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Veröffentlicht am 26.01.2026

Überzeugte mich nicht so wie erhofft

He Sees You When You´re Sleeping
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Fa la la fucking la. Ich kann nicht den ganzen Morgen im Bett bleiben und dem Tag ausweichen und doch liege ich da. Die Lichterkette, die über die hohe, schneebedeckte Hecke draußen vor meinem Fenster ...

Fa la la fucking la. Ich kann nicht den ganzen Morgen im Bett bleiben und dem Tag ausweichen und doch liege ich da. Die Lichterkette, die über die hohe, schneebedeckte Hecke draußen vor meinem Fenster gespannt ist, trägt wenig dazu bei, mich in die Stimmung für das zu bringen, was ich an diesem Tag erledigen muss. - 1%

Eine Dark Romance, die rund um Weihnachten spielt. Eine Influencerin, die kein Fan von Weihnachten ist und die Feiertage für gewöhnlich alleine verbringt, trifft auf einen obsessiven Feuerwehrmann, der sie auf Schritt und Tritt beobachtet. Die Story klang echt packend und nach ein paar heißen Lesestunden, ich war richtig gespannt auf "He Sees You When You're Sleeping"!

Leider konnte mich das Buch insgesamt nicht ganz so überzeugen, wie ich es mir gewünscht habe. Die Geschichte war.. nicht schlecht, keine Frage, aber ich hab mir irgendwie.. etwas anderes darunter vorgestellt.

Vorab: Schaut euch vor dem Lesen die Content Notes an!

Alta Hensley erzählt die Geschichte unregelmäßig abwechselnd aus Sicht von den beiden Hauptfiguren Chloe und Jack, was sehr gut dazu passte. Der Schreibstil las sich flüssig und an sich auch echt flott, ich habe aber trotzdem ein wenig länger für das Buch gebraucht.. dazu aber gleich mehr.

Von den beiden Protagonisten Chloe und Jack ist mir ehrlich gesagt nicht sonderlich viel im Kopf geblieben. Chloe ist Schmuck-Influencerin, doch hinter ihrer Fassade verbirgt sich noch etwas ganz anderes. Jack ist Feuerwehrmann und ihr Stalker. Joar. Das wars eigentlich schon fast. Mir persönlich blieben sie zu oberflächlich und sie wirkten austauschbar. Ich fand beide nicht unglaubwürdig, so ist es nicht, aber sie konnten mich einfach nicht berühren oder mitreißen und waren.. halt einfach da. Bei den anderen Charakteren, die mal mehr mal weniger große Rollen spielen, ging es mir sehr ähnlich.

Das größte Problem hatte ich aber mit der Story. Die Mischung aus Stalker Dark Romance mit Weihnachtssetting hat mich echt sehr angesprochen und ich war gespannt auf die Umsetzung. In der ersten Hälfte hatte ich das Gefühl, dass die Handlung nur so vor sich hinplätscherte. Ich fand das Buch zwar nicht direkt langweilig, wirklich gepackt hat es mich aber auch nicht. Die zweite Hälfte.. war ähnlich, dafür aber mit mehr Spice, was es zumindest ein kleines bisschen besser gemacht hat. Für eine Stalker Dark Romance war mir das Ganze irgendwie ein bisschen zu.. zahm, zu wenig dark. Es gab natürlich ein paar Stellen, die etwas düsterer waren, und der Stalking Trope, der hier auch immer mal wieder kritisch betrachtet wurde, war von Anfang an präsent, aber das Buch hat sich für mich persönlich nicht wirklich nach Dark Romance angefühlt. Ich habe mich beim Lesen zwar nie gelangweilt, aber dieses Gefühl, dass ich unbedingt wissen MUSS wie es weitergeht, dass ich den Reader nicht zur Seite legen will, blieb komplett aus. Wirkliche Überraschungen im Handlungsverlauf gab es für mich auch nicht und insgesamt.. blieb alles eher oberflächlich. Ich glaub, das trifft es einfach am besten. Immerhin der Spice ist ganz gut geschrieben und ich fand es ganz cool, dass es etwas kinky wurde.

"He Sees You When You're Sleeping" ist zwar der Auftakt einer Reihe, das Ende ist jedoch abgeschlossen. Im zweiten Band geht es um andere Charaktere.

