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Veröffentlicht am 08.02.2026

Wer war Eddie?

Stranger Things: Der Flug des Ikarus
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Wer war Eddie?

Ich habe erst recht spät begonnen, Stranger Things zu schauen, doch dann war ich sehr fasziniert davon. Als ich dann gesehen habe, dass es noch Bücher rund um Protagonisten und Vorgeschichten ...

Wer war Eddie?

Ich habe erst recht spät begonnen, Stranger Things zu schauen, doch dann war ich sehr fasziniert davon. Als ich dann gesehen habe, dass es noch Bücher rund um Protagonisten und Vorgeschichten gibt, wollte ich diese natürlich direkt lesen.
Aktuell gibt es drei Bücher, geschrieben von unterschiedlichen Autoren. So kann man sie unabhängig voneinander lesen, da sie nicht aufeinander aufbauen.

Ich habe mich nun für die Geschichte von Eddie entschieden, da ich ihn wirklich sehr gemocht hatte.

Es ist das Jahr 1984 und Eddie Munson will Hawkins nach dem Schulabschluss endlich verlassen. Halt geben ihm nur der Hellfire Club und seine Band. Als er die Chance auf eine Musikkarriere in Los Angeles bekommt, braucht er dringend Geld für ein Demoband. Dafür wendet er sich an seinen Vater und gerät durch dessen kriminelle Geschäfte immer tiefer in die dunklen Abgründe von Hawkins.

Ich fand es so schön mehr von Eddie zu lesen und seine Geschichte etwas näher gebracht zu bekommen. Seine Gedanken und Gefühle zu lesen hat mich sehr mitgenommen, denn wenn man weiß, wie es endet, hat man doch einen kleinen Kloß im Hals. Aber mit dieser Geschichte ist er nun unsterblich und man kann sie immer wieder lesen.

Der Schreibstil ist kurzweilig und lässt einen als Leser direkt in die Geschichte eintauchen. Ja, durch die Serie kann man sich einige Figuren schon vorstellen, aber die Autorin schafft es dennoch außerhalb davon, eine sehr schöne Welt zu erschaffen, die einen zurück in die 80er katapultiert.

Für alle Fans der Serie und von Eddie sollten das Buch definitiv lesen!

ISBN: 978-3328111535
Autor: Caitlin Schneiderhahn
Verlag: Penguin
ET: 08.10.25
Umfang: 368 Seiten

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Ein weiterer spannender Fall

Dorn. Ruf der Toten
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Ein weiterer spannender Fall

Nach Zimmer 103, begeben wir uns nun in ein weiteres Zimmer des alten Hotels. Ein neuer Fall wartet auf Simon Dorn, auch wenn er es eigentlich erst gar nicht wollte. Eine ...

Ein weiterer spannender Fall

Nach Zimmer 103, begeben wir uns nun in ein weiteres Zimmer des alten Hotels. Ein neuer Fall wartet auf Simon Dorn, auch wenn er es eigentlich erst gar nicht wollte. Eine mysteriöse Nachricht lässt ihn neugierig werden. Denn in einem Raum seiner Cold Case Fälle wartet ein sehr ähnlicher Fall auf seine Aufklärung. Was haben sie miteinander zu tun?

Schon die Idee, das alte Hotel und die Zimmer für ungeklärte Fälle zu nutzen, hat mich im ersten Teil begeistert und auch jetzt werden wir mit einem zuerst recht mysteriösen Fall vertraut gemacht.

Der Schreibstil ist kurzweilig, spannend und mitreißend. Es gibt ruhigere Stellen und dann ein paar, bei denen man kurz aufhört zu atmen, da man sonst denkt, etwas zu verpassen und seine ganze Aufmerksamkeit reinsetzt.

Der Fall selbst war gut durchdacht, auch wenn ich mir so ein, zwei kleine Twists schon denken konnte. Was aber für mich kein Problem war, denn an sich freut man sich als Thrillerleser ja auch, wenn man etwas kombinieren und “ermitteln” kann.

Es waren diesmal für mich etwas zu viele Protagonisten, die wir verfolgt haben. An sich mag ich verschiedene Perspektiven immer sehr, aber diesmal hat es mich teilweise eher verwirrt. Aber das ist tatsächlich mein einziger, kleiner Kritikpunkt. Ansonsten hatte ich sehr viel Lesevergnügen und habe mit gerätselt.

