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Veröffentlicht am 12.02.2026

konnte mich emotional nur bedingt abholen

Memories So Golden Like Us (Blue Eternity 2)
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„Ich bin nicht mehr zu retten. Auch nicht von Sam. Schon gar nicht von Sam, der nie wieder da sein wird, wo ich bin.“
(Blair in Memories so golden like us)


Worum geht’s?

Blair hat alles verloren. ...

„Ich bin nicht mehr zu retten. Auch nicht von Sam. Schon gar nicht von Sam, der nie wieder da sein wird, wo ich bin.“
(Blair in Memories so golden like us)


Worum geht’s?

Blair hat alles verloren. Die Anerkennung ihrer Eltern. Ihren Ruf als erstzunehmende Künstlerin. Und ihren Bruder. Seit einem Jahr  torkelt sie von Party zu Party, um sich mit Alkohol und fremden Männern zu betäuben. Dass sie dabei eine Spur von Skandalen hinterlässt, berührt sie nichts im Geringsten. Bis ihre Eltern ihr den Geldhahn zudrehen. Sie ist dazu gezwungen, die nächsten Monate an der britischen Küste zu verbringen, um dort im Familienstrandhaus an einer neuen Bildreihe zu arbeiten. Mit wem sie allerdings nicht im stürmischen St Ives gerechnet hat? Mit Connor Rutherford, dem besten Freund ihres verstorbenen Bruders. Connor, der seit Jahren in einer Beziehung mit ihrer früheren Freundin Elle Hastings ist. Connor, den sie nicht ausstehen kann, weil er ihr schon damals das Herz gebrochen hat, ohne sie ein einziges Mal berührt zu haben …


Memories so golden like us ist Band 2 der Blue Eternity-Dilogie. Die Geschichte ist in sich geschlossen, sie beinhaltet Spoiler zu Band 1.

Schreibstil und inhaltliche Hinweise

Das Buch ist in der Ich-Perspektive von Blair und vereinzelt Connor geschrieben. Das Buch beinhaltet sexuellen Content. Das Buch beinhaltet potenziell triggernde Themen aus dem Bereich Verlust und Trauerbewältigung.

Meine Meinung

Gabriella Santos de Lima zählt zu einer meiner Lieblingsautorinnen. Niemand hat diesen unvergleichlichen Stil aus schmerzhafter Poetik und mitreißenden Emotionen, wundervoll real und ungefiltert, so als würden Gedanken einfach so aus dem Kopf aufs Papier fallen. Doch mit dieser Dilogie war es erstmalig so, dass mich Gabi irgendwie nicht so abholen konnte. Bereits bei Moments so blue like our love war ich überrascht, dass mich die gefühlvolle Seite irgendwie nicht abholen konnte. Und irgendwie wollte das bei Memories so golden like us auch nicht klappen.



Das Buch spielt einige Zeit nach Band 1. Blair ist stark gezeichnet von ihrem Verlust und flieht in eine Welt aus Party, gedankenlosen Sex und noch mehr Party. Die Presse berichtet regelmäßig über die Fehltritte der einstigen Socialite, in den Onlinemedien und Social Media überschlagen sich fiese und hässliche Kommentare über Blairs Gewichtszunahme, Blairs ständige Feiern und ihrem gefühlten Abstieg. Alle scheinen zu vergessen, dass Blair wahnsinnig doll leidet. Die Anfeindungen machen Blair zu schaffen, im Buch wird immer wieder das Onlinemobbing, das Bodyshaming und auch Slutshaming erwähnt. Das alles hat mich schon sehr betroffen gemacht. Blairs Eltern entscheiden sich, dass sie für einige Zeit ins Ferienhaus der Familie soll, um sich wieder auf sich zu konzentrieren und hoffentlich zu ihrer Kunst zurückzufinden, weil sie ihr Partyleben nicht mehr tragen und finanzieren wollen. Denn Blair war vorher begabte Künstlerin mit riesigen Ausstellungen – und jetzt ist ihre Welt nur noch grau und sie malt nicht mehr. Was Blair nicht weiß? Im Ferienhaus wartet Connor auf sie, der beste Freund ihres verstorbenen Bruders Sam und ihre erste große Liebe. Connor ist aber eigentlich mit einer anderen Frau zusammen und für Blair sowieso tabu…



Irgendwie fehlte mir der rote Faden des Buches. Und das ist total komisch, so etwas zu sagen, weil Gabis Bücher oft keinen haben und eher go with the flow sind. Aber hier war irgendwie alles zu viel und gleichzeitig zu wenig. Blair trauert wahnsinnig intensiv und ich fand das oft sehr emotional und wirklich schön beschrieben, auch weil Trauer nie einem bestimmten Muster folgt. Auch Blairs Versuche, wieder zur Kunst zu finden, waren schön beschrieben und sehr greifbar. Die Idee, dass Connor sie hierbei mit der Kamera für eine Doku begleitet, fand ich aber irgendwie sehr erzwungen. Dadurch entstand auch von Anfang an das Forced Proximity Thema, was mich sowieso oft nicht begeistern kann. Connor und Blair aber konnten mich auch so irgendwie nicht für sich gewinnen. Vielleicht lag es daran, weil Connor eigentlich eine Freundin hat, vielleicht weil Blair erstmal ihre Trauer verarbeiten sollte und dann aber irgendwie andauernd nur noch Rummachen mit Connor ein Thema ist. Auch geht Connor in dem Buch ein wenig unter, seine Geschichte wird nur am Rande erzählt, weswegen ich mich gefragt habe, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre, sie gar nicht einzubinden, als so wenig und so oberflächlich. Aber vor allem die zweite Hälfte des Buches hat mich emotional nicht berührt und mich auch sonst nicht so gecatcht, dass ich unbedingt weiterlesen wollte und musste. Das fand ich wahnsinnig schade.

Mein Fazit

Memories so golden like us konnte mich leider emotional nur bedingt erreichen. Das Thema um die Trauer ist wirklich gut eingefangen worden, aber irgendwie hatte das Buch zu viele Themen, die dafür wenig in die Tiefe gingen. Vor allem aber konnte mich die Liebesgeschichte zwischen Connor und Blair nicht wirklich berühren.



[Diese Rezension basiert auf einem vom Verlag oder vom Autor überlassenen Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde hiervon nicht beeinflusst.]

Veröffentlicht am 12.02.2026

leider dieses Mal nicht mein Humor

The Pumpkin Spice Latte Disaster
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„Es hat mich nicht geprägt. Es sind nur schlimme Erfahrungen, die ich gemacht habe.“
(Jude in The Pumpkin Spice Latte Disaster)

Worum geht’s?

Eigentlich ist Jude nur für die Hochzeit ihrer Schwester ...

„Es hat mich nicht geprägt. Es sind nur schlimme Erfahrungen, die ich gemacht habe.“
(Jude in The Pumpkin Spice Latte Disaster)

Worum geht’s?

Eigentlich ist Jude nur für die Hochzeit ihrer Schwester in ihre Heimat zurückgekehrt. Denn das englische Örtchen steht für alles, was die rastlose 26-Jährige hasst: Beständigkeit, Gemütlichkeit und Kleinstadt-Gossip. In Lower Whilby angekommen geht jedoch alles drunter und drüber. Und das hat vor allem mit James zu tun. Der grummelige Barista ist der Sohn legendärer Brit Pop-Stars, ziemlich attraktiv – und überhaupt nicht erfreut darüber, dass Jude ihn für ihren Musikpodcast ausquetschen will. Als er Jude aus der Not heraus in seinem Café anstellt, geht sie ihm nicht nur auf die Nerven. Sondern auch nicht mehr aus dem Kopf. Doch kann Jude, die ihr ganzes Leben schon auf der Flucht vor ihren Gefühlen ist, für ihn zur Ruhe kommen?

The Pumpkin Spice Latte Disaster ist Band 1 der Lower Whilby-Reihe. Die Geschichte ist in sich geschlossen.

Schreibstil und inhaltliche Hinweise

Das Buch ist in der Ich-Perspektive von Jude und James geschrieben. Das Buch beinhaltet sexuellen Content.

