Eine spannende Saga!
Unter fremden Himmeln
Dieser Roman ist voll an Dramatik und geht ganz schön unter die Haut. Mir ging es jedenfalls so.
Die Familie Berger ist von Karlsruhe nach Neu-Guinea ausgewandert und muss sich nun in der Fremde mit ...
Dieser Roman ist voll an Dramatik und geht ganz schön unter die Haut. Mir ging es jedenfalls so.
Die Familie Berger ist von Karlsruhe nach Neu-Guinea ausgewandert und muss sich nun in der Fremde mit einer ganz anderen Kultur zurechtfinden. Das ist nicht einfach und bedarf viel Feinfühligkeit. Auch der Bruder von Gustav, Friedrich ist mit von der Partie. Zwischen den Brüdern scheint vor vielen Jahren etwas vorgefallen zu sein, über das nie gesprochen wurde. Deshalb sind die beiden immer auf Distanz zueinander, was die Töchter beunruhigt.
Die drei Frauen der Familie, Hedwig, Anna und Klara gehen verschiedene Wege.
Hedwig kommt Max, den sie auf der Überfahrt kennengelernt hat sehr nahe. Anna ist mit den Kokosplantagen beschäftigt und Raba, ein Einheimischer, ist ihr in vielem behilflich und vor allen Dingen, er spricht ihre Sprache und er ist ihr bald mehr wie ein guter Freund.
Ludwig ist missionarisch tätig und seine Frau Klara ist Krankenschwester und mit ihrer kleinen Station unverzichtbar, auch für die Einheimischen, von denen sie auch einiges lernen kann.
Leider geht es auf der Insel nicht immer friedlich zu und es gibt dadurch Konflikte, die zum Teil sehr schwer enden.
Die Geschichte ist mitreißend erzählt, sie nimmt uns mit in den Dschungel mit all seinen Gefahren.
Auch lernt man viel über die Lebensweise der indigenen Bevölkerung. Genauso über die Kolonialisierung der Deutschen ab 1884, erfährt man einiges.
Die Handlung ist nachvollziehbar und teilweise sehr spannend wie ein Krimi.
Den Schreibstil der Autorin mag ich gerne, denn sie schreibt sehr flüssig und man möchte das Buch am liebsten gar nicht aus der Hand legen.
Es ist noch einiges an Fragen geblieben, die hoffentlich im nächsten Band beantwortet werden.
Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr darauf.