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Maria_12

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Veröffentlicht am 18.03.2026

Interessante Darstellung „Was wäre gewesen, wenn ...“

Die Iden von Rom
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Mit seiner neuen Reihe (Game of History) wagt der Autor Michael Peinkofer, ein Gedankenexperiment: Was wäre, wenn eine einzelne Entscheidung in der Geschichte der Menschheit anders getroffen worden wäre?

Mit ...

Mit seiner neuen Reihe (Game of History) wagt der Autor Michael Peinkofer, ein Gedankenexperiment: Was wäre, wenn eine einzelne Entscheidung in der Geschichte der Menschheit anders getroffen worden wäre?

Mit „Die Iden von Rom“ der über die Verschwörung gegen Julius Caesar erzählt, startet der Autor seine alternativ-historische Romanreihe.

Rom, im Jahr 44 v. Chr.: Der Bürgerkrieg ist zu Ende, Gaius Iulius Caesar hat auf ganzer Linie gesiegt und befindet sich auf dem Höhepunkt seiner Macht. Nicht wenige fürchten, dass er die Römische Republik beenden und sich zum König krönen könnte. Doch wie lässt sich ein Caesar aufhalten? Widerstand formiert sich, unter den Senatoren finden sich Verschwörer zusammen, um Caesar zu ermorden, unter ihnen Marcus Iunius Brutus. Doch an den Iden des März, als Caesar sterben soll, trifft Brutus eine Entscheidung, die nicht nur sein Leben verändert, sondern auch den Lauf der Geschichte, wie wir sie kennen ...

Nach Brutus Entscheidung überschlagen sich die Ereignisse in Rom und die Verfolgung der Verschwörrer, nimmt seinen Lauf.

Die politischen Intrigen der überlebenden Senatoren und die weiteren Machtkämpfe sind fiktiv sorgsam und glaubwürdig dargestellt. Während ich, die große Rolle, die die Frauen in Rom aktiv in Politik und Gesellschaft einnahmen, sehr interessant fand. Selbst Caesar akzeptiert die Frauen als Gegenüber auf Augenhöhe.

Das Ende der Geschichte konnte mich durchaus total überraschen.

Besonders lesenswert finde ich das Nachwort des Autors, worin er ausführlich erklärt – Warum alternative Geschichte -.

Fazit:
Das alternativ-historisch geschriebene Buch entfaltet rasch mit seinem flüssigen Schreibstil eine enorme Sogwirkung. Vorkenntnisse zur römischen Geschichte rund um Caesar wären schon von Vorteil, um diese Alternative interessant zu finden. Der Roman „Die Iden von Rom“ ist eine erfrischende Zeitreise in das alte Rom für alle Interessierten an Geschichte und der Antike.
Von mir 4 von 5 Sternen!

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  • Handlung
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  • Charaktere
  • Cover
  • Thema
Veröffentlicht am 02.03.2026

Unterhaltsamer Teufelsreigen

Im Auftrag der Fugger - Teufelsreigen
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„Im Auftrag der Fugger - Teufelsreigen“ von Peter Dempf, ist der 2. Band der historischen Abenteuer um Jakob Fugger, der uns weiter auf die Reise durch Intrigen, Macht und Rache aus dem spätmittelalterlichen ...

„Im Auftrag der Fugger - Teufelsreigen“ von Peter Dempf, ist der 2. Band der historischen Abenteuer um Jakob Fugger, der uns weiter auf die Reise durch Intrigen, Macht und Rache aus dem spätmittelalterlichen Augsburg, führt.

1505. Im Heiligen Römischen Reich pulsiert das Leben. Im Zentrum: Jakob Fugger, der einflussreichste Finanzier Europas. Doch wer reich und erfolgreich ist, hat auch Feinde. Aus gutem Grund beschäftigt das Oberhaupt der Fugger zwei ungewöhnliche Privatermittler: die Diebin Afra und den Boten Herwart. Von Fugger nach Venedig geschickt, stoßen die beiden bei einem Maskenball im Fondaco dei Tedeschi rasch auf erste Hinweise einer Verschwörung. Die Spuren führen zurück nach Augsburg, zu konkurrierenden Händlerfamilien, Fuhrleuten, Agenten des Papstes und einem Rosengarten. Erst in letzter Minute erkennen sie: Ein Fest soll zur tödlichen Falle werden.

