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Veröffentlicht am 09.02.2026

Dystopie mit Spice

To Cage a Wild Bird
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Die Idee für diese Dystopie hat sich spannend angehört, leider konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen.

Spannend, dass es zu einem Bürgerkrieg kam, der durch nuklearen Einsatz beendet wurde und so ...

Die Idee für diese Dystopie hat sich spannend angehört, leider konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen.

Spannend, dass es zu einem Bürgerkrieg kam, der durch nuklearen Einsatz beendet wurde und so Dividium mit seinen 3 Sektoren gegründet wurde mit unterschiedlichen Klassensystem. Jedes Verbrechen, das der Rat als solches ansieht, führt zur Inhaftierung im brutalen Gefängnis Endlock. Das darin die „gesetzestreuen“ Bürger dafür bezahlen können Jagd auf die „Verbrecher“ zu machen war eine spannende Idee.

Raven macht alles, um ihren kleinen Bruder zu schützen, selbst als Kopfgeldjägerin arbeiten. Ich konnte nicht verstehen wie sie, oder die Rebellen der Meinung waren sie kann sich und weitere Personen aus Endlock rausholen. Für mich hat sie keinerlei hilfreiche Daten zu dem Gefängnis erhalten, die ihr im Vorfeld geholfen hätten sich einen Plan zu überlegen.
Vale hat seine Geheimnisse, aber ansonsten ist er von Anfang an von Raven angetan, macht alles, um sie zu schützen.
Bei beiden fehlen mir Ecken und Kanten. Der enemies to lovers Plot der beiden konnte mich leider nicht überzeugen. Irgendwie fahren sie von Anfang an aufeinander ab, obwohl man sich misstraut.
Spice kommt vor, fand ich aber ehr unpassend, in diesem Setting.
Auch die anderen Charaktere fand ich vielversprechend, mir hat aber oft Tiefe gefehlt.

Einiges in dieser Welt wird aufgedeckt, was ein schreckliches Bild zeichnet, wie hier Macht missbraucht wird.
Natürlich haben es die Jagten und das Ermorden in sich, aber trotzdem hat sich für mich die Handlung oft einfach gezogen.
Zu viel an diesem gefährlichen Gefängnis war verwunderlich, hat dafür gesorgt das Probleme leicht gelöst werden konnten ( z.B. Kameras, Zaun, … werden zum Stromsparen abgestellt). Wie man in diesem Gefängnis so offen über Flucht redet, obwohl man doch immer damit rechnen muss belauscht zu werden, vor allem da man sich den Zorn des Aufsehers so zugezogen hat, konnte ich nicht begreifen.

Ich sehe sehr viel Potential hier, aber überzeugen konnte mich dieser Band nicht, da mir die Handlung zu vorhersehbar war.
Leider ist mir alles zu einfach, zu oberflächlich gehalten. Da hatte ich mir mehr erhofft.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Unausgesprochenes, Schuld und gibt es eine zweite Chance?

Die Reise der verlorenen Worte
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Janne ist 33 Jahre alt und arbeitet bei der Post in der intern bezeichneten Abteilung für die Entschlüsselung magischer Briefgeheimnisse. Deren Job ist es unzustellbare Briefe versuchen an den Empfänger ...

Janne ist 33 Jahre alt und arbeitet bei der Post in der intern bezeichneten Abteilung für die Entschlüsselung magischer Briefgeheimnisse. Deren Job ist es unzustellbare Briefe versuchen an den Empfänger weiterzuleiten auch indem das Briefgeheimnis nicht für sie gilt und sie die Briefe öffnen und nach Hinweisen prüfen. Sie liebt diesen Job und geht darin auf. Das ist ihr Lichtblick in einem ansonsten einsamen Leben.
Ihr Leben ändert sich, als eines Tages ein Brief auf ihrem Tisch landet, der für ihren Großvater gedacht ist mit dem Hinweis er sei unbekannt verzogen. So muss sich Janne ihrer Vergangenheit stellen. Nach dem Tod ihrer Eltern kam sie zu ihrem Großvater und jahrelang lebten sie zusammen. Bis es zu einem Streit vor vielen Jahren kam und sie seitdem keinen Kontakt mehr zu ihm hat. Nun begibt sie sich auf die Suche nach ihm und ist bereit sich ihrer Vergangenheit und hoffentlich auch ihrer Zukunft zu stellen.


Eine tolle Idee, die nett geschrieben ist und die ich gerne gelesen habe.
Wir wechseln zwischen der Gegenwart in der wir Janne begleiten und Rückblicken in ihre Vergangenheit.

Die Briefe die hier eingebaut wurden und die Schicksale dahinter haben mir sehr gefallen.

