Wenn ein Sieger zerbricht – Haymitchs tragische Geschichte
Die Tribute von Panem L. Der Tag bricht anNachdem ich vor Kurzem „Die Tribute von Panem: Das Lied von Vogel und Schlange“ gelesen hatte, war ich sofort wieder im Panem-Fieber. Daher konnte ich es kaum erwarten, „Der Tag bricht an“ von Suzanne ...
Nachdem ich vor Kurzem „Die Tribute von Panem: Das Lied von Vogel und Schlange“ gelesen hatte, war ich sofort wieder im Panem-Fieber. Daher konnte ich es kaum erwarten, „Der Tag bricht an“ von Suzanne Collins zu lesen.
Dieses Mal steht Haymitch Abernathy im Mittelpunkt der Geschichte. Schon seit der ursprünglichen Trilogie habe ich mich gefragt, wie er zu dem grummeligen, alkoholabhängigen Mentor wurde, den wir kennen. Auch dieser Band ist – wie bereits das Prequel um Präsident Snow – in drei Teile gegliedert.
Haymitchs Geschichte ist durchweg herzzerreißend, gleichzeitig ist er unglaublich sympathisch, sodass mir der Einstieg in die Handlung sehr leichtfiel. Der Schreibstil ist spannend und hat mich deutlich mehr gepackt als im Prequel X. Besonders die neuen Tribute fand ich faszinierend. Es war beeindruckend, wie reflektiert und mutig sie trotz ihres jungen Alters handeln. Auch die Arena war wieder hervorragend gestaltet. Beim Lesen konnte man sich diesen Ort wirklich sehr lebhaft vorstellen.
Neben den neuen Figuren tauchen zudem auch viele bekannte Charaktere auf und ermöglichen spannende Einblicke in ihre Vergangenheit. Dabei wurden einige offene Fragen geklärt, was mir sehr gefallen hat. Besonders gelungen fand ich außerdem die erneute Verknüpfung zu den Covey, die bereits im Prequel X eine große Rolle spielten. Auch die Verbindung zu Katniss bzw. ihrer Familie wird deutlicher. Ich liebe es, wenn sich solche Puzzleteile nach und nach zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenfügen.
Ich empfehle dieses Buch definitiv allen „Tribute von Panem“-Fans. Meiner Meinung nach ist Haymitchs Geschichte essenziell für das Verständnis der Trilogie. Im Gegensatz zum Prequel X könnte ich mir sogar gut vorstellen, diesen Band vor den drei Hauptteilen zu lesen, da man von Anfang an einen ganz anderen Blick auf einige Figuren hätte.