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Redrose

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.02.2026

Ein Schafskrimi zur Weihnachtszeit

Die wunderbaren Schafe der Amelie und der Tote im Englischen Garten
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Während bereits Werbung für die Verfilmung von Glennkill, dem wohl berühmtesten Schafskrimi gemacht wird, verzaubern mich die wunderbaren Schafe der Amelie erneut mit der Intelligenz der Schafe. Zwar wird ...

Während bereits Werbung für die Verfilmung von Glennkill, dem wohl berühmtesten Schafskrimi gemacht wird, verzaubern mich die wunderbaren Schafe der Amelie erneut mit der Intelligenz der Schafe. Zwar wird das Buch nicht aus der Perspektive der Schafe erzählt, aber sie nehmen doch viel Raum in der Geschichte ein, denn sie haben einen Mord beobachtet.

Sepp, der Wurstbrater vom Viktualienmarkt, der eigentlich ganz gerne auch mal eine vegane Bratwurst heimlich verspeist hat, wurde am Nikolausmorgen auf dem Künstlerweihnachtsmarkt im Englischen Garten tot aufgefunden. Leider können die Schