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Angi_molly

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.03.2026

Tolles Buch

Tief
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Meinung: Der Einstieg hat mich sofort gepackt: Am Bodenseeufer wird die Leiche eines kleinen Jungen gefunden mit einer verstörenden Botschaft auf seinem Körper. Ein Fall, der Kommissar Heinzle und sein ...

Meinung: Der Einstieg hat mich sofort gepackt: Am Bodenseeufer wird die Leiche eines kleinen Jungen gefunden mit einer verstörenden Botschaft auf seinem Körper. Ein Fall, der Kommissar Heinzle und sein Team an ihre Grenzen bringt und mich direkt in seinen Bann gezogen hat. Das Cover gefällt mir auch richtig gut.
Der Thriller ist definitiv nichts für schwache Nerven sowohl wegen der teils brutalen Details als auch durch seinen schonungslosen Blick auf Themen wie Einwanderung, Vorurteile und Extremismus. Die Ermittlungen führen immer tiefer in eine Vergangenheit voller Schuld und Tragödien, während die Spannung durchgehend hoch bleibt.
Teilweise war mir die Handlung jedoch etwas überladen. Nicht jedes politische Thema hätte meiner Meinung nach eingebaut werden müssen, auch wenn ich es sehr stark finde, wie engagiert sich Rebekka diesen schwierigen Aspekten widmet.
Der Schreibstil ist eindringlich und sehr bildhaft, sodass ich mich oft mitten im Geschehen gefühlt habe. Die Twists waren für mich absolut unvorhersehbar. Mit den Charakteren bin ich allerdings nicht ganz warm geworden sie wirken zwar authentisch, blieben für mich emotional aber etwas auf Distanz.
Besonders beeindruckt hat mich, wie realitätsnah gesellschaftliche Missstände dargestellt werden.
Absolute Leseempfehlung

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.03.2026

Tolles Buch für zwischendurch

A Killer Crush
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Meinung: Das knallige Cover hat mich sofort neugierig gemacht und mein Interesse geweckt.
Eigentlich wollte die Filmexpertin Jamie Prescott beim Speed-Dating nur ein paar unterhaltsame Geschichten sammeln, ...

Meinung: Das knallige Cover hat mich sofort neugierig gemacht und mein Interesse geweckt.
Eigentlich wollte die Filmexpertin Jamie Prescott beim Speed-Dating nur ein paar unterhaltsame Geschichten sammeln, um später mit ihrer besten Freundin darüber zu lachen. Doch der Abend nimmt eine völlig unerwartete Wendung: Plötzlich fällt das Licht aus und als es wieder angeht, bricht Jamies Date tot zusammen. Schnell wird klar, dass niemand die Location verlassen kann und sich der Täter noch immer unter den Anwesenden befindet. Während Angst, Misstrauen und verzweifelte Fluchtversuche die Situation bestimmen, steckt Jamie plötzlich auch noch mitten in einem Liebesdreieck mit zwei Männern von denen einer der Killer sein könnte.
Der Einstieg ins Buch fiel mir allerdings etwas schwer. Zu Beginn nimmt sich die Handlung viel Zeit, wodurch sich die Geschichte für mich etwas gezogen hat. Erst nach einer Weile nimmt die Spannung richtig Fahrt auf.
Jamie hat mir als Hauptfigur gut gefallen. Sie ist selbstbewusst, clever und behält auch in schwierigen Situationen einen klaren Kopf. Besonders interessant fand ich, dass sie immer wieder auf typische Regeln aus Slasherfilmen zurückgreift, um zu überleben diese werden bereits zu Beginn des Buches vorgestellt. Das war eine originelle Idee und passt perfekt zur Geschichte.
Zu Beginn jedes Kapitels gibt es außerdem leicht abgeänderte Filmzitate. Die Idee dahinter fand ich sehr gelungen, auch wenn ich persönlich viele der Originalzitate nicht erkannt habe.
Der Schreibstil ist gut zu lesen und mit einer Prise Humor geschmückt. Die Charaktere wirkten auf mich jedoch etwas blass und distanziert, sodass ich keine wirkliche Bindung zu ihnen aufbauen konnte.
Die Mischung aus romantischen Momenten und Horror-Elementen hat für mich überraschend gut funktioniert.