Fugger hat mal wieder Schwierigkeiten, denn seine Lieferungen werden beschädigt oder verschwinden ganz, seine Angestellten werden bedroht oder verletzt. Es liegt an der Konkurrenz und an seinem politschen Handeln. Und wieder schickt Fugger seine zwei ungewöhnlichen Privatermittler Ava und Hervart auf eine gefährliche Mission um herauszufinden, wer hinter dem Ganzen steckt. Eine wilde Hetzjagd mit vielen Abenteuern und Wendungen bahnt sich an …

Die Handlung ist durchgehend leicht aber fesselnd geschrieben, denn die Protagonisten geraten mit einer ständigen Regelmässigkeit in Hinterhalte und tappen dabei mit offenen Augen immer wieder von einer Falle in die nächste. Überzeugend sind die gut dosierten historischen Informationen, die sich nahtlos in die Geschichte einfügen.

Besonders gelungen finde ich das ausführliche Nachwort des Autors zu den historischen Hintergründen, die den historischen Teil des Romans, gut abrunden.

Fazit:
Mit seinem sorgfältig recherchierten Hintergrund und seinen vielschichtigen fiktiven Figuren, ist dem Autor mit seiner Fortsetzung ein weiterer abwechslungsreicher historischer Roman um Jakob Fugger, gelungen. Wer mittelalterliche Romane liebt, ist mit diesem daher gut bedient.
Von mir 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Der Zauber von Redu

Mathilde und Marie
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Inspiriert von einer Reise durch das Bücherdorf Redu, das inmitten der belgischen Ardennen liegt, erzählt der Autor Torsten Woywod in seinem Debüt „Mathilde und Marie“, eine leise, warmherzige Geschichte ...

Inspiriert von einer Reise durch das Bücherdorf Redu, das inmitten der belgischen Ardennen liegt, erzählt der Autor Torsten Woywod in seinem Debüt „Mathilde und Marie“, eine leise, warmherzige Geschichte über das Innehalten, das Wiederfinden und das leise Glück eines Neuanfangs.

Das Bücherdorf Redu ist umgeben von ausgedehnten Wäldern, rauschenden Flüssen und steilen Anhöhen. Es gibt hier lediglich einen Fernseher, während das Internet nur eine Stunde am Tag verfügbar ist. Dass der Kirchturm windschief in den Himmel ragt und man sein baldiges Herabstürzen befürchten muss, stört die 390 Einwohner ebenso wenig wie die gehörig aus dem Takt geratene Turmuhr.

Die junge Studentin Marie steckt gerade in einer schwierigen Phase als sie kurzentschlossen ihr Leben in Paris hinter sich lässt und zu einer Reise mit unbekanntem Ziel aufbricht. Im Zug begegnet ihr Jónína, einer Isländerin, die Menschen mit ungewöhnlicher Klarheit zu lesen vermag und Maries Situation schnell erfasst. Sie nimmt Marie mit zu sich nach Hause, nach Redu, wo sie eine kleine Buchhandlung betreibt.

Mit ihrer Gastfreundschaft und Hilfe gelingt es Jónína, das Marie im Dorf, leicht Wurzeln schlagen kann. Sie genießt immer mehr, die Gelassenheit des Dorflebens, die ausgibigen Spaziergänge mit der Hündin Anneliese, die nicht mehr von ihrer Seite zu weichen scheint und den Begegnungen mit Menschen besonders mit Mathilde, die selbst auf der Suche nach innerem Frieden ist.

