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Veröffentlicht am 01.05.2026

Nicht ganz überzeugend

The House Witch 1
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Fantasy ist nicht mein Lieblingsgenre, aber cosy fantasy lese ich ganz gerne mal, wenn mich ein Buch anspricht. Bei "The House Witch" war das der Fall: es hat ein wunderschönes Cover (das perfekt zum Inhalt ...

Fantasy ist nicht mein Lieblingsgenre, aber cosy fantasy lese ich ganz gerne mal, wenn mich ein Buch anspricht. Bei "The House Witch" war das der Fall: es hat ein wunderschönes Cover (das perfekt zum Inhalt passt), es soll "eine Tasse Kakao in Buchform" sein, der Klappentext klang toll, die Leseprobe überzeugte ... das konnte eigentlich nur gut werden, dachte ich. Leider lässt mich "The House Witch" aber ziemlich zwiegespalten zurück.

Kulisse ist der Hof des Königreiches Daxaria. Im Mittelpunkt steht Finlay Ashowan, der neue Koch. Er kocht nicht nur unglaublich gut, sondern ist eine Hexe. Eine ganz besondere Hexe - eine Haushexe.
Es droht ein Krieg mit dem Nachbarreich, und auch sonst geht es bei Hofe nicht ruhig zu: es gibt natürlich viele Intrigen!

The House Witch ist eine auf drei Bände angelegte Reihe. Geworben wird u.a. mit Tiefe und überraschenden Wendungen.

Die Idee der Autorin fand ich toll - die Kulisse, Magie, das kulinarische Element ... dieser Auftakt hatte so viel Potenzial, aber leider ist die Umsetzung nicht so gelungen; es wurde viel Potenzial verschenkt.
Die Kulisse ist toll. Der Hof gefiel mir, und gerade auch das kulinarische Element. Die Szenen in der Küche gehörten zu meinen absoluten Liebingsszenen. Auch die Magie wurde gut eingebunden, und die Idee mit der Haushexe ist originell.
Der Schreibstil der Autorin ist großartig! Dieser sowie die Atmosphäre der Geschichte haben mir von Anfang bis Ende sehr gefallen. Auch einige Figuren, etwa Finlay, Finlays Mutter, Eric bzw. generell die Königsfamilie ... sind absolut gelungen.
Intrigen und alles, was sonst noch versprochen wurde, bekommt der Leser auch.
Gemütliche Szenen wechseln sich mit Spannung und Gefahr ab, wobei erst relativ spät mehr Tempo in die Geschichte kommt. Es ist insgesamt definitiv cosy fantasy. Mir gefiel das, weil ich das Genre mag.
Aber es ist definitiv ein ruhiger erster Band, in dem unterm Strich nicht viel passiert. Mir gefiel es, für mich war es richtig, auch, weil ich das kulinarische Element sehr mochte - aber für eingefleischte Fantasy-Leser könnte es zu langweilig sein.

Leider gibt es aber auch Kritikpunkte:
Es gibt immer wieder Längen. Dieser Auftaktband zieht sich leider immer wieder ziemlich. Man hätte ihn gut straffen und Seiten einsparen können. Das hätte ihm gutgetan.
Die Autorin wollte zu viel in diesen ersten Band packen. Zu viele Dinge werden anfangen, dann aber im Sande verlaufen lassen bzw. jedenfalls nur oberflächlich angekratzt. Das führt dazu, dass der Leser den Überblick verliert. Generell fehlt diesem Auftaktband der rote Faden.
Die beworbene Tiefe und die überraschenden Wendungen habe ich ehrlich gesagt vermisst - da hatte ich, nachdem damit geworben wurde, irgendwie mehr erwartet.
Und: Während auch der Humor diese Reihe ausmacht und dieser mir oftmals gut gefallen und gut gepasst hat, war er an mehreren anderen Stellen einfach völlig misslungen. Es gab Szenen, die auf Biegen und Brechen lustig sein sollten und es dann einfach definitiv nicht waren. Hier war der Humor dann einfach too much und völlig deplatziert.
Auch Dinge wie die ständigen Saufgelage haben mir überhaupt nicht gefallen.
Auch eine Personenübersicht zu Beginn wäre hilfreich gewesen.

