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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.02.2026

Die Lügenbaronin

Tödliches Angebot
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Die Geschichte hat sich wie ein einziger Fiebertraum angefühlt.
Sie ist skurril, chaotisch und die Protagonistin ist absolut wahnsinnig. Eines kann sie total gut - und das ist, zu lügen. Egal um wen es ...

Die Geschichte hat sich wie ein einziger Fiebertraum angefühlt.
Sie ist skurril, chaotisch und die Protagonistin ist absolut wahnsinnig. Eines kann sie total gut - und das ist, zu lügen. Egal um wen es sich handelt, sie lügt jedem schonungslos ins Gesicht, solange es ihrem eigenen Vorteil dient. Also wer hier eine sympathische Protagonistin erwartet, mit der man mitfühlt, mitleidet und mitfiebert, ist fehl am Platz.

Ich habe bzgl. der Story wirklich nicht erwartet, dass alles so dermaßen ausufert, wie es der Fall war. Dann jedoch habe ich mich daran erinnert, dass es sich um einen Psychothriller handelt. Doch dieses Genre kristallisiert sich meiner Meinung nach erst ganz am Ende des Buches heraus.

Ich finde, dass es bis zum letzten Drittel eher langweilig war. Klar, man hat recht schnell gemerkt, dass Margo, aus dessen Sicht erzählt wird, nicht mehr alle Tassen am Schrank hat und bereit ist, viel zu opfern um ihr Traumhaus zu ergattern. Aber wozu sie dann tatsächlich bereit war, hat mich dann doch ganz schön erschüttert!
Es geht weniger um den Weg oder die Hürden, die der Kauf eines Hauses mit sich bringt sondern viel mehr darum, hinter die Kulissen einer Psychopatin zu schauen.

Bei der Handlung hat mir manchmal der rote Faden gefehlt. Es ging auch viel um die Arbeit von Margo, was mich persönlich überhaupt nicht gejuckt hat. Man wird da mit ganz viele Namen und Orten konfrontiert, die zur eigentlichen Handlung überhaupt nichts beigetragen haben.

Im späteren Verlauf spricht Margo sogar uns Leser:innen an, was ich sehr unpassend und merkwürdig fand. Das hat die Immersion dann komplett gekillt für mich.
Aufgrund der genannten Punkte vergebe ich 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 23.01.2026

Ganz anders als erwartet

Pen Pal
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"Pen Pal" war definitiv ganz anders, als ich erwartet hätte. Und das meine ich leider größtenteils im negativen Sinne.

Über das Cover brauchen wir nicht zu sprechen, das finde ich grausam und ich weiß, ...

"Pen Pal" war definitiv ganz anders, als ich erwartet hätte. Und das meine ich leider größtenteils im negativen Sinne.

Über das Cover brauchen wir nicht zu sprechen, das finde ich grausam und ich weiß, dass es vielen anderen auch so geht.

Der Klappentext klingt sehr vielversprechend, hat mich dann aber persönlich inhaltlich überhaupt nicht auf das vorbereitet, was einen erwartet.
Ich dachte ursprünglich, dass es in dem Buch um die angeteaserte Brieffreundschaft geht, um eine Romanze mit Spice, um die Vergangenheit bzgl. dem verstorbenen Ehemann. Das, was am Ende des Klappentextes steht, tritt nichtmal so in der Geschichte ein ("Dante stand vor meiner Tür. Und nichts auf dieser Welt hätte mich auf das vorbereiten könne, was als nächstes passiert."). Sehr irreführend alles.

Es gibt wirklich viel Spice, sehr detailliert beschrieben und es geht auch mal ruppiger zu. Es fällt ungefähr 50 Mal der Kosename Häschen 🐰 Dirty-Talk muss man mögen... Ich fand stellenweise etwas cringe und hab da auch einige Seiten übersprungen, wenn ich ehrlich bin.

Auch die Dialoge fand ich manchmal echt merkwürdig. Es wirkte teilweise sehr gekünstelt, als müssten die Figuren auf Krampf humorvoll gemacht werden. Dabei dachte ich mir auch nur, in echt redet kein Mensch so.

Die eigentliche Geschichte nimmt nur sehr langsam an Fahrt auf. Man erfährt quasi erst in den letzten 20% des Buches, was überhaupt abgeht. Dann geht aber alles Schlag auf Schlag und es gibt einige interessante Wendungen, die ich nicht vorhergesehen habe.
Das Ende hat es für mich persönlich dann wieder etwas herausgeholt, dennoch finde ich es schade, dass der Rest des Buches zu viel Fokus auf dem Spice hatte und die Story und Charaktere so lange so oberflächlich geblieben sind.

Ingesamt vergebe ich 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 20.08.2025

Thrillerauftakt, der mich nicht richtig fesseln konnte

Der Trailer
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"Der Trailer" ist der erste Teil der dreiteiligen Donkerbloem-Reihe und gleichzeitig mein erstes gelesenes Buch dieses Autors.
Das Cover finde ich ansprechend gestaltet. Abgebildet ist ein silberner Trailer, ...

