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Kuckerneese

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.02.2026

Ein gelungener Auftaktkrimi!

Ungelöst – Die erste Zeugin
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Der neue Auftakt-Krimi "Ungelöst – Die erste Zeugin“ ist für mich ein gelungenes Buch der neuen Cold-Case-Reihe vom Autor Arno Strobel. Der Autor schafft es erneut, eine düstere, beklemmende Atmosphäre ...

Der neue Auftakt-Krimi "Ungelöst – Die erste Zeugin“ ist für mich ein gelungenes Buch der neuen Cold-Case-Reihe vom Autor Arno Strobel. Der Autor schafft es erneut, eine düstere, beklemmende Atmosphäre aufzubauen, die mich von der ersten Seite an gepackt hat und ehrlich gesagt konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Besonders spannend fand ich die Figur der Luisa Menkhoff, deren Vergangenheit eng mit dem aktuellen Fall verknüpft ist. Beim Lesen des Buches, jeder einzelnen Seite, kam es mir vor, als wenn ich live dabei wäre, also daneben stehe. Wo dieses Gefühl her kam, kann ich mir nicht erklären.

Die Verbindungen zu „Das Wesen“ haben mir sehr gefallen, vor allem das Wiedersehen mit bekannten Figuren und offenen Fragen aus der Vergangenheit. Dadurch entsteht eine zusätzliche Spannungsebene, die Fans des Vorgängers besonders schätzen werden. Dennoch kann man das Buch auch getrost lesen, ohne zwangsweise vorher das Vorgänger-Buch gelesen zu haben.

Arno Strobel spielt gekonnt mit Manipulation, Macht und psychologischen Abgründen, über die ich lange nachdenken musste. Die kurzen Kapitel, die vielen überraschenden Wendungen und krassen Cliffhanger finde ich hervorragend.
Dieses Buch ist für mich der perfekte Einstieg in die neue Serie von Arno Strobel. Ich freue mich schon jetzt auf den zweiten Teil und geben somit eine klare Leseempfehlung ab.

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Veröffentlicht am 24.01.2026

Ein etwas anderer wunderbarer Krimi!

Der Tag, an dem Barbara starb
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Die Geschichte spielt in einer ruhigen Wohngegend in Nordengland, in der die 89-jährige Margret lebt. Als ihre Nachbarin und enge Freundin Barbara eines Nachts tot aufgefunden wird, lässt sie der Fall ...

Die Geschichte spielt in einer ruhigen Wohngegend in Nordengland, in der die 89-jährige Margret lebt. Als ihre Nachbarin und enge Freundin Barbara eines Nachts tot aufgefunden wird, lässt sie der Fall nicht mehr los. Obwohl Margret an fortschreitender Demenz leidet, beginnt sie gemeinsam mit ihrem Enkel James, eigene Nachforschungen anzustellen.

Der Ansatz, eine hochbetagte Dame mit Gedächtnisproblemen ins Zentrum eines Kriminalromans zu stellen, hat mir sehr gut gefallen. Besonders gelungen fand ich die einfühlsame Darstellung von Margrets innerer Welt, in der sich klare Erinnerungen aus der Vergangenheit mit Unsicherheit und Verwirrung vermischen. Die warmherzigen Selbstgespräche mit ihrem bereits verstorbenen Mann haben mich sehr berührt. Das ist für mich die seltene wahre und ewige Liebe bis über den Tod hinaus. Diese Passagen sind ruhig, sensibel und teilweise sehr berührend herzallerliebst geschrieben.

Als klassischen Krimi sehe ich dieses Buch allerdings nicht oder nur in wenigen Passagen. Die Handlung entwickelt sich recht gemächlich, mit einem kleinen selten aufkommenden Spannungsbogen.

Ein ruhiger, sehr liebevoller und nachdenklicher Kriminalroman mit einer originellen liebenswürdigen Hauptfigur, der mich emotional sehr überzeugt. Es ist ein etwas anderes Buch!

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Der perfekte Ratgeber rund um den Hund

Tierschutzhund Lieblingshund
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Das Buch "Tierschutzhund Lieblingshund“ ist ein einfühlsamer und zugleich sehr informativer Ratgeber für alle, die darüber nachdenken, einem Hund aus dem Tierschutz ein Zuhause zu geben. Das Buch überzeugt ...

Das Buch "Tierschutzhund Lieblingshund“ ist ein einfühlsamer und zugleich sehr informativer Ratgeber für alle, die darüber nachdenken, einem Hund aus dem Tierschutz ein Zuhause zu geben. Das Buch überzeugt durch seine ansprechende Gestaltung und eine klare, gut nachvollziehbare Struktur, die den Leser Schritt für Schritt durch alle wichtigen Themen führt.

Besonders gelungen ist die umfassende Herangehensweise: Von der seriösen Auswahl eines Tierschutzvereins über die Frage, welcher Hund zur eigenen Lebenssituation passt, bis hin zu Vorbereitung, Eingewöhnung und dem Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung. Auch Themen wie Pflege, Gesundheit und erste gemeinsame Schritte werden verständlich und praxisnah behandelt. Ein integrierter Selbsttest hilft zusätzlich dabei, sich ehrlich mit den eigenen Erwartungen auseinanderzusetzen.

