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Veröffentlicht am 25.10.2024

Beiß mich, König

The Queen Will Rise
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Nachdem der 1. Teil leider nicht meinen Geschmack getroffen hat, ich den 2. aber schon hier liegen hatte, habe ich mich gleich daran gesetzt, um es gewissermaßen hinter mich zu bringen.

Nachdem Florence ...

Nachdem der 1. Teil leider nicht meinen Geschmack getroffen hat, ich den 2. aber schon hier liegen hatte, habe ich mich gleich daran gesetzt, um es gewissermaßen hinter mich zu bringen.

Nachdem Florence als Attentäterin aufgeflogen ist, sitzt sie im Tower ein. Vom liebevollen Benedict ist keine Spur mehr, ihm ist ein gefühlskaltes Monster gewichen.
Mit Mühe und Not kann er doch noch überzeugt werden, dass man in Zusammenarbeit mit Florence vielleicht mehr erreichen kann. Schließlich gilt es mit dem Roten Regen und dem Widerstand gleich zwei feindliche Lager zu bekämpfen. Letzterer lässt sich aber nur schwer überzeugen und so greift Florence zu einer Geheimwaffe: Ihrem inhaftieren Bruder Valerian.

Manchmal geschieht es eben doch, dass einem der 2. Teil einer Reihe besser gefällt.
Ja, ich habe mich auch hier wieder sehr schwer getan mit den explizit beschriebenen Szenen zwischen Florence und Benedict, aber wenigstens bietet die Handlung dieses mal mehr als das Liebesspiel der beiden.

Es wird an Strategien gefeilt, es werden Kompromisse gemacht, sogar der französische Vampirkönig lässt sich blicken. Aber es bleibt eben alles sehr flach.
Mittelpunkt der Handlung bleibt weiterhin die Beziehung zwischen Florence und Benedict, alles andere ist Nebensache.

Ich weiß, dass es eine große Fanbase von Romanen dieser Art gibt, aber mir ist es einfach zu wenig Handlung und zu viel...Bettaction.

Entweder war ich blind oder es wurde zur wenig darauf hingewiesen, dass es eine Romantasy Reihe ist. Oder eher Erotasy, wenn ihr mich fragt, denn unter Romantik verstehe ich was anderes.
Ansonsten hätte ich nämlich die Finger davon gelassen.

Ich will daher mal nicht zu streng sein, denn Fans dieses Genre kommen auf jeden Fall auf ihre Kosten und erwarten bestimmt auch nicht mehr.

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Veröffentlicht am 30.01.2026

Gesellschafterin Jo ermittelt

Das Geheimnis von Wych Elm House
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Von Simone St. James kannte ich bisher nur „Die schwarze Frau“ und weil ich den Roman so mochte, wollte ich unbedingt mehr von der Autorin lesen. Das ist nun geschehen und ausgesucht habe ich mit 𝐃𝐚𝐬 𝐆𝐞𝐡𝐞𝐢𝐦𝐧𝐢𝐬 ...

Von Simone St. James kannte ich bisher nur „Die schwarze Frau“ und weil ich den Roman so mochte, wollte ich unbedingt mehr von der Autorin lesen. Das ist nun geschehen und ausgesucht habe ich mit 𝐃𝐚𝐬 𝐆𝐞𝐡𝐞𝐢𝐦𝐧𝐢𝐬 𝐯𝐨𝐧 𝐖𝐲𝐜𝐡 𝐄𝐥𝐦 𝐇𝐨𝐮𝐬𝐞, denn es ist ein Spukhaus-Roman und die lese ich ja am liebsten.