Am Ende dieses Auftaktbandes bleibe ich leider ziemlich unschlüssig zurück - stellenweise habe ich ihn wirklich gerne gelesen, stellenweise musste ich mich leider ziemlich durchkämpfen.
Ich bin eigentlich schon gespannt darauf, wie es weitergehen wird, weiß aber noch nicht, ob ich die Folgebände wirklich lesen will und werde. Ich befürchte v.a., dass diese sich wieder so ziehen könnten ... vermutlich werde ich die Leseprobe und erste Rezensionen lesen und dann entscheiden. Aber die Begeisterung ist leider definitiv nicht so groß, dass ich unbedingt weiterlesen will und den zweiten Band kaum abwarten kann ...

Fazit: Tolle Kulisse, ein paar tolle Figuren, originell bzgl. der Idee mit der Haushexe und ihrer Magie und dem kulinarischen Element, aber leider auch mit Kritikpunkten. Wer cosy fantasy aber wirklich liebt und Lust hat auf das Leben bei Hofe, Liebe, Freundschaft, Leidenschaft, Abenteuer und Gefahr, Intrigen, Kulinarik sowie eine Haushexe und ihre Magie, für den könnte "The House Witch" das richtige Buch bzw. die richtige Reihe sein.

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Eine leise und berührende Geschichte über eine ganz besondere Freundschaft

Eine Maus namens Merlin
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Helen ist eine dreiundachtzigjährige Witwe, die glaubt, dass ihr Leben vorbei ist. Sie hat keinen wirklichen Inhalt mehr, auch keine Kontakte zu anderen Menschen. Bis sie eines Tages versehentlich eine ...

Helen ist eine dreiundachtzigjährige Witwe, die glaubt, dass ihr Leben vorbei ist. Sie hat keinen wirklichen Inhalt mehr, auch keine Kontakte zu anderen Menschen. Bis sie eines Tages versehentlich eine Maus in ihr Haus trägt. Zunächst will sie sie wieder loswerden - jedoch ohne Erfolg. Schließlich gibt sie ihr einen Namen, hilft ihr, kümmert sich um sie.
Aus Helen und der Maus werden Freunde; Merlin wird zu Helens Familie. Und dank Merlin findet Helen auch wieder zurück ins Leben und zu anderen Menschen ...
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Nicht nur das Cover war absolut bezaubernd, sondern auch der Klappentext. Und so war ich sehr gespannt auf diese Geschichte und diese Freundschaft.
Simon Van Booy schreibt wirklich gut; ich habe "Eine Maus namens Merlin" schon wegen seines Schreib- und Erzählstils gerne gelesen.
Sicher muss man diese Art von Roman und Geschichte mögen - dann hat man aber definitiv Freude daran.
Idee, Figuren und Handlung sind definitiv ungewöhnlich. Und es ist eine sehr leise, langsame, berührende Geschichte. Eine, die auch schöne und wichtige Botschaften vermittelt. Eine, für die man sich Zeit und Ruhe gönnen, die man langsam lesen und genießen sollte. Dann wird man aber mit einem außergewöhnlichen und besonderen Leseerlebnis belohnt.
Schöne und auch traurige Szenen wechseln einander ab.
Ich habe Helen und Merlin schnell sehr ins Herz geschlossen und diese Geschichte eigentlich sehr gerne gelesen.
Einziger Kritikpunkt: Irgendwann wurde es too much. Ab der Stelle, an der man erfuhr, welchen Beruf Helen früher ausgeübt hat und was sie unternimmt, um Merlin zu retten, und auch Dr. Jamal und sein Verhalten diesbezüglich ... wurde es doch sehr konstruiert und unglaubwürdig. Das hat das Leseerlebnis leider etwas geschmälert und die Freude an dieser Geschichte etwas genommen.
Dennoch ist es insgesamt ein schöner und berührender Roman.

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Veröffentlicht am 21.02.2026

Das erste Kinderbuchhighlight im Jahr 2026!

