Profilbild von trappedinmagic

trappedinmagic

Lesejury Profi
offline

trappedinmagic ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit trappedinmagic über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.01.2026

Mein fast liebster Fitzek

Das Kalendermädchen
0

Meine Meinung:

Dieses Buch hat mich verwirrt, das meine ich im positiven Sinn! Mittlerweile habe ich schon einige Fitzek Bücher gelesen und liebe es, jedes Mal wieder den Stil vom Autor zu erkennen. Das ...

Meine Meinung:

Dieses Buch hat mich verwirrt, das meine ich im positiven Sinn! Mittlerweile habe ich schon einige Fitzek Bücher gelesen und liebe es, jedes Mal wieder den Stil vom Autor zu erkennen. Das Cover finde ich super (vor allem die Special Edition, bei der man den „Schnee“ wegwischen konnte, geniale Idee). Die Hauptfigur war mir grundsätzlich sympathisch, ich muss aber sagen, dass sie mir bei Thrillern häufig auf oberflächlicher Ebene sympathisch sind, da ich oft das Gefühl habe, dass aufgrund der Seitenzahl und des Handlungsverlaufs keine wirkliche Tiefe möglich ist.

Die Grundidee des Kalendermädchens fand ich unglaublich spannend und habe das Buch verschlungen und in wenigen Tagen beendet. Die Handlung ist von Zeitsprüngen durchzogen, immer wieder wurde ich beim Lesen hin und her geworfen, wenn es spannend wurde. Ich mochte die Zeitsprünge, da ich beim Lesen mitdenken musste und ich auch immer neugieriger wurde, je näher ich der Auflösung des ganzen Rätsels kam. Ich muss gestehen, dass ich so neugierig war und mir irgendwie erhofft hatte, hinter jede der Türen zu schauen, aber vielleicht ist es auch besser so, dass nicht jede Grausamkeit explizit dargestellt wurde.

ich mag es sehr, dass ich bei Fitzek Thrillern immer bis zur Hälfte der Geschichte in totaler Dunkelheit tappe und sich dann nach und nach der Nebel lichtet und ich mir denke, wie man sich sowas ausdenken kann??? Wie kommt diese Geschichte in den Kopf eines Autors und dann zu Papier?? Super gemacht, wirklich, einige Aspekte konnte ich mir denken, andere wiederum nicht und hatte dadurch teilweise echt Herzrasen!

Fazit:

Die Thematik des Kalendermädchens hat mich Tage danach auch nicht losgelassen. Ich habe lange nach dem Beenden des Buches noch die Bräuche und Traditionen rund um die Kerze im Fenster durchstöbert. Was eigentlich eine andächtige Tradition ist wurde hier ins Grausame umgekehrt, für mich auf jeden Fall gut gelungen! Das Kalendermädchen gehört für mich zu den verstörendsten und aufreibendsten Thriller, es kann Playlist für mich persönlich nicht toppen, war aber trotzdem ein tolles Buch!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.01.2026

Cozy Fantasy mit Ghibli Flair!

Die Wahrsagerin kleiner Schicksale
0

So, wie das Cover aussieht, so hat sich die Geschichte beim Lesen angefühlt. Als ich gesehen habe, dass dieses Buch bald rauskommt, wollte ich es unbedingt lesen! Ich habe mich nach „cosy fantasy“ gesehnt ...

So, wie das Cover aussieht, so hat sich die Geschichte beim Lesen angefühlt. Als ich gesehen habe, dass dieses Buch bald rauskommt, wollte ich es unbedingt lesen! Ich habe mich nach „cosy fantasy“ gesehnt und genau das habe ich hier bekommen.

Wir begleiten Tao, die herumreist und kleine Details der Schicksale anderer voraussagt. Sie wird auf ihrer Reise von mehreren Charakteren begleitet, die nach und nach zu ihrer Familie werden. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und mir schnell ans Herz gewachsen. Ich habe noch nicht sehr viele Geschichten mit dem found family trope gelesen, stelle es mir aber genau so vor, hier ist die Umsetzung dieses tropes absolut gelungen!

Beim Lesen habe ich mich wie bei einem Ghibli-Film und teilweise auch wie in der Sternenwander gefühlt. Das Worldbuilding und die Handlung haben teilweise für mich unter der Atmosphäre gelitten, was mich aber in dieser Geschichte nicht weiter gestört hat, da ich hier auch keinen spannenden High Fantasy Roman erwartet hatte. Die verschiedenen Etappen der Reise dieses ungewöhnlichen Gespanns ging episodisch vorwärts. Es gibt hier keine Cliffhänger oder starke spannungsgeladenen Szenen, die mich als Leser gezwungen hätten, weiter zu lesen. Teilweise musste ich mich ein wenig zusammen reißen, weiter zu lesen, ich wollte aber einen Roman lesen, der meinen Alltag komplett entschleunigt. Das hat Tao mit ihrer gemütlichen Geschichte geschafft. Was am Anfang sehr ruhig beginnt, wird zum Ende hin doch zu einer Handlung, die auch politische Auseinandersetzungen und Krieg behandelt.