"Der Trailer" ist der erste Teil der dreiteiligen Donkerbloem-Reihe und gleichzeitig mein erstes gelesenes Buch dieses Autors.
Das Cover finde ich ansprechend gestaltet. Abgebildet ist ein silberner Trailer, der tatsächlich auch einen näheren inhaltlichen Bezug hat. Der passende Farbschnitt fügt sich gut ins Gesamtbild ein.

Inhaltlich stehen die Ereignisse vor 14 Jahren im Vordergrund. Die Junge Frau Lisa Martin wollte in Belgien ihrem Alltag entfliehen und brauchte eine Auszeit nach der Trennung mit ihrem Ex-Freund. Der Campingplatz Donkerbloem schien dafür wie gemacht - mitten in der Natur, nahe eines Sees und von einem dichten Wald umgeben. Doch der Schein trügt, das Paradies entpuupt sich schnell als etwas, mit dem Lisa nie gerechnet hätte...
14 Jahre später lässt Frieda Stahnke, suspendierte Polizistin, dieser Fall nicht los. Es wurde nie aufgeklärt, was mit Lisa damals wirklich geschah und dies lässt ihr keine Ruhe. Neben Frieda tauchen im weiteren Verlauf noch weitere Figuren in der Vordergrund, jede mit einer ganz eigenen Rolle in dem Geschehen.
Dadurch findet auch ein regelmäßiger Perspektivwechsel statt zwischen verschiedenen Personen, das macht die Erzählung recht abwechslungsreich.
Gut gefallen hat mir, dass es kein schlichtes "Gut und Böse" bei den Charakteren gibt. Jeder hat seine Hintergrundgeschichte und Makel und das macht irgendwie alle interessant.

Leider hat es mir insgesamt etwas an Spannung gefehlt. Mir fehlte das Gefühl, unbedingt wissen zu wollen wie es weitergeht und dass man das Buch am liebsten bis zum Ende nicht mehr aus der Hand legen möchte.
Mir war schon relativ schnell klar, wer hinter einer der "mysteriösen Personen" stecken könnte, da die Handlungsmotive doch recht deutlich darauf hinweisen. Vielleicht nahm dies für mich auch die Spannung etwas raus.
Die Erzählung ist meiner Meinung nach auch einfach zu oft abgeschweift und dadurch konnte ich nicht richtig mitfiebern.

Da dies der erste Teil der Trilogie ist, wurden nicht alle Fragen beantwortet bis zum Ende, was aber auch okay ist. Es soll ja auch einen gewissen Antrieb geben, den Folgeband zu lesen.

Der Schreibstil war abseits des Inhaltlichen aber wirklich gut. Sehr flüssig und atmosphärisch geschrieben. Mir haben besonders gut die Beschreibungen des Campingplatzes und der Natur dort gefallen.

Daher vergebe ich alles in allem gut gemeinte 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 04.08.2025

Recht flache Handlung, wenig Spannung oder Wendungen

Gerächt sein sollst du
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"Gerächt sein sollst du" ist der Debütroman der Autorin Kaisu Tuokko und der erste Teil der Kristinestad-Reihe.
Das Cover und der dazu passende Farbschnitt sind ganz nett, aber kein besonderes Highlight. ...

"Gerächt sein sollst du" ist der Debütroman der Autorin Kaisu Tuokko und der erste Teil der Kristinestad-Reihe.
Das Cover und der dazu passende Farbschnitt sind ganz nett, aber kein besonderes Highlight. Es ist ein typisches Holzhäuschen in mitten der Landschaft zu sehen, das typisch für Skandinavien ist.

Die Geschichte wird hauptsächlich aus den Blickwickeln von Eevi und Mats erzählt. Evi ist eine Journalisitin einer örtlichen Zeitung und unglücklich in ihrer Ehe. Ihr Mann Marik ist aufgrund seines künstlerischen Berufes leider oft nicht zu Hause und Eevi ist alleine mit ihren Gedanken und ihrem Wunsch einer Familie.
Mats ist ein Kriminalkommissar aus Vaasa, der für den Mordfall nach Kristinestad beordert wird, der im Fokus der Handlung steht.

Die Leiche eines jungen Mannes wird im Hafenbecken von Kristinestad aufgefunden. Mats ist in der Verantwortung, den Tathergang mithilfe seines Teams zu konstruieren und den Hinweisen nachzugehen.
Eevie hingegen wittert ihre Chance auf einen Artikel mit durchschlagendem Erfolg und trifft daher direkt am Fundort der Leiche auf Mats, ihre Jugendliebe wieder.

Diese beiden Handlungsstränge stehen ab sofort im Fokus und da Eevi und Mats sich schon lange kennen, werden diese Stränge mehr oder minder miteinander verwoben.

Die kriminaltechnische Arbeit hätte meiner Meinung nach noch etwas interessanter dargestellt werden können. Das erste Drittel des Buches fand ich noch gut geschrieben, wie man nach und nach die Figuren und Zusammenhänge kennenlernt. Ab dann wurde es für mich irgendwie langweilig mitzuverfolgen. Es kamen Stück für Stück neue Erkenntnisse und Zeugenaussagen, denen jeweils nachgegangen wurde. Dabei gab es aber keine packenden Enthüllungen sondern eher vorhersehbare Dialoge oder Ereignisse.

Die weitere Entwicklung zwischen Eevi und Mats kam für meinen Geschmack etwas zu kurz. Ich vermute aber, dass sich die Autorin dies für den zweiten Teil der Reihe aufhebt.

Leider hat mich der Inhalt insgesamt nicht überzeugt. Ich hätte mir mehr Wendungen, Überraschungen und Tiefgang gewünscht. Ich hatte das Gefühl, dass die Handlung und Charaktere recht flach gewesen sind und die Auflösung am Ende war kein "Aha"-Moment für mich und hat mich emotional nicht so mitgenommen, wie ich es mir von einem Krimi wünsche.
Es ging mir am Ende auch einfach viel zu schnell und einige der Personen haben sich unlogisch verhalten. Damit meine ich hauptsächlich die Person, die den Toten als letztes gesehen hat und dann einfach plötzlich frei darüber berichtet. Das hat für mich gar keinen Sinn ergeben.

Es war ingesamt einfach zu ruhig und langsam für meinen Geschmack.
Ich würde dem Krimi insgesamt 3,5 Sterne geben.

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Veröffentlicht am 16.10.2025

düstere Spannung, Romance und (zu viel) Spice

House of Rayne
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"House of Rayne" hat mich angesprochen, weil es eine düstere Romance verspricht, mit Horrorelementen und einer packenden Story.

Das Cover spiegelt auch genau das wider, es wirkt düster und geheimnisvoll.

Beim ...

"House of Rayne" hat mich angesprochen, weil es eine düstere Romance verspricht, mit Horrorelementen und einer packenden Story.

Das Cover spiegelt auch genau das wider, es wirkt düster und geheimnisvoll.

Beim Lesen des Buches bin ich relativ schnell an den Punkt gekommen, dass mich einzelne Storyelemente gestört haben.
Es gibt wirklich sehr viele Spice-Szenen, zu viele für meinen Geschmack. Es gab keine Tension zwischen den Protagonistinnen. Sie haben sich getroffen, waren gefühlt von da an unzertrennbar und es gab dadurch ständig intime Szenen, die sehr ausführlich beschrieben wurden, inclusive BDSM.
An sich stört mich ein wenig Spice nicht, aber man möchte doch erstmal mit den Figuren warm werden und verfolgen, wie die Figuren sich langsam annähern und eine gewisse Spannung aufgebaut wird. Das war hier leider nicht der Fall.
Ich hab die ersten 1-2 Spice-Szenen noch gelesen, am Ende habe ich aber alle Seiten davon übersprungen sobald ich merkte, dass es schon wieder losgeht und mich nur noch auf die eigentliche Geschichte konzentriert.

Die Protagonistinnen Rayne und Salem waren mir leider beide nicht sonderlich symapthisch und ich habe sie auch nicht als authentisch empfunden. Viele Dialoge zwischen den beiden fand ich einfach nur übertrieben cringe und dieses ständige "braves Mädchen" und "Herrin"-Gesäusel ging mir echt auf den Geist.
Salem wirkte abseits ihrer Unterwürfigkeit stellenweise extrem naiv und eher jugendlich auf mich. Sie hat sich immer wieder in brenzlige Situationen manövriert, über die ich letztendlich nur noch den Kopf schütteln konnte und mich innerlich gefragt hab, wieso sie schon wieder so blöd war, dort hineinzugeraten. Einfach keine Reflexion bzw. logisches Denken an vielen Stellen.

Dabei hatte der Plot an sich echt Potential. Das geheimnisvolle Wesen, welches sich auf der Insel rumtreiben soll. Stimmen, die manche vernehmen und sich fragen, wer da spricht oder ob es nur der eigenen Fantasie entspringt.
Dunkle Wälder, die Abgeschiedenheit vom Festland, die Hilflosigkeit der Bewohner. Die Geheimnisse, die nicht mit Touristen bzw. Fremden geteilt werden dürfen.
Die Auflösung all dessen kam für mich leider nicht überraschend. Ich fand es recht schnell ziemlich offensichtlich, was hinter all dem steckt, dennoch fand ich, dass der Plot schön und spannend geschrieben wurde und mir gefiel, dass der Spannungsbogen bis fast zum Ende angehalten hat.

Die generelle Atmosphäre hat mir ganz gut gefallen, vor allem der Schauplatz der Insel und das alte Herrenhaus, in dem das Bed and Breakfast untergebracht ist. Es wirkt düster und creepy und konnte mir gut vorstellen, wie Salem sich dort gefühlt hat.

Aufgrund der genannten Kritikpunkte kann ich leider nur 3 Sterne vergeben.

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