Meine Meinung

Kyra Grohs Bücher waren für mich immer absolute Highlights. Bücher voller Witz, die auf leichte Weise aber ernste Themen einbauen und mit viel Situationskomik eine kleine Ausflucht im Alltag bieten. Entsprechend war klar, dass ich auch ihr neues Werk unbedingt lesen muss. Cosy Romcom mit Small Town-Vibes und das auch noch kombiniert mit meinem liebsten Haters to Lovers-Trope? Das kann doch nur genial werden. Aber leider wurde es das erste Kyra-Buch, was mich nicht so abholen konnte.

Das Buch begleitet Protagonistin Jude, die vor einigen Jahren regelrecht aus dem kleinen verschlafenen Ort Lower Whilby geflohen ist und seitdem nie wirklich zurückgeschaut hat. Sie ist eine Person, die überall und nirgends zuhause ist, nie lange an einem Ort und bei einer Person sein kann, viel rumprobiert und einfach generell sehr laut, offen und lebhaft ist. Unstreitig legt sie ADHS-Tendenzen an den Tag, auch wenn das im Buch kaum thematisiert wird. Für die Hochzeit ihrer kleinen Schwester kehrt sie nun kurzzeitig zurück – doch nach der Hochzeit bricht das Chaos los und Jude bleibt länger, als sie jemals wollte. Ihr Gegenpol ist James, Sohn von bekannten Musikereltern, die fernab vom Ruhm und Trubel hier ein kleines Cafe betreibt. Er liebt es ruhig, gediegen und möchte sich nicht auf den Familiennamen reduzieren lassen. Als Jude erfährt, wer James ist, will sie unbedingt ein Interview mit ihm – denn Jude führt einen bekannten Musik-Podcast und ein Interview oder Informationen zur Band, die seit Ewigkeiten in aller Munde ist, würde für ihren Podcast natürlich viel bedeuten. Also fängt Jude an, James zu umgarnen. James kann mit Jude anfangs wahnsinnig wenig anfangen, denn sie ist alles, was er nicht ist. Trotzdem gibt er ihr einen Job in seinem Cafe und Jude beginnt, James‘ Leben ordentlich auf den Kopf zu stellen.

Ist Lower Whilby ein süßer Ort? Absolut. Habe ich hier aber mehr Smalltown Cosy Vibes erwartet und dachte vor allem, dass hier mehr Herbstvibes eine Rolle spielen? Ja. Während ich den Anfang noch echt lustig fand und Jude mit ihrer unkonventionellen Lebensart irgendwie mal was anderes war, ging sie mir leider bald auf die Nerven. Schon nach kurzer Zeit fängt sie an, James alles Mögliche aufzudrücken, ist teilweise frech und übergriffig. Dass viele Leute im Ort schlecht über sie denken und Vorurteile haben, ist immer wieder Thema, wird aber erst recht zum Ende wirklich erklärt. Das fand ich schade, weil es ein sehr wichtiges Thema war und mir das irgendwie zu sehr unterging. Vor allem hat es geholfen, einige von Judes Verhaltensweise und ihre Vorbehalte und Abneigung gegen den Ort besser zu erklären. Nach etwa 100 Seiten fand ich es schon anstrengend, das Buch zu lesen. Wenig Handlung, viel Gerede, aber wenig Substanz und dazu jede Menge Angeschmachte von James, der andauernd spitz auf Jude ist, sich gleichzeitig aber wahnsinnig anti ihr gegenüber verhält. Jude brettert wie ein Güterzug durch das Buch und an vielen Stellen fühlte sich die wenige Handlung dann noch gehetzt an, sowohl was ihre Schwester, ihre Vergangenheit als auch ihre Gefühle James gegenüber angingen. James verkommt insgesamt eher zur Nebenfigur und kriegt wenig Charakterentwicklung von der Autorin zugeschrieben.