Das ganze spielt 1921 und wir folgen unserer Protagonistin Jo, welche als Gesellschafterin für ihre entfernte Verwandte Dottie arbeitet. Jo hat bereits viel durchgemacht. Sie ist verantwortlich für ihre geisteskranke Mutter und ihr Ehemann ist seit dem Krieg verschollen, vermutlich tot.
Nach einer Europareise kehrt sie mit Dottie nun auf deren Wohnsitz Wych Elm House zurück. Auch Dottie hat schwere Zeiten hinter sich, stürzte doch ihre Tochter Frances hier in den Tod.
Schon kurz nach der Ankunft wird Jo von Erscheinungen und Albträumen geplagt. Ist es Frances’ Geist und was will sie ihr sagen?

Entgegen vieler Meinungen, mochte ich Jo. Ich konnte mich in ihren Gefühlen oft wiedererkennen und empfand sie die meiste Zeit als realistischen Charakter. Als tragische Figur, die sich tapfer schlägt, passt sie auch gut in diese Art von Roman.

Die Geistererscheinungen werden schön beschrieben und ich mochte die erzeugte Stimmung sehr. Aber dann, etwa ab der Mitte, gibt es einen Umbruch. Es geschieht etwas, eine Überraschung gewissermaßen. Und ab da verwandelt sich der bis dahin solide Spukhaus-Roman in einen Thriller über die Aufklärung eines Mordfalls. Danach spielt der Spuk kaum noch eine Rolle und es geht auch plötzlich viel um Spionagemissionen während des Krieges. Das hat mich gar nicht interessiert und passte auch nicht so richtig zum Rest, auch wenn es sich am Ende natürlich alles zusammenfügt.

Die Liebesgeschichte, wenn man es denn so nennen mag, hat für mich überhaupt nicht funktioniert und absolut kalt gelassen. Aber da bin ich ja sowieso schwer zu überzeugen.

Dadurch dass sich der Roman nach der Hälfte völlig neu erfunden hat, war ich recht enttäuscht und habe ihn eher lustlos zu Ende gelesen. Schade!

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Veröffentlicht am 23.01.2026

Hält nicht ganz was es verspricht

Spukhäuser. Klassische Horror- und Geistergeschichten
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Als ich dieses Buch für nur 9,95 € entdeckte, musste ich gleich zuschlagen. Vor allem, nachdem ich einen Blick auf die enthaltenen Geschichten geworfen hatte. Spukende Puppenhäuser, mysteriöse Räume, ….da ...

Als ich dieses Buch für nur 9,95 € entdeckte, musste ich gleich zuschlagen. Vor allem, nachdem ich einen Blick auf die enthaltenen Geschichten geworfen hatte. Spukende Puppenhäuser, mysteriöse Räume, ….da war mein Interesse gleich geweckt.
Ähnlich wie bei „Gruselige Weihnacht überall“ sind hier eher alte Geschichten enthalten, aber das muss ja nicht schlecht. Naja, zumindest teilweise…

Wir haben hier insgesamt über 20 Spukhausgeschichten, teils von berühmten Autoren wie Poe, Lovecraft, Wilde, Blackwood oder Woolf.

Einige der Geschichten kannte ich schon.
𝐇𝐚𝐮𝐬 𝐍𝐫. 𝟗𝟎 hatte ich ja erst kürzlich gelesen und es ist so eine gute Geschichte! Meine liebste Kurzgeschichte wahrscheinlich, deswegen habe ich sie auch noch einmal verschlungen.

Anders sah es aus mit 𝐃𝐢𝐞 𝐓𝐫ä𝐮𝐦𝐞 𝐢𝐦 𝐇𝐞𝐱𝐞𝐧𝐡𝐚𝐮𝐬 aus. Die war schon in einer anderen Sammlung enthalten. Ich mochte die Geschichte da schon nicht und ich mag sie immer noch nicht. Ich glaube Cosmic Horror ist nicht meins.

𝐃𝐞𝐫 𝐔𝐧𝐭𝐞𝐫𝐠𝐚𝐧𝐠 𝐝𝐞𝐬 𝐇𝐚𝐮𝐬𝐞𝐬 𝐔𝐬𝐡𝐞𝐫 kennt man ja und liest sich auch gut, gehört allerdings nicht zu meinen Favoriten.