Anfangs war ich etwas skeptisch, ob diese Kombination harmoniert, aber die Autorin hat hier eine gute Balance gefunden.
Allerdings empfand ich gerade den Mittelteil stellenweise als etwas langatmig. Einige Passagen waren sehr ausführlich beschrieben, wodurch die Handlung zwischendurch etwas an Tempo verloren hat. Das hat meinen Lesefluss ein wenig gebremst.
Im letzten Drittel zieht die Spannung dafür noch einmal deutlich an. Die Ereignisse überschlagen sich und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wer der Täter ist und wie die Geschichte endet.
Ein ungewöhnlicher und kreativer Genremix, der Humor, Romance und Slasher-Elemente miteinander verbindet

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.02.2026

tolles Buch

Das Signal
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Meinung: Ich habe bereits einige Bücher von Ursula Poznanski gelesen und mochte ihren Stil jedes Mal doch auf dieses hier war ich wirklich wahnsinnig gespannt. Und was soll ich sagen? Ich wurde definitiv ...

Meinung: Ich habe bereits einige Bücher von Ursula Poznanski gelesen und mochte ihren Stil jedes Mal doch auf dieses hier war ich wirklich wahnsinnig gespannt. Und was soll ich sagen? Ich wurde definitiv nicht enttäuscht. Viola Decker ist Innenarchitektin, deren Leben von einem Moment auf den anderen zerbricht. Ein Unfall in ihrem eigenen Zuhause verändert alles: Der baufällige Weinkeller stürzt ein, Viola überlebt doch sie verliert ein Bein. Zurück aus dem Krankenhaus ist nichts mehr wie vorher. Nicht nur ihr Körper ist plötzlich eingeschränkt, sondern auch ihr gesamtes Leben.
Ihr Mann Adam wirkt zunächst wie der perfekte Partner: hilfsbereit, fürsorglich, immer zur Stelle. Doch sehr schnell schleicht sich ein Gefühl ein, das mich beim Lesen nicht mehr losgelassen hat: Irgendetwas stimmt hier nicht. Adam trifft Entscheidungen über Violas Kopf hinweg, verhindert ihre Selbstständigkeit und engagiert ohne Rücksprache sogar eine Pflegerin. Viola ist plötzlich gefangen im Erdgeschoss ihres Hauses, in ihrem eigenen Körper und in einem Leben, das nicht mehr ihr gehört.

Dank bildhaften und flüssigen Schreibstil, wurde eine Atmosphäre aufgebaut, die mich komplett in den Bann gezogen hat. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Besonders stark fand ich die Ausarbeitung der Figuren, allen voran Viola. Ihr Kampfgeist und ihr Wille, sich nicht in eine Opferrolle drängen zu lassen, waren für mich absolut nachvollziehbar. Ich saß oft da und dachte: Ja. Genau so würde ich auch reagieren.
Das Bedrohliche an der Geschichte ist, dass die Angst nicht irgendwo draußen lauert sondern mitten im eigenen Zuhause. Dieses Gefühl von Misstrauen, das sich immer weiter ausbreitet, war unglaublich beklemmend. Lange wusste ich nicht, wem ich trauen kann. Jeder scheint etwas zu verbergen, jeder hat seine eigene Agenda.
Als plötzlich immer wieder Gegenstände aus Violas Reichweite verschwinden, greift sie zu technischen Hilfsmitteln: GPS-Tracker sollen ihr helfen, Kontrolle und Ordnung zurückzugewinnen. Anfangs wirkte das fast paranoid und ich gebe ehrlich zu, dass ich kurz gezweifelt habe, ob Viola nicht vielleicht übertreibt.
Doch je weiter ich gelesen habe, desto klarer wurde: Ihre Angst ist erschreckend berechtigt.
Besonders spannend fand ich, dass auch Viola selbst nicht frei von Geheimnissen ist. Lange bleibt offen, was sie verschweigt und genau dieses Rätsel hat mich zusätzlich an die Geschichte gefesselt. Viola lässt sich nicht einfach gehen… sie zerbricht. Und genau das hat mich emotional richtig getroffen.
Allerdings muss ich auch sagen: Die Spannung konnte für mich nicht durchgehend auf demselben Level gehalten werden. Im Mittelteil gab es ein paar kleinere Längen, und einen Teil der späteren Auflösung habe ich relativ früh kommen sehen. Das Ende war schlüssig und plausibel, aber nicht ganz so überraschend, wie ich es mir erhofft hatte.
Trotzdem hatte ich wirklich tolle Lesestunden.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.02.2026

tolles Buch

Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand
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Meinung: Manchmal reicht ein Blick auf ein Cover und ein Titel, um zu spüren: Dieses Buch wird etwas mit mir machen. Genau so ging es mir hier. Schon bevor ich die erste Seite aufgeschlagen habe, war ...