Nach gut der Hälfte des Buches habe ich kurzzeitig überlegt, das Buch abzubrechen. Einfach, weil mich die wenige Handlung und das viele Geplänkel nicht fesseln konnte. Auch der Humor, den ich sonst bei Kyra Groh immer sehr geliebt habe, wirkte hier einfach wahnsinnig überspitzt und teilweise fast schon unangenehm. Ich habe mich letztendlich entschieden, doch noch durchzuziehen. Ich bin ganz froh, es noch getan zu haben, weil die zweite Hälfte schon ein wenig besser war. Aber ich habe irgendiwe das Gefühl, dass viele lose Enden liegengeblieben sind. Zwar ist die Geschichte um Jude und James (traditionelles Missverständnis und Third Act Breakup inklusive) abgeschlossen, aber einiges bleibt einfach nicht hinreichend geklärt. Ich hoffe, dass die Folgebände mich wieder mehr überzeugen können.

Mein Fazit

The Pumpkin Spice Latte Disaster ist das erste Kyra Groh-Buch, was mich irgendwie nicht so begeistern konnte. Jude und James haben mir in ihrer Dynamik nicht gefallen, vor allem Jude hat es mir sehr schwer gemacht, sie zu mögen. Der Humor war dieses Mal für mich zu überspitzt und das Buch zu handlungslos.

[Diese Rezension basiert auf einem vom Verlag oder vom Autor überlassenen Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde hiervon nicht beeinflusst.]

Veröffentlicht am 27.01.2026

war nicht ganz so meins

The Unwanted Marriage
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„Ich möchte dich ja an mich heranlassen. Ich weiß bloß nicht, wie.“
(Faye über Dion in The unwanted marriage)

Worum geht’s?

Seit dem Kindesalter weiß Dion Windsor, wen er eines Tages heiraten wird: ...

„Ich möchte dich ja an mich heranlassen. Ich weiß bloß nicht, wie.“
(Faye über Dion in The unwanted marriage)

Worum geht’s?

Seit dem Kindesalter weiß Dion Windsor, wen er eines Tages heiraten wird: die wunderschöne Konzertpianistin Faye Matthews. Doch Faye ist die letzte Frau, die Dion in seiner Nähe haben will, und schon seit Jahren versuchte er, der Ehe mit ihr zu entkommen. Aber als er Faye eines Abends mit einem anderen Mann sieht, weiß Dion instinktiv, dass die Zeit des Davonlaufens vorbei ist. Er wird Faye heiraten und eine echte Beziehung mit ihr eingehen. Faye kann schließlich nicht wissen, dass Dion sich nicht aus Mangel an Zuneigung zu ihr vor der Ehe drückt, sondern um sie vor seinem dunklen Geheimnis zu beschützen...

The unwanted marriage ist Band 3 der The Windors-Reihe. Die Geschichte ist in sich geschlossen. Das Buch kann unabhängig gelesen werden, enthält aber Spoiler zu den Vorbänden.

Schreibstil und inhaltliche Hinweise

Das Buch ist in der Ich-Perspektive von Dion und Faye geschrieben. Das Buch beinhaltet expliziten Content und potenziell triggernde Thematiken aus dem Bereich häusliche Gewalt, Panikattacken und Verlust.

Meine Meinung

Ach, wie doll habe ich mich auf The unwanted marriage gefreut, nachdem ich Band 1 und 2 regelrecht weggesuchtet und vor allem The temporary wife mein Herz irgendwie sehr gewonnen hat. Entsprechend schnell nach Erscheinen habe ich zum Buch gegriffen und es auch in zwei Sitzungen durchgelesen – was dieses Mal aber leider nicht an meiner Begeisterung lag, sondern eher, weil ich’s hinter mich bringen wollte. Selten hat ein Buch mich so ratlos zurückgelassen – hat’s mir gefallen? Fand ich es furchtbar? Ist mein Geschmack komisch geworden? Oder war das Buch in vielen Punkten einfach verstörend? Ich werde es wohl nie erfahren. Aber von Anfang an…