Ich glaube, dass diese Geschichte nicht für jeden Leser etwas ist, da hier keine krassen Spannungskurven zu finden sind. Jedoch kann Taos Geschichte für Fans von Spielen wie Stardew Valley, Story of Seaons oder Faefarm sind.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.05.2025

Es hat mich zu Tränen gerührt!

Die Katze, die nach Weisheit sucht
0

Meine Meinung:

Dieses Buch hat mich tief bewegt und beim Lesen zu Tränen gerührt. Der Lesende begleitet hier die Katze, die nach dem inneren Frieden für sich selbst sucht. Sie macht sich auf, um nach ...

Meine Meinung:

Dieses Buch hat mich tief bewegt und beim Lesen zu Tränen gerührt. Der Lesende begleitet hier die Katze, die nach dem inneren Frieden für sich selbst sucht. Sie macht sich auf, um nach der sagenumwobenen Kiefer zu suchen, in deren Geäst sie alles finden soll, wonach sie schon so lange sucht. Ihre Reise ist lang, beschwerlich und voller Zufallsbegegnungen. Jede einzelne dieser Begegnungen hat eine Moral, eine Botschaft für den Lesenden und auch für die Katze selbst. Besonders hat mich dabei die Begegnung mit dem Affen getroffen, der Affe, welcher alles in seinem Leben so zerdenkt, dass seine Gedanken so laut sind und er dadurch seinen inneren Frieden nicht finden kann. Als Mensch, der sehr viel overthinking betreibt, konnte ich mich gut (vielleicht zu gut) in seine Lage hinein versetzen und musste dann doch ein paar Tränen weg blinzeln.

Aber auch der weitere Verlauf der Reise mit dem Tiger an der Seite der Katze mochte ich sehr. Dieses Buch ist voller Weisheiten und Momente, die mir im Gedächtnis geblieben sind.
Und dann kam das kleine Kätzchen und hat es geschafft, der Katze das aufzuzeigen, wonach sie eigentlich in ihrem Herzen gesucht hat. Die Reise ist das Ziel, die Hindernisse sind der Weg. In jedem Problem, das uns in unsere mLeben begegnet gibt es eine positive Antwort. Ohne Regen können keine Blumen wachsen.


Diese Reise war etwas ganz besonderes, ich mochte vor allem auch die zahlreichen Illustrationen, die vom Autor selbst stammen. Durch die bildliche Darstellung hatte ich nochmal einen intensiveren Bezug zu der Geschichte der Katze.

Fazit:

Ich empfehle dieses Buch jedem, der ein wenig Ruhe und Frieden in seinem Leben braucht und auf spielerische Art zu ein paar intensiven Erkenntnissen kommen möchte. Diese Geschichte hat alles, was es braucht, wenn wir wieder einmal an uns zweifeln. Diese Geschichte ist eine Umarmung in Buchform.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.05.2025

Bandengeschichten? I'm in!

A Tempest of Tea
0

Meine Meinung:

Am Anfang war da das Cover, das Design hat mich unglaublich gereizt und neugierig gemacht! Dann habe ich in die Leseprobe reingesehen und mich in den ersten Satz verliebt. Ich habe eine ...

Meine Meinung:

Am Anfang war da das Cover, das Design hat mich unglaublich gereizt und neugierig gemacht! Dann habe ich in die Leseprobe reingesehen und mich in den ersten Satz verliebt. Ich habe eine ungeheure Schwäche für erste Sätze, wenn sie es mir nicht antun, dann lese ich die Bücher meistens nicht weiter. In diesem Fall hat mich mein gutes Gefühl nicht getäuscht.

Bandengeschichten haben es mir angetan, seit ich „Das Lied der Krähen“ gelesen habe, ich mag es irgendwie wenn die Protagonisten Hilfe bekommen und das Buch dadurch eine emotionale Tiefe erhält. Dazu kommt meistens der tolle Humor, den einige der Bandenmitglieder zwangsläufig haben, um sich zum Publikumsliebling zu entwickeln. Gut, manchmal berühren mich auch die ruhigen und besonnenen Charaktere. Hier war es der Autorin sehr gut gelungen, die einzelnen Charaktere und ihre Persönlichkeitsentwicklungen gut darzustellen, so dass ich mich in sie hineinversetzen konnte.