ISBN: 978-3328113249
Autorin: Jan Beck
Verlag: Penguin
ET: 21.01.26
Umfang: 480 Seiten

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Rebellion

Shinwa. Stimmen der Nebelwälder
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Rebellion

Wir alle kennen, bzw. haben zumindest schon einmal von Samurais gehört. Doch wusstet ihr, dass es auch weibliche Samurai gab? Davon berichtet Christian Gerhard in seinem Buch.

Wir befinden ...

Rebellion

Wir alle kennen, bzw. haben zumindest schon einmal von Samurais gehört. Doch wusstet ihr, dass es auch weibliche Samurai gab? Davon berichtet Christian Gerhard in seinem Buch.

Wir befinden uns im Japan des 18. Jahrhunderts. Hier wächst die Bauerntochter Aoi unter der harten Herrschaft von Shogun und Fürsten auf. Heimlich lernt sie zu schreiben und träumt davon, als Geschichtenerzählerin Hoffnung zu verbreiten. Doch dann bricht ein Vulkan aus und der führt zu Missernten und zu einer verheerenden Hungersnot, bei der Aoi fast ihre gesamte Familie verliert. Als die abtrünnige Samurai Himari auftaucht, keimt neue Hoffnung im Dorf. Zwischen Aoi und Himari entwickelt sich eine enge Freundschaft, die ihr Leben und ihren Kampf für Gerechtigkeit nachhaltig prägt.

Wir lesen die Geschichte aus vielen Perspektiven und bekommen so einen noch intensiveren Einblick in die Geschichte und die Gedankenwelten der einzelnen Personen. Mit manchen sympathisiert man direkt und manche möchte man am liebsten direkt streichen. Auch die Beschreibung der Personen fand ich sehr gut und manchmal wollte ich sie einfach nur in den Arm nehmen.

Was man wissen sollte - die Beschreibungen der Kämpfe und auch Tode sind wirklich sehr explizit und werden nicht ausgeschmückt. Es ist manchmal hart zu lesen und wer das nicht möchte, sollte hier doch eher Abstand nehmen.

Für die, die sich (wie ich) nicht ganz so gut mit der japanischen Kultur und ihren Begriffen auskennen, gibt es am Ende ein kleines Glossar. Das finde ich immer sehr hilfreich. Zu Beginn hätte ich auch gern eines zu den Personen gehabt, doch im Laufe des Buches ging es dann und ich konnte alle zuordnen.

Es ist der erste Teil einer Dilogie und ich werde nun ganz sicher auch den zweiten Teil lesen, um zu erfahren, wie es weiter- und vor allem ausgehen wird.

ISBN: 978-3426562086
Autor: Christian Gerhard
Verlag: Knaur
ET: 01.04.25
Umfang: 496 Seiten

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Wenn das Leben schwerer fällt...

Wenn die Kraniche nach Süden ziehen
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Wenn das Leben schwerer fällt…

…ist es dennoch noch lange nicht zu Ende.

Bo ist 89 und lebt seit der Einweisung seiner demenzkranken Frau zusammen mit seinem Hund Sixten. Doch sein Sohn Hans traut ihm ...

Wenn das Leben schwerer fällt…

…ist es dennoch noch lange nicht zu Ende.

Bo ist 89 und lebt seit der Einweisung seiner demenzkranken Frau zusammen mit seinem Hund Sixten. Doch sein Sohn Hans traut ihm wenig zu und will ihm den Hund wegnehmen. Dabei ist dieser Bos wichtigste Stütze. Aus Angst vor diesem Verlust blickt Bo auf sein Leben zurück und erinnert sich an Unternehmungen mit seiner Frau und andere Ereignisse.

Diese werden in der Erzählung der Geschichte so gut und unauffällig eingefügt, dass man gar nicht mitbekommt, wie der Übergang war. Da wird Bezug auf eine alte Fotografie genommen und plötzlich sind wir auch als Leser mittendrin in der Erinnerung. Solche fließende Übergänge habe ich tatsächlich bisher sehr selten gelesen.

