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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.01.2026

Start einer Reihe

Die weiße Nacht
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Nicht nur die Zusammenarbeit zwischen Lou und Alfred König ist zu Beginn holprig.
Auch ich habe so meine Zeit gebraucht um in die Geschichte zu kommen, denn zuerst zieht es sich doch etwas.
Die Beschreibungen ...

Nicht nur die Zusammenarbeit zwischen Lou und Alfred König ist zu Beginn holprig.
Auch ich habe so meine Zeit gebraucht um in die Geschichte zu kommen, denn zuerst zieht es sich doch etwas.
Die Beschreibungen des Alltages im Hungerwinter sind "leider" sehr realistisch und atmospärisch und diese Düsternis hat sich anscheinend auf mich übertragen.
Ich mag die Bücher von Anne Stern normalerweise sehr gern, hier war mir aber stellenweise zu viel Rahmenhandlung und zu wenig Krimi, wodurch ich in der ersten Hälfte öfter nicht so den Drang hatte dranzubleiben.
Auch konnte ich leider nicht wirklich eine Beziehung zu den Protagonist(inn)en aufbauen.
Natürlich geht es in der Geschichte vordergründig um die Mord-Ermittlungen im zerstörten Berlin (wo die Polizei nach Kriegsende einen sehr schlechten Ruf hat) - parallel dazu erfährt man dabei jedoch nach und nach ein klein wenig über Lou und König, die beide eine zuerst nicht näher benannte "Vergangenheit" haben. Vieles bleibt jedoch noch im Dunklen.
In einem zweiten, kleineren Erzählstrang geht es um Justus und Gerti, die versuchen sich mit Schwarzmarktgeschäften über Wasser zu halten.
Und in kurzen Zwischenkapiteln erfährt man von dem Kriegsgefangenen Gregor, den ich nicht wirklich in die Handlung einsortieren konnte.
Die Hintergründe um die Morde deuten sich ab der Mitte der Handlung vorsichtig an und ab da wird die Geschichte etwas interessanter und zum Ende hin auch spannender.
Am Schluss gibt es ein paar unerwartete Cliffhanger!

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Veröffentlicht am 18.12.2025

Diesmal ohne Mord

Advent im Grandhotel
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Nach nunmehr 9 Teilen der Reihe um Ernestine Kirsch und Anton Böck reisen die beiden für einen Winterurlaub zum Semmering.
Dort, wo sie ihren ersten gemeinsamen "Fall" gelöst hatten, hofft Anton auf ein ...

Nach nunmehr 9 Teilen der Reihe um Ernestine Kirsch und Anton Böck reisen die beiden für einen Winterurlaub zum Semmering.
Dort, wo sie ihren ersten gemeinsamen "Fall" gelöst hatten, hofft Anton auf ein paar ruhige Tage im Schnee.
Aber Ruhe und Ernestine passen einfach nicht zusammen und so geraten die beiden zwischen Kunstauktion und Punschgenuß wieder einmal in die Welt des Verbrechens - wenn auch diesmal ohne einen Mord!

Ein netter Cosy-Krimi für zwischendurch, nicht nur für Fans von Ernestine und Anton.

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Veröffentlicht am 15.11.2025

Start einer neuen Reihe

Der falsche Vogel
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Ein ungewöhnlicher Krimi um Diebe, Fälscher und Hehler von Antiquitäten.
Arthur und Freya hatten sich auf das Widerfinden verschwundener Kunstschätze spezialisiert, als ein zuerst nicht näher benanntes ...

Ein ungewöhnlicher Krimi um Diebe, Fälscher und Hehler von Antiquitäten.
Arthur und Freya hatten sich auf das Widerfinden verschwundener Kunstschätze spezialisiert, als ein zuerst nicht näher benanntes Ereignis in Kairo vor über 20 Jahren das Verhältnis der beiden zueinander zerstört hat.
Gemeinsam mit ihrer Tante Carole, Arthurs bester Freundin, lässt sich Freya zuerst nur widerwillig darauf ein, Arthurs kryptischen Hinweisen zu folgen um einen groß angelegten Verbrecherring zu entlarven und ein Geheimnis aus Kairo zu lüften.