Mein Fazit:
"He Sees You When You're Sleeping" hat mich insgesamt leider nicht so überzeugt, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich fand das Buch zwar nicht direkt schlecht und ich habe mich nie gelangweilt.. aber ich fand es eben auch nicht so wirklich gut. Mir persönlich blieben sowohl die Charaktere als auch die Story zu oberflächlich und es hat sich für mich irgendwie nicht so richtig nach Dark Romance angefühlt.

Veröffentlicht am 10.10.2025

Konnte mich nicht ganz abholen

Death at Morning House
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Petrichor. Damit fing alles an - mit einem bloßen Geruch. Kennt jemand dieses Wort? Ich habe es von Akilah Jones gelernt. - 1%

Als ich "Death at Morning House" von Maureen Johnson beim Stöbern entdeckt ...

Petrichor. Damit fing alles an - mit einem bloßen Geruch. Kennt jemand dieses Wort? Ich habe es von Akilah Jones gelernt. - 1%

Als ich "Death at Morning House" von Maureen Johnson beim Stöbern entdeckt habe, habe ich mir gleich gedacht, dass das ein perfektes Buch für den Herbst und vor allem die Halloween-Zeit sein könnte.

In dem Mystery-Thriller geht es um Marlowe, die durch eine explodierende Kerze aus Versehen einen Brand ausgelöst hat. Dabei wollte sie doch nur ein schönes Date erleben.. Am liebsten würde sie sich verkriechen, sie ist das Gesprächsthema Nummer 1. Als sie einen Ferienjob auf einer abgelegenen Insel angeboten bekommt, nimmt sie an. Zusammen mit ein paar anderen Teenagern soll sie für den Sommer auf der Insel leben und Führungen in der alten Villa geben. Doch die Villa hat eine tragische und düstere Vergangenheit und auch in der Gegenwart reißt dies nicht ab..

Ich war sehr gespannt auf das Buch, die Story klang so schön düster, etwas schaurig und vor allem eins - echt spannend. Maureen Johnson erzählt die Geschichte einerseits im Ich-Erzähler aus Sicht von unserer Hauptfigur Marlowe in der Gegenwart. Alle paar Kapitel springt die Autorin in die Vergangenheit der Villa, genau genommen in die 30er Jahre, als die Tragödie geschah. Das hat mir richtig gut gefallen und ich mochte den Schreibstil gern, das Buch las sich flüssig und angenehm.

An Marlowes Seite reisen wir nach dem Brand auf die abgelegene Insel, auf der sich die alte Villa, Morning House, befindet. In Marlowe konnte ich mich leider nicht so gut hineinversetzen, wie ich es mir gewünscht hätte, insgesamt war sie aber eine größtenteils nachvollziehbare und glaubwürdige Protagonistin. Die anderen Figuren blieben mir ehrlich gesagt ein wenig zu blass, was ich schade fand.

Ich wollte die Story unbedingt mögen. Ich hatte echt Lust auf eine eher düstere und vielleicht etwas schaurige Geschichte und die Story um die alte Villa klang so, als könnte sie mir genau das bieten. An sich fand ich das Buch auch gar nicht komplett schlecht, sonst hätte ich es nicht beendet, aber.. wirklich überzeugt hat es mich auch nicht. Es fing eher ruhig an, ging ruhig weiter, blieb ruhig... ihr könnt es euch vielleicht denken. Erst spät kam die Handlung in Fahrt und kaum ging es so richtig los, wars im Prinzip auch schon vorbei. Mir fehlte die Atmosphäre, ich habe weder Mystery noch Thriller so wirklich gespürt.
Die Geschichte um die Vergangenheit der Villa war an sich echt interessant und es gab auch wenige Momente, besonders am Ende des Buches, wo es spannender wurde.. aber das reichte mir persönlich einfach nicht aus, um mich komplett abzuholen.

Mein Fazit:
"Death at Morning House" hätte so gut sein können, konnte mich letztendlich aber leider nicht ganz abholen. Mir fehlte die Atmosphäre, mir fehlte Spannung. Die Vergangenheit der Villa war interessant und es gab auch an wenigen Stellen ein bisschen mehr Action, aber insgesamt habe ich weder Mystery noch Thrill gespürt.

