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Annikii

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.01.2026

Starkes Finale mit viel Emotion – trotz kleiner Schwächen im Mittelteil

Bonds of Hercules
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„Bonds of Hercules“ bietet ein beeindruckendes Finale für Alexis’ Geschichte und verbindet erneut Mythologie, Action und Emotionen zu einer spannenden Mischung. Besonders gelungen fand ich, wie vielschichtig ...

„Bonds of Hercules“ bietet ein beeindruckendes Finale für Alexis’ Geschichte und verbindet erneut Mythologie, Action und Emotionen zu einer spannenden Mischung. Besonders gelungen fand ich, wie vielschichtig Alexis dargestellt wird. Sie bleibt verletzlich und impulsiv, aber gleichzeitig spürt man ihren Reifeprozess deutlich. Auch die Beziehungen – vor allem zu Augustus, Kharon und Fluffy Junior – geben dem Roman Wärme und Tiefe.

Die Weltgestaltung ist wie gewohnt facettenreich. Jasmine Mas hat ein Händchen dafür, mythologische Figuren modern und greifbar wirken zu lassen. Einige Szenen, besonders im ersten und letzten Drittel, sind intensiv, atmosphärisch und überraschend emotional. Die Auflösung rund um Medusa gehört für mich zu den stärksten Momenten des Buches.

Im Mittelteil hatte ich jedoch das Gefühl, dass die Handlung manchmal ins Stocken gerät. Kämpfe und Auseinandersetzungen wiederholen sich ein wenig und nehmen Tempo raus. Auch einige Nebenfiguren bleiben weiterhin schwer greifbar oder wirken sehr extrem.

Der Abschluss selbst hat mich dafür wieder absolut überzeugt. Viele Fäden werden zusammengeführt, Alexis bekommt ein würdiges Finale und gleichzeitig macht das Ende Lust auf den nächsten Band – auch wenn ich bei einzelnen Figuren noch nicht ganz weiß, ob ich mit ihnen warm werde.

Fazit: Ein emotionaler, bildstarker und spannender Band, der mit einem mitreißenden Anfang und einem starken Ende punktet, auch wenn die Mitte etwas schwächer wirkt. Für Fans der Reihe auf jeden Fall ein Muss.

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Spannender Auftakt mit starkem Setting und kleinen Schwächen im Finale

CLUE 1. Schiffbruch vor der Felseninsel
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„CLUE 1 – Schiffbruch vor der Felseninsel“ ist für mich ein wirklich gelungener Reihenauftakt, der sofort Atmosphäre aufbaut. Das raue Küsten-Setting, das verlassene Boot und das geheimnisvolle Verschwinden ...

„CLUE 1 – Schiffbruch vor der Felseninsel“ ist für mich ein wirklich gelungener Reihenauftakt, der sofort Atmosphäre aufbaut. Das raue Küsten-Setting, das verlassene Boot und das geheimnisvolle Verschwinden greifen wunderbar ineinander und erzeugen direkt Ermittlungsstimmung. Besonders gefallen hat mir, wie das Autorenduo Spannung für junge Leser*innen erzeugt, ohne den Anspruch zu verlieren – die Mischung aus klassischer Detektivgeschichte und Abenteuerelementen funktioniert richtig gut.

Die Dynamik der vier Jugendlichen hat mir Spaß gemacht: Sie ergänzen sich, wirken glaubwürdig und bringen unterschiedliche Stärken ein. Gleichzeitig bleibt genug Raum, um sie in den nächsten Bänden weiter wachsen zu lassen. Auch der Einblick in Cecilias Familiengeschichte und das angedeutete größere Mysterium stechen positiv hervor und machen neugierig auf mehr.

Der Showdown war für meinen Geschmack etwas sehr rasant und an einigen Stellen überraschend „dunkel“ für ein Kinderbuch. Dennoch bleibt die Handlung nachvollziehbar, und das offene Ende knüpft clever an die übergeordnete Reihe an.

Fazit: Ein atmosphärischer, flott erzählter Start, der Lust auf weitere Abenteuer macht – mit einer Portion Spannung, die manchmal fast ein bisschen zu viel des Guten ist.

