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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.01.2026

Berührend, ehrlich und wichtig ❤️‍🩹

Orte, an denen ich geweint habe (wegen dir)
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Amelie blickt auf ihre erste große Liebe zu Reese zurück. Was als intensive, scheinbar perfekte Beziehung beginnt, kippt nach und nach. Reese beginnt, sie als unsicher, schwierig und verrückt darzustellen, ...

Amelie blickt auf ihre erste große Liebe zu Reese zurück. Was als intensive, scheinbar perfekte Beziehung beginnt, kippt nach und nach. Reese beginnt, sie als unsicher, schwierig und verrückt darzustellen, isoliert sie immer mehr von ihrem Umfeld. Auf der Suche nach Heilung besucht Amelie all die Orte, an denen sie wegen dieser Beziehung geweint hat, um zu verstehen, was schiefgelaufen ist.

Holly Bourne erzählt diese Geschichte mit einem sehr sensiblen, einfühlsamen Schreibstil. Besonders gelungen fand ich die Sprünge zwischen Gegenwart und Vergangenheit, durch die sich Stück für Stück erschließt, wie sich die Beziehung verändert hat und wie subtil toxische Dynamiken entstehen können.

Es ist erschreckend nahbar gezeigt, wie leicht man sich in einer toxischen Beziehung verlieren kann, ohne es sofort zu erkennen. Ich habe sehr mit Amelie mitgefühlt, war wütend, traurig und oft tief berührt.

Eine große Leseempfehlung für ein wichtiges, aufrüttelndes Buch – aber lest unbedingt vorher die Triggerwarnungen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.09.2025

Poetisch, gefühlvoll und sommerlich 💜

Fleur de Lavande (Band 1) - Wie du liebst
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Fleur de Lavande – Wie du liebst von Gabriella Santos de Lima war für mich ein absolutes Highlight – und ganz klar eine Herzensempfehlung.
Alleine die Widmung sagt schon so viel aus:
„Für alle, die sich ...

Fleur de Lavande – Wie du liebst von Gabriella Santos de Lima war für mich ein absolutes Highlight – und ganz klar eine Herzensempfehlung.
Alleine die Widmung sagt schon so viel aus:
„Für alle, die sich eigentlich nur in die fiktiven Männer aus ihren Lieblingsbüchern verlieben und nie in die, die wirklich existieren.“ 💜
Es geht um Viola, die Romantasy-Autorin ist und fest daran glaubt, dass die große Liebe nur in Büchern existiert. Bis sie Luc begegnet – Handballprofi und Bruder ihrer besten Freundin. Zusammen verbringen sie den Sommer in einem Ferienhaus in Südfrankreich, und es entfaltet sich eine Liebesgeschichte, die schmerzhaft, gefühlvoll und unglaublich echt wirkt.
Gabriellas Schreibstil ist einer meiner liebsten: poetisch, modern und voller Intensität. Ich habe mir so viele Stellen markiert, weil sie mich mitten ins Herz getroffen haben. Mit ihrem sensiblen Umgang mit Themen wie Body Image, Selbstzweifel, Overthinking und den Struggles einer Autorin schafft sie es, dass man sich beim Lesen gesehen und verstanden fühlt.
Das Setting ist ein Traum: Südfrankreich, Lavendelfelder, die Côte d’Azur.
Dieses Buch ist das perfekte Gesamtpaket: romantisch, tiefgründig, feministisch und absolut relatable.
Eine Liebeserklärung an Bücher, das Schreiben – und an die Liebe selbst.

Veröffentlicht am 22.09.2025

Poetisch, klug und so besonders ✨

Bestie
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Als Influencerin Anouk eine neue Mitbewohnerin sucht, sieht Delia darin die Chance für einen Neuanfang. Unter dem Namen Lilly zieht sie bei Anouk ein – und will endlich die selbstbewusste Bühnenautorin ...

Als Influencerin Anouk eine neue Mitbewohnerin sucht, sieht Delia darin die Chance für einen Neuanfang. Unter dem Namen Lilly zieht sie bei Anouk ein – und will endlich die selbstbewusste Bühnenautorin werden, die sie immer sein wollte. Zwischen den beiden Frauen entwickelt sich
eine komplexe, faszinierende Beziehung, die sie dazu bringt, ihre Vorstellungen von Freundschaft, Erfolg, Selbstverwirklichung und Identität zu hinterfragen.

Ich war von der ersten Seite an komplett drin. Joana Junes Schreibstil ist wunderschön, einnehmend und wahnsinnig klug – viele Textstellen haben mich tief berührt. Besonders spannend fand ich auch den Aufbau: teilweise wie ein Theaterstück inszeniert, was der Geschichte eine ganz eigene Atmosphäre gibt.

