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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.01.2026

lebendige Charaktere

Middle of the Night
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Ethan Marsh ist zurück an den Ort seiner Kindheit gekommen, da seine Eltern in Florida ihr Rentner-Dasein verbringen wollen. Nun sitzt er wieder im Haus seiner Albträume, die nicht weniger werden, seitdem ...

Ethan Marsh ist zurück an den Ort seiner Kindheit gekommen, da seine Eltern in Florida ihr Rentner-Dasein verbringen wollen. Nun sitzt er wieder im Haus seiner Albträume, die nicht weniger werden, seitdem sein Freund Bill vor 30 Jahren beim gemeinsamen Zelten im Garten dieses Hauses verschwunden ist.
Schon in der ersten Nacht alleine in dem Haus spürt Ethan, dass etwas nicht stimmt: Er ist überzeugt Billy zu spüren. Lebt er womöglich noch und ist jetzt zurückgekommen?
Diese Vision löst sich nach einem Leichenfund bald in Luft auf, doch Ethan sucht obsessiv weiter nach der Wahrheit und muss sich dabei auch seinen eigenen Ängsten stellen.

Der Autor versteht es gekonnt eine düstere und bedrohliche Atmosphäre rund um den Ort Hemlock Circle zu schaffen. Die Charaktere, alle aus Ethans und Billys Vergangenheit scheinen alle mehr zu wissen, als sie bereit sind zuzugeben.
Die Spannung ist nicht besonders hoch und auch den weiteren Verlauf konnte ich schnell erahnen, dennoch hat der Schreibstil mich am Lesen gehalten. Besonders gefallen mir die Charakterisierung der einzelnen Charaktere, die altersentsprechend gezeichnet sind.

Die eingeschobenen Vergangenheit-Episoden machen das Buch lebendig.

Ein Buch für Nebenher mit Unterhaltungswert.

Veröffentlicht am 23.01.2026

Geduld gefragt

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
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"Die Housesitterin-Ein Traum von einem Job. Oder?" der Autorin Emily Rudolf eingelesen von Nils Nelleßen, Florense Schmidt und Rebecca Veil entführt den Leser in die Welt der Reichen und Schönen.

Cecilia ...

"Die Housesitterin-Ein Traum von einem Job. Oder?" der Autorin Emily Rudolf eingelesen von Nils Nelleßen, Florense Schmidt und Rebecca Veil entführt den Leser in die Welt der Reichen und Schönen.

Cecilia versucht sich nach dem Tod ihrer Mutter mit Housesitting über Wasser zu halten und hat dabei ein besonderes Augenmerk auf die Häuser der Familie Waldner abgesehen, die direkt mehrere imposante Häuser besitzen. Eins davon auf einer Privatinsel in der Nordsee. In diesem Haus findet ein Großteil der Story statt. Nicht nur die Häuser sind für Cecilia wichtig, sie beginnt auch eine Affäre/Beziehung zu dem Sohn der Familie Johannes.

Auf der Insel entpuppt sich der äußere Schein, sowohl von Cecila, als auch ihren Freunden, die sie besuchen und Johannes als perfides und abgekartetes Spiel, welches wohl nur einer oder eine von ihnen Gewinnen kann. Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt.
Der Einstieg in die Geschichte ist mir diesmal nicht ganz so leicht gefallen, gab es zu viele parallele Stränge, die ich erst einmal zusammen bekommen musste.
Es war nicht mein erstes Hörbuch der Autorin, aber im Vergleich fand ich die vorherigen um einiges ansprechender. Hier gab es einiges an Längen, völlig unnötige Sexszenen, die zum Verlauf der Geschichte nichts beizutragen hatten und darum bin ich insgesamt von dem Verlauf, bis auf das doch überraschende Ende ein wenig enttäuscht.

Die Sprecher haben einiges aus dem Buch herausgeholt, und mit ihrer Intonation die Charaktere, insbesondere Cecilia sehr lebendig wirken lassen.
Dafür ein großes Lob.

Veröffentlicht am 29.12.2025

leider schwach

Im Labyrinth der Furcht
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Im Labyrinth der Furcht von Ethan Cross ist ein weiterer Band um den wohl faszinierendsten Serienkiller der Thriller-Landschaft Francis Ackerman Jr.

Ackermann und seine Geschwister sind in die Fänge des ...

Im Labyrinth der Furcht von Ethan Cross ist ein weiterer Band um den wohl faszinierendsten Serienkiller der Thriller-Landschaft Francis Ackerman Jr.

Ackermann und seine Geschwister sind in die Fänge des Hüters geraten und bisher konnte nur Ackermans Vater Thomas White dem Hüter entkommen. Von Beginn an überlegt Ackerman, wie er es schaffen kann, seine Mitgefangenen vor dem grausamen Plan des Hüters zu schützen und ihn zu überwältigen. Diese Gedankengänge ziehen sich leider ziemlich in die Länge und nehmen etwas von der gewohnten Spannung.

Der zweite Handlungsstrang um Nadia, die alles daran setzt, um Francis zu finden, gestaltet sich da um einiges spannender. Im Darknet wird eine kuriose Versteigerung angekündigt, in der kunstvoll dargestellte Leichen angeboten werden. Die Täter aufzuspüren ist oberstes Gebot und führen Nadia in menschliche Abgründe. Unterstützung bekommt sie von ihrer Erzfeindin Ruth, die ihr ein Angebot macht, welches Nadia in einen Gewissenskonflikt stürzt.