Veröffentlicht am 05.05.2025

Wurde leider nicht warm damit..

A Song to Drown Rivers
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An dem Tag, als ich geboren wurde, stießen die Wildgänse vom Himmel herab, und die Fische sanken auf den Grund des Teichs und vergaßen zu schwimmen, so sagte man. - Seite 7

"A Song to Drown Rivers" ist ...

An dem Tag, als ich geboren wurde, stießen die Wildgänse vom Himmel herab, und die Fische sanken auf den Grund des Teichs und vergaßen zu schwimmen, so sagte man. - Seite 7

"A Song to Drown Rivers" ist ein Buch, von dem ich ehrlich nicht genau weiß, was ich dazu sagen soll.

Es geht um Xishi, die in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen ist. Ihr Volk leidet unter dem Krieg mit dem Nachbarland der Wu, der viele Leben gekostet hat. Doch das soll sich nun ändern. Fanli, der Militärberater des Königs der Yue, will Xishi zu einer Spionin ausbilden und sie als Konkubine in den Palast schleusen. Ihre unvergleichliche Schönheit ist der Schlüssel dazu, denn sie soll den König der Wu verführen und somit in seiner Gunst steigen. Während ihrer Ausbildung entwickeln Fanli und Xishi allerdings Gefühle füreinander... doch das darf nicht sein, denn das würde den kompletten Plan zunichtemachen. Während Xishi dem König der Wu immer näher kommt, lässt sich das allerdings immer schwieriger verstecken.. und das würde nicht nur ihren Tod bedeuten, sondern den des gesamten Königreichs.

Vor ein paar Monaten habe ich das Buch schon einmal begonnen, nach rund 50 Seiten aber zur Seite gelegt, da ich gemerkt habe, dass es der falsche Zeitpunkt für die Geschichte ist.

Als ich das Buch dann erneut in die Hand genommen habe, habe ich mich schon richtig darauf gefreut - theoretisch hat die Story alles, um mich zu begeistern. Es klang so gut, eine dramatische Lovestory, Intrigen um einen schrecklichen König zu stürzen und all das basierend auf einer chinesischen Legende.

Leider stellte sich dann schnell Enttäuschung ein, ich konnte überhaupt nicht in die Geschichte eintauchen. Ich wollte dem Buch aber unbedingt eine faire Chance geben und zumindest einige Kapitel mehr lesen, als bei meinem ersten Versuch.. denn wie gesagt, theoretisch klang es genau nach meinem Geschmack und auch eine Freundin, mit der ich bei Büchern meistens einer Meinung bin, war begeistert davon.

Durch die erste Hälfte musste ich mich ehrlich gesagt ein wenig durchbeißen und ich war wirklich am überlegen, ob ich das Buch nicht lieber abbrechen sollte. Der Schreibstil las sich allerdings trotz meiner Probleme so angenehm und flüssig, dass ich zumindest noch ein paar Kapitel weiterlesen wollte, bevor ich endgültig entscheide - wie man sieht, habe ich mich fürs Beenden vom Buch entschieden.

Nach rund der ersten Hälfte gefiel es mir so langsam besser. Zwar konnte ich bis zum Schluss nicht richtig in die Story eintauchen (und ich weiß wirklich nicht, warum), aber ich habe nicht mehr mit dem Buch gekämpft, entwickelte endlich ein Interesse dafür, wie es mit Xishi, Fanli und dem Plan, den König der Wu zu stürzen, weitergeht. Die meiste Zeit entwickelte sich die Geschichte für meinen Geschmack zu.. durchgeplant, falls das Sinn ergibt. Also klar, eine Geschichte ist natürlich im Ablauf geplant, aber hier.. fühlte es sich an, als hätte es einfach eine Liste mit Stichpunkten gegeben, die strikt der Reihe nach abgearbeitet wurde. Wirkliche Überraschungen gab es dabei auch nicht, das meiste fand ich recht vorhersehbar.

