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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.01.2026

Ein Buch mit wertvollen Werten

Fia & die Herzensbande 2. Volle Fahrt ins Abenteuer
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Jetzt mal Hand aufs Herz: Wer wird bei solch einem farbenfrohen, ansprechend illustrierten Cover bitte nicht schwach? Meine große Tochter (7 Jahre alt) und ich sind diesem vollkommen verfallen.

Ich muss ...

Jetzt mal Hand aufs Herz: Wer wird bei solch einem farbenfrohen, ansprechend illustrierten Cover bitte nicht schwach? Meine große Tochter (7 Jahre alt) und ich sind diesem vollkommen verfallen.

Ich muss zugeben, dass uns erst beim Lesen des ersten Kapitels aufgefallen ist, dass es sich hierbei bereits um das zweite Buch der Herzensbande handelt. Aber ganz ehrlich? Die Geschichte führte uns so liebevoll in die Handlung ein, dass wir sofort mitten drin waren. Die Kinder werden im ersten Kapitel nochmals vorgestellt, sodass man sie direkt mit ihren Eigenheiten kennt und weiß, was auf einen zukommt. Hierbei ist schön, dass die Bande sich durch Verschiedenheit auszeichnet und dadurch präsentiert, dass auch Unterschiede zu einer Einheit und zum Zusammenhalt führen können. Auch der inklusive Charakter spielt in diesem Buch eine Rolle, denn eines der Mitglieder hat Trisomie 21 – da man dies jedoch in kaum einer Geschichte wirklich merkt, wird gezeigt, dass auch diese Besonderheit absolut nicht einschränkt.

Die gesamte Geschichte ist aus der Sicht von Fia, einem Mitglied der Herzensbande, geschrieben. Durch den einfachen, kindlichen Sprachgebrauch mit zahlreichen Neologismen wirkt diese Sichtweise unglaublich authentisch. Mit viel Witz – auch für uns Erwachsene – brachten uns die kurzen Geschichten regelmäßig ein Grinsen auf das Gesicht. Jede Geschichte umfasst etwa 10 Seiten, weshalb sich das Vorlesebuch auch wunderbar als Gute-Nacht-Lektüre eignet. Was mir etwas missfällt, ist, dass das Wörtchen „nichts“ dauerhaft in der fehlerhaften Schreibweise „nix“ geschrieben wird. Meine große liest einige Passagen allein. Da Lesen bekanntlich zum Rechtschreiblernen beiträgt, ist diese Falschschreibung natürlich weniger förderlich.

Die Herzensbande hat es sich zur Mission gemacht, anderen zu helfen: So helfen sie einem alten Mann vom Baum, überraschen Fias Mama mit einer eigenwilligen Kuchenkreation und besonderer Anrichtung, gehen auf Kuscheltiersuche oder zähmen eine Ordnungsliebhaberin im Land Tohuwabohu. Jede Geschichte vermittelt wertvolle Werte. So lernen die Kinder, dass Mut belohnt wird und, dass Ordnung Spaß bereitet (weil es viel lustiger ist, ein ordentliches Zimmer zu verwüsten). Außerdem wird die Leistung von Mamas honoriert, aber auch gezeigt, wie wichtig Hilfsbereitschaft ist (auch wenn diese zu Brötchen in Kohleform führen kann).

Die zahlreichen farbenfrohen Illustrationen unterstützen die Geschichte, indem wichtige Passagen visualisiert werden. Gleichzeitig bieten diese Illustrationen wunderbare Sprechanlässe und meine Töchter haben nicht nur einmal eigene Geschichten zu den Bildern erzählt.

Zusammenfassend sind wir ganz angetan von den liebevoll dargebotenen Abenteuern der Herzensbande, die nicht nur den Kindern, sondern auch usn Eltern immer ein Lächeln auf das Gesicht gezaubert haben. Unsere Lieblingsgeschichte ist übrigens jene über die „bestete“ Mama der Welt! Wir werden auch den ersten Band der Reihe lesen, können dieses Buch sehr weiterempfehlen und freuen uns außerdem auf weitere Abenteuer von Fia, Pippo & Co!

Veröffentlicht am 25.01.2026

Düsterer Reihenauftakt mit starken Ideen und kleinen Schwächen

The Ordeals
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The Ordeals hat mich von Beginn an durch seine düstere Atmosphäre und das gefährliche Magiesystem gefesselt, denn hier ist Magie kein Geschenk, sondern ein Fluch, dem man sich nur unter hohem persönlichem ...

The Ordeals hat mich von Beginn an durch seine düstere Atmosphäre und das gefährliche Magiesystem gefesselt, denn hier ist Magie kein Geschenk, sondern ein Fluch, dem man sich nur unter hohem persönlichem Einsatz entziehen kann. Die Geschichte rund um Sophia DeWinter, die durch einen magischen Blutsbund an den sogenannten Sammler gebunden ist, lebt von einem permanenten Gefühl der Bedrohung und der Hoffnung auf Freiheit, die einzig durch die Aufnahme an der Elite-Akademie Killmarth erreichbar scheint.

