am Rand einer jeden Seite und der kurzen Fragen zum Text bleibt es stets interessant und die Aufmerksamkeit steigt noch weiter. Wie nicht anders von Jonny Lambert zu erwarten, sind die Texte kindgerecht formuliert und nicht allzu lange und die Illustrationen farbenfroh und detailreich.

Meine Tochter und ich sind seit dem ersten Buch von Toni und Lou große Fans der beiden Freunde, denn sie sind so wunderbar neugierig, helfen sich immer gegenseitig und erleben die tollsten Abenteuer zusammen. So haben wir auch dieses Buch wieder voller Freude gelesen!

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Veröffentlicht am 16.01.2026

Annika wagt sich endlich wieder ins Leben zurück

Karamellzauber an der Nordsee
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Annika hat ihren Ehemann Fabian vor drei Jahren bei einem schrecklichen Autounfall verloren. Doch auch an ihr ist der Unfall nicht folgenlos vorbeigegangen, denn ihre vernarbten Hände und Unterarme haben ...

Annika hat ihren Ehemann Fabian vor drei Jahren bei einem schrecklichen Autounfall verloren. Doch auch an ihr ist der Unfall nicht folgenlos vorbeigegangen, denn ihre vernarbten Hände und Unterarme haben sichtbare Schäden erlitten. Aber auch ihre Seele kämpft noch mit den schlimmen Träumen und der Trauerbewältigung. Nachdem sie endlich wieder ihre Arbeit in der Bonbon-Manufaktur "Dat Bontjehuus" aufnehmen konnte, wollte sie aber nicht mehr am Empfang arbeiten und hat extra einen Job im Lager erhalten. Dort konnte sie sich etwas vor den mitleidigen Blicken der Menschen schützen, denn gerade die und die geflüsterten Worte, haben sie tief verletzt und immer wieder zum Weinen gebracht. Als sie nun aber Bendix begegnet, der wild in der kleinen Bucht hinter der Fabrik campt, spürt sie, dass sie wieder bereit ist, einem Menschen außerhalb ihrer Familie Vertrauen zu schenken und vielleicht eine neue Liebe zu erleben. Doch das Geheimnis, das Bendix verbirgt wiegt schwer und Annika fragt sich immer wieder, warum er sich ihr nicht öffnet und auch dem Bontjehuus sehr skeptisch und negativ gegenüber eingestellt ist.

Marie Schönbeck knüpft mit diesem zweiten Band rund um die beschauliche und familiäre Bonbon-Manufaktur perfekt und übergangslos an den ersten Teil an. Sie wiederholt nur die nötigsten Informationen nochmals und sorgt so für ein fesselndes Lesevergnügen ab der ersten Seite. Annika und Bendix haben in diesem Roman gleichermaßen mit den Schatten ihrer Vergangenheit zu kämpfen und sind sich gegenseitig eine Stütze. So ist es sehr bewegend, den Beiden zuzusehen, wie sie sich einander öffnen und ihren Blick auf die Dinge ändern.

Vollkommen gefesselt und mitgerissen habe ich diesen zweiten Band der Reihe gelesen und war leider viel zu schnell am Ende angelangt. Ich mag die Art, wie die Autorin schreibt sehr gerne und bin nur so durch die Seiten geflogen. Da ich mich durchgehend gefragt habe, wie es wohl weitergeht und was als nächstes geschieht und die Spannung bis zum Ende hoch ist, hatte ich nie Langeweile oder kann andere Kritikpunkte nennen.

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