Zwei Fremde, ein Roadtrip, viele Gefühle
unbezahlte Werbung - Rezensionsexemplar
„Get away with me“ hat mich von der ersten Seite an abgeholt. Die Grundidee ist ungewöhnlich, aber spannend: Eine flüchtige Bankräuberin trifft auf einen trauernden ...
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„Get away with me“ hat mich von der ersten Seite an abgeholt. Die Grundidee ist ungewöhnlich, aber spannend: Eine flüchtige Bankräuberin trifft auf einen trauernden Jurastudenten, der gerade Abschied von seiner verstorbenen Freundin nimmt und gemeinsam brechen sie zu einem Roadtrip quer durch die USA auf. Was zunächst nach einem klassischen Roadtrip-Roman klingt, entwickelt schnell mehr Tiefe als bloße Klischees.
Der Schreibstil ist flüssig und sehr leicht zugänglich. Landschaften, Motels, Highways und Begegnungen werden so lebendig beschrieben, dass man das Gefühl hat, selbst mit im Auto zu sitzen und die Weite der USA an sich vorbeiziehen zu sehen. Man merkt deutlich, dass die Autorin selbst einen Roadtrip durch die USA gemacht hat. Die Details wirken echt und liebevoll beobachtet.
Besonders gelungen fand ich die Mischung aus ernsten, tiefgründigen Themen und überraschend viel Humor. Trotz Trauer, Schuld und moralischer Fragen verliert das Buch nie seine Leichtigkeit und schafft es immer wieder, mit witzigen Momenten aufzulockern, genau im richtigen Maß.
„Get away with me“ ist für mich eine Geschichte über Verlust, Nähe und das Nachvorneschauen, die berührt und unterhält.