Janne ist ein spannender Charakter, der schon so unglaublich viel durchgemacht hat. Trotzdem konnte ich keine richtige Nähe zu ihr aufbauen, habe sie als außenstehende auf ihrer Reise begleitet. Toll hat mir gefallen, wie sie bei jedem Brief versucht ihn an den Empfänger zu bringen und nicht aufgeben möchte, wie sie teilweise die Schicksale berührt haben.
Den Großvater fand ich sehr spannend, da er sehr wenig gesprochen hat, man ihm aber seine Gefühle angemerkt hat. Diesen Auszug aus dem Roman finde ich sehr passend: „Der alte Mann, der schweigsam war, aber mit kleinen Gesten all das sagte, was er mit Worten nicht vermochte. Der alte Mann, der von Trauer und Schicksalsschlägen gezeichnet war, doch nicht von Gram und Verbitterung.“

Ein schöner Roman, der sich teilweise vielleicht etwas gezogen hat, der für mich aber eine schöne Geschichte über Verlust, Schuld, ungesagtes und hoffentlich eine zweite Chance erzählt.

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Veröffentlicht am 26.01.2026

Wenn das Schicksal über dein Überleben entscheidet

How to Fight Fate: Ist es wahre Liebe, wenn das Schicksal den Seelenpartner vorherbestimmt? Enemies-to-Lovers-Romantasy Young Adult Buch ab 14 Jahren mit Farbschnitt nur in der 1. Auflage (Fate Dilogie, Bd. 1)
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Endlich meint Kiana dem Leid ihres bisherigen Lebens entkommen zu können, nun da sie einen Seelenpartner erhalten wird und durch das gemeinsame Seelenband mehr Kräfte entwickeln wird, als sie bisher als ...

Endlich meint Kiana dem Leid ihres bisherigen Lebens entkommen zu können, nun da sie einen Seelenpartner erhalten wird und durch das gemeinsame Seelenband mehr Kräfte entwickeln wird, als sie bisher als Schicksalsnovizin hat.
Endlich kann sie dann den Mord an ihren Eltern rächen und in den Krieg eingreifen. Seit 300 Jahren bekämpfen sich die Göttin Martin und die göttlichen Seelenpartner Moyra und Pazan und das hat unendlich viele Menschenleben gekostet.
Alles scheint perfekt zu sein, als sie ihren Seelenpartner endlich trifft, doch bevor ihre Verbindung ganz geschlossen werden kann, stirbt er. Wer in diesem Land ohne Seelenpartner ist wird dazu verdammt, an der Front für sein Land zu kämpfen. Dieses Schicksal will Kiana nicht für sich akzeptieren und daher flüchtet sie mit einem anderen Schicksalsbrecher, der ihr alles andere als sympathisch ist, als Kriegsnovize aber ein guter Kämpfer ist.
Was dann auf sie wartet, welche Dinge aufgedeckt werden, damit hat sie ganz sicher nicht gerechnet.


Für mich ein spannender Start in diese Welt.
Die Idee, dass manch einem ein Seelenpartner zugewiesen wird und sie dann so ihre Kräfte verstärken finde ich spannend. Jeder ohne einen Seelenpartner ist dazu verdammt an die Front geschickt zu werden. Das finde ich heftig, weil das Schicksal über dein Leben oder Tod bestimmt.
Die Idee mit 3 Göttern, die unterschiedliche Gaben haben und es entsprechende Orden mit diesen Gaben gibt find ich gelungen. Man fragt sich, wich wie der Krieg schon so lange andauern kann.

Die Charaktere finde ich sehr gelungen.
Kiana hatte bisher kein einfaches Leben und sie sieht sich so nah am Ziel ihrer Träume und dann wird ihr so grausam ihre Zukunft entrissen. Ich habe hier wirklich mit ihr gefühlt und ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte fand ich spannend zu lesen.
Tyron ist wunderbar dunkel und unnahbar anfangs. Hier immer mehr von ihm zu erfahren, hinter seine Geschichte zu kommen fand ich ganz wunderbar geschrieben.
Mein persönlicher Liebling ist aber Nevin hier, Tyron´s Freund und Begleiter. Er ist einfach so ein wundervoll angelegter liebenswerter Charakter.

Die Reise der drei, was sie nicht nur übereinander lernen, sonder auch über ihre Welt und was sie bisher als richtig und falsch, wahr oder unwahr angesehen haben fand ich gut erzählt und hat mich gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 21.01.2026

Wie eine Wandertour viel verändern kann

Zwei in einem Leben
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Marnie ist Ende dreißig und verlässt fast nicht mehr ihre Wohnung in London. Sie arbeitet selbständig von zu Hause aus und seit Corona ist es fast anstrengend sich mit anderen zu treffen. Sie ist einsam ...

Marnie ist Ende dreißig und verlässt fast nicht mehr ihre Wohnung in London. Sie arbeitet selbständig von zu Hause aus und seit Corona ist es fast anstrengend sich mit anderen zu treffen. Sie ist einsam und nach ihrer Scheidung hatte sie keine feste Beziehung mehr. Oft sagt sie Verabredungen ab, als eine alte Freundin vorschlägt sie zu einer kleinen Wandertour mit anderen zu begleiten, lässt sie sich darauf ein.
Michael ist Anfang vierzig und lebt schon etwas länger von seiner Frau getrennt. Er geht seinem Job als Lehrer nach, aber ansonsten meidet er eher Menschen und wandert viel. Als eine Kollegin und Freundin vorschlägt, dass er ja mir ihrer Familie und anderen Freunden gemeinsam eine Wanderung über mehrere Tage unternehmen könnte, willigt er ein und sucht die Strecke raus.
So treffen zwei einsame Menschen, die sonst eher für sich sind, auf eine Gruppe und gemeinsam machen sie sich auf den Weg und müssen sich mit einigen Leuten unterhalten.
Wie wird diese Wandertour ihr Leben verändern?