Schon früh wird deutlich, dass diese Akademie kein sicherer Zufluchtsort ist, sondern der Schauplatz tödlicher Prüfungen, in denen nur die Stärksten überleben. Die abgelegene Insel, die strengen Regeln, die Rivalitäten unter den Kandidaten und die immer präsente Gefahr schaffen eine dichte, beklemmende Stimmung, die sich konsequent durch den gesamten Roman zieht und mir nicht nur einmal eine wahre Gänsehaut beschert hat.

Sophia habe ich als glaubwürdige und kämpferische Protagonistin wahrgenommen, deren Entwicklung nachvollziehbar erzählt wird, auch wenn sie emotional manchmal etwas distanziert bleibt. Ihre Beziehungen zu den anderen Figuren, insbesondere zu Alden, sorgen für zusätzliche Spannung, wobei ich mir hier stellenweise mehr Tiefe und weniger Vorhersehbarkeit gewünscht hätte.

Die Ordeals selbst sind abwechslungsreich, gut durchdacht und vermitteln echte Konsequenzen, was den Roman für mich besonders spannend gemacht hat, da jederzeit klar ist, dass Fehler tödlich enden können. Gleichzeitig gab es Passagen, in denen mir das Erzähltempo etwas unausgeglichen erschien und ich mir mehr Hintergrundinformationen zur magischen Gesellschaft und ihren Machtstrukturen gewünscht hätte. Auch der romantische Anteil fügt sich nicht immer ganz stimmig in die düstere Grundstimmung ein und hätte für meinen Geschmack subtiler ausgearbeitet werden können.

Trotz dieser Kritikpunkte hat mich The Ordeals bis zum Ende gut unterhalten, denn die Mischung aus Dark Fantasy, tödlichen Prüfungen und einer starken Grundidee funktioniert insgesamt sehr überzeugend. Für Fans von düsteren Akademie-Settings und Geschichten mit hohen Einsätzen ist dieser Reihenauftakt definitiv lesenswert und für mich solide vier Sterne wert.

Veröffentlicht am 12.01.2026

Frauen, Freundschaft und Selbstbestimmung

Was vor uns liegt
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Ich habe "Lebensbande" von Mechtild Borrmann mit großem Interesse gelesen, weil mich Geschichten über den Zweiten Weltkrieg und die Zeit danach immer besonders ansprechen. Borrmann erzählt die Lebenswege ...

Ich habe "Lebensbande" von Mechtild Borrmann mit großem Interesse gelesen, weil mich Geschichten über den Zweiten Weltkrieg und die Zeit danach immer besonders ansprechen. Borrmann erzählt die Lebenswege dreier Frauen - Lene, Nora und Lieselotte - deren Schicksale sich über Jahrzehnte hinweg immer wieder berühren. Der Erzählstil ist klar und unaufgeregt, was es mir leicht gemacht hat, den verschiedenen Perspektiven zu folgen, ohne dass die Handlung überladen oder zu dramatisch wirkt. Schon nach wenigen Kapiteln war ich so in die Geschichten der Frauen vertieft, dass ich die Zeit und die unterschiedlichen Schauplätze beinahe vergessen habe.

Besonders beeindruckend fand ich die Schilderungen der Zeit im Gulag und wie die Freundschaft zwischen den Protagonistinnen dadurch gestärkt wird. Die Szenen sind eindringlich beschrieben, ohne übertrieben zu wirken und die Verbindung von historischen Fakten mit den fiktiven Lebenswegen gibt der Geschichte Tiefe und macht die Zeitgeschichte für mich sehr greifbar.

Einige Dinge haben mich jedoch etwas gestört, weshalb ich vier statt fünf Sterne vergebe. An manchen Stellen wirkte die Erzählung etwas langgezogen, da sich Handlungselemente aus unterschiedlichen Perspektiven wiederholen und der Lesefluss dadurch leicht gebremst wird. Auch hätte ich mir bei einigen Figuren noch mehr Einblicke in ihre Gefühle gewünscht, um ihre Entscheidungen und Entwicklungen noch intensiver nachfühlen zu können.

Insgesamt ist "Lebensbande" für mich ein bewegender, gut recherchierter Roman über Freundschaft, Mut und die Kraft von Beziehungen in schwierigen Zeiten. Die Geschichte hat mich über weite Strecken gefesselt und immer wieder zum Nachdenken gebracht, vor allem darüber, wie unterschiedlich Menschen auf große Herausforderungen reagieren. Für Leserinnen und Leser, die persönliche Geschichten im Kontext großer Geschichte schätzen, ist dieses Buch auf jeden Fall eine lohnende Lektüre.