𝐃𝐚𝐬 𝐆𝐞𝐬𝐩𝐞𝐧𝐬𝐭 𝐯𝐨𝐧 𝐂𝐚𝐧𝐭𝐞𝐫𝐯𝐢𝐥𝐥𝐞 habe ich zum ersten mal gelesen und obwohl es eine eher witzige Spukgeschichte ist, mochte ich sie sehr gern.

Auch gut fand ich:
𝐃𝐚𝐬 𝐛𝐞𝐥𝐞𝐠𝐭𝐞 𝐙𝐢𝐦𝐦𝐞𝐫 wo ein Urlauber auf ein grausiges Geheimnis aufmerksam gemacht wird, welches sich in seinem Zimmer verbirgt.
𝐃𝐚𝐬 𝐒𝐩𝐮𝐤-𝐏𝐮𝐩𝐩𝐞𝐡𝐚𝐮𝐬 war eine sehr originelle Geschichte, die den Ursprung eines verfluchten Hauses mal ganz anders darstellt.

Besonders enttäuschend war für mich 𝐃𝐢𝐞 𝐆𝐥𝐨𝐜𝐤𝐞 𝐝𝐞𝐫 𝐊𝐚𝐦𝐦𝐞𝐫𝐟𝐫𝐚𝐮, weil die Geschichte so gut anfing und dann so ein enttäuschendes Ende hatte.

Leider haben sich manche der Geschichten aufgrund der Ausdrucksweise unheimlich anstrengend gelesen. Auch finde ich, das einige nicht in dieses Buch gepasst haben, da es in ihnen nicht wirklich um ein Spukhaus ging.
Somit war diese Sammlung für mich eher durchwachsen und bekommt von mir nur 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 14.11.2025

Toxische Liebe unter Vampiren

A Dowry of Blood: Begehren. Obsession. Macht.
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Ich hatte eigentlich nicht vor, Dark Romance zu lesen, aber als ich entdeckte, in welche Kategorie 𝐀 𝐃𝐨𝐰𝐫𝐲 𝐨𝐟 𝐁𝐥𝐨𝐨𝐝 eingeteilt wurde, da hatte ich den Roman schon gekauft.
Nicht nur das unglaublich hübsche ...

Ich hatte eigentlich nicht vor, Dark Romance zu lesen, aber als ich entdeckte, in welche Kategorie 𝐀 𝐃𝐨𝐰𝐫𝐲 𝐨𝐟 𝐁𝐥𝐨𝐨𝐝 eingeteilt wurde, da hatte ich den Roman schon gekauft.
Nicht nur das unglaublich hübsche Cover sprach mich an, sondern auch die Story, in der es um Draculas Bräute gehen sollte. Klassisch Dracula sollte es hier allerdings nicht werden…

Wir lesen aus der Sicht von Draculas erster Braut, Constanta. Sie lässt die Beziehung zu dem Vampirfürsten Revue passieren und es ist klar, dass die einst große Liebe ein böses Ende genommen hat. Begonnen wird mit Constantas Verwandlung durch Dracula. Später die Vergrößerung der Familie durch Magdalena und Alexi. Sie berichtet von der fortwährenden Reise durch Europa und der toxischen Liebe zu ihren Gebieter.

Ja, genau darum geht hauptsächlich. Eine toxische Beziehung von der man nicht loskommt und schließlich der Befreiung aus dieser. Dracula ist eine interessante Wahl um das zu veranschaulichen, aber ich weiß nicht…Ich hätte aus dem Stoff mit Draculas Bräuten lieber eine andere Geschichte erzählt bekommen.

Das die dritte Braut genau genommen ein Bräutigam ist hat mich jetzt nicht so gestört. Auch nicht das Dark Romance Thema, ich finde das wurde hier recht elegant und sinnlich umgesetzt (naja, bis auf das Ende). Dafür waren mir ein paar andere Dinge nicht stimmig genug.