In dem Buch geht es um Faye und Dion. Die Ehe ist quasi seit Kindheitstagen durch ihre Mütter besiegelt, von der Windsor-Großmutter später nochmal festgenagelt worden und nun ist es soweit, denn Faye ist mittlerweile erwachsen, die Geldnot ihrer Familie steigt und es wird endlich Zeit, dass sie ihren Platz an der Seite von Dion einnimmt, damit das ihrer Familie finanziell besser geht. Faye wurde eigentlich ihr Leben lang darauf trainiert, die perfekte Frau für Dion zu sein - so hatte sie nie die Möglichkeit, selbst herauszufinden, wer sie ist, was sie mag und was Sie gerne sein möchte. Faye hat eine heimliche Liebe, mit der sie nun wegen der Hochzeit Schluss machen muss. Dion erfährt hiervon zufällig und aus dem Nichts ist er plötzlich Feuer und Flamme dafür, Faye haben zu müssen – während er sie vorher quasi ignoriert hat. Die hierfür später gelieferte Erklärung fand ich halbgar und wenig glaubhaft, aber irgendwie musste die Geschichte ja ins Rollen kommen. Es beginnt die erste Hälfte über eine komische Dynamik, bei der man Faye bemitleidet, ihre Familie gern an die Wand klatschen möchte wegen derer frechen Erwartungen, Dion sowieso gerne eine verpassen mag wegen seines Gorilla-Gehabes und man sich Seite um Seite fragt, in welchem falschen Film man gelandet ist. Denn irgendwie übertreibt Dion es an jeder Ecke, Fayes Familie ist absolut furchtbar und undankbar zu ihr und Faye passt in das ganze Dilemma irgendwie so gar nicht rein. Als es dann noch losgeht, dass Dion und Faye sich körperlich näherkommen, wollte ich wirklich wegrennen. Nicht nur, dass Dion die fehlende sexuelle Erfahrung seiner Frau nicht erkennt und entsprechend rücksichtslos zu ihr ist – er redet die ganze Zeit währenddessen von „braves Mädchen“, was einem teilweise richtig einen Ick gegeben hat, auch vor dem Hintergrund der vorhandenen Age Gap. Kommunikation auf Augenhöhe sieht definitiv anders aus und es hat sich für mich einfach richtig unangenehm, seltsam und fast schon belästigend angefühlt. Generell hat der komplett Spice-Anteil nicht nur deswegen, sondern auch von der Art her, für mich gar nicht gepasst und ich würde nur auf der Basis dem Buch vermutlich zwei Sterne geben.

Aber es gab ja zum Glück noch mehr in dem Buch, nämlich Fayes Entwicklung und Dions Unterstützung hierbei. Tatsächlich musste ich lange durchhalten, bis ich das Gefühl hatte, es könnte noch was werden, denn erst so ab der Hälfte fing es an, dass Dion wirklich gute Sachen für Faye macht, Faye sich langsam entwickelt und entwickeln darf und sich vor allem die Masken ihrer Familie lichten, die ganzen Lügen und Intrigen auffliegen und die Windsor-Familie Faye die Möglichkeit gibt, sich zu entfalten. Klischeehaft? Absolut. Aber trotzdem mochte ich es und es gab das ein oder andere süße Momentum. Allerdings gab es eben auch jede Menge wilder Szenen, wo man das Gefühl hatte, die Autorin wollte einfach zu viel, etwa als sie Dion zum mafiamäßigen Rachegott macht, der mal eben durch Gewalt und Folter Leuten das Unrecht aufzeigt, was sie der Windsor-Familie angetan haben. Hat so gar nicht ins Buch gepasst, um ehrlich zu sein. Insgesamt bringt das Buch einiges mit, was wirklich hätte gut sein können, aber leider auch viel, was mich absolut nicht begeistert hat. Deswegen ist The unwanted marriage bisher für mich der schwächste Band, aber ich bin gespannt, wie die Reihe weitergeht.

Mein Fazit

The unwanted marriage ist gewohnt mitreißend und dramatisch, aber dieses Mal irgendwie teilweise auch echt unangenehm und bei den Spice-Szenen wollte ich regelrecht weglaufen. So viel Potenzial, teilweise nur bedingt ausgeschöpft und meistens hat mir Faye einfach nur leidgetan. Ein Buch, bei dem man definitiv etwas mehr Durchhaltevermögen braucht.

