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VerenaStahl

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.10.2023

Information und Wissen unterhaltsam verpackt

Die Superkräfte der Vögel
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Dass es sich hier nicht um ein klassisches Sach- oder Bestimmungsbuch handelt, wird schon durch das knallige, auffällige Cover klar.
Der Schreibstil ist recht locker und flüssig zu lesen. Nicht nur wissenschaftliche ...

Dass es sich hier nicht um ein klassisches Sach- oder Bestimmungsbuch handelt, wird schon durch das knallige, auffällige Cover klar.
Der Schreibstil ist recht locker und flüssig zu lesen. Nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse werden behandelt, sondern auch persönliche Beobachtungen der Autorin finden ihren Platz. Wissen und Informationen wurden so unterhaltsam verpackt, dass das Lesen und Lernen Spaß gemacht hat.

Die Gestaltung des Buchinneren ist sehr abwechslungsreich. Zwischen den Texten finden sich thematisch passende farbige Fotos sowie schöne, bunte Illustrationen. Auch die Autorin selbst wurde dabei zeichnerisch umgesetzt. Zwischendurch gibt es immer mal wieder Fun Facts und Highlights, die sich vom Rest des Textes absetzen.

Man merkt, dass die Autorin sehr viel Liebe hineingesteckt hat und ihr das Thema Vögel wirklich am Herzen liegt. Sie hat es geschafft, mich mit ihrer Begeisterung anzustecken und anzuregen, sich mehr mit seiner Umwelt auseinander zu setzen. Das, was wir oft als selbstverständlich erachten, ist näher betrachtet absolut faszinierend und es wert, dass wir uns damit ausführlicher beschäftigen.

Ein großer Pluspunkt ist außerdem, dass der Fokus auf bei uns einheimischen Vögeln liegt. So hat man die Anschauungsobjekte direkt vor der Nase.

Auch wenn man schon Einiges über Vögel weiß, kann wahrscheinlich jeder mit diesem Buch noch etwas lernen. Es ist für Ornithologie-Einsteiger ebenfalls bestens geeignet, Vorwissen überhaupt nicht nötig.
Es sollte aber jedem bewusst sein, dass es sich hierbei nicht um eine wissenschaftliche Arbeit mit Quellenangaben oder ein klassisches Sachbuch handelt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.01.2026

Wem kann Viola noch vertrauen?

Das Signal
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Ich mag die Bücher von Ursula Poznanski generell sehr gerne und auch dieses hat mich nicht enttäuscht. Es ist aus der Ich-Perspektive von Viola geschrieben, sodass der Leser immer auf demselben Wissensstand ...

Ich mag die Bücher von Ursula Poznanski generell sehr gerne und auch dieses hat mich nicht enttäuscht. Es ist aus der Ich-Perspektive von Viola geschrieben, sodass der Leser immer auf demselben Wissensstand wie sie ist. Das Buch startet direkt mit ihrem Aufwachen im Krankenhaus nach der Amputation ihres Beines, sodass man von Anfang an quasi direkt mit dabei ist.

Es stellt sich immer wieder die Frage, wem Viola vertrauen kann, denn auch sie selbst hat einige Erinnerungslücken bezüglich des Unfalls und die Personen um sie herum verhalten sich zum Teil seltsam.

Sie ist eine starke Protagonistin, lässt sich von niemandem reinreden und möchte so schnell wie möglich ihre Selbstständigkeit zurückerlangen.

Zwischendrin flacht der Spannungsbogen zwar ein bisschen ab, aber durch den angenehmen Schreibstil kommt man auch darüber schnell hinweg. Es war kurzweilig, mitzuüberlegen, was hinter allem steckt.

Einige Punkte waren schon etwas vorhersehbar, trotzdem konnte mich das Buch gut unterhalten. Es ist kein wirklich actionreicher oder blutrünstiger Thriller, sondern zeichnet sich eher durch subtile, unterschwellige Gefahr aus.

Veröffentlicht am 12.12.2025

Subtile Spannung im Nachkriegsberlin

Die weiße Nacht
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Die Autorin hat einen sehr bildhaften Schreibstil, sodass man sich direkt ins Nachkriegs-Berlin versetzt fühlt. Sie schafft es wirklich gut, die Probleme und Lebensrealitäten der Menschen zu dieser Zeit ...

Die Autorin hat einen sehr bildhaften Schreibstil, sodass man sich direkt ins Nachkriegs-Berlin versetzt fühlt. Sie schafft es wirklich gut, die Probleme und Lebensrealitäten der Menschen zu dieser Zeit darzustellen, wie Hunger, Kälte, Traumata und Zerstörung. Sehr interessant war außerdem, vor welche Herausforderungen die Polizei in diesen Tagen stand, sei es fehlende Ausrüstung oder generell die Organisation. Ich mag es zudem, wenn man historische Orte, die nicht so bekannt sind, und deren – wenn auch oftmals traurige – Geschichte kennenlernt.