Marie beginnt Stück für Stück ihre Vergangenheit loszulassen und entscheidet sich in dem ruhigen und beschaulichen Bücherdorf Redu und seinen Bewohnern zu bleiben.

Fazit:
Mit „Mathilde und Marie“ ist dem Autor ein Debüt mit einer Geschichte aus leisen Tönen gelungen, die ich gerne gelesen habe obwohl sich die Atmosphäre und das Miteinander der Dorfgemeinde, ohne große Spannung, nur ganz langsam entfalten. In der Nachbemerkung schildert der Autor, was Real und Fiktion, ist.
Von mir 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Vom Priesteranwärter zum Schattenkrieger

TINTE und SCHWERT
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Mit „Tinte und Schwert – Verwandlung“ beginnt der Autor Matthias Soeder seinen Auftaktband der historischen Roman-Reihe aus der Zeit des 30-jährigen Kriegs, in dessen Zentrum das Schicksal von Jacob Wolffen ...

Mit „Tinte und Schwert – Verwandlung“ beginnt der Autor Matthias Soeder seinen Auftaktband der historischen Roman-Reihe aus der Zeit des 30-jährigen Kriegs, in dessen Zentrum das Schicksal von Jacob Wolffen steht.

Herbst 1618, Bistum Würzburg, der Dreißigjährige Krieg beginnt als dunkle Wolken über dem Heiligen Römischen Reich, aufziehen. Der Auslöser des Dreißigjährigen Krieges war der sogenannte Prager Fenstersturz im Jahr 1618. Dieser Aufstand in Böhmen eskalierte zu einem großen Religions- und Machtkrieg in Europa, der tiefere Ursachen hatte, darunter religiöse Spannungen zwischen Katholiken und Protestanten sowie den Konflikt um die Vorherrschaft im Heiligen Römischen Reich.

Das Leben der Soldaten, die Härten des Kriegsalltags und die Kampfhandlungen um Budweis (České Budějovice) sind beeindruckend geschildert.

Der fromme Bauernsohn Jacob Wolffen, dessen größter Traum das Priesteramt ist, muss mit ansehen, wie Söldner seine Familie grausam hinrichten. Angeführt werden die Mörder von Heinrich von Hohenfels, einem mittellosen Grafensohn, der den Krieg für seine Zwecke nutzen will. Jacob überlebt schwer verletzt und wird als Schanzknecht in die Mansfelds Armee verschleppt. Getrieben von einem unerschütterlichen Rachegelübde gegen Heinrich von Hohenfels, kämpft Jacob um sein Überleben, denn er ist überzeugt - Gott hat ihn nicht gerettet, um zu beten, sondern um zu strafen -.

In Pilsen trifft Jacob auf die Heilerin Anna Dillenberger, der Tochter einer geächteten Hebamme, die als Hexe auf dem Scheiterhaufen gelandet ist. Anna kämpft ums eigene Überleben und verbündet sich mit Jacob. Sie zeigt ihm, dass man Intrigen und Verrat nutzen muss, um eine ganze Armee zu Fall zu bringen.
Gemeinsam kämpfen sie in den dunklen Gassen des belagerten Pilsen nicht nur ums Überleben, sondern gegen die Dämonen ihrer Vergangenheit. Nachts wird Jacob mit Hilfe von Anna, zum Vollstrecker, der mit Dolch und Tinte seine Todesliste abarbeitet.

Aus meiner Sicht, hätte ich mir Jakobs Entwicklung vom gläubigen Priesteranwärter zum rachsüchtigen Vollstrecker weitaus emotionsvoller gewünscht, denn so wirkte er zum Teil etwas unglaubwürdig. Nun bin ich auf die Fortsetzung gespannt und besonders darauf, ob Jacob zum Kämpfer heranreift und sein Rachefeldzug gelingt!.