Die Jagd nach den magischen Münzen
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London im Jahre 1918: Die zwölfjährige Bo ist eine Schlammschwalbe, d.h. eine Person, die im Schlamm der Themse nach Dingen sucht. Eines Tages findet sie eine glänzende Münze - und hat eine Vision. Dann ...

London im Jahre 1918: Die zwölfjährige Bo ist eine Schlammschwalbe, d.h. eine Person, die im Schlamm der Themse nach Dingen sucht. Eines Tages findet sie eine glänzende Münze - und hat eine Vision. Dann trifft sie Billy, einen Jungen vom gegenüberliegenden Ufer. Billy weiß, dass es eine zweite Münze gibt und man die beiden Münzen zusammenfügen muss. Sie beschließen, nach ihr zu suchen - und nach der Ballade der Themse, denn diese enthält eine genaue Anleitung. Die Ballade der Themse und ihre Anleitung sowie die beiden zusammengesetzten Münzen sollen eine Magie entfalten, mit der es möglich sein soll, einen über alles geliebten toten Menschen wieder ins Leben zurückholen ...
Doch da ist auch der alte Muncaster, der ebenfalls hinter den Münzen und der Ballade her ist und alles dafür tut, um wieder an die Münze, die Bo besitzt, zu kommen, und die andere Münze und die Ballade der Themse zu finden. Und so beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, in dessen Verlauf Bo und Billy in große Gefahr geraten. Und: Wer wird am Ende zurück ins Leben geholt? Und wer hat die Macht, darüber zu entscheiden?
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Ich habe schon die Romane von Jessie Burton gelesen und fand sie gut; somit war "Die Jagd nach den magischen Münzen" nicht nur für die Kinder interessant, sondern auch für mich, denn ich fand den Klappentext toll und war sehr gespannt darauf, wie Jessie Burton sich nun erstmals als Kinderbuchautorin macht.
Uns gefiel die Geschichte sehr gut. Jessie Burton schreibt hervorragend, ihr Stil lässt sich für Kinder wie für Erwachsene sehr gut lesen, und die Geschichte ist herrlich bildhaft und atmosphärisch. Schon deshalb hat sich die Lektüre gelohnt.
Die Handlung ist nicht 08/15, sondern die Autorin hat neue, eigene Ideen, was das Buch ebenfalls reizvoll macht. Die Figuren sind ihr toll gelungen, wandeln sich auch, zeigen verschiedene Facetten, was auch zu vielen verschiedenen Facetten der Geschichte führt. So ist sie mal herzerwärmend, etwa bei den Szenen zwischen Bo und der Lehrerin Miss Cressant. Mal, etwa wenn sie ein anderes Gesicht, eine andere Persönlichkeit zeigt, oder wenn der alte Muncaster auftaucht, ist die Geschichte aber auch spannend und gefahrvoll.
Grundsätzlich herrscht eine ausgewogene Mischung aus schöner, herzerwärmender Geschichte und Spannung; auf den letzten 50 Seiten überschlagen sich dann die Ereignisse und es wird richtig spannend und gefährlich, aber doch mit einem guten (aber auch nicht in jeder Hinsicht glücklichen und allzu rosaroten) Ende, was ich für Kinder wichtig finde.
Uns haben auch die Botschaften, die das Buch übermittelt, gefallen. Und andere, kleinere Dinge, etwa, wie Bo zu ihrem Spitznamen kam und was der mit Anne Boleyn zu tun hat.
Auch der erste Weltkrieg, in den Bo´s Bruder ziehen muss, spielt eine Rolle - und dadurch, aber nicht nur dadurch, auch der Verlust geliebter Menschen und Tod. Eigentlich haben sogar fast alle Figuren geliebte Menschen verloren. Empfohlenes Lesealter ist ab 10, ansonsten passt das auch auf jeden Fall - aber dadurch, dass Tod und Verlust geliebter Menschen doch ziemlich dominant sind, würde ich das Buch je nach Kind erst mal selbst lesen und dann entscheiden, ob das betreffende Kind schon bereit für das Buch ist oder man lieber noch eine Weile wartet.
Ich glaube, dass es auch zu den Büchern gehört, bzgl. derer Redebedarf besteht, sodass man mit den Kindern über das Gelesene reden sollte.
Ansonsten ist es ein Buch, das sich gleichermaßen zum Vorlesen wie zum Selberlesen eignet. Die Länger der einzelnen Kapitel ist auch für Kinder perfekt.
Abenteuer, Freundschaft, Familie, Magie, das Leben im London der damaligen Zeit, aber auch Verlust geliebter Menschen sind zentrale Themen.
Fazit: Ein tolles Buch für Kinder, an dem auch Erwachsene noch Freude haben, und das ideal ist für alle, die London und vergangene Zeiten lieben und Lust auf eine ebenso schöne und herzerwärmende wie spannende Geschichte haben, in dessen Mittelpunkt ein tolles Mädchen steht und die noch dazu richtig gut geschrieben ist!

