Eine Kindheit im Krieg
Vergiss nicht zu tanzen, HannaWestpommern 1938, im Mittelpunkt steht die Geschichte der Familie Gehrken, die sich in dem kleinen Dorf ein neues Leben aufgebaut hat.
Sie arbeiten hart, sind tief im katholischen Glauben verwurzelt und ...
Westpommern 1938, im Mittelpunkt steht die Geschichte der Familie Gehrken, die sich in dem kleinen Dorf ein neues Leben aufgebaut hat.
Sie arbeiten hart, sind tief im katholischen Glauben verwurzelt und immer hilfsbereit den Mitmenschen gegenüber. Die Familie besteht aus den Eltern Paula und Bernhard, dem Großvater, Hanna und ihren drei Brüdern. Später wird noch die kleine Schwester Rosa geboren, der Hannas ganzes Herz gehört.
Das Besondere an der Geschichte ist, dass sie aus der Perspektive von Hanna erzählt wird, also auch mit all ihren kindlichen Gedanken und Empfindungen.
Die Herrschaft der Nationalsozialisten macht auch vor dem kleinen Dorf nicht halt und wir erleben hautnah, wie die Ideologie das Leben der Familie beeinflusst und ein Dorf zunehmend in zwei Lager gespalten wird.
Wir begleiten die Familie und Hanna bis zur Flucht im Jahr 1945. Das Buch liest sich wirklich gut. Aber es gibt auch Kritikpunkte. Die Welt von Hanna bleibt erstaunlich unberührt und der Familie scheint es an wenig zu fehlen, was etwas verharmlosend wirkt. Das Thema der Flucht wurde relativ kurz abgehandelt, obwohl dort etwas Wesentliches passiert, das Hanna bis an ihr Lebensende begleiten wird. Das Buchende war für mich leider sehr unrealistisch.
Insgesamt aber ein Roman, der sich gut lesen ließ und einen EInblick in diese dunklen Jahre gegeben hat.