Fazit:
„Tinte und Schwert – Verwandlung“ ist eine Erzählung, die historische Gegebenheiten mit einer fiktiven Handlung rund um das Schicksal von Jacob Wolffen verwebt. Das Cover und die Gestaltung des Buches, mit dem tollen Inhaltsverzeichnis, der Zeichnungen und Landkarte sowie einer Auflistung historischer Persönlichkeiten im Anhang, gefällt mir ausgezeichnet gut. Mit seinem flüssigen Schreibstil und seiner hervorragenden Recherche, gelingt es dem Autor, eine glaubhafte historische Atmosphäre zu schaffen während der fiktiven Handlung, etwas Tiefe fehlt.
Von mir 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Temporeicher Fantasyauftakt

Heir of Illusion
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"Heir of Illusion" ist der Auftakt-Debüt-Roman der "The Verran Isles"-Reihe der Autorin Madeline Taylor, die hier eine temporeiche Fantasy Romance Geschichte in einer Welt voll magischer Fae, mysteriöser ...

"Heir of Illusion" ist der Auftakt-Debüt-Roman der "The Verran Isles"-Reihe der Autorin Madeline Taylor, die hier eine temporeiche Fantasy Romance Geschichte in einer Welt voll magischer Fae, mysteriöser Götter, Intrigen und Verrat, erzählt.

Inhalt
Ivy Pomeroy verfügt als Phantom über die Gabe der Illusion und hat zahlreiche weitere Tricks in der Hinterhand, aber nichts davon ist dem verfluchten Halsring gewachsen, der sie an den skrupellosen König Baylor fesselt. Sie muss die Rolle des gehorsamen Schoßtiers und seiner braven Auftrags-Assassinin spielen, bis sie ihre Freiheit erlangen kann.

Als der mysteriöse Seelenfänger Thorne in der Stadt auftaucht und es auf genau die mächtige Waffe abgesehen hat, die Ivy für ihren Plan benötigt, lässt sie sich auf ein brüchiges Bündnis mit ihm ein. Doch hinter Thornes Fassade steckt mehr, als Ivy zunächst vermutet hätte. Ihre Neugierde ist geweckt – ebenso wie ein für beide nicht zu leugnendes gefährliches Verlangen. Aber wird ihre neu entdeckte Verbundenheit ihnen zum Erfolg verhelfen oder werden ihre Geheimnisse sie gegenseitig zerstören?

Meine Meinung:
Das hochwertig veredelte Cover mit dem limitierten Farbschnitt, ist einfach nur ein Hingucker und die Gestaltung im Inneren eine Augenweide, alles passt wunderbar zur Mischung aus Mystik und Dunkelheit.

Erzählt wird aus der Sicht von Ivy als Hauptfigur. Sie ist keine klassische starke Heldin, sondern jemand, der viel ertragen musste und trotzdem nicht aufgehört hat zu fühlen. Sie empfindet Schuld, Mitgefühl sowie Zweifel und genau das macht sie glaubwürdig. Besonders gut fand ich, wie sehr sie versucht, anderen Menschen wenigstens kleine Gesten der Gnade zukommen zu lassen, auch wenn sie selbst kaum Freiheit besitzt. Ihre innere Zerrissenheit zwischen Pflicht, Überleben und Moral zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Geschichte.

Der mysteriöse Seelenfänger Thorne ist einer der undurchschaubarsten Gestalten. Er wirkt distanziert, teilweise hart, zeigt aber immer wieder Momente von Fürsorge, die im starken Kontrast zu seiner sonstigen Haltung stehen. Seine Interaktionen mit Ivy sind voller unausgesprochener Spannungen, Missverständnisse und Zurückhaltung.

Ein Spannungsbogen wird vorallem durch das ständige Gefühl von Bedrohung und Erwartung aufgebaut, selbst wenn nicht viel in der Geschichte passiert.

Fazit:
Die Sprachgewalt der Autorin ohne Punkt und Komma, ist sehr leicht und flüssig, zu lesen. Die Charaktere mit ihren Geheimnissen und Wendungen, sind gut ausgearbeitet und machen Neugierig auf den Folgeband.
Von mir 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung für Fans einer temporeichen Fantasy Romance!

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