Der Krimi ist durchaus spannend, jedoch manchmal aufgrund verschiedener Handlungssttänge etwas verwirrend.
Keiner der Protagonist(inn)en scheint an diesem Wochenende ehrlich zu sein, jeder scheint etwas zu verbergen.
Ich habe leider irgendwann fast den Faden verloren, aber als Freya ein erster möglicher Durchbruch gelingt und den/die Täter(in) identifiziert, klärt sich einiges auf.
Doch dann wird dieser ermordet.
Wer ist da noch im Spiel?
Und wem können Freya und Carole trauen?
Die Latte für britische Cosy-Krimis liegt hoch - dieser hat sich stellenweise verzettelt, die Reihe ist aber ausbaufähig.

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Veröffentlicht am 09.11.2025

Hatte ich humorvoller erhofft

Der Tag, an dem Barbara starb
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Margaret ist 89 und eine Institution in dem kleinen nordenglischen Dorf, in dem sie fast ihr gesamtes Leben verbracht hat.
Einzig auf ihr ehemals gutes Gedächtnis ist in letzter Zeit wenig Verlass.
Als ...

Margaret ist 89 und eine Institution in dem kleinen nordenglischen Dorf, in dem sie fast ihr gesamtes Leben verbracht hat.
Einzig auf ihr ehemals gutes Gedächtnis ist in letzter Zeit wenig Verlass.
Als ihre Nachbarin Barbara ermordet wird und die Polizei nicht vorankommt, nimmt die resolute Margaret die Dinge selbst in die Hand.
An ihrer Seite: ihr cleverer Enkel James, 15, der ihrem Gedächtnis immer wieder auf die Sprünge hilft.
Denn Margaret weiß: Barbara hat ihr kurz vor ihrem Tod etwas sehr Wichtiges anvertraut.
Wenn sie sich nur erinnern könnte…

Ein Cosy-Krimi der etwas anderen Art, denn hier kämpft die ältere "Schnüfflerin" nicht wie Miss Marple oder Jessica Fletcher gegen Verbrecher, sondern gegen das Vergessen.
Recht schnell wird beim lesen klar, hinter einer vermeintlichen Tüteligkeit steckt wohl eine fortschreitende Demenz!
Margarets immer wieder auftretende Verwirrtheit wird aus ihrer eigenen Sicht beschrieben, was der Geschichte einen mifühlenden, aber auch leicht traurigen Touch verleiht.
Das ist leider auch die Schwäche innerhalb der Handlung, denn der Fokus liegt zu sehr auf diesem Aspekt und vernachlässigt etwas den kriminalistischen Teil.
Spannend wird es erst ganz zum Ende hin. Parallel zur Auflösung werden auf den letzten Seiten noch ein paar Geheimnisse aus der Vergangenheit aufgedeckt, was mir dann aber etwas zu schnell ging.
Alles in allem eine interessante Idee, bei deren Umsetzung wurden leider einige Möglichkeiten verschenkt.

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Veröffentlicht am 15.09.2025

War mir etwas zu durcheinander

Das letzte Schweineohr. Ein Hansel & Pretzel Krimi
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Es ist Sommer: Linn genießt die warmen Temperaturen in ihrer neuen Heimat und freut sich auf den Auftritt mit ihrer Tanzgruppe.
Doch der Auftritt endet beinahe tödlich, als eine Tanzlehrerin sich offenbar ...

Es ist Sommer: Linn genießt die warmen Temperaturen in ihrer neuen Heimat und freut sich auf den Auftritt mit ihrer Tanzgruppe.
Doch der Auftritt endet beinahe tödlich, als eine Tanzlehrerin sich offenbar das Leben nehmen will.
Linns kriminalistischer Spürsinn wird jedoch geweckt, als sich herausstellt, dass es sich nicht um einen Selbstmordversuch handelt.
Zwischen Tutus, Haarspray und Blasenpflastern findet sie in der Tanzschule mehr mögliche Täter und Motive als Schwielen an den Füßen einer Ballerina...

Linn kann das nachforschen einfach nicht lassen.
Und diesmal ist das Opfer kein(e) Fremde(r)!
Das mag der Grund sein, warum die Hobby-Schnüfflerin sich in immer neuen Theorien versteigt.
Leider ist dadurch eine recht sprunghafte Geschichte entstanden, die nicht wirklich zum miträtseln animiert.
Die finale Auflösung kam mit einer komplett neuen Protagonist(in) kurz vor Ende um die Ecke.
Auch die seltsame Geschichte der verschwundenen und dann zurückgekehrten Norah kam Holterdiepolter ans Tageslicht und lässt Fragen offen.
Nr. 4 der Reihe ist nach zwei guten Teilen wieder nur mittelmäßig.

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