Gelungene Mixtur
ERBSCHULDDie Geschichte wogt ziemlich hin und her, wechselt in kurzen Abschnitten von Südafrika nach Österreich und Ostwestfalen, macht kurz Halt im Sauerland und springt wieder zurück. Was mit einem verschwundenen ...
Die Geschichte wogt ziemlich hin und her, wechselt in kurzen Abschnitten von Südafrika nach Österreich und Ostwestfalen, macht kurz Halt im Sauerland und springt wieder zurück. Was mit einem verschwundenen österreichischen Ehepaar beginnt, das in Ostwestfalen lebte und von dort zu einem Aufenthalt in Südafrika aufgebrochen, aber nicht mehr zurückgekommen war, weitet sich schnell zu Mehrfachmorden aus, Allesamt getarnt: als Unfall, Selbstmord, unglücklicher Verlauf einer Schönheits-OP und andere Unwägbarkeiten. Man muss aufpassen, den Anschluss nicht zu verlieren ob der verschiedenen Örtlichkeiten, Ermittler, Opfer und deren Umfeld, das die Ermittelnden nach und nach durchleuchten und zusammenführen. Der österreichische Sonderermittler in Südafrika, später in Bielefeld, der österreichische Postenkommandant in Fuschl, später ebenfalls in Ostwestfalen unterwegs, der sauerländische Kommissar, den es ebenfalls dorthin verschlägt und schließlich noch der Bielefelder Kriminalkommissar recherchieren akribisch und genauso wird die Geschichte auch dargestellt. Nicht ohne die Personen gehörig auf die Schippe zu nehmen, allein durch deren gegenseitige Vorurteile. Und auch die durch ihre „Nichtexistenz“ bekannte Stadt Bielefeld bekommt ihr Fett weg. Eine gelungene Mixtur, die Spannung und Augenzwinkern bietet. Der Titel sehr treffend.