[Diese Rezension basiert auf einem vom Verlag oder vom Autor überlassenen Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde hiervon nicht beeinflusst.]

Veröffentlicht am 24.12.2025

guter Sportaspekt, schwache Romance

Falling for No. 89
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„Er ist der Junge, der ging. Er ist der Junge, dem nichts genug war.“
(Shaila über Kayce in Falling for No 89)

Worum geht’s?

NFL-Star Kayce James, Tight End bei den L.A. Vipers, hat alles - Erfolg, ...

„Er ist der Junge, der ging. Er ist der Junge, dem nichts genug war.“
(Shaila über Kayce in Falling for No 89)

Worum geht’s?

NFL-Star Kayce James, Tight End bei den L.A. Vipers, hat alles - Erfolg, Geld und Ruhm. Aber hinter seiner strahlenden Fassade hat er mit Erfolgsdruck und Versagensängsten zu kämpfen, die so groß werden, dass sie seine Karriere gefährden. Kayce kann sich niemandem anvertrauen, bis er auf eine junge talentierte Sportmedizinerin trifft: Shaila Sterling behandelt nicht nur seine körperlichen Schmerzen, sondern erkennt auch die Schatten in seinem Innersten. Sie könnte Kayces letzte Hoffnung sein, zu seiner alten Form zurückzufinden, wäre da nicht ihre gemeinsame Vergangenheit und ein Geheimnis, das er selbst vor Shaila verborgen halten will ...

Falling for No 89 ist Band 2 der LA Vipers-Reihe. Das Buch kann unabhängig gelesen werden und ist in sich geschlossen.

Schreibstil und inhaltliche Hinweise

Das Buch ist in der Ich-Perspektive von Shaila und Kayce geschrieben. Das Buch beinhaltet expliziten Content und potenziell triggernde Thematiken aus dem Bereich Panikattacken.

Meine Meinung

Auf Falling for No 89 hatte ich mega doll gefreut. NFL-Sportsromance ist ja sowieso mein Ding, nachdem ich seit Jahren Football regelmäßig gucke. Aber auch mal ein Buch, wo es um die Schattenseiten, Versagensängste und Sportmedizin und Psychologie geht? Count me in!

Es war nicht mein erstes Buch der Autorin überhaupt, allerdings mein erstes Buch von ihr als Alicia. Ich hatte vorher schon viel auf Social Media mitverfolgt und hierbei vor allem feststellen dürfen, dass die Autorin sich sehr doll mit Football und der NFL auseinandergesetzt hat. Das merkt man dem Buch auch total an! Football ist hier nicht nur ein Werbeinstrument, sondern wirklich gelebter Bestandteil. Die Autorin erklärt viel, wirft nicht nur Begrifflichkeiten hin und hetzt dann durch Spielszenen, sondern sie lässt den Leser die surrende Aufregung im Stadium fühlen. Und entsprechend toll fand ich auch, wie das Thema um Kayce und seine Panikattacken, seine Versagensängste und den Leistungsdruck Einzug in die Geschichte gefunden hat. Das alles sind Probleme, die sehr realistisch sind, aber über die selten gesprochen wird. So winkt am Anfang auch Kayce direkt ab, als Shaila ihn darauf hinweist, dass er psychische Probleme haben könnte. Heruntergespielt wird das, gerade von Männern, gerade in einem derart leistungsdominierten und körperlich harten Sport. So findet auch CTE, eine nicht gerade seltene Gehirnerkrankung aufgrund starker körperlicher Einwirkungen auf den Kopf, seine Erwähnung. Das alles war für mich stimmig, sehr passend und durchaus interessant, weil es ein wenig mit den Football-Klischees bricht.