Die Idee finde ich toll und auch die Wanderung finde ich ganz wunderbar beschrieben.
Wir haben hier zwei Leute, die weder Kinder haben, noch viel Kontakt zu anderen haben und daher einsam sind.
Ich finde es wirklich toll geschrieben, wie sie damit umgehen nicht dem typische Bild, das viele bezüglich Protagonisten in dem Alter haben (man sollte verheiratet sein und Kinder haben), entsprechen.
Abzug gibt es von mir, da ich mit dem verwendeten Humor hier so meine Probleme hatte. Ich fand es nicht witzig und empfand ihn oft eher sehr störend. Deshalb hatte ich so meine Probleme mit Marnie.

Marnie und Michael finde ich spannende Charaktere.
Marnie konnte ich wegen ihrem Humor, wie sie anfangs im Roman auftritt nicht so ganz leiden und ich habe mir etwas schwer damit getan sie zu mögen. Trotzdem fand ich sie interessant.
Michael kommt mir anfangs sehr zurückhaltend rüber und was man über ihn im Laufe der Handlung erfährt hätte ich so wirklich nicht erwartet.
So richtig greifen konnte ich die Chemie zwischen den beiden nicht und auch nicht immer überzeugen können.
Mir gefällt, wie einsam die beiden sind, sich langsam öffnen und wie sie sich im Laufe der Wanderung ändern.

Die Landschaft und die Wanderung finde ich toll geschrieben, auch mit den Problemen was Unterkunft oder Wetter anbelangt. Hier konnte mich die Handlung sehr überzeugen.

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Veröffentlicht am 15.01.2026

Cookies anstelle der Seele und ein Dämon akzeptiert das

Ein Cookie für den Dämon
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Nach dem Tod ihrer Eltern zieht die 20 jährige Robin gezwungenermaßen zu ihrem Onkel. Er ist der Testamentsvollstrecker und anstelle ihr Erbe herauszurücken, hat er einfach ihr Elternhaus verkauft und ...

Nach dem Tod ihrer Eltern zieht die 20 jährige Robin gezwungenermaßen zu ihrem Onkel. Er ist der Testamentsvollstrecker und anstelle ihr Erbe herauszurücken, hat er einfach ihr Elternhaus verkauft und hält sie hin.
So stolpert sie in seinem Anwesen darüber, dass er illegal Dämonen beschwört und deshalb wohl das Grimoire ihrer Mutter nicht hergeben will. Als sie dann über einen im Keller gefangen gehaltenen Dämonen stolpert ist ihr nicht bewusst, in welche Lager sie ihre Neugier führen wird. Ganz unschuldig beginnt es damit, dass sie ihm Cookies hinwirft und dann zeigt er sich und redet sogar mit ihr. Als das Robin in Gefahr bringt, werden Geschehnisse losgetreten, mit denen Robin nie gerechnet hätte.


Wem der Humor dieses Buch zusagt, der wird wohl gut unterhalten werden.
Die hier erschaffene Welt, in der Dämonen beschworen werden, um sich so ihre Mächte zu bedienen, das es eine internationale Organisation gibt, die für die Verheimlichung der Existenz von Magie verantwortlich ist und deren Nutzung und jeden der damit im Zusammenhang steht finde ich wirklich gelungen.

Robin kommt mir anfangs etwas zu naiv vor. Sie ist mit dem Leidspruch ihrer Eltern aufgewachsen „Halte dich von Magie fern, dann wird sie sich auch von dir fernhalten.“ Sie interessiert sich sehr für alles magisches, aber wie sie sich von ihrem Onkel und dessen Familie hinhalten und behandeln lässt fand ich dann doch etwas zu naiv dargestellt. Erst als sie an den Dämonen gebunden wird, verändert sich ihr Verhalten und ich fing an sie besser leiden zu können, auch wenn sie ohne Ahnung was Dämonenkontrakte anbelangt bzw. was ihr Dämon wirklich kann teilweise recht gewagt für mich auftritt.
Zylas als Dämon finde ich spannend beschrieben. Ich mag seine zynische Art und vor allem wenn die beiden sich einen Schlagabtauch leisten. Da es meinen Humor anspricht, wurde ich gut unterhalten.

Anfangs plätschert die Handlung so vor sich hin, dann kommt aber einiges an Action und Morden dazu.
Tiefe der Handlung oder Charakterentwicklung gibt es hier nicht wirklich für mich.

Gut unterhalten wurde ich aber, und das ist das wichtigste für mich.

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