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Gute Fortsetzung der Reihe

Gänsehaut in Hovenäset 2. Sternengrab
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Band 2 der Hovenäset-Reihe von Kristina Ohlsson: Diesmal steht Alva im Mittelpunkt. Ihr Vater starb vor knapp 3 Jahren. Alle scheinen das einfach so zu akzeptieren, doch Alva kommt die Sache immer noch ...

Band 2 der Hovenäset-Reihe von Kristina Ohlsson: Diesmal steht Alva im Mittelpunkt. Ihr Vater starb vor knapp 3 Jahren. Alle scheinen das einfach so zu akzeptieren, doch Alva kommt die Sache immer noch komisch vor, und so beschließt sie, endlich herauszufinden, was damals wirklich geschah.
Doch der Tod ihres Vaters ist nicht die einzige seltsame Sache in Hovenäset; Alvas Mutter hat gerade eine Strandhütte gekauft und möchte ein Café eröffnen. Irgendetwas stimmt ganz und gar nicht mit dieser Strandhütte. Die Voreigentümer wollen nichts sagen - doch sie verschweigen eindeutig was!
Und zur selben Zeit erscheinen plötzlich ein kleines Mädchen, eine Frau und eine schwarze Katze in Hovenäset. Das Mädchen ist immer allein, die Frau spricht kein Wort, die schwarze Katze verfolgt Alva, nachts hört sie die Schritte ihres Vaters ...
Alva möchte natürlich auch diesen Dingen auf den Grund gehen, zumal sie schon bald ahnt, dass diese Dinge mit dem Tod ihres Vaters zusammenhängen.
Doch je weiter sie forscht, je näher sie der Lösung und Erklärung kommt, desto mehr schwebt sie in Gefahr ...
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Meine Nichte und ich haben schon den ersten Band, "Flammenrad", zusammen gelesen, und waren, da wir diesen Auftakt toll fanden, sehr gespannt auf "Sternengrab".
Kristina Ohlsson schreibt gewohnt gut, die Geschichte lässt sich wieder sehr angenehm und flüssig lesen.
Erneut ist es eine Geschichte, die sich sowohl zum Selberlesen als auch Vorlesen sehr gut eignet und die auch Erwachsene noch gerne lesen.
Auch die Altersempfehlung passt diesmal im Gegensatz zu "Flammenrad" gut, da "Sternengrab" nicht ganz so heftig, düster und gruselig ist. Natürlich kommt es immer auf das jeweilige Kind an, sodass man immer überlegen sollte, ob das jeweilige Kind schon bereit für so eine Geschichte ist oder ob man noch eine Weile warten sollte; grundsätzlich denke ich aber, dass Kinder ab elf Jahren das Buch gut lesen können.
Auch hier stehen Grusel, Mystery, Spuk, Krimielemente, Familie und Freundschaft, das Leben in einem kleinen schwedischen Küstenort sowie natürlich ein dunkles Geheimnis im Mittelpunkt.
"Sternengrab" lässt sich durchaus unabhängig von "Flammenrad" lesen.
Und auch diese Geschichte erzählt Kristina Ohlsson wieder atmosphärisch und bildhaft.
Grundsätzlich hatten wir wieder viel Freude an und mit dieser Geschichte, wenngleich wir sie schwächer fanden als den ersten Band. Für zartbesaitete Kinder ist das definitiv ein Vorteil, macht es diesen zweiten Band geeigneter - doch wir fanden ihn fast schon zu beschaulich. Nett, aber schwächer als den Auftakt eben. Erst ab S. 160 wurde es so richtig spannend und gruselig - dann allerdings überschlugen sich die Ereignisse und es wurde wirklich düster, fesselnd und spannend.
