Abschluss der Bristol Keats-Reihe
The Last Wish of Bristol Keats„The Last Wish of Bristol Keats“ ist der zweite und abschließende Band der Bristol-Keats-Dilogie von Mary E. Pearson und führt erneut nach Elfheim zurück.
Ich habe etwas gebraucht, um wieder vollständig ...
„The Last Wish of Bristol Keats“ ist der zweite und abschließende Band der Bristol-Keats-Dilogie von Mary E. Pearson und führt erneut nach Elfheim zurück.
Ich habe etwas gebraucht, um wieder vollständig in die Geschichte hineinzufinden, war dann aber schnell wieder in der atmosphärischen Welt angekommen. Der Schreibstil ist wie schon im ersten Band sehr flüssig gehalten. Elfheim wirkt weiterhin magisch, düster und gefährlich, und die Stimmung der Geschichte trägt viel zur Wirkung bei.
Bristol und Tyghan stehen diesmal vor noch größeren Entscheidungen. Ihre Beziehung ist nicht mehr geheim, bringt aber neue Konflikte mit sich. Besonders Bristols innere Zerrissenheit – die Angst vor ihrer eigenen Magie und davor, sich in ein Monster zu verwandeln – fand ich gut umgesetzt. Auch die familiären Themen, vor allem rund um ihre Eltern, nehmen einen großen Raum ein und verleihen der Geschichte emotionale Tiefe.
Allerdings wirkte die Handlung auf mich stellenweise etwas unausgeglichen. Während sich einige Passagen sehr ausführlich anfühlen, überschlagen sich die Ereignisse zum Ende hin recht stark. Manche Wendungen kamen für mich etwas plötzlich und hätten mehr Raum gebraucht, um ihre emotionale Wirkung voll zu entfalten. Auch Bristols Handlungen empfand ich teilweise als überstürzt, was sie stellenweise etwas kurzsichtig wirken ließ – auch wenn der enorme Druck, unter dem sie steht, das zumindest teilweise erklärt.
Die Romantik zwischen Bristol und Tyghan konnte mich gut unterhalten, jedoch hätten mir offenere Gespräche an manchen Stellen besser gefallen. Stattdessen sorgen Missverständnisse häufiger für unnötige Spannung.
Insgesamt ist es ein atmosphärischer, emotionaler Abschluss mit interessanten Figuren, der für mich jedoch sein volles Potenzial nicht ganz ausschöpft.