Eindrücklich
Schatten von PotsdamIm Umfeld von Reichen und Superreichen ermittelt es sich schwer. Das müssen Paula Osterholz und Henry Wullitzer feststellen, als sie ans Ufer der Havel nahe der Glienicker Brücke gerufen werden, weil dort ...
Im Umfeld von Reichen und Superreichen ermittelt es sich schwer. Das müssen Paula Osterholz und Henry Wullitzer feststellen, als sie ans Ufer der Havel nahe der Glienicker Brücke gerufen werden, weil dort ein toter Schüler im Wasser treibend gefunden wird. Man geht davon aus, das er von der Glienicker Brücke in den Tod gestürzt ist. Ob freiwillig oder durch Gewalteinwirkung Dritter oder verunfallt nicht gleich klar, aber die Untersuchungen ergeben: Da hat einer nachgeholfen. Ist es ein Delikt im Drogenmilieu? Denn bald stellt sich heraus, dass der Neunzehnjährige Drogen vertickt hatte. Man stößt auf eine Mauer von Arroganz bei den Eltern des Schülers, man ist schließlich mit dem Polizeipräsidenten und dem Innenminister bestens bekannt. Wenig hilfreich ist in diesem Zusammenhang auch, dass bereits unmittelbar nach Auffinden des Toten dessen Name in den social media gepostet wurde, dass der Freundeskreis des Toten selbst ermittelt und dass eine Freundin aus diesem Kreis plötzlich auch verschwindet und kurz darauf tot aufgefunden wird. Ein vertrackter Fall. Ruhig, dennoch nicht spannungsarm, aus Sicht der Ermittler, aber auch aus Sicht der Täterseite erzählt, enthüllt sich eine tragische Geschichte rund um Machtmissbrauch, Mobbing und dem Unheil, das mit social media über Individuen ausgeschüttet werden kann. Die Gewissenskonflikte sind gut überbracht.