Sehr intensive und ehrliche Geschichte
Hundertsiebenundachtzig TageIn der Geschichte geht es um einen 16-jährigen Ich-Erzähler, der unter dem sogenannten Höhlen-Syndrom leidet. Er spürt alle Augen auf sich und die Erwartungen, die seine Eltern, seine Freunde und seine ...
In der Geschichte geht es um einen 16-jährigen Ich-Erzähler, der unter dem sogenannten Höhlen-Syndrom leidet. Er spürt alle Augen auf sich und die Erwartungen, die seine Eltern, seine Freunde und seine Therapeutin haben. Sie warten daraus, dass er den ersten Schritt zurück in sein altes Leben macht. Der Erzähler stellt sich viele Fragen. Aber seine größte Frage ist: "Was da draußen macht meinem Körper solche Angst?"
Alles in allem ist es eine starke Geschichte über ein sensibles Thema und ich habe mich selbst auch angesprochen gefühlt, denn ich kann selbst der Welt auch nicht mehr begegnen. Ich fühle mich aber noch einigermaßen wohl, wenn ich alleine im Wohnzimmer sitze, meine Lieblingsmusik höre und einen Stapel Bücher vor mir liegen habe, das ist sozusagen meine Lesetherapie, das ist das Einzige, was mir hilft. Aber ich habe tatsächlich selbst auch Angst, dass es kein Morgen geben wird und jeden Tag Angst vor dem Morgen, weil ich nur bis Mittag überhaupt was machen kann und dann geht erstmal für mindestens zwei Stunden überhaupt nichts mehr und das Wetter versetzt mich momentan in ein Dauertief und bei dem Schnee hätte ich noch dazu gerne wieder Weihnachten, da würde dann kurzzeitig meine Depression wieder verschwinden. Aber ich habe tatsächlich auch schon die ein oder andere Antwort auf meine Fragen erhalten. Mir geht nur manchmal die Geduld aus. Aber gelernt habe ich durch diese Geschichte auf jeden Fall etwas. In diesem Sinne vergebe ich sehr gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung für alle, die etwas lernen wollen und sich vor allem zutrauen es zu lesen, denn in Teilen ist die Geschichte ganz schön hart.