Erst die letzten rund 80 Seiten haben mich dann so gepackt, dass ich bis mitten in der Nacht weiterlesen MUSSTE, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht. Endlich hat es sich so angefühlt, wie ich es mir für den Rest des Buches gewünscht hätte. Ich war voll drin, habe mit Xishi mitgefühlt, habe die Tragik dieser Story gespürt. Es ist keine Friede-Freude-Eierkuchen-Geschichte, im Gegenteil. Mit dem Ende hätte ich ehrlich nicht gerechnet und obwohl es wirklich herzzerreißend ist, ist es unheimlich passend. "A Song to Drown Rivers" ist ein abgeschlossener Einzelband, es bleiben keine Fragen offen.

Nicht nur mit der Story hatte ich diese Probleme, auch mit den Charakteren. In der Theorie sind sie alle richtig gut dargestellt und überzeugend, in der Praxis habe ich mich ihnen aber bis kurz vor dem Ende nie nahe gefühlt.
Xishi ist so eine starke junge Frau. Durch den Krieg hat sie und ihr Volk sehr gelitten und um den ein Ende zu bereiten, soll sie ausgerechnet den König des Volkes verführen, das ihr das angetan hat. Heimlich schmiedet sie Pläne, verstellt sich, um nicht aufzufliegen. Sie ist beeindruckend.
Fanli, der Berater des Königs der Yue, hat sie für diese Aufgabe ausgebildet. Nach außen hin zeigt er kaum eine Regung, doch man konnte spüren, wie sehr es ihm widerstrebt, Xishi dort hinzuschicken.
Der König der Wu.. puuh, ich bin ganz ehrlich. Obwohl er einer der "Bösen" ist, hatte ich teilweise schon fast Mitleid mit ihm, konnte ihn verstehen, habe mit ihm gefühlt. Ich weiß nicht warum, aber ihn fand ich tatsächlich schon fast am besten dargestellt und meine Gedanken in Bezug auf ihn sind wie hin- und hergerissen. Man hat hier, finde ich, sehr gespürt, dass es mehr als nur schwarz und weiß gibt.

Mein Fazit:
Insgesamt.. hat mich "A Song to Drown Rivers" leider eher enttäuscht. Wobei enttäuscht eigentlich auch nicht der richtige Ausdruck ist. Theoretisch hätte das Buch genau meinen Geschmack treffen müssen, in der Praxis hat es mich in der ersten Hälfte aber kaum interessiert, was hier passiert. Erst nach der Hälfte wurde es langsam besser und gerade mal die letzten rund 80 Seiten haben mir so richtig gut gefallen. Dabei kann ich, bis auf den für mich zu durchgeplant anfühlenden Handlungsverlauf, nicht mal so wirklich etwas nennen, was mir so gar nicht gefallen hat.. ich wurde einfach nicht richtig warm damit.

Veröffentlicht am 16.10.2024

Nicht ganz so überzeugend wie erhofft

Game of Fear and Promise - Spannungsgeladene Dystopie ab 14 Jahren für alle Fans von "Squid Game" und "Tribute von Panem". Mit spektakulärer Metallicfolienveredelung auf dem Cover!
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Schon wenn man sie aus der Ferne sieht, stockt einem der Atem, und das Herz beginnt, bis zum Halse zu schlagen. Die WAND ist gewaltig, von biblischem Ausmaß, ein gigantischer Pfeiler im Zentrum von Memento ...

Schon wenn man sie aus der Ferne sieht, stockt einem der Atem, und das Herz beginnt, bis zum Halse zu schlagen. Die WAND ist gewaltig, von biblischem Ausmaß, ein gigantischer Pfeiler im Zentrum von Memento City, wie der Turm zu Babel ragt sie dort in den Himmel. - Seite 7

"Game of Fear and Promise: Die Wand von Memento City" habe ich vor wenigen Wochen beim Stöbern entdeckt. Der Titel und die Inhaltsangabe haben mich sofort angesprochen - ich LIEBE "Die Tribute von Panem", den ersten Band habe ich damals kurz nach Erscheinen gelesen und es war eins der Bücher, die mich so richtig zum Lesen gebracht haben.