Über einen Zeitraum von ca. 5 Monaten begleiten wir Bo und sein Leben. Da er von Pflegern betreut wird, lesen wir zwischendurch auch die kleinen Bucheinträge, die sie für seinen Sohn bzw. andere Pflegekräfte hinterlassen. Das lockert es zwischendurch auf und gibt uns noch einen anderen Blick auf die Situation als nur die von Bo.

Doch diese ist schon sehr intensiv. Oft wollte ich ihn einfach nur in den Arm nehmen und für ihn da sein. Denn auch wenn es körperlich nicht mehr so gut geht, möchte er doch noch sein Leben leben und das vor allem mit seinem Begleiter. Und ich kann verstehen, dass er ihn nicht weggeben möchte. Er ist eine konstante und der Grund weiterzumachen.

Es wird ein Leben erzählt. Intensiv, aber dennoch ohne dass es in Voyeurismus abdriftet. Man fühlt mit und kann die Geschichte begleiten, ohne zu kitschig zu werden. Die Autorin versteht es definitiv, mit Worten umzugehen.

Von mir eine ganz klare Empfehlung!

ISBN: 978-3442762965
Autorin: Lisa Ridzen
Verlag: btb
ET: 21.01.26
Umfang: 384 Seiten

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Bildgewaltige Fantasy

Die Stadt der singenden Flamme
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Bildgewaltige Fantasy

Der Festa Verlag veröffentlicht nach und nach einige klassische Fantasybücher. Nachdem ich bereits “Solomon Krane” gelesen habe, kam nun “Die Stadt der singenden Flamme” dran. Zuerst ...

Bildgewaltige Fantasy

Der Festa Verlag veröffentlicht nach und nach einige klassische Fantasybücher. Nachdem ich bereits “Solomon Krane” gelesen habe, kam nun “Die Stadt der singenden Flamme” dran. Zuerst veröffentlicht in 1931 und nun, fast 100 Jahre später, gibt es diese schöne Neuauflage. Und bei all den tollen Neuerscheinungen lohnt sich dennoch immer ein Blick zurück.

Geschrieben von Clark Ashton Smith, einem Freund von H. P. Lovecraft. Und genau das scheint ihm zum Verhängnis zu werden, denn von ihm habe ich bis zu diesem Buch nichts gewusst und das ist wirklich schade. Denn ich habe mich in dem Buch und der wunderschönen Sprache verloren. Noch nie habe ich so viel markiert, weil ich die Sätze und Beschreibungen in Erinnerungen behalten möchte.

“In den Zwischenräumen zwischen den Türmen nahm ich eine Vielzahl glimmender, rastlos wogender Partikel wahr, gleich einer Armee widerspenstiger Atome, und fragte mich, ob es sich womöglich um lebende Wesen handelte.” (S.45)

Das Buch enthält mehrere Erzählungen, die zwischen Fantasy, Horror und früher Science Fiction wechseln.
Zu Beginn lesen wir die titelgebende Geschichte, in der ein Erzähler durch ein geheimnisvolles Portal in eine bizarre Welt gelangt, die von einer rätselhaften singenden Flamme beherrscht wird. Die Stadt wirkt zugleich faszinierend und bedrohlich. Doch die Gefahr geht dabei weniger von konkreten Monstern aus als von einem Gefühl, das man gar nicht konkret fassen kann. Smith schafft es auf eine ganz eigene Art und Weise den Leser in den Bann zu ziehen. Ich bin ohne große Erwartung an das Buch gegangen und habe es von den ersten Seiten geliebt.
Was man jedoch nicht erwarten sollte, sind ein eindeutiger Handlungsstrang oder großartige Erklärungen. Es spielt sich viel im Kopf und der eigenen Fantasie ab. Seine Sprache ist üppig, bildreich und stellenweise bewusst überladen und die Geschichten entfalten sich langsam.

Das Buch mag kein leichter Einstieg in die Fantasy sein, aber ein lohnender Leser, die Freude an atmosphärischer, ungewöhnlicher Literatur haben.

ISBN: 978-3986762360
Autorin: Clark Ashton Smith
Verlag: Festa
ET: 24.09.25
Umfang: 368 Seiten

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