Als Leserin der ersten Stunde und großer Fan von Ackerman hat mich dieser Band mit seiner Gewöhnlichkeit ehrlich gesagt enttäuscht. Meine Erwartungen an Ethan Cross und seine Schreibkunst sind da einfach höher.

Das Ende war für mich nicht befriedigend und erschien mir etwas überstürzt. Wie auch der letzte Band endet es auch hier mit einem gemeinen Cliffhanger, sodass ich wohl auch den dritten Band lesen werde und Ethan Cross damit noch eine Chance hat mich mit der Hüter Reihe zu versöhnen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 07.12.2025

gemischte Gefühle

Die Spur der Vertrauten
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"Die Spur der Vertrauten" der Autorin Christelle Dabos würde ich als ein ziemlich herausforderndes Buch für Jugendliche bezeichnen. Mir war die Autorin durch ihr Werk die Spiegelreisenden bekannt, darum ...

"Die Spur der Vertrauten" der Autorin Christelle Dabos würde ich als ein ziemlich herausforderndes Buch für Jugendliche bezeichnen. Mir war die Autorin durch ihr Werk die Spiegelreisenden bekannt, darum war der Schreibstil schon bekannt.

Claire und Goliath leben in einer dystopischen Welt, in der das Wir über allem steht. Es gibt kein ICH und kein DU, ein besonderer Blickwinkel auf eine Welt, die so anders als die unsrige gestaltet wird. Jeder ist nur ein Rädchen im großen und ganzem Ameisenhaufen, der diese Welt am Laufen hält. Die unterschiedlichen Instinkte und die daraus resultierenden Aufgaben im System sind aufeinander abgestimmt und lassen keine Ausbrüche nach rechts und links zu.

In alledem Claire, die kurz vor ihrem Abschluss steht und Goliath der als "Schützer" schon einiges an körperlichen Einschnitten erleben musste, auch er kurz vor dem Wendepunkt in seinem Leben. Sie bemerken, dass auffallend viel Schüler in letzter Zeit verschwunden sind, aber niemand sonst scheint diese Tatsache zu interessieren. Nach anfänglichen Bedenken schließen sie sich entgegen der Vorschriften zusammen, um das Geheimnis zu lüften.

Nach dem Lesen des Buches bin ich nach anfänglicher Euphorie doch etwas ernüchtert. Besonders zum Ende des Buches hin kann ich mit den Zusammenhängen und den Ursachen nicht so wirklich konform gehen.
Die Protagonisten wurden mir allerdings im Laufe der Geschichte mit ihren Eigenheiten immer sympathischer und ich konnte mit ihnen mit leiden und fühlen.

Für Jugendliche würde ich das Buch nicht empfehlen, da es zu komplex und auch sehr lang aufgebaut ist. Da sehe ich es eher als gelungene Dystopie für junge Erwachsene.

Veröffentlicht am 24.09.2025

gute Einblicke

Mein Name ist Emilia del Valle
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Mein Name ist Emilia del Valle der Autorin Isabel Allende erzählt die Lebensgeschichte von Emilia, die im 19. Jahrhundert geboren wurde und ein Leben zwischen Journalismus, Umbrüchen und der Suche nach ...

Mein Name ist Emilia del Valle der Autorin Isabel Allende erzählt die Lebensgeschichte von Emilia, die im 19. Jahrhundert geboren wurde und ein Leben zwischen Journalismus, Umbrüchen und der Suche nach sich selbst verbringt. Mir ist die Autorin von zahlreichen ihrer Bücher bekannt und ihre Bücher haben eine Garantie für eine verwobene und interessante Geschichte.

Emilia ein Kind, eines chilenischen Aristokraten und Molly, einer jungen Frau, die Nonne werden wollte, hatte das Glück, mit einem liebevollen Stiefvater aufzuwachsen, der sie in allem unterstütze. Ihr eigener Vater interessiert sich nicht für Abkömmlinge seiner Liebschaften. Schon früh stellt sich heraus, dass die kleine Emilia ein großes Talent für schriftstellerische Tätigkeiten hat. Sie liest und schreibt leidenschaftlich. Für Frauen war diese Branche zu ihren Lebzeiten nicht so leicht zugänglich und so veröffentlicht sie mit erst 17 Jahren ihren ersten "Roman" unter einem männlichen Pseudonym. Nicht nur dieser ist ein Erfolg, auch die Nachfolgenden kommen bei der Leserschaft gut an. Sie schafft den Weg in Zeitungsredaktion und wird mit einem Kollegen nach Chile entsandt, um über den verheerenden Krieg in diesem Land zu berichten. Ihre Mutter bittet sie, ihrem leiblichen Vater bei dieser Gelegenheit ein Brief zu überbringen.

Wieder einmal schafft es Isabel Allende ein beeindruckendes Bild ihres Heimatlandes zu skizzieren. Nachdem der Nachname del Valle kam schon des Öfteren vor, darum habe ich nach der Bedeutung geschaut:(Der Nachname Del Valle wird in Mexiko oft mit Familien spanischer Abstammung in Verbindung gebracht, die enge Bindungen zu ihrem europäischen Erbe pflegen).
Das Leben von Emilia zeigt auf, wie die Geschlechterrollen beginnen sich etwas aufzulösen und wie es sich im 19. Jahrhundert als Frau lebte.

Insgesamt hat es mir bei der Protagonistin etwas an Tiefe gefehlt, sodass mich ihre Geschichte nicht komplett in ihren Bann ziehen konnte.