Meinung: Manchmal reicht ein Blick auf ein Cover und ein Titel, um zu spüren: Dieses Buch wird etwas mit mir machen. Genau so ging es mir hier. Schon bevor ich die erste Seite aufgeschlagen habe, war da diese leise Vorfreude und sie wurde nicht enttäuscht. Hyoyeong steht an einem Wendepunkt in ihrem Leben. Sie ist müde, suchend, braucht einen Neubeginn. Diesen findet sie in einem kleinen Briefladen in Seoul einem Ort, an dem die Zeit langsamer zu laufen scheint und Menschen einander auf eine ganz besondere, stille Weise begegnen. Das anonyme Briefsystem, bei dem Fremde einander schreiben, ohne sich zu kennen, ist das Herz dieser Geschichte. So unscheinbar und doch so tief berührend. Seite für Seite hatte ich das Gefühl, mitten in diesem Laden zu stehen, umgeben von Worten, Gedanken und leisen Hoffnungen.
Der Schreibstil ist sanft, feinfühlig und unglaublich atmosphärisch. Er schreit nicht, er flüstert und gerade dadurch geht er direkt ins Herz. Ich habe mich vollkommen fallen lassen können. Die Charaktere wirken echt und nah, mit all ihren Sorgen, Ängsten und kleinen Sehnsüchten. Niemand ist perfekt, jeder trägt etwas mit sich, und es war wunderschön zu sehen, wie sich manche von ihnen langsam verändern und wachsen.
Besonders geliebt habe ich den Aufbau mit Briefen, Tagebucheinträgen und Textpassagen. Jeder Brief fühlte sich an wie ein kleiner Blick in eine fremde Seele manchmal traurig, manchmal hoffnungsvoll, aber immer ehrlich. Die Atmosphäre des Buches ist so warm und tröstend, dass ich mir beim Lesen immer wieder gewünscht habe, dieser Briefladen würde wirklich existieren. Ein Ort, an den man nach einem anstrengenden Tag gehen kann, um kurz innezuhalten, durchzuatmen und sich weniger allein zu fühlen.
Dieses Buch war für mich wie eine Umarmung.
Absolute Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 30.01.2026

tolles Buch

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
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Meinung: Ich mag die Bücher von Emily sehr und war entsprechend gespannt auf ihr neues Werk. Cecilia steckt im Leben fest finanziell wie auch emotional. Nach dem Tod ihrer Mutter hält sie sich mit Online-Nachhilfe ...


Meinung: Ich mag die Bücher von Emily sehr und war entsprechend gespannt auf ihr neues Werk. Cecilia steckt im Leben fest finanziell wie auch emotional. Nach dem Tod ihrer Mutter hält sie sich mit Online-Nachhilfe und Jobs als Housesitterin gerade so über Wasser. Als sie schließlich auf einer einsamen Ostseeinsel in der luxuriösen Villa der Familie Waldner landet, wirkt das zunächst wie ein Glücksgriff: Ruhe, Meer, Abstand von allem. Doch diese Stille fühlt sich schnell falsch an. Zu leer. Zu beobachtend. Und man spürt früh: Cecilia ist nicht ohne Grund hier. Das Setting auf der Insel hat mich sofort gepackt. Dieses Gefühl von Abgeschiedenheit zieht sich beklemmend durch das gesamte Buch. Über allem schwebt ständig etwas Ungesagtes, als würde jede Figur ein Geheimnis mit sich herumtragen. Genau diese Atmosphäre hat mich neugierig gemacht, auch wenn die Spannung für mich nicht durchgehend auf gleich hohem Niveau blieb.
Der Schreibstil ist bombastisch, fesselnd und sehr flüssig. Die Kapitel haben eine angenehme Länge, sodass man schnell vorankommt. Die Charaktere blieben für mich jedoch etwas auf Distanz, und ich konnte nicht zu allen eine echte Bindung aufbauen. Cecilia war mir anfangs nicht sofort sympathisch, aber je weiter ich las, desto besser konnte ich ihre Handlungen nachvollziehen.
Die Erzählweise aus drei Perspektiven hat mir gut gefallen, da sie Abwechslung bringt und tiefere Einblicke in verschiedene Figuren ermöglicht. Auch die Rückblicke in die Vergangenheit fand ich gelungen und bereichernd für die Geschichte.
Der Mittelteil hat sich stellenweise etwas gezogen und enthielt ein paar Wiederholungen, was den Lesefluss kurzzeitig gebremst hat, aber nicht tragisch. Das letzte Drittel hingegen war genial: Tempo, Spannung und überraschende Wendungen waren endlich voll da. Hier zeigt die Geschichte, was wirklich in ihr steckt. Das Ende hat mich überrascht und insgesamt sehr zufrieden zurückgelassen.
Absolute Leseempfehlung

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