Cover-Bild Kennedys Hirn
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13,00
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller: Polit und Justiz
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 400
  • Ersterscheinung: 01.05.2010
  • ISBN: 9783423212434
Henning Mankell

Kennedys Hirn

Roman
Wolfgang Butt (Übersetzer)

»Brisant und spannend wie die berühmten Wallanderfälle.« NDR

»Die Katastrophe kam im Herbst und brach ohne Vorwarnung über sie herein. Sie warf keine Schatten, sie bewegte sich vollkommen lautlos. Zu keinem Zeitpunkt hatte sie eine Vorstellung davon, was geschah.«

Als die Archäologin Louise Cantor von ihrer Ausgrabung in Griechenland zu einem Vortrag nach Schweden reist, will sie auch ihren 25-jährigen Sohn wiedersehen. Doch als sie die Wohnung in Stockholm betritt, liegt Henrik tot in seinem Bett. Die Polizei geht von Selbstmord aus, aber daran kann Louise nicht glauben. In dem Kleiderschrank ihres Sohnes findet sie eine Menge Material zu der Frage, warum das Hirn von John F. Kennedy nach der Obduktion spurlos verschwand. War Henrik einem kriminellen Geheimnis auf der Spur? Je mehr sie über sein Leben erfährt, umso klarer wird ihr, wie wenig sie ihren Sohn eigentlich gekannt hat. Auf der Suche nach Hinweisen, die seinen Tod erklären könnten, reist sie nach Australien zu ihrem verschwundenen Exmann und folgt Henriks Spuren über Barcelona nach Mosambik. Dort stößt sie auf ein Asyl für mittellose Aidskranke, in dem auch ihr Sohn gearbeitet hat und das von einem reichen weißen Mann aus scheinbar selbstlosen Gründen ins Leben gerufen wurde. Doch Louise ahnt bald, dass sich dahinter ein ungeheurer humanitärer Skandal verbirgt …
  

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.01.2026

Bestürzend und bewegend

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Inhalt:
Die angesehene Archäologin Louise Cantor erlebt, was keine Mutter erleben sollte: ihr Sohn verstirbt plötzlich. Beim Sichten seiner wenigen persönlichen Dinge realisiert sie, dass sie ihn eigentlich ...

Inhalt:
Die angesehene Archäologin Louise Cantor erlebt, was keine Mutter erleben sollte: ihr Sohn verstirbt plötzlich. Beim Sichten seiner wenigen persönlichen Dinge realisiert sie, dass sie ihn eigentlich kaum gekannt hat und dass er vor allem einer brisanten Sache auf der Spur war. Der Verdacht, dass er vielleicht ermordet worden ist, wächst in ihr und sie stürzt sich in eigene Ermittlungen.
Dabei entdeckt sie mehr und mehr menschliche Abgründe und bringt sich selber in grosse Gefahr.

Meine Meinung:
Henning Mankell gehört seit jeher zu meinen liebsten Autoren. Viele kennen ihn für seine schwedischen Krimis mit Tiefgang, viel Gesellschaftskritik und einer schweren, aber wunderschönen Melancholie im Schreibstil und natürlich ist er bekannt für seinen Kommissar Wallander. Er hat aber auch berührende und bestürzende Romane geschrieben, die in Afrika spielen. In "Kennedys Hirn" vereint er Spannung, Afrika, den Schmerz einer trauernden Mutter und menschliche Bösartigkeit auf grandiose Weise. Der Inhalt dieses Buches ist heftig und hat mich einige Male leer schlucken lassen. Wegschauen ist aber keine Option und Mankell führt uns mit seiner mutigen Protagonistin sanft durch seine packende und bewegende Geschichte.

Schreibstil und Aufbau:
Auf Mankells Schreibstil muss man sich einlassen, ich geniesse dieses Eintauchen aber immer sehr. Bei anderen Autor*innen stört es mich oft, wenn sehr langsam erzählt wird. Mankell schafft es aber, seine Geschichten mit viel Atmosphäre, starken Emotionen und vor allem nahbaren Figuren mit Ecken und Kanten auszustatten. Seinen Schreibstil würde ich wohl mittlerweile an nur wenigen Sätzen erkennen und bei diesem Spannungsroman/Krimi hat mir besonders gut gefallen, dass die Erzählsprache von Unverständnis und Zorn getrieben ist. Vom Zorn eines schreibenden Menschen, der in die tiefsten und dunkelsten Ecken des Menschseins geblickt hat und immer noch nicht fassen kann, was er dabei erkennen musste.

Meine Empfehlung:
Ich fürchte mich schon vor dem Tag, an dem ich alle noch verbleibenden Bücher von Henning Mankell gelesen habe und mich auf keine weiteren Werke von ihm freuen kann. Er war einfach ein einzigartiger Erzähler und sogar seine älteren Krimis sind nach wie vor hochaktuell und brisant. Auch diesen sehr gesellschaftskritischen Krimi (oder vielleicht eher Spannungsroman) möchte ich euch sehr gerne weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 15.12.2024

Leider nicht meins

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Alles beginnt damit, dass eine Mutter, Louise Cantor, ihren Sohn tot im Bett liegend findet. Als die Polizei ihre Untersuchungen einstellen – wegen Selbstmordes – beginnt Louise mit ihren eigenen Ermittlungen. ...




Alles beginnt damit, dass eine Mutter, Louise Cantor, ihren Sohn tot im Bett liegend findet. Als die Polizei ihre Untersuchungen einstellen – wegen Selbstmordes – beginnt Louise mit ihren eigenen Ermittlungen. Dabei muss sie feststellen, dass sie ihren Sohn gar nicht richtig kannte. Ihre Nachforschungen führen sie nun an viele Orte zu denen ihr Sohn eine Verbindung hatte.

Bis hierhin ist der Roman fesselnd und auch leidlich spannend. Doch leider hat sich Mankell im weiteren Verlauf der Handlung in zu viel Klein Klein verzettelt, was die Geschichte unnötig aufbauscht und den Spannungsbogen nach einem doch recht vielversprechenden Beginn immer mehr absacken lässt.

Letzten Endes habe ich mich bis zum Schluss gequält nur um festzustellen, dass mich der nun auch nicht mehr mit dem bis dahin Gelesenen versöhnen konnte. Am Ende blieben von den zahlreich aufgeworfenen Fragen zu viele unbeantwortet und für mich das Buch eine unbefriedigende Lektüre.