Insgesamt hat mir allerdings für einen Krimi etwas die Spannung gefehlt. Die Opfer sind für mich recht blass geblieben, da man nicht allzu viel und wenn dann nur Oberflächliches von ihnen erfährt und es auch keine Rückblicke oder Perspektiven von ihnen gibt. So kam es bei mir nicht zu einem richtigen Mitfiebern, sondern ich habe es mehr als historischen Roman mit polizeilichen Ermittlungen gelesen.

Man sollte im Hinterkopf behalten, dass das der erster Band einer Reihe ist. Dementsprechend gab es auch Handlungsstränge, die zu der Geschichte nichts beigetragen haben, aber vermutlich in einem späteren Band relevant werden. Dazu gehört auch ein kleiner Cliffhanger am Ende, der neugierig auf mehr macht.

Wenn man nicht mit der Erwartungshaltung herangeht, einen super spannenden Krimi vor sich zu haben, ist es ein interessanter und empfehlenswerter historischer Roman.

Veröffentlicht am 01.12.2025

Perfekter Thriller für die Winterzeit

Eisnebel
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Ich mag einfach Thriller in einem Closed Setting und dieses hier passt perfekt zur Jahreszeit. Die Geschichte spielt (bis auf ein paar Rückblicke in die Vergangenheit) hauptsächlich im Winter auf dem abgelegenen ...

Ich mag einfach Thriller in einem Closed Setting und dieses hier passt perfekt zur Jahreszeit. Die Geschichte spielt (bis auf ein paar Rückblicke in die Vergangenheit) hauptsächlich im Winter auf dem abgelegenen Anwesen der Daltons, natürlich ohne Handyempfang.

Dort will Connor seiner Familie seine Verlobte Theodora vorstellen. Die Familiendynamik ist ganz interessant, denn die Familienmitglieder sind aufgrund der kurzen Kennenlernzeit natürlich erstmal skeptisch.

Theodora kann sich an fast nichts aus ihrer frühestens Kindheit erinnern. Zusammen mit ihr erlebt man immer wieder Träume und Flashbacks und nach und nach ergeben die Puzzleteile ein großes Ganzes.

Den Schreibstil fand ich super und schnell zu lesen. Alles ist sehr atmosphärisch und düster beschrieben, sodass man sich gut in die Szenerie hineinversetzen kann. Der Anfang zieht sich ein wenig, aber es lohnt sich dranzubleiben. Es gilt viele Familiengeheimnisse aufzuklären und Verstrickung aufzudröseln und es stellt sich immer wieder die Frage, wem man vertrauen kann.

Für die Fünf-Sterne-Bewertung hat mir das gewisse Etwas gefehlt, trotzdem kann ich das Buch für kalte Wintertage nur empfehlen.

Veröffentlicht am 02.11.2025

Tapfere und selbstlose Frauen in schrecklichen Zeiten

Wir dachten, das Leben kommt noch
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Ich habe ein bisschen gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen. Die ersten ca. 100 Seiten haben sich gezogen, da noch nicht wirklich viel passiert ist. Danach konnte ich das Buch allerdings kaum aus ...

Ich habe ein bisschen gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen. Die ersten ca. 100 Seiten haben sich gezogen, da noch nicht wirklich viel passiert ist. Danach konnte ich das Buch allerdings kaum aus der Hand legen.

Die Autorin erzählt auf zwei Zeitebenen: 1998 als Gegenwartsebene und während des Zweiten Weltkriegs. Dabei ist die Geschichte nur in Teilen fiktiv. Auch Personen, die wirklich gelebt haben, kommen darin vor.

Es werden eher weniger explizite Szenen des Krieges geschildert. Der Fokus liegt mehr auf dem alltäglichen Leben einer englischen SOE-Agentin im besetzten Frankreich, so alltäglich es eben sein kann. Trotzdem werden die schrecklichen Schicksale, Ängste und Entbehrungen der Menschen mehr als deutlich.

Ich fand das Thema super spannend, von der Rekrutierung der Agentinnen über ihre Ausbildung bis hin zu ihrem eigentlichen Einsatz. Die Geschichte macht durch tapfere und selbstlose Frauen in schrecklichen Zeiten Mut. Auch die Rolle der BBC im zweiten Weltkrieg war interessant.

Es tauchen sehr viele Personen auf, teilweise mit Decknamen. Zum Glück gibt es aber am Ende des Buches ein Personenverzeichnis, das sehr hilfreich ist.

Man braucht für dieses Buch schon etwas mehr Konzentrationen, um allen Verstrickungen und Namen folgen zu können. Trotzdem würde ich es jedem empfehlen, der sich für das Thema des Zweiten Weltkriegs interessiert.