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Veröffentlicht am 23.02.2026

Zwischen Lügen, Geheimnissen und der Wahrheit

Spiel des Lügners
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Mit Spiel des Lügners hatte ich einen etwas holprigen Start. Ich habe eine Weile gebraucht, um richtig in den Hör-Flow zu kommen – und selbst danach gab es immer wieder Phasen, in denen ich gedanklich ...

Mit Spiel des Lügners hatte ich einen etwas holprigen Start. Ich habe eine Weile gebraucht, um richtig in den Hör-Flow zu kommen – und selbst danach gab es immer wieder Phasen, in denen ich gedanklich abgeschweift bin, weil mich das Geschehen nicht durchgehend zu 100 % fesseln konnte.

Dabei bringt die Geschichte eigentlich richtig spannende Ansätze mit: Das gesamte System rund um Geheimnisse, Macht und Manipulation ist originell und mal etwas anderes. Besonders mochte ich die Erzählweise – einerseits erforscht man gemeinsam mit Lola die Geheimnisse, andererseits erlebt man als „Lügner“ parallel das Mysterium rund um sie selbst. Diese doppelte Perspektive hat der Geschichte eine interessante Dynamik verliehen.

Lola ist eine ungewöhnliche Protagonistin, was ich sehr erfrischend fand. Sie ist nicht die typische „wunderschöne“ und „makellose“ Heldin – allein die Tatsache, dass sie eine Brille trägt, fühlt sich in diesem Genre fast schon besonders an. Das mochte ich wirklich gern. Gleichzeitig war sie mir stellenweise etwas zu naiv und gutgläubig. Ich hätte mir gewünscht, dass sie mehr hinterfragt, mehr zweifelt, mehr selbst kombiniert.

Der Lügner hat mir als Figur sehr gut gefallen – geheimnisvoll, ansprechend und mit einer starken Präsenz. Der Dieb hingegen war mir relativ schnell unsympathisch...

Das Setting und die Grundidee fand ich insgesamt spannend und atmosphärisch. Allerdings fehlte mir beim Hören immer wieder ein gewisser Spannungsbogen, der mich dauerhaft mitgerissen hätte. Es gab starke Momente – aber eben auch einige, in denen ich den Flow verloren habe.

Ein großes Lob geht an die Sprecher:innen: Die Vertonung war authentisch, stimmlich sehr passend besetzt und hat den Figuren Leben eingehaucht. Gerade in einem Hörbuch ist das enorm wichtig – und hier wurde definitiv gute Arbeit geleistet.

Mit der Bewertung tue ich mich tatsächlich etwas schwer. Ich mochte die Geschichte, das Konzept und viele der Figuren – aber die fehlende durchgehende Spannung hat mein Hörerlebnis immer wieder gebremst.

Insgesamt ein interessantes, kreatives Hörbuch mit starken Ideen und gelungenen Sprecher:innen – auch wenn es mich emotional nicht konstant packen konnte.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

ein vielversprechender Auftakt mit wachsender Sogwirkung

Royal Houses – Haus der Drachen
5

Der Einstieg in Royal Houses fiel mir zunächst etwas schwer. Besonders die Erzählweise aus der dritten Perspektive war für mich ungewohnt und erschwerte es mir anfangs, eine direkte Verbindung zu Kerrigan ...

Der Einstieg in Royal Houses fiel mir zunächst etwas schwer. Besonders die Erzählweise aus der dritten Perspektive war für mich ungewohnt und erschwerte es mir anfangs, eine direkte Verbindung zu Kerrigan aufzubauen. Auch die Handlung entwickelt sich im ersten Abschnitt eher gemächlich: Der Fokus liegt stark auf der Einführung der Welt und der Figuren, was zwar notwendig ist, sich aber stellenweise etwas zäh anfühlt.

Ab dem zweiten Drittel nimmt die Geschichte jedoch deutlich an Tempo auf – und mit ihr auch der Lesespaß. Ich fand endlich in den ersehnten Leseflow. Die Dynamik zwischen den Charakteren, insbesondere zwischen Kerrigan und Fordham, verleiht der Handlung Tiefe und sorgt für emotionale wie auch spannende Momente. Freundschaften, Zusammenhalt und Teamwork spielen eine zentrale Rolle und tragen maßgeblich dazu bei, dass die Geschichte lebendig wirkt.

Auch das letzte Drittel weiß noch einmal zu überraschen und bringt neue Impulse in die Handlung. Besonders gelungen ist, wie viele offene Fragen am Ende zurückbleiben: Sie wecken Neugier, regen zum Nachdenken an und erzeugen einen starken Lesedrang auf den nächsten Band. Genau dieser offene Ausblick macht den Reiz des Buches aus und sorgt dafür, dass man unbedingt weiterlesen möchte.

Insgesamt ist Royal Houses ein gelungener Auftakt, der etwas Geduld verlangt, diese aber belohnt. Zwar braucht es eine gewisse Anlaufzeit, um ganz in der Geschichte anzukommen, doch ab der zweiten Hälfte entfaltet sich eine fesselnde Dynamik. Eine unterhaltsame Lektüre, die Lust auf mehr macht und neugierig auf die Fortsetzung stimmt.

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Veröffentlicht am 31.01.2026

Gut für nebenbei, aber kein Pageturner

These Ancient Flames 1: Awake
0

Ich fand das Hörbuch insgesamt okay, konnte mich aber leider nicht komplett in seinen Bann ziehen. Der Einstieg ist gut gelungen und spannend, macht neugierig und verspricht mehr, als die Geschichte dann ...

Ich fand das Hörbuch insgesamt okay, konnte mich aber leider nicht komplett in seinen Bann ziehen. Der Einstieg ist gut gelungen und spannend, macht neugierig und verspricht mehr, als die Geschichte dann lange Zeit einlöst. Nach dem Anfang fehlt es über weite Strecken an echter Spannung, sodass sich kein richtiger Suchtfaktor entwickelt. Erst bei etwa 70–80 % zieht die Handlung wieder deutlich an und wird spannender.
Für etwas Abwechslung und „Action“ sorgen zwischendurch die spicy Szenen – auch wenn die erste Szene sehr schnell eintritt und die anderen etwas abrupt als Reaktion auf Streit und Stress entstehen. Das hat zwar kurz unterhalten, konnte die fehlende Spannung der Story aber nicht vollständig ausgleichen.
Die Sprecher*innen haben mir gut gefallen und passten meiner Meinung nach auch zu den jeweiligen Charakteren, was das Hörbuch angenehm für nebenbei gemacht hat. Dennoch bleibt für mich die Storyline der größte Schwachpunkt: Es passiert zwar schon etwas, aber irgendwie gleichzeitig auch nicht genug, um wirklich fesselnd oder mitreißend zu sein. Erst am Ende fügt sich alles zusammen und es gibt einen Plot Twist, der rückblickend interessant ist – aber für meinen Geschmack kommt das einfach zu spät.
Unterm Strich war These Ancient Flames für mich nett zum Nebenbei-Hören, aber nicht mehr. Deshalb vergebe ich 3,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

ein solider Auftakt mit starken Momenten, aber auch Schwächen

A City of Flames
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Rina Vasquez’ A City of Flames bietet eine faszinierende Grundidee: Eine junge Frau, die Rache für den Tod ihres Vaters an Drachen sucht, tritt einer Eliteeinheit bei und muss bald lernen, dass nicht alles ...

Rina Vasquez’ A City of Flames bietet eine faszinierende Grundidee: Eine junge Frau, die Rache für den Tod ihres Vaters an Drachen sucht, tritt einer Eliteeinheit bei und muss bald lernen, dass nicht alles so schwarz‑weiß ist, wie es zunächst scheint. Die Prämisse mit Drachen, Venatoren und magischen Kreaturen ist spannend und hat großes Potenzial – und an einigen Stellen zahlt sich das auch aus. Trotz dieser starken Ausgangsidee konnte mich das Hörbuch leider nicht durchgehend fesseln. Die ersten zwei Drittel ziehen sich für mich merklich: Es fiel mir oft schwer, wirklich gebannt zuzuhören, und ich habe mich mehrmals dabei ertappt, dass ich nicht voll im Geschehen drin war. Gerade im mittleren Teil fehlte mir der richtige „Page Turner“-Effekt, sodass die Spannung erst spät richtig zündete. Für mich blieb das Tempo teils zu gleichmäßig und die Erzählung zu behäbig, was mich als Hörbuch weniger mitgerissen hat – vielleicht wäre es im gedruckten Buch als Leser (der selbst vorblättern kann) etwas leichter gewesen, sich tiefer hineinfallen zu lassen. Teilweise waren auch Figuren und Handlungen für mich etwas zu oberflächlich und Reaktionen, vor allem die von Nara, teils unüberlegt oder für mich nicht nachvollziehbar - der Funke wollte irgendwie nicht hunderprozentig rüberspringen.
Das (Hör-)Buch ist ein solider Auftakt mit starken Momenten, aber auch klaren Schwächen in der Spannungskurve.

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Veröffentlicht am 24.10.2025

Zwischen Unterdrückung, Magie und zarter Hoffnung

Rose in Chains
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Ich habe das Buch wegen des „Dramione“-Hypes gekauft und war dementsprechend neugierig – und mit hohen Erwartungen gestartet. Teilweise wurden diese erfüllt: Die Story ist spannend, wendungsreich und mit ...

Ich habe das Buch wegen des „Dramione“-Hypes gekauft und war dementsprechend neugierig – und mit hohen Erwartungen gestartet. Teilweise wurden diese erfüllt: Die Story ist spannend, wendungsreich und mit einem faszinierenden Magiekonzept versehen. Wer düstere, konfliktreiche Fantasy mit einer Prise Romantik mag, dürfte hier auf seine Kosten kommen.
Briony lebt in einer Welt, in der Frauen wenig gelten und sich strengen gesellschaftlichen Regeln beugen müssen. Zwischen familiären Erwartungen, Schulalltag und gefährlichen Geheimnissen kämpft sie um Freiheit – und begegnet dabei Toven, einem Jungen, der ihre Überzeugungen ins Wanken bringt.

Die Art, wie Briony in der Schule behandelt wird und was ihr Vater von ihr verlangt, hat mich stellenweise wirklich wütend gemacht. Diese ständige Unterdrückung und das „Frauen müssen sich fügen“-Denken waren schwer zu ertragen – gleichzeitig aber erschreckend realistisch dargestellt. Die Haltung der Jungs: einfach ekelhaft.

Umso spannender fand ich Brionys Entwicklung und die Beziehung zu Toven. Zwischen Misstrauen, Loyalität und unausgesprochenen Gefühlen entsteht eine fesselnde Dynamik, die das Buch trägt. Auch das Magiesystem ist kreativ und gut durchdacht.

Kleine Kritikpunkte: Einige Rechtschreibfehler haben mich kurz aus dem Lesefluss gebracht. Außerdem ging es stellenweise brutaler zu, als ich es nach dem Hype erwartet hatte – Liebe und Romantik standen eher im Hintergrund.

Insgesamt eine mitreißende, manchmal schwer verdauliche Geschichte über Stärke, Unterdrückung und Selbstfindung.
⭐️ 3,5 von 5 Sternen – Tendenz nach oben für Atmosphäre und Spannung, nach unten für die Brutalität und den fehlenden Romantikfokus.

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