Die Welt von Ettenia ist rau und gefährlich, mit der Idee ein Teehaus tagsüber und ein Bluthaus bei Nacht zu führen hätte Arthie Kai Brekkers Schwester sein können (wer ihn kennt, weiß wovon ich rede! Riesige Empfehlung der Serie „Shadow and Bone“ an dieser Stelle).

Das war für mich das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe und ich mochte ihren Schreibstil sehr gern. Durch ihre bildhaften Beschreibungen habe ich die Atmosphäre von White Roaring selbst gefühlt und mir die Straßen sehr gut vorstellen können. Ich mochte vor allem die Verschmelzung von der viktorianischen Architektur und den in dieser Stadt lebenden Wesen. Auch die Seitenzahl hat für mich komplett gepasst, die Geschichte wäre auf 700 oder mehr Seiten zu langatmig geworden und bei nur 300 Seiten zu kurz, so war sie ein echter Pageturner!

Fazit:

Ich mochte die ganze Bande (und Laith natürlich), die Geschwisterliebe bzw. die emotionale Verbindung zwischen Arthie und Jin hatte beim Lesen einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen! Ich freue mich sehr auf den nächsten Band, es war mir eine Freude, dem Clou beizuwohnen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.04.2024

Ein zweiter Band, der dem ersten in nichts nachsteht!

Berlin Monster - Ein Dieb kommt selten allein
0

Meine Meinung:

Ich liebe das Cover, das nur mal so vorweg (aber das ist auch verwunderlich, da ich das Cover des ersten Bandes schon sehr mochte).

Die Autorin schafft es, in unser geliebtes (manchmal ...

Meine Meinung:

Ich liebe das Cover, das nur mal so vorweg (aber das ist auch verwunderlich, da ich das Cover des ersten Bandes schon sehr mochte).

Die Autorin schafft es, in unser geliebtes (manchmal auch verhasstes) Berlin eine Fantasywelt zu integrieren, die uns als Lesende den grauen Alltag vergessen lässt. Ich mag es sehr, wenn Bücher in dem Land spielen, in dem ich aufgewachsen bin und wo ich mich dann an einigen Stellen die Orte sehr gut vorstellen kann, da ich dort selbst schon war. Das Berlin um die Privatdedektivin Lucy ist ein einzigartiges und magisches und manchmal zweifle ich daran, ob das Berlin, welches die Autorin hier beschreibt nicht auch der Wahrheit entspricht.

Die Hauptperson Lucy hat mir schon im ersten Teil gefallen und ihr Humor und ihr Zynismus hat sich nicht verändert, so dass es sich wie ein „nach Hause kommen“ angefühlt hat. Aki ist mal mein Schwarm und Cosima ist einfach ein Schatz. Von so einer tollen WG träumt doch jeder Mensch irgendwie…Die anderen Nebencharaktere haben genauso viel Seele, wie die Hauptpersonen. Dieser Band war jedoch von Lucys Gefühlen ausgehend etwas düsterer als der erste, was aber nicht verwunderlich war, angesichts ihrer Gedanken um ihre Situation und sich selbst. Das Geheimnis um Aki lässt auf einen weiteren Teil hoffen und ich hoffe, dass mich mein Gefühl nicht täuscht.

Da fällt mir noch ein weiterer Aspekt ein, den ich sehr mochte: in den Romanen kommen nicht die typischen Wesen vor, über die wir Lesende schon sehr viel gelesen haben. Die Wesen hier sind anders, sie stammen aus Mythen, Sagen und Märchen, wie zum Beispiel die Regentrude oder Til Eulenspiegel, der hier auch eine größere Rolle spielt. Dazu kommt, dass einige Stifs (die Wesen) im Berliner Dialekt sprechen, was sie für mich sehr herzlich gemacht hat, ich mochte sie sofort lieber und habe mir die Aussprache dann belustigt im Kopf vorgestellt.

Die Geschichte lebt von verschiedenen Handlungssträngen, die alle ineinander verworren sind und am Anfang kurz ein wenig überfordern können. Aber genau das ist ja der Sinn eines Kriminalromans; wenn ich von Anfang an erahnen könnte, wer der Böse ist, wäre das Buch direkt vorbei. Dieser Fall war in keinem einizigen Moment langweilig und ich habe mit allen, die daran beteiligt waren mitgefiebert.

Fazit:

Ich habe das Buch zweimal gelesen, einmal im letzten Jahr und jetzt 2024 noch einmal, da ich leider im Rausch meines Lebens meine Rezension nicht geschrieben habe. Ich bin beide Male durch das Buch geflogen und würde es jedes Mal wieder lesen (ja, obwohl ich schon weiß was passiert). Diese Wesen in Berlin bringen mich der ganzen Geschichte näher und es hat unglaublichen Spaß gemacht, Lucy in ihrem zweiten großen Fall begleiten zu dürfen. ich würde es jedes Mal wieder tun!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere