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Veröffentlicht am 29.01.2026

Wenn ein Sieger zerbricht – Haymitchs tragische Geschichte

Die Tribute von Panem L. Der Tag bricht an
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Nachdem ich vor Kurzem „Die Tribute von Panem: Das Lied von Vogel und Schlange“ gelesen hatte, war ich sofort wieder im Panem-Fieber. Daher konnte ich es kaum erwarten, „Der Tag bricht an“ von Suzanne ...

Nachdem ich vor Kurzem „Die Tribute von Panem: Das Lied von Vogel und Schlange“ gelesen hatte, war ich sofort wieder im Panem-Fieber. Daher konnte ich es kaum erwarten, „Der Tag bricht an“ von Suzanne Collins zu lesen.
Dieses Mal steht Haymitch Abernathy im Mittelpunkt der Geschichte. Schon seit der ursprünglichen Trilogie habe ich mich gefragt, wie er zu dem grummeligen, alkoholabhängigen Mentor wurde, den wir kennen. Auch dieser Band ist – wie bereits das Prequel um Präsident Snow – in drei Teile gegliedert.
Haymitchs Geschichte ist durchweg herzzerreißend, gleichzeitig ist er unglaublich sympathisch, sodass mir der Einstieg in die Handlung sehr leichtfiel. Der Schreibstil ist spannend und hat mich deutlich mehr gepackt als im Prequel X. Besonders die neuen Tribute fand ich faszinierend. Es war beeindruckend, wie reflektiert und mutig sie trotz ihres jungen Alters handeln. Auch die Arena war wieder hervorragend gestaltet. Beim Lesen konnte man sich diesen Ort wirklich sehr lebhaft vorstellen.
Neben den neuen Figuren tauchen zudem auch viele bekannte Charaktere auf und ermöglichen spannende Einblicke in ihre Vergangenheit. Dabei wurden einige offene Fragen geklärt, was mir sehr gefallen hat. Besonders gelungen fand ich außerdem die erneute Verknüpfung zu den Covey, die bereits im Prequel X eine große Rolle spielten. Auch die Verbindung zu Katniss bzw. ihrer Familie wird deutlicher. Ich liebe es, wenn sich solche Puzzleteile nach und nach zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenfügen.
Ich empfehle dieses Buch definitiv allen „Tribute von Panem“-Fans. Meiner Meinung nach ist Haymitchs Geschichte essenziell für das Verständnis der Trilogie. Im Gegensatz zum Prequel X könnte ich mir sogar gut vorstellen, diesen Band vor den drei Hauptteilen zu lesen, da man von Anfang an einen ganz anderen Blick auf einige Figuren hätte.

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Veröffentlicht am 05.12.2025

Fake-Dating? Achievement unlocked!

Novel Haven - Match of Fate
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Lange habe ich mich auf diese Fortsetzung gefreut und ich muss sagen, ich habe tatsächlich ein neues Lieblingsbuch gefunden. Wow, was für ein Lesegenuss!
Schon der erste Band rund um Lara und Luca war ...

Lange habe ich mich auf diese Fortsetzung gefreut und ich muss sagen, ich habe tatsächlich ein neues Lieblingsbuch gefunden. Wow, was für ein Lesegenuss!
Schon der erste Band rund um Lara und Luca war für mich ein echtes Highlight, aber die Geschichte von Nataly und Dylan hat das Ganze noch einmal übertroffen.
Inhaltlich spielt Gaming wieder eine große Rolle, allerdings aus ganz neuen Blickwinkeln: Dylan, der erfolgreiche E-Sportler und Nataly, die smarte Marketingexpertin von Novel Haven, könnten auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein. Durch einen unglücklichen Vorfall geraten die beiden jedoch in eine gemeinsame Situation, die nicht nur für sie selbst, sondern auch öffentlich für Aufsehen sorgt. Um den entstandenen Skandal zu entschärfen, entscheiden sie sich für eine Fake-Dating-Strategie – und genau hier beginnt das emotionale Feuerwerk. Dabei lernen sie sich immer weiter kennen und bemerken, dass jeder von ihnen sein Päckchen zu tragen hat.
Der wunderschöne Schreibstil hat mich sofort abgeholt. Ich war so oft von Gänsehautmomenten gepackt und musste gleichzeitig regelmäßig schmunzeln. Dylan und Nataly liefern sich herrlich witzige Schlagabtäusche, die ihre ohnehin schon starke Dynamik noch lebendiger machen. Dylan ist – ähnlich wie Luca aus Band 1 – eine absolute Green Flag und für mich ein rundum gelungener Bookboyfriend. Nataly hingegen ist eine kluge, zielstrebige Frau, die sich zu häufig in ihrem Leben anpassen musste und nun beginnt, endlich ihren eigenen Weg zu gehen. Ihre Entwicklung hin zu mehr Selbstbestimmung hat mich echt berührt.
Auch das langsame Zusammenwachsen der beiden, bei dem das Fake im Fake Dating zunehmend verblasst, ließ mich vollkommen mitfühlen. Trotz der vielen ernsthaften Themen wie toxische Beziehungen, Leistungsdruck und Selbstzweifel, bleibt der Roman ein echtes Wohlfühlbuch, das mich mit einem warmen Gefühl zurückgelassen hat.
Ich empfehle diese Geschichte absolut allen Fans von Fake Dating, Enemies to Lovers, Forced Proximity und natürlich Gaming. Aber keine Sorge: Auch ohne Gaming-Vorwissen lässt sich der Roman wunderbar lesen.
Jetzt freue ich mich umso mehr auf Arias Geschichte!

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Veröffentlicht am 30.11.2025

Eine Liebesgeschichte im Morgenlicht von Boston

Mornings in Boston - The Stories We Tell
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Als ich zum ersten Mal von „Mornings in Boston – The Stories We Tell“ gehört habe, war ich mir zunächst unsicher, ob mich das Setting wirklich abholen würde. Doch dann dachte ich mir: „Es ist Anna Lane ...

Als ich zum ersten Mal von „Mornings in Boston – The Stories We Tell“ gehört habe, war ich mir zunächst unsicher, ob mich das Setting wirklich abholen würde. Doch dann dachte ich mir: „Es ist Anna Lane – was soll schon schiefgehen?“ Und tatsächlich wurde ich nicht enttäuscht: Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite vollkommen in seinen Bann gezogen.
Der Schreibstil ist wie gewohnt wunderbar leicht, warm und atmosphärisch. Schon nach wenigen Seiten war ich komplett in der Geschichte angekommen. Besonders gut hat mir gefallen, wie mühelos Anna Lane ernste Themen, zwischenmenschliche Spannungen und romantische Momente miteinander verwebt. Nichts wirkt künstlich – im Gegenteil, die Geschichte entfaltet sich sehr organisch und mit einem tollen Gespür für Timing. Auch die Charaktere haben mich überzeugt: Penelope ist eine starke, ehrgeizige junge Frau, die auf beeindruckende Weise ihren Weg in der Journalismuswelt geht. Ein schwerer Schicksalsschlag hat sie geprägt und beeinflusst immer wieder ihre Entscheidungen und ihre Art, mit Menschen umzugehen. Genau dieser Mix aus Verletzlichkeit und Stärke macht sie so greifbar und sympathisch.
Connor hingegen wirkt auf den ersten Blick kühl, arrogant und verschlossen. Doch je tiefer die Geschichte geht, desto mehr erkennt man, dass diese Fassade nur ein Schutzmechanismus ist. Seine Entwicklung und die sanften Einblicke in seine Gefühlswelt haben mir besonders gefallen. Zusammen bilden Penelope und er ein faszinierendes Duo voller unterschwelliger Spannung, witziger Sticheleien und echter Verbundenheit.
Der „Enemies/Rivals-to-Lovers“-Aspekt ist wunderbar getroffen und auch die „Grumpy x Sunshine“-Dynamik bringt eine schöne Leichtigkeit und viel Charme in die Story. Gleichzeitig bleibt die Handlung emotional, sodass man sehr gut mit beiden mitfühlen kann.
Für mich ist „Mornings in Boston“ eine rundum gelungene Workplace Romance mit interessanten Figuren, einer fesselnden Storyline und genau dem richtigen Maß an Herz und Tiefe. Ich bin gespannt auf den zweiten Band!

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Veröffentlicht am 06.09.2025

Throne of Glass-Vibes in neuem Gewand

Daughter of No Worlds (War of Lost Hearts 1)
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Optisch ist dieses Buch ein absoluter Hingucker! Ich glaube, ich habe noch nie ein so schönes Exemplar gesehen – das Cover und der Farbschnitt haben mich umgehauen.
Die Geschichte beginnt mit einem zunächst ...