Ich möchte nun nicht ins Detail gehen, um nicht zu spoilern - aber es zeigen sich bzgl. der Auflösung, bzgl. der Frage, wer oder was dieses Mädchen ist, was es mit ihm auf sich hat, das selbe Muster, der selbe Aufbau, die selbe Erklärung und die selbe Auflösung wie schon im ersten Band bzgl. Bill. Das fanden wir enttäuschend. Wir hätten es besser gefunden, wenn die Autorin hier eine neue Idee gehabt hätte. So wirkt die Reihe sehr vorhersehbar. Wenn sich das beim dritten und letzten Band fortsetzt, dann ist sie es auch in der Tat. Das ist wenig kreativ. Und ich könnte mir vorstellen, dass Leser gleich welchen Alters wegen dieser Vorhersehbarkeit auch das Interesse an dieser Reihe verlieren könnten. Sicher nicht alle, aber doch manche.
Immerhin muss man der Autorin zugute halten, dass sie bzgl. der Mutter eine andere Lösung gefunden hat, und diese Idee war dann durchaus spannend und hat die Vorhersehbarkeit bzgl. des Mädchens etwas ausgeglichen.
Und ich muss auch sagen, dass die sonstige Geschichte, die Kristina Ohlsson rund um dieses Mädchen, um Evelyn, gestrickt hat, wirklich gut ist und für Gänsehaut sorgt. Das wiederum ist ihr hier so viel besser und überzeugender gelungen als bei Bill im ersten Band! Vielleicht kann man so also doch über dieses wiederkehrende Muster und die diesbezüglche Vorhersehbarkeit hinwegsehen.
Nicht ganz so glücklich bin ich allerdings auch bezüglich einiger Botschaften, die hier vermittelt werden. Erwachsene stehen drüber, im Hinblick auf Kinder sehe ich es kritisch.
So schweigen sowohl Kinder als auch Erwachsene, aus Angst, dass man ihnen ohnehin nicht glauben würde.
Und ich denke, dass man im Jahr 2026 wirklich nicht immer noch Angst vor schwarzen Katzen und Aberglauben fördern sollte - schon gar nicht bei Kindern. Man sollte endlich davon wegkommen, wenn man das noch nicht getan hat, bzw. bei Kindern dafür sorgen, dass diese Dinge gar nicht erst entstehen.
Und es ist einfach ein ebenso trauriger wie unfassbarer Fakt, dass auch im Jahre 2026 noch schwarze Katzen und generell schwarze Tiere diejenigen sind, die am längsten in Tierheimen ausharren müssen, sich am schwersten vermitteln lassen - weil auch im Jahr 2026 noch zahlreiche Menschen von Aberglauben geprägt sind, Angst haben und allen Ernstes denken, dass diese Katzen bzw. Tiere Unglück bringen würden ...
Daher finde ich diese Darstellung in einem Kinder- bzw. Jugendbuch etwas unglücklich bzw. zumindest erklärungsbedürftig.
Es ist für mich also wie schon Band 1 ein Buch, das man entweder mit den Kindern zusammen lesen oder über das man zumindest mit ihnen reden sollte.
Davon abgesehen haben wir aber auch "Sternengrab" gerne gelesen und sind nun schon sehr gespannt auf den dritten und letzten Band und auf das, was Harry und seine beiden Freundinnen dort erleben werden!

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Erneut ein sehr gutes und hilfreiches Buch der Ernährungsdocs

Die Ernährungs-Docs – Gesund abnehmen mit der Anti-Entzündungs-Formel
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Ich bin schon lange großer Fan der Ernährungsdocs, liebe ihre Rezepte und war daher sehr gespannt auf das neueste Buch.

Zielgruppe sollen Menschen sein, die endlich gesund abnehmen wollen. Ansatzpunkt ...

Ich bin schon lange großer Fan der Ernährungsdocs, liebe ihre Rezepte und war daher sehr gespannt auf das neueste Buch.

Zielgruppe sollen Menschen sein, die endlich gesund abnehmen wollen. Ansatzpunkt ist der, dass die Abnahme an stillen Entzündungen im Körper scheitern kann. Diese spielen nicht nur bei der Entstehung vieler Krankheiten eine Rolle, sondern stellen auch ein zusätzliches Problem bzgl. Übergewicht und Abnahme dar, da sie Sättigungshormone schwächen und Heißhunger fördern und so eine Abnahme oft unmöglich machen. Daher enthält das neue Buch 70 antientzündlich wirkende Rezepte, mit denen die Abnahme endlich gelingt.

Grundsätzlich stimme ich dem zu - aber ich würde die Zielgruppe noch deutlich weiter fassen. Aus meiner Sicht ist das Buch keineswegs nur was für Menschen, die abnehmen wollen. Entzündungen sind letztlich DIE Ursache ALLER Krankheiten. Daher sollten alle Menschen, gleich welchen Alters und gleich welcher Figur, ein Interesse an gesunder und antientzündlicher Ernährung haben. Daher würde ich auch tatsächlich alle Menschen als Zielgruppe ansehen. Denn die antientzündlichen Rezepte helfen keineswegs nur bei einer Gewichtsreduktion, sondern stärken Stoffwechsel und Immunsystem, insbesondere auch den Darm, wo sich bekanntlich der allergrößte Teil des Immunsystems befindet.

Der erste Teil des Buches besteht aus einer Einführung und Erklärungen. Es wird erklärt, warum man keine Diäten mehr machen sollte, warum Entzündungen Übergewicht und andere Krankheiten fördern, was ein gesundes Gewicht ist ...

Es folgt ein Test, mit dem man herausfinden kann, wie sehr man sich schon antientzündlich ernährt - und dann wird ausführlich aufgezeigt, wie die Ernährungsumstellung gelingt. Zusätzlich gibt es eine Liste mit den besten antientzündlichen Lebensmitteln zum Abnehmen sowie zahlreichen Ernährungstips. Auch gibt es Tips zum Anfangen, die Bedeutung von Schlaf und einem generell gesunden Lebensstil, auch also genügend Bewegung und Entspannung, wird betont. Auch das gefällt mir, denn Schlafmangel und Stress lassen Stresshormone in die Höhe schnellen, welche ebenfalls erstens eine Abnahme unmöglich machen können und zweitens alles andere als gesund sind und viele Krankheiten auslösen können. Auch Dauerstress löst Entzündungen aus bzw. befeuert sie. Daher gefällt mir der ganzheitliche Ansatz der Ernährungsdocs sehr.

Es folgt der Rezeptteil. Das Buch ist übrigens wie gewohnt hochwertig aufgemacht, es gibt zu jedem Gericht ein Foto, meist ein großes ganzseitiges. Alle Fotos machen viel Appetit und Lust aufs Testen der Rezepte. Diese sind unterteilt in Frühstück, Hauptgerichte, kleine Gerichte sowie Gebäck im Mini-Format und Cremes & Eis. Ein Kickstart-Wochenplan sowie ein Sach- und Rezeptregister runden das Buch ab.