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Gefühlvoller Abschluss, der auch ohne Vorkenntnisse berührt

Der Eispalast - Entscheidung aus Liebe
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„Der Eispalast – Entscheidung aus Liebe“ ist mein erster Band aus der Reihe, und ich war anfangs etwas unsicher, ob ich problemlos einsteigen kann. Zum Glück gelingt das erstaunlich gut. Natürlich merkt ...

„Der Eispalast – Entscheidung aus Liebe“ ist mein erster Band aus der Reihe, und ich war anfangs etwas unsicher, ob ich problemlos einsteigen kann. Zum Glück gelingt das erstaunlich gut. Natürlich merkt man, dass Figuren eine gemeinsame Vergangenheit haben und einzelne Entwicklungen vorher schon begonnen wurden, aber die Autorin erklärt Zusammenhänge so, dass man schnell mit den wichtigsten Konflikten vertraut ist. Gleichzeitig macht das neugierig auf die früheren Teile, weil man das Gefühl hat, spannende Vorgeschichten verpasst zu haben.

Besonders gut hat mir die Atmosphäre gefallen: das Setting in Rumänien, die Verbindung aus Historie, Kultur und Natur sowie die persönliche Geschichte von Julianna. Man spürt, wie sehr sie zwischen Herkunft, Erwartungen und eigenen Träumen steht. Das Buch ist emotional, ohne kitschig zu wirken, und hat eine ruhige Erzählweise, die gut zu dem Thema und der Zeit passt.

Das Finale ist warmherzig und löst vieles auf, manchmal vielleicht etwas schnell, aber insgesamt stimmig. Besonders die Familienmomente und die Suche nach Identität fand ich bewegend. Einige Wendungen habe ich nicht kommen sehen, andere dagegen waren erwartbar – trotzdem habe ich es gern gelesen und wollte unbedingt wissen, wie alles ausgeht.

Für mich war dieser Band ein schöner Einstieg in die Reihe, und ich habe jetzt Lust bekommen, die vorherigen Teile kennenzulernen. Wer historische Romane mit Gefühl, Familiengeheimnissen und starken Frauenfiguren mag, wird hier auf jeden Fall fündig.

Fazit: Ein gefühlvoller, atmosphärischer Abschluss – auch für Neueinsteiger gut geeignet.

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Spannender Thriller mit psychologischer Tiefe

Spiel der Toten
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„Spiel der Toten“ ist ein Thriller, der sich Zeit nimmt und genau dadurch wirkt. Statt schneller Action steht hier die Atmosphäre im Vordergrund. Die Geschichte entwickelt sich ruhig, aber stetig und wird ...

„Spiel der Toten“ ist ein Thriller, der sich Zeit nimmt und genau dadurch wirkt. Statt schneller Action steht hier die Atmosphäre im Vordergrund. Die Geschichte entwickelt sich ruhig, aber stetig und wird mit jeder Seite intensiver.

Der Einstieg macht neugierig, auch wenn sich die Spannung eher langsam aufbaut. Nach und nach fügen sich die verschiedenen Handlungsstränge zusammen. Man muss aufmerksam lesen, wird dafür aber mit einer gut durchdachten und stimmigen Geschichte belohnt. Besonders gut gefallen hat mir, dass der Aufbau klar bleibt, obwohl mehrere Perspektiven und Themen aufgegriffen werden.

Die Figuren wirken glaubwürdig und menschlich. Mossmann und Mobido sind keine perfekten Ermittler, sondern haben ihre eigenen Ecken und Kanten, was sie sympathisch macht. Auch die Nebenfiguren sind gut ausgearbeitet und tragen zur dichten Stimmung bei.

Inhaltlich verbindet das Buch klassische Krimielemente mit psychologischer Spannung und modernen Themen wie digitalen Bedrohungen und emotionaler Manipulation. Einige Szenen sind durchaus beklemmend, wirken dabei aber nie überzogen. Der Schreibstil ist sachlich, gut verständlich und passt zur düsteren Grundstimmung des Romans.

Das Ende rundet die Geschichte gelungen ab und lässt trotzdem Raum zum Nachdenken. Nicht alles ist vorhersehbar, was den Thriller bis zum Schluss interessant hält.

Insgesamt ist Spiel der Toten ein solider, spannender Thriller mit Tiefe, der besonders Leserinnen und Leser anspricht, die psychologische Spannung und komplexe Themen mögen.

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