Seitdem mag ich auch Dystopien total gerne und auf diese hier war ich richtig neugierig. Hier geht es nämlich um ein großes Sportspektakel namens die WAND, bei der jedes Jahr Teilnehmerinnen eine 2 Kilometer hohe Wand gespickt mit Fallen erklimmen müssen. Nur einer kann gewinnen und erhält eine hohe Siegesprämie.
Die 16-jähirge Lissa ist verzweifelt. Sie kommt aus einer der ärmsten Regionen, ihr Vater ist schwer krank und braucht dringend einen Arzt. Sie stiehlt sich unerlaubt in die Stadt und will eigentlich nur eine Wette auf einen Spieler der WAND platzieren, als sie erwischt wird. Auf ihrer Flucht fällt sie den Trainern eines der Teams, die beim diesjährigen Wettkampf teilnehmen, auf und da diese zufällig gerade ein neues Teammitglied brauchen, landet Lissa als eine von insgesamt 150 Teilnehmenden im Wettbewerb. Doch nicht nur die WAND selbst ist voll mit tödlichen Fallen, auch vor der Konkurrenz muss sie sich in acht nehmen.

Ich war richtig gespannt auf das Buch und habe mich unglaublich gefreut, als ich es im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks gewonnen habe. So bald es ging, habe ich damit gestartet, der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen und S. B. B. Burners Schreibstil las sich ganz angenehm.

Erzählt wird hauptsächlich aus Sicht von Lissa im personalen Erzähler, zwischendurch wechselte die Sicht zu Deniel, einem der Teilnehmer aus einem anderen Team. Leider sind diese Wechsel nicht gekennzeichnet und passieren teilweise mitten im Kapitel, hier hätte ich mir eine klarere Kennzeichnung gewünscht.
Den Charakteren habe ich mich leider auch das ganze Buch über nicht so richtig nah gefühlt. Ich mochte Lissa zwar als Hauptfigur echt gern und auch das Team, in das sie reingerutscht ist, und Deniel waren relativ sympathisch, aber zu 100% hatten sie mich nie. Meistens fand ich sie aber nachvollziehbar dargestellt.

Auf den ersten rund 150 Seiten konnte mich das Buch noch nicht so wirklich packen. Es fing relativ ruhig an, man hat das Setting so ein bisschen kennengelernt, Lissas Team, den Wettbewerb, aber das wars an sich schon. Das Setting hat mich sehr an "Die Tribute von Panem" erinnert, war aber für mich unterschiedlich genug, dass mich das nicht gestört hat. Nach diesen 150 Seiten kam dann endlich mehr Spannung, die Stimmung wurde angespannt und bedrückend, der Wettbewerb nahm an Fahrt auf. Aber auch hier wurde ich nie komplett gepackt, irgendwas hat mir gefehlt, was ich nicht richtig benennen kann. Die Story blieb bis kurz vor Schluss echt spannend und dann.. hat mich das Buch leider so ein bisschen verloren. Ich werde dazu jetzt nichts Konkretes sagen, da ich natürlich nicht spoilern will.. aber sagen wir so. Es passierte etwas, was ich ein wenig unnötig fand, auch der Twist zum Schluss war für mich nicht ganz nachvollziehbar und gefiel mir nicht so gut. Das Ende war für mich ebenfalls ein bisschen unbefriedigend. Nicht, weil es ein Cliffhanger oder so wäre, sondern weil es sich für mich einfach schnell abgehandelt angefühlt hat, es war so abrupt!

Mein Fazit:
"Game of Fear and Promise: Die Wand von Memento City" konnte mich leider nicht so überzeugen, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich bin jetzt nicht böse darum, das Buch gelesen zu haben, und ich würd es auch nicht direkt als schlecht bezeichnen, denn ich fand es schon spannend und gut zu lesen.. manche Entwicklungen zum Schluss waren für mich nur einfach nicht ganz nachvollziehbar und das Ende wirkte so abrupt.




Kurzer Hinweis: Im Buch ist Klettern eins der Hauptthemen. Ich persönlich kenne mich damit nicht so gut aus, da ich durch meine Höhenangst nie wirklich Interesse daran hatte, selbst zu klettern, und es mir mittlerweile auch gar nicht mehr möglich wäre.. aber ein paar Sachen wirkten hier auf mich etwas unstimmig und unrealistisch. Genau beurteilen kann ichs natürlich nicht, ein wenig gestört hat es mich trotzdem.