Was mir nicht ganz so gut gefallen hat und was leider häufiger bei dieser Art von Büchern vorkommt: Dafür, dass die Spieler so krasse Profis sind, wirken sie oft wie kleine Kinder, wie am College sind. Das hat mich bei einigen Büchern schon gestört und auch wenn es hier nicht mega krass war, hat mir doch manchmal bei Kayce die notwendige Ernsthaftigkeit für seine doch recht große Rolle in seinem Team gefehlt. Und leider auch das gesamte Thema um Shaila und ihren Job als Praktikantin beim Team in der medizinischen Abteilung: Von Anfang an wird Shaila sehr in den Himmel gelobt, sie kann regelrecht Verletzungen und deren Status erfühlen und kommt mit den perfekten Behandlungsmethoden daher, obwohl das Team wahre Experten hat. Das fand ich leider etwas unglaubwürdig und es hätte mir mit mehr Abstufungen besser gefallen. Sie hätte gern mal die ein oder andere Idee haben können, aber so war es mir einfach zu viel, um ehrlich zu sein. Trotzdem hat mir das Themengebiet Football insgesamt ganz gut gefallen und man merkt, dass die Autorin hier viel Wissen hat.

Da es in diesem Buch natürlich nicht nur um Sport, sondern auch um Romance gehen soll, muss ich aber auch die Lovestory einbeziehen. Und hier muss ich sagen: Das war leider nicht so meins. Es ist eine Second Chance Romance, bei der beide Childhood Friends sind. Kayce ist damals ohne Erklärung gegangen und nun treffen beide Jahre später wieder aufeinander. Während Kayce so tut, als wäre niemals was gewesen, leidet Shaila schon ein wenig darunter. Mit Tagebucheinträgen von früher wird unterfüttert, wie verliebt Shaila in ihn war. Leider ist es aber so, dass beide nicht wirklich miteinander reden, die offene Problematik lange vor sich hinschieben und dann aber von 0 auf 100 miteinander abhängen – so zieht Shaila direkt bei ihm als Mitbewohnerin ein, weil sie ungern im Wohnheim unter so vielen Menschen sein möchte. Generell hat mich Shaila an vielen Stellen auch genervt, weil sie sich manchmal Sachen nicht stellen möchte und dann lieber „wegläuft“. Die Dynamik zwischen Kayce und Shaila wirkte für mich erzwungen, ich konnte die Beziehungsentwicklung nicht wirklich spüren und klar, es gab irgendwie Anziehung und auch einiges an Spice, aber das kann für mich nicht über die fehlende Tiefe hinwegtäuschen. Das fand ich sehr schade. So habe ich mich eher ein bisschen durch das Buch gekämpft.

Mein Fazit

Falling for No 89 bringt gute Grundvoraussetzungen mit, aber konnte mich nicht so begeistern. Der Lovestory fehlt die Tiefe, die Charaktere kommunizieren für mich zu wenig miteinander und die Aussprache fehlt einfach. Dafür ist der sportliche Teil sehr gelungen und wirklich informativ.

[Diese Rezension basiert auf einem vom Verlag oder vom Autor überlassenen Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde hiervon nicht beeinflusst.]

Veröffentlicht am 23.12.2025

konnte mich nicht so abholen

Close Protection – Mein Herz in seiner Hand
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„Ja, ich mag ihre vornehme, prinzessinnenhafte Art, aber wenn sie mit ihrem trockenen Sarkasmus schlagfertig wird? Dann wird sie gefährlich.“
(Milosh in Close Protection)

Worum geht’s?

Als Erbin von ...

„Ja, ich mag ihre vornehme, prinzessinnenhafte Art, aber wenn sie mit ihrem trockenen Sarkasmus schlagfertig wird? Dann wird sie gefährlich.“
(Milosh in Close Protection)

Worum geht’s?

Als Erbin von Greenway Discoveries kennt Daphne Green nur ein Leben im Luxus – bis ein Einbruch in das Büro ihres Vaters ihre heile Welt erschüttert. Aus Sorge um ihre Sicherheit engagiert er Milosh Petrov: diszipliniert, entschlossen und absolut unbestechlich. Für Milosh ist der Auftrag reine Routine. Doch schnell wird klar: Daphne ist alles andere als eine gewöhnliche Klientin. Klug, schlagfertig – und viel zu schön, um ihn kaltzulassen . Er würde alles tun, um sie vor Gefahren zu beschützen und lässt sich dabei sogar eines Tages darauf ein, sich als ihr Freund auszugeben. Die Vorstellung, nach Abschluss des Auftrags einfach so zu verschwinden, wird für ihn immer unmöglicher – nicht, wenn Gefühle mit im Spiel sind ...

Close Protection ist ein Einzelband und in sich geschlossen.

Schreibstil und inhaltliche Hinweise

Das Buch ist in der Ich-Perspektive von Daphne und Milosh geschrieben.

Meine Meinung

Auf Close Protection habe ich mich wahnsinnig gefreut, als ich die Ankündigung gesehen habe. Ich habe eine riesige Schwäche für Bodyguard-Romance und auch für Fake Dating und bei dem hübschen Cover kann man ja kaum nein sagen! Doch als das Buch dann endlich kam und ich es sofort angefangen habe, kam schnell die Ernüchterung.
Das Buch war für mich an vielen Stellen einfach unstimmig. Es fängt schon bei der Ausrichtung an: Es wird beworben mit „Für Fans von Ana Huang, Jessa Hastings und Lauren Asher“ – alles drei Autorinnen, die für komplexe Stories und niveauvollen Spice stehen. Close Protection hat nichts davon. Die Hintergrundstory ist leider sehr wackelig: Es wird bei Daphnes Vater eingebrochen, weil etwas gesucht wird. Dieses Etwas liegt von Anfang an recht präsent vor aller Augen, führt aber gerade im letzten Drittel zu einer komplett wirren, sehr umfassenden Geschichte um Lug, Betrug, Entführung vermeintlichen Plottwists, die mich gar nicht abholen konnten. Auf dem Weg dahin haben wir Daphne, die sich teilweise wie 12 Jahre alt benimmt und teilweise wie 22. Dann haben wir den Bodyguard, der gefühlt 30 Jahre Berufserfahrung mitbringt, aber kaum die Volljährigkeit überschritten hat, der ein absolutes Wunderkind sein soll – und direkt am Anfang den ersten Angriff im eigenen Haus der Familie nicht verhindern kann?

Recht schnell konnte ich das Buch an vielen Stellen leider nicht mehr erst nehmen. Die Dynamik zwischen Daphne und Milosh wirkt wahnsinnig gezwungen, krampfhaft humorvoll und Daphnes Sunshine-Mentalität einfach nur naiv und gekünstelt. Es gibt viele Zeitsprünge, Handlungssprünge und jede Menge Nebenkriegsschauplätze, die ich als anstrengend empfand. Man hätte an der Hauptstory meiner Meinung nach mehr und vor allem tiefer ausbauen sollen, als so viel Chaos zu nutzen. Irgendwann waren es so viele Namen, dass ich teilweise sogar durcheinandergekommen bin, wer nun wer ist.

Die Liebesgeschichte von Daphne und Milosh entwickelt sich entsprechend ebenfalls flach. Es ist keine greifbare Anziehung da, Spice ist hier sowieso kein Thema in dem Buch und generell ist das Buch einfach insgesamt viel mehr Suspense/Thriller als Romance. Ich empfinde mich selbst als zu alt für das Buch, obwohl ich laut Werbung die Zielgruppe sein sollte. Der Humor war nicht meins, die Handlung war mir zu schnell und gleichzeitig zu wenig greifbar, viele Sachen waren für mich zu unstimmig und Milosh ist für mich einfach kein akzeptabler Bodyguard. Dennoch muss ich sagen, dass zumindest so viel Energie in der Geschichte lag, dass ich sie trotz aller Kritikpunkte beendet habe. Nochmal würde ich von der Autorin jedoch kein Buch lesen.

Mein Fazit

Close Protection war für mich leider ein Buch, was mich weder von der Handlung noch von den Charakteren großartig abholen konnte. Die Geschichte war für mich in vielen Punkten unstimmig, die Liebesgeschichte gerät flach. War okay für Zwischendurch, aber mehr leider nicht.

[Diese Rezension basiert auf einem vom Verlag oder vom Autor überlassenen Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde hiervon nicht beeinflusst.]