Bestie regt zum Nachdenken an: Wie sehr prägt Social Media unsere Wahrnehmung von uns selbst? Wie leicht lassen wir uns von dem Wunsch nach Anerkennung und Zugehörigkeit beeinflussen? Und wo verläuft die Grenze zwischen dem Bild, das wir nach außen zeigen, und dem Menschen, der wir wirklich sind?

Neben all diesen großen Themen schwingt auch immer die Liebe zur Kunst, zur Literatur und zum Theater mit.

Und weil die Geschichte in Hamburg spielt, habe ich mich besonders gefreut, so viele bekannte Orte wiederzuerkennen – das hat das Lesen für mich noch lebendiger gemacht.

Bestie ist Joana Junes Debüt – und was für eins! Poetisch, klug und so intensiv. Ich freue mich schon sehr darauf, mehr von ihr zu lesen.

Veröffentlicht am 29.08.2025

Schmerzhaft ehrlich, tieftraurig und unfassbar wichtig ❤️‍🩹

Kein Ort dieser Welt
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Ich wusste, dass Kein Ort dieser Welt emotional wird – aber nicht, dass es mich so zerstören würde. Die letzten Kapitel habe ich nur noch geweint. Ich habe es in einem Zug durchgelesen und bin danach komplett ...

Ich wusste, dass Kein Ort dieser Welt emotional wird – aber nicht, dass es mich so zerstören würde. Die letzten Kapitel habe ich nur noch geweint. Ich habe es in einem Zug durchgelesen und bin danach komplett sprachlos zurückgeblieben.

Im Mittelpunkt steht Fiona, die sich in allen Bereichen ihres Lebens allein fühlt: familiär, schulisch, sozial. Halt findet sie nur in ihren Gedichten – bis ein einschneidendes Ereignis alles verändert. Plötzlich entsteht ausgerechnet zwischen ihr und einem der Mädchen, das sie mobbt, eine Verbindung. Weil sie sich im Schmerz erkennen. Weil sie merken, dass sie nicht alles allein tragen müssen.

Marie Dölings Schreibstil ist intensiv, poetisch und so real, dass ich jede Emotion mit Fiona mitgefühlt habe. Dieses Buch behandelt Themen wie Mobbing, Missbrauch und psychische Gesundheit mit unglaublicher Sensibilität – und einer Ehrlichkeit, die weh tut, aber genau deshalb so wichtig ist.

Es ist eines der traurigsten, aber auch stärksten Jugendbücher, die ich je gelesen habe. Und definitiv eins, das bleibt. Ein Buch, das erzählt werden muss – gerade weil es kein einfaches Ende gibt.
Ganz große Empfehlung. ❤️‍🩹

Veröffentlicht am 29.08.2025

Schmerzhaft und wichtig – ein Buch, das nicht mehr aus dem Kopf geht. ❤️‍🩹

Als die Tage Lügen weinten
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Bee kennt Remy schon ihr ganzes Leben. Als plötzlich ein schwerwiegender Vorwurf gegen ihn auftaucht, gerät alles ins Wanken – ihr Vertrauen, ihre Loyalität, ihre Sicht auf das, was richtig ist. Die Situation ...

Bee kennt Remy schon ihr ganzes Leben. Als plötzlich ein schwerwiegender Vorwurf gegen ihn auftaucht, gerät alles ins Wanken – ihr Vertrauen, ihre Loyalität, ihre Sicht auf das, was richtig ist. Die Situation spaltet ihr Umfeld, ihre Schule, ihre Gedanken. Und mit jeder Seite wächst die Unsicherheit: Was ist wirklich passiert? Wem glauben wir – und warum?

„Als die Tage lügen weinten“ war für mich ein unfassbar intensives Leseerlebnis. Marie Döling schreibt auf eine poetische, einfühlsame und gleichzeitig eindringliche Weise – so, dass man jede Emotion spürt.
Ich habe beim Lesen so viel gefühlt: Zweifel, Wut, Traurigkeit. Und vor allem habe ich mich selbst immer wieder hinterfragt. Genau das macht das Buch so besonders. Es gibt keine einfachen Antworten, aber es stellt so wichtige Fragen.

Maries Bücher fühlen sich immer besonders an – weil sie einen so sehr mitfühlen lassen. Und wie schon bei „Kein Ort dieser Welt“ hatte ich das Gefühl, dass ihre Worte einen begleiten - auch nach Beenden des Buches.

Auch das Nachwort hat mich wieder sehr bewegt. Ich habe so viel geweint – und war gleichzeitig unglaublich dankbar, dass dieses Buch existiert.

Eine ganz ganz große Empfehlung. ❤️‍🩹