Die Rezepte sind meist für zwei Personen, enthalten stets Kalorien- und weitere Nährwertangaben sowie zusätzliche Tips bzw. Erklärungen der Ernährungsdocs. Die Rezepte sind sehr übersichtlich und gelingen und schmecken meist toll. Sie sind bunt gemischt, sodass eigentlich für jeden Geschmack etwas dabei ist. So gibt es etwa ein Basis-Proteinmüsli, Beeren-Granola mit Zimt und Vanille, Roggenvollkornbrot und Vollkornbaguettes, verschiedene bunte und gesunde Brotaufstriche, ein Fitnessomelett mit Paprika-Spinat-Gemüse, smoothies, ein buntes Gemüsecurry mit Kichererbsen und Basmatireis, Asia-Gemüse-Nudeln mit Pak Choi und Ei, Spaghetti mit Pilzfrischkäsesauce, Linsennudeln mit Blumenkohl und Spinat, Grünkernbratlinge mit jungem Gemüse, gefüllte Paprika mit Linsen-Avjar-Sugo, ein paar Gerichte mit Fisch und Fleisch, Kräutersalat mit Blumenkohlbällchen sowie weitere Salate, Gemüsespaghetti mit Spinat-Käse-Sauce, Paprika-Tomaten-Suppe mit Quinoa, Kürbis-Kokos-Suppe mit Wakame-Algen, Johannisbeer-Muffins, Dattel-Haselnuss-Cookies, Schoko-Vollkorn-Haferkekse ...

Unsere Favoriten bisher sind das Beeren-Granola, das Roggenvollkornbrot, das Fitnessomelett, die Asia-Gemüse-Nudeln, die Grünkernbratlinge, die auch hervorragend zu Salat passen, die gefüllten Paprika, die Gemüsespaghetti sowie die Kürbis-Kokos-Suppe. Auch die Johannisbeer-Muffins, die Dattel-Haselnuss-Cookies sowie die Schoko-Vollkorn-Haferkekse sind lecker.

Einzelne Rezepte konnten uns nicht ganz überzeugen - so sind die Vollkornbaguettes zwar grundsätzlich eine tolle Rezeptidee, doch leider enthält das Rezept viel zu viel Hefe, sodass die Baguettes stark nach Hefe schmeckten und ich mich schon gefragt hatte, ob es sich vielleicht um einen Druckfehler handelt? Hier werden wir die Hefemenge künftig einfach deutlich reduzieren und damit experimentieren. Irgendwo zwischen 20-40 g dürfte die perfekte Hefemenge auf 800g Mehl (wir hatten das Rezept verdoppelt) liegen. Wenn man die herausgefunden hat, dann ist auch das ein tolles Rezept.

Ich persönlich hätte mir ein paar schokoladige Frühstücksrezepte gewünscht. Da gibt es so viele tolle Sachen im Internet, zum Beispiel mit rohem Kakao. Sowas im Buch wäre toll gewesen, da ich morgens am liebsten schokoladig esse, aber natürlich gesund und zuckerfrei (ich kann rohen Kakao nur empfehlen!).

Auch hätten es für uns gerne mehr süße, insbesondere schokoladige Rezepte hinten sein dürfen. Die vermissen wir etwas im Buch. Auch da gibt es sooo viele Möglichkeiten für gesunde, schokoladige, aber doch zuckerfreie und antientzündliche Süßigkeiten ...

Auch erschloss sich mir nicht ganz, warum für die Dattel-Haselnuss-Cookies Zuckerrübensirup verwendet wird. Die Konsistenz und Formbarkeit bekäme man sicher auch anders hin, und antientzündlich ist Zuckerrübensirup ja nun auch definitiv nicht ... nun kann man sagen, dass ja nur eine geringe Menge reinkommt und man diese Cookies zudem nur ab und an isst. Dennoch werde ich sie auch mal ohne den Zuckerrübensirup backen, denn mich störte der Geschmack etwas und ich könnte mir vorstellen, dass sie ohne nicht nur noch gesünder sind, sondern auch noch besser schmecken.

-Aber das ist Kritik auf hohem Niveau, denn es ist wie gesagt insgesamt ein sehr wertvolles und lehrreiches Buch mit tollen Rezepten, die gesund sind und schmecken! Die Rezepte mit Fisch und Fleisch sind wirklich überschaubar, sodass das Buch auch für Vegetarier bestens geeignet ist.

Insgesamt ist es wirklich ein absolut empfehlenswertes Buch, nicht nur für Menschen, die abnehmen wollen. Antientzündliche Ernährung ist für alle Menschen so wichtig; daher würde ich dieses Buch wirklich jedem empfehlen. Wir freuen uns schon auf das nächste Buch der Ernährungsdocs!