Optisch ist dieses Buch ein absoluter Hingucker! Ich glaube, ich habe noch nie ein so schönes Exemplar gesehen – das Cover und der Farbschnitt haben mich umgehauen.
Die Geschichte beginnt mit einem zunächst verwirrenden Prolog, der sich im Laufe der Handlung jedoch aufklärt. Schon zu Beginn begleiten wir Tisaanah, die als Sklavin gehalten wird und sich nach der Freiheit sehnt. Sie ist eine starke, mutige Protagonistin: tough, aber gleichzeitig wunderbar unvollkommen, was sie sehr nahbar und authentisch macht.
Durch verschiedene Umstände trifft sie auf Maxantarius, einen Mann, der mit dem Orden gebrochen hat und alles andere als ein Sonnenschein ist. Er soll Tisaanah beibringen, ihre Magie zu kontrollieren, was ihm anfangs so gar nicht behagt. Seine mürrische, grummelige Art macht ihn jedoch auf charmante Weise sympathisch und die Dynamik zwischen den beiden hat mich von Sekunde Eins an begeistert.
Auch die Nebenfiguren und das Magiesystem sind überzeugend gestaltet. Viele Charaktere wirken geheimnisvoll und es bleibt spannend, welche Geheimnisse sie noch verbergen. Das Magiesystem selbst teilt sich in die Valtain und die Solarie, die beide auf ihre Weise äußerst interessant sind. Später kommt noch eine höhere Macht ins Spiel, die sich keiner der beiden Kategorien eindeutig zuordnen lässt und der Handlung gehörig Fahrt verleiht.
Der Schreibstil ist durchgehend fesselnd, sodass ich die vielen Seiten innerhalb weniger Tage verschlungen habe. Positiv empfand ich, wie schrittweise und verständlich das Worldbuilding aufgebaut wird. Das Glossar am Ende war sehr hilfreich, allerdings wäre ein Hinweis zu Beginn darauf sinnvoll gewesen. Für zukünftige Bände würde ich mir zudem zusätzlich eine Karte wünschen, um die Welt noch besser nachvollziehen zu können.

„Daughter of no Worlds“ ist ein starker Reihenauftakt, der mich absolut überzeugt hat. Auch wenn die Handlung eine ganz eigene ist, gibt mir die Geschichte „Throne of Glass“-Vibes – besonders die Protagonstin Tisaanah! Daher empfehle ich das Buch allen, die diese Reihe mochten und Freude an Tropes wie Enemies-to-Lovers, Grumpy x Sunshine und Slow Burn haben. Auf den zweiten Band bin ich bereits jetzt sehr gespannt!

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Veröffentlicht am 31.08.2025

Team Odessa – von der unbedeutenden Prinzessin zur Unaufhaltbaren

Shield of Sparrows
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Ich kannte von der Autorin bisher nur ihre Suspense-Romance „Indigo Ridge“ und war deshalb sehr gespannt, wie sich ihr erster Ausflug ins Romantasy-Genre gestalten würde. Und ich wurde definitiv nicht ...

Ich kannte von der Autorin bisher nur ihre Suspense-Romance „Indigo Ridge“ und war deshalb sehr gespannt, wie sich ihr erster Ausflug ins Romantasy-Genre gestalten würde. Und ich wurde definitiv nicht enttäuscht!
Die Geschichte beginnt mit Odessa, die im Königreich Quentis wie in einem goldenen Käfig lebt. Schon nach wenigen Seiten ist man mitten im Geschehen, spürt ihre Verzweiflung und empfindet sofort Mitleid mit ihr – schließlich gilt sie als die „unbedeutende Prinzessin“. Im Gegensatz dazu wurde ihre Schwester Mae ihr Leben lang darauf vorbereitet, den Kronprinzen Zavier aus Turah zu heiraten. Doch dann kommt alles anders: Zavier entscheidet sich nicht für Mae, sondern für Odessa und damit nimmt die Handlung richtig Fahrt auf.
Schritt für Schritt entdecken wir mit Odessa die Welt und Devney Perry gelingt es, das komplexe Worldbuilding klar und nachvollziehbar zu entfalten. Zugleich entwickelt sich die Protagonistin spürbar weiter: Aus der unsicheren, zurückhaltenden Prinzessin wird eine junge Frau mit Selbstvertrauen und großem Herz, die man einfach gernhaben muss. Zavier hingegen bleibt lange geheimnisvoll und beinahe unnahbar – möglicherweise aus gutem Grund. Außerdem gibt es da noch eine weitere Figur, die Odessas Gefühle auf den Kopf stellt und die Geschichte definitiv spannend macht.

„Shield of Sparrows“ ist ein packender Reihenauftakt mit detailreichem Worldbuilding, überraschenden Wendungen und einer gelungenen Mischung aus bereits geklärten, aber auch offenen Fragen. Ich empfehle das Buch unbedingt allen Romantasy-Fans, die Lust auf Enemies-to-Lovers, Slow Burn und Forbidden Love haben. Devney Perry zeigt hier eine ganz neue Seite ihres Schreibens und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung!

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