Der Schreibstil ist angenehm, wertschätzend und motivierend, ohne zu beschönigen. Dadurch eignet sich der Ratgeber sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Hundehalter, die ihr Wissen vertiefen möchten. Insgesamt ein sehr hilfreiches Buch, das Sicherheit gibt, zum Nachdenken anregt und Lust darauf macht, den Weg mit einem Tierschutzhund bewusst und verantwortungsvoll zu gehen.
Ich habe dieses Buch meiner 17-jährigen Tochter zu Weihnachten geschenkt. Jeden Samstag sehen wir uns mit der gesamten Familie die Ratgebersendungen im Fernsehen an. Meiner Tochter hat sich sehr über diesen Ratgeber gefreut und überlegt sich ihren "Tierschutzhund-Wunsch" noch einmal genau.
Von unserer gesamten Familie gibt es eine glasklare Empfehlung.

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Veröffentlicht am 15.01.2026

Roman über Vergangenheit und Gegenwart

Lebensbande
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Das Buch "Lebensbande" von Mechthild Borrmann ist mein erstes gelesenes Buch der Autorin. Ich kann aber schon jetzt für mich sagen, das ist nicht mein letztes Buch! Im Gegenteil!
In diesem Buch schreibt ...

Das Buch "Lebensbande" von Mechthild Borrmann ist mein erstes gelesenes Buch der Autorin. Ich kann aber schon jetzt für mich sagen, das ist nicht mein letztes Buch! Im Gegenteil!
In diesem Buch schreibt die Autorin über drei Frauen, drei Lebenswege – und doch eine Freundschaft, die Zeit, Krieg und Leid überdauert. Die Geschichte von Lene, Nora und Lieselotte hat mich von der ersten Seite an berührt und bis zum Ende nicht mehr losgelassen. Eigentlich hätte ich gern mehr von ihnen erfahren.

Vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs erleben die Frauen Verfolgung, Zwangsarbeit und schmerzhafte Verluste. Immer wieder stehen sie vor Entscheidungen, die Mut verlangen und ihr weiteres Leben prägen. Besonders eindrucksvoll ist, wie glaubhaft ihre inneren Kämpfe, Zweifel und Hoffnungen geschildert werden. Die Erzählungen ähneln sehr stark den Schilderungen meiner Oma.

Dass die Handlung auf wahren Begebenheiten beruht, verleiht der Geschichte eine besondere Tiefe und Intensität. Der Wechsel zwischen Vergangenheit und der Gegenwart im Sommer 1993 in Kühlungsborn ist gelungen und verbindet die Erlebnisse der Frauen auf bewegende Weise.

Mich haben vor allem die Charaktere beeindruckt – stark, verletzlich und menschlich. Ihre Verbundenheit, ihr Durchhaltevermögen und ihr stiller Widerstand bleiben mir lange im Gedächtnis. Dieses Buch ist nicht nur ein Stück Zeitgeschichte, sondern auch eine eindringliche Erzählung über Freundschaft, Mut und die Kraft des Erinnerns. Ich habe dieses Buch schon sämtlichen Freundinnen empfohlen. Das nächste Buch der Autorin wird sofort auf meinem Wunschzettel landen.

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Veröffentlicht am 05.01.2026

Außergewöhnlich gutes Buch!

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
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Von ib

Das Buch "Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" von der Autorin Alena Schröder hat mich sehr berührt. Es wird die Geschichte von zwei Frauen in unterschiedlichen Zeitebenen, deren Leben ...

Von ib

Das Buch "Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" von der Autorin Alena Schröder hat mich sehr berührt. Es wird die Geschichte von zwei Frauen in unterschiedlichen Zeitebenen, deren Leben durch Verlust, Suche und Hoffnung geprägt sind, erzählt. Durch die Erzählungen meiner Oma, die sich teilweise in dem Buch widerspiegelten, fühlte ich mich den beiden Frauen sehr nah.

Besonders Hannahs Geschichte hat mich sehr bewegt. Dieses Gefühl, nicht mitzukommen, festzustecken, während das Leben der anderen scheinbar mühelos weitergeht, ist so ehrlich und feinfühlig beschrieben, dass es lange in mir nachgewirkt hat. Aber auch Marlens Erlebnisse, eingebettet in die Zeit nach dem Krieg, sind voller stiller Stärke und berührender Momente und in der Hoffnung, sie niemals selbst erleben zu müssen.

Alena Schröders Sprache ist berlinerisch warm (ich wusste als Berlinerin sofort wovon sie sprach!) bildhaft, farbig und voller Gefühl, ohne aufgesetzt zu wirken. Sie schafft es, schwere Themen mit Leichtigkeit zu erzählen, kleine Lichtblicke einzuflechten und den Leser immer wieder zum Innehalten zu bringen. Dieses Buch erzählt nicht nur eine Geschichte, sondern stellt Fragen nach Identität, Herkunft und dem eigenen Platz im Leben.

Für mich war das Buch intensiv und ich habe es buchstäblich "aufgesogen". Es ist der dritte Teil von einer zusammenhängende Romanreihe. Ich bemerkte es erst im nachhinein. Der Leser kann dieses Buch zu jeder Zeit unabhängig von den vorhergehenden beiden Büchern lesen. Im übrigen ist das Buchcover eine richtige Augenweide, wunderschön anzusehen!

Ich hoffe, die Autorin schreibt die Geschichte weiter. Ich würde gern weiter dem Leben von Hannah teilhaben!

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