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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.02.2026

Interessantes Magiesystem, aber mit Schwächen

Until We Shatter
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Ich habe es mir mit der Bewertung und Rezension zu "Until We Shatter" nicht leicht gemacht und dadurch auch etwas Zeit verstreichen lassen.
Kate Dylan hat in "Until we Shatter" eine unglaublich interessante ...

Ich habe es mir mit der Bewertung und Rezension zu "Until We Shatter" nicht leicht gemacht und dadurch auch etwas Zeit verstreichen lassen.
Kate Dylan hat in "Until we Shatter" eine unglaublich interessante Welt kreiert. Die Protagonistin Cemmy befindet sich als Halbschatten auf zweifache Weise in Gefahr: Sowohl die Kirche als auch die reinen Schatten akzeptieren ihre Existenz nicht. In ihrer Not nutzt Cemmy die Schattenmagie, um im Grau einen Diebstahl zu verüben. Dabei bewegt sich sich jedoch näher an ihre Feinde, als ihr gut tut.

Die Idee hinter dem Worldbuilding und der Schattenmagie war spannend. Wie Cemmy sich durch das Grau kämpft und versucht, nicht darin verloren zu gehen, war sehr eindrucksvoll dargestellt. Mir waren die Figuren jedoch zu flach und deren Beziehung nicht allzu gut ausgereift. Leider konnte mich neben den Figuren aber auch der Schreibstil nicht so richtig einvernehmen. Einiges wird wiederholt, was die Geschichte eher zieht. Die Spannung nimmt zum Schluss stark zu. Im Kampf zwischen den Parteien offenbaren sich Plottwists, es erscheinen Monster auf die eine oder andere Weise und die Story kommt nun erst richtig in Gang.

Kurzum: Die Idee hinter der Story und dem Magiesystem ist super interessant, die Ausführung konnte mich jedoch nicht so richtig in den Bann ziehen. Ich bin noch unentschlossen, ob ich die Reihe weiter verfolgen möchte.

Schreibstil & Logik 3/5⭐
Worldbuilding & Plot 4/5⭐
Charaktere & Entwicklung 3/5⭐
Lesegefühl & Atmosphäre 3/5⭐

Veröffentlicht am 23.01.2026

YA-Fantasy

The Dagger and the Flame
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The Dagger and the Flame ist der Auftaktband der Die-Gilden-von-Fantome-Dilogie von Catherine Doyle. Es ist eine YA-Fantasy mit zwei verfeindeten Gilden, mysteriösen Ereignissen, tragischen Elementen, ...

The Dagger and the Flame ist der Auftaktband der Die-Gilden-von-Fantome-Dilogie von Catherine Doyle. Es ist eine YA-Fantasy mit zwei verfeindeten Gilden, mysteriösen Ereignissen, tragischen Elementen, Enemies-to-Lovers und Assasinen. Und dann ist da Seraphine, die irgendwie anders ist. Sie schließt sich den Claoks an, nachdem ihre Mutter ermordet wird, und trifft schon bald auf Ransom, der dem Orden der Dagger angehört, welcher Seraphines Mutter ermordet hat. Zwischen den Geschehnissen der grausamen Gilden-Politik erwächst etwas Böses, dem beide Gilden ausgeliefert sind.

Die Dynamik zwischen Seraphine und Ransom hat mir sehr gefallen. Hier kommen leichte Romeo-und-Julia-Elemente durch die verfeindeten Lager durch. Beide Figuren erleben eine reflektierte Entwicklung, die Geheimnisse aufdeckt und für Spannung sorgt. Die Dynamik der Figuren und die Elemente der Story liefern schnell eine Suspense Fantasy, sodass man sich mitreißen lässt.
Mir hat die kreierte Welt sehr gut gefallen. Sie war nicht zu komplex, aber auch nicht zu einfach. Der Verlauf des Plots entsprach einer YA-Fantasy-Story und als erfahrene:r Fantasy-Leser:in wird man erahnen, was passieren wird. Was mich jedoch etwas störte, war der Zeitpunkt des einmaligen Spice-Inhalts. Für mich war das definitiv unpassend und hat mich aus dem Lesefluss gebracht.