Veröffentlicht am 20.02.2024

Konnte mich nicht so überzeugen wie erhofft

Sangua-Clan 1. Blood Rebel
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"Blutrotes Licht fließt über das Vulkangestein. Fauliger Gestank verbeißt sich in meiner Nase, und die allgegenwärtige Kälte überzieht meine Arme mit einer Gänsehaut." - 1%

Auf "Blood Rebel" war ich sehr ...

"Blutrotes Licht fließt über das Vulkangestein. Fauliger Gestank verbeißt sich in meiner Nase, und die allgegenwärtige Kälte überzieht meine Arme mit einer Gänsehaut." - 1%

Auf "Blood Rebel" war ich sehr gespannt. Das Cover hat mich direkt gefangen genommen und die Story, eine queere NA Vampir Romantasy, klang richtig interessant und hat mich sehr angesprochen.

Gemeinsam mit ihrer besten Freundin landet die 20-jährige Cara auf einer illegalen Party in den Katakomben von Neapel. Dort streift ihr Blick Kisa und sofort spürt Cara die Anziehung zwischen den beiden. Sie tanzen, küssen sich und dann.. beißt Kisa Cara und verwandelt sie in einen Vampir. Cara muss ihr gesamtes Leben hinter sich lassen und schließt sich letztendlich dem Vampirclan an, in dem auch Kisa ist. Cara ist auf Rache aus, doch da ist immer noch diese Anziehung zwischen den beiden.

Hach, was soll ich sagen.. leider hatte ich ein paar Probleme mit "Blood Rebel, obwohl ich das Buch wirklich mögen wollte. Ich wurde bis zum Schluss nicht warm damit.

Ich glaube, das lag hauptsächlich daran, dass Darcy Crimsons Schreibstil nicht so meins war. Das Buch las sich zwar weder besonders schlecht noch holprig, aber mir gefiel die Art zu schreiben der Autorin einfach nicht so gut. Es wirkte auf mich teilweise zu sehr erklärt, als gezeigt, falls das irgendwie Sinn ergibt, ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll.

Auch mit der Protagonistin Cara, aus deren Sicht im Ich-Erzähler geschrieben wurde, wurde ich nicht warm. Sie war mir nicht direkt unsympathisch, aber auch nicht sympathisch. Sie wirkte auf mich teilweise viel jünger, als sie ist, und sie war für mich persönlich nicht nachvollziehbar.
Insgesamt wirkten die Figuren auf mich auch ein wenig zu blass und ich kann mich schon jetzt an nicht mehr so viel von ihnen erinnern. Sie waren Namen, sie waren da, aber mehr.. irgendwie nicht, zumindest fühlte es sich für mich so an.

Ich war echt oft am überlegen, ob ich das Buch nicht lieber abbreche.. und vermutlich hätte ich das auch tun sollen, aber irgendwie hat mich dann doch interessiert, wie die Story ausgeht.

Die mochte ich nämlich ganz gerne. Cara wird auf einer Party in den Katakomben von Neapel zum Vampir verwandelt und muss danach ihr bisheriges Leben aufgeben. Es war ganz interessant zu lesen, was ihr nach dieser Party passiert und ich war gespannt, wie sie sich durchschlägt und ob und wie sie sich rächen wird. Ich habe mir zwar ein bisschen mehr erhofft, doch insgesamt konnte mich die Handlung gut unterhalten. Der Verlauf war zum größten Teil zu sehr vorhersehbar, aber es gab ein paar Aspekte, die mir echt gut gefallen haben und die ich ganz cool fand.

Dazu gibt es natürlich auch noch eine Liebesgeschichte. Diese fügte sich gut in die Handlung ein, war weder zu viel noch zu wenig präsent und ich fand es cool, mal eine Vampirstory mit einer queeren Lovestory zu lesen. So richtig nachvollziehen konnte ich diese zwar nicht, aber das liegt vermutlich daran, dass ich mit den Charakteren nicht so wirklich warm wurde.

Mein Fazit:
Leider hat mich "Blood Rebel" nicht so überzeugt, wie ich es mir gewünscht habe. Die Story war zwar insgesamt ganz unterhaltsam, aber mit den Charakteren und dem Schreibstil wurde ich einfach so überhaupt nicht warm und ich hatte mir irgendwie mehr erhofft.