Dunkle Magie, gebrochene Herzen und ein Band, das unter die Haut geht
Cage of the MoonWieder konnte mich ein Buch von Noah Stoffers von der ersten Seite an in eine düstere Urban-Fantasy-Welt ziehen.
Die Geschichte folgt drei sehr unterschiedlichen Figuren, deren Wege sich auf unheilvolle ...
Wieder konnte mich ein Buch von Noah Stoffers von der ersten Seite an in eine düstere Urban-Fantasy-Welt ziehen.
Die Geschichte folgt drei sehr unterschiedlichen Figuren, deren Wege sich auf unheilvolle und magische Weise kreuzen. Ein Vampir, getrieben von jahrzehntelanger Rachsucht. Ein Werwolf, der sich nach Zugehörigkeit sehnt, aber Gewalt ablehnt. Und ein Mensch, der Magie zwar besitzt, ihr jedoch zutiefst misstraut.
Ich mochte besonders, dass die Charaktere nicht perfekt sind. Sie handeln aus Angst, Wut oder Schuld – und genau das macht sie glaubwürdig. Als Leserin hatte ich oft das Gefühl, dass Vertrauen hier etwas Zerbrechliches ist, das man sich hart erarbeiten muss. Die queere Perspektive ist wie selbstverständlich eingebettet und wirkt nie aufgesetzt, was ich als sehr angenehm empfand.
Der Schreibstil liest sich flüssig und bildhaft, ohne überladen zu wirken. Romantik und Spannung halten sich angenehm die Waage, wobei die Geschichte mehr auf emotionale Nähe als auf schnelle Effekte setzt. Manche Passagen hätten für meinen Geschmack noch etwas mehr Tiefe vertragen, vor allem bei einzelnen Nebenfiguren.
Unterm Strich ist Cage of the Moon eine düstere, romantische Urban Fantasy mit starken Grundideen, emotionalem Kern und einer Atmosphäre, die lange nachhallt.
Für Fans von queerer Romantasy, Urban Fantasy mit dunklem Einschlag definitiv eine Empfehlung.