Mit The Dagger and the Flame finden Fantasy-Einsteiger und junge Menschen eine spannende Story aus meiner Sicht. Erfahrene Fantasy-Leser:innen könnte es an einigen Stellen aufgrund bekannter Elemente zu langatmig werden. Das Ende vom ersten Band der Dilogie macht aber Lust auf eine Auflösung.

Schreibstil & Logik 4/5⭐
Worldbuilding & Plot 3/5⭐
Charaktere & Entwicklung 4/5⭐
Lesegefühl & Atmosphäre 3/5⭐

Veröffentlicht am 30.12.2025

Anspruchsvolle chinesische Fantasy

Till the End of the Moon 1
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Schreibstil & Logik 3/5⭐
Worldbuilding & Plot 4/5⭐
Charaktere & Entwicklung 3/5⭐
Lesegefühl & Atmosphäre 3/5⭐

Li Susu ist eine Kultiviererin, die nun ihre Welt und die Welt der Menschen vor dem Damönengott ...

Schreibstil & Logik 3/5⭐
Worldbuilding & Plot 4/5⭐
Charaktere & Entwicklung 3/5⭐
Lesegefühl & Atmosphäre 3/5⭐

Li Susu ist eine Kultiviererin, die nun ihre Welt und die Welt der Menschen vor dem Damönengott retten soll. Dafür schlüpft sie in den Körper seiner unfreiwilligen Gemahlin einige Jahrhunderte zuvor und das Abenteuer nimmt seinen Lauf.

Das Buch Till the End of the Moon (Verdorbenes Herz) bezaubert durch eine wundervolle Illustrationen außen wie innen. Im Verlauf der Geschichte erhält man immer wieder emotionale Einblicke durch illustrierte Szenen.

Die chinesisch inspirierte Geschichte wird durchweg durch Fußnoten zu fremden Worten und Kulturaspekten, eine Auflistung der Charaktere sowie Beziehungen und Glossare unterstützt. Ich war wirklich sehr dankbar, dass all diese Informationen so sorgfältig aufbereitet wurden, sonst hätte ich vermutlich schnell den Faden bei der Menge an Personen, unbekannten Gegebenheiten und durch das umfassen Worldbuilding verloren. 🤓
In den Grundzügen fand ich die Idee mit dem Weltenaufbau und dem Verlauf der Geschichte außergewöhnlich faszinierend. Jedoch fand ich den Schreibstil, die Handlungen der Charaktere und Andeutungen manchmal etwas unglücklich. Durch den allwissenden, manchmal aber auch fokussierten Erzähler eröffnet sich die Geschichte eher auf Distanz.
Die Beziehungen gestalten sich um einiges komplizierter, als ich aus dem Klappentext gelesen hatte. Zudem macht es den Anschein nach einer Romantasy-Geschichte. Den ersten Band würde ich jedoch eher in leichte Dark Fantasy einordnen. Die Geschichte ist sehr viel düsterer und gewalttätiger als erwartet.

Ich bin wirklich begeistert, wie sehr die Geschichte aufbereitet wurde. Allerdings warne ich an dieser Stelle keine lockere Romantasy-Geschichte zu erwarten. Es ist viel Hintergrundwissen gefragt, welches man sich dank der Informationen nebenbei aneignen kann. Falls euch eine düstere chinesische Fantasy-Geschichte mit vielen kulturellen Aspekten und einem gewaltigen Worldbuilding in der Entstehung anspricht, greift gern zum ersten Band der Reihe von Till the End of the Moon. Der zweite Teil wird bereits Mitte Januar erscheinen.

Veröffentlicht am 07.07.2025

Zwischen Obdachlosigkeit und High Society

The Darlington - Henry & Kate
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The Darlington war die Adresse, für Reiche und Promis, wenn sie in London übernachteten. Aber wie alles mit Geschichte verbergen sich dunkle Geheimnisse hinter den Mauern, die nun an die Öffentlichkeit ...

The Darlington war die Adresse, für Reiche und Promis, wenn sie in London übernachteten. Aber wie alles mit Geschichte verbergen sich dunkle Geheimnisse hinter den Mauern, die nun an die Öffentlichkeit gezerrt wurden. Um das Hotel vor dem Skandal rund um seinen Vater zu schützen, hat Henry die Hotelführung übernommen, lebt aber in den Schatten seiner Familie und des Skandals. Kate hingegen kämpft auf der Straße um ihr Überleben, nachdem sie in jungen Jahren wenig Glück hatte. Ein schicksalhafter Moment lässt die Leben beider kollidieren.

Bereits in den ersten Kapiteln konnte mich Laura Kneidl durch ihren Witz und den Umgang mit den Situationen in die Geschichte rund um Kate und Henry hineinziehen. Leider hat dies im Mittelteil etwas nachgelassen, da die Story sich recht vorhersehbar und flach darstellte. Ich mochte es sehr, wie sich Henry für Kate einsetzt. Gleichzeitig gab es Momente, die gern noch überarbeitet werden können, da sie gar nicht so süß sind, wenn man drüber nachdenkt.
Kate nimmt die Annehmlichkeiten im Gegensatz zu etwas Arbeit im Hotel recht selbstverständlich an und hinterfragt es eher selten.
Am Ende fühlte ich zumindest die Chemie der Beiden, aber der Cliffhanger ließ es sehr abrupt enden.

Der erste Teil der Darlington-Reihe liefert einen vielversprechenden, humorvollen Start mit Fokus auf Obdachlosigkeit und Me-Too. Im Verlauf offenbart sich jedoch eine recht seichte und vorhersehbare Story. Man sollte Insta-Love mögen und das Verhalten nicht zu sehr hinterfragen. Der Schluss konnte mich von der Chemie zwischen Henry und Kate überzeugen, jedoch handelt es sich um ein Ende, dass sich nicht nach Ende für die beiden Protas anfühlt. Die Geschichte rund um den Skandal wird sich über alle Teile der Darlington-Reihe ziehen, was mir vorher nicht bewusst war.

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  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 01.03.2025

Schwacher Start, spannendes Ende

We hunt the Flame
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Es lohnt sich dran zu bleiben! Auch bei meiner Rezension. 😁

Ich startete in das Buch etwas ernüchtert. Es war langatmig und schlug mit fremden Wörtern nur so um sich. Die werden zwar hinten im Glossar ...

Es lohnt sich dran zu bleiben! Auch bei meiner Rezension. 😁

Ich startete in das Buch etwas ernüchtert. Es war langatmig und schlug mit fremden Wörtern nur so um sich. Die werden zwar hinten im Glossar erklärt, aber es stört einfach massiv den Lesefluss. Auch wurden die Nebencharaktere und Szenen nur unzureichend dargestellt. Es fühlte sich wie ein Platzhalter bzw. Andeutungen für später an, was sich mir zum Schluss auch bestätigte.
Ab gut einem Drittel nahm die Geschichte etwas Fahrt auf. Die Protagonisten trafen aufeinander und die Spannung, Gefühle sowie Intentionen wurden stärker ausgearbeitet.
Das letzte Drittel war fantastisch. Es war aufregend, die Fremdwörter waren in einem guten Verhältnis und die Protagonisten lieferten eine aufkeimende Romance, Intrigen und Kämpfe. Die großen Enthüllungen kann man vorhersehen, sodass der Schockmoment leider nicht eintritt. Zum Teil wurde etwas angedeutet, um die Leser:innen danach vom Gegenteil zu überzeugen. Der Cliffhanger am Ende war gut 100 Seiten zuvor zu erschnuppern.
Das Buch hat nach meinem Gefühl durch den inflationären Gebrauch der fremden Sprache am Anfang, die nicht übersetzt wurde bzw. speziell eingearbeitet wurde, für mich keinen zusätzlichen orientalischen Flair bekommen. Das Verhältnis und die Erklärweise am Ende fand ich zugänglicher und authentischer.
Die Geschichte rund um Zafira, Nasir und Altair geht in We Free The Stars ins Finale. Ich hoffe, dass es dort weitermacht, wo We Hunt the Flame aufhörte.

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