Veröffentlicht am 12.01.2026

Ein klar erzählter Roman über starke Frauen

Lebensbande
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Ich habe "Lebensbande" von Mechtild Borrmann mit großem Interesse gelesen, weil mich Geschichten über den Zweiten Weltkrieg und die Zeit danach immer besonders ansprechen. Borrmann erzählt die Lebenswege ...

Ich habe "Lebensbande" von Mechtild Borrmann mit großem Interesse gelesen, weil mich Geschichten über den Zweiten Weltkrieg und die Zeit danach immer besonders ansprechen. Borrmann erzählt die Lebenswege dreier Frauen - Lene, Nora und Lieselotte - deren Schicksale sich über Jahrzehnte hinweg immer wieder berühren. Der Erzählstil ist klar und unaufgeregt, was es mir leicht gemacht hat, den verschiedenen Perspektiven zu folgen, ohne dass die Handlung überladen oder zu dramatisch wirkt. Schon nach wenigen Kapiteln war ich so in die Geschichten der Frauen vertieft, dass ich die Zeit und die unterschiedlichen Schauplätze beinahe vergessen habe.

Besonders beeindruckend fand ich die Schilderungen der Zeit im Gulag und wie die Freundschaft zwischen den Protagonistinnen dadurch gestärkt wird. Die Szenen sind eindringlich beschrieben, ohne übertrieben zu wirken und die Verbindung von historischen Fakten mit den fiktiven Lebenswegen gibt der Geschichte Tiefe und macht die Zeitgeschichte für mich sehr greifbar.

Einige Dinge haben mich jedoch etwas gestört, weshalb ich vier statt fünf Sterne vergebe. An manchen Stellen wirkte die Erzählung etwas langgezogen, da sich Handlungselemente aus unterschiedlichen Perspektiven wiederholen und der Lesefluss dadurch leicht gebremst wird. Auch hätte ich mir bei einigen Figuren noch mehr Einblicke in ihre Gefühle gewünscht, um ihre Entscheidungen und Entwicklungen noch intensiver nachfühlen zu können.

Insgesamt ist "Lebensbande" für mich ein bewegender, gut recherchierter Roman über Freundschaft, Mut und die Kraft von Beziehungen in schwierigen Zeiten. Die Geschichte hat mich über weite Strecken gefesselt und immer wieder zum Nachdenken gebracht, vor allem darüber, wie unterschiedlich Menschen auf große Herausforderungen reagieren. Für Leserinnen und Leser, die persönliche Geschichten im Kontext großer Geschichte schätzen, ist dieses Buch auf jeden Fall eine lohnende Lektüre.

Veröffentlicht am 12.01.2026

Mehr Überraschung wäre schön

Storm Singer. Die schwebende Stadt
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"Storm Singer. Die schwebende Stadt" ist ein fantasievoller und gut lesbarer Roman, der mich insgesamt überzeugt hat. Die Geschichte rund um Nargis und ihre besondere Verbindung zu den Elementen ist spannend ...

"Storm Singer. Die schwebende Stadt" ist ein fantasievoller und gut lesbarer Roman, der mich insgesamt überzeugt hat. Die Geschichte rund um Nargis und ihre besondere Verbindung zu den Elementen ist spannend angelegt und hebt sich durch die Idee des Gesangs als Kraftquelle angenehm von anderen Fantasygeschichten ab. Die schwebende Stadt als zentraler Schauplatz ist interessant gestaltet und bietet eine gute Grundlage für die Handlung.

Der Schreibstil ist klar und flüssig, sodass man schnell in die Geschichte hineinfindet. Gerade für jüngere Leserinnen und Leser ist das Buch sehr geeignet, da die Sprache verständlich bleibt und die Handlung zügig voranschreitet. Viele Szenen sind anschaulich beschrieben, ohne zu überladen zu wirken und sorgen dafür, dass man sich die Welt gut vorstellen kann.

Die Hauptfigur ist sympathisch und entwickelt sich im Laufe der Geschichte weiter. Ihre Zweifel, Ängste und Entscheidungen sind nachvollziehbar dargestellt. Einige Nebenfiguren bleiben allerdings eher im Hintergrund und hätten für meinen Geschmack noch etwas mehr Tiefe vertragen. Auch bestimmte Wendungen der Handlung sind nicht völlig überraschend und folgen bekannten Mustern aus dem Fantasygenre.

Trotzdem hat mir das Buch insgesamt viel Lesefreude bereitet. Die Mischung aus Abenteuer, Magie und persönlichen Herausforderungen funktioniert gut und hält die Spannung über weite Strecken aufrecht. "Storm Singer. Die schwebende Stadt" ist ein solides Fantasybuch mit einer schönen Grundidee, das Lust auf mehr macht - auch wenn es an manchen Stellen noch etwas mehr Mut zur Überraschung hätte haben können.