Wir starten ca. im 15. Jahrhundert und sind im letzten Drittel im Jahr 1919 angelangt. Wir werden durch die Jahrhunderte dazwischen gejagt ohne wirklich etwas vom Lifestyle der Vampire mitzubekommen, dabei liegt doch gerade darin der Reiz. Ich hätte es besser gefunden, wir hätten uns nicht zu viel in der Zeit bewegt.

Mir sind auch ein paar Error aufgefallen, die einem immer wieder anderes Jahrhundert vorgaukeln. Schaufensterbummel gab’s 1600 rum bestimmt noch nicht. Zerfleddert gekleidete Theaterschauspieler ordne ich eher nicht in die 1920er ein und Kutschen waren zu der Zeit vielleicht noch nicht ganz verschwunden, aber eher unüblich.

Mit Dracula hat das ganze sowieso sehr wenig zu tun, der Name taucht auch nur im Klappentext auf.

Für das Genre besser, insgesamt aber schlechter als erwartet.

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Veröffentlicht am 06.11.2025

Wer hat Angst vor der Madenmutter

Der Spuk von Beacon Hill
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Auf die „Spuk-Reihe“ von Ambrose Ibsen hatte ich schon länger ein Auge geworfen. Schmale, günstige Romane mit einem schaurigen Gebäude vorne drauf. Ich hüte mich mittlerweile davor ganze Reihen auf einmal ...

Auf die „Spuk-Reihe“ von Ambrose Ibsen hatte ich schon länger ein Auge geworfen. Schmale, günstige Romane mit einem schaurigen Gebäude vorne drauf. Ich hüte mich mittlerweile davor ganze Reihen auf einmal zu kaufen, deswegen habe ich mich erst einmal mit 𝐃𝐞𝐫 𝐒𝐩𝐮𝐤 𝐯𝐨𝐧 𝐁𝐞𝐚𝐜𝐨𝐧 𝐇𝐢𝐥𝐥 begnügt.

Hier begleiten wir die Bibliothekarin Sadie zunächst durch ihren unspektakulären Alltag. Sie ist gern für sich, hat keine Familie mehr und vergräbt sich am liebsten hinter Büchern. Nur mit Kollege August pflegt sie ein freundschaftliches Verhältnis.
Ihr unbeschwertes Leben ändert sich, als sie wieder beginnt Geister zu sehen. Etwas, dass sie längst als kindliche Einbildung abgetan hatte. Doch dann meldet sich eine ehemalige Nachbarin bei ihr, die sich an ihre Gabe erinnert und bitte Sadie um Hilfe. Ihre Tochter scheint von einem Geist besessen. Sie glaubt von Madenmutter verfolgt zu werden, welche der Legende nach auf Beacon Hill spukt. Sadie bleibt nichts anderes übrig als der Sache auf den Grund zu gehen und begibt sich in das angebliche Spukhaus.

Ich habe ja schon gar keine großen Erwartungen mehr, dass mich ein Buch gruseln könnte, deswegen war ich auch nicht all zu enttäuscht, dass die Geschichte vom Gruselfaktor her mehr auf Jugendliche abzielt.

Das Spukhaus wurde in seinem Verfall erstaunlich realistisch dargestellt, aber die Geister haben schon sehr an etwas erinnert, was man bereits in etlichen Horrorfilmen gesehen hat. Und der Name Madenmutter klingt einfach nur albern.

Ich fand den Roman die meiste Zeit wenig spannend und habe immer wieder den Faden verloren. Es wurde sich auch zu sehr mit Belanglosigkeiten aufgehalten. Ich hätte lieber mehr über die Geschichte des Hauses und Madenmutter erfahren, doch der Teil fällt recht kurz aus.

Immerhin scheinen wir im nächsten Teil mehr über Letztere zu erfahren, denn die Teile sind miteinander verbunden.
Trotz meiner Kritik will ich dem auf jeden Fall noch eine Chance geben.
Ansonsten fand ich Teil 1 bis auf das unerwartet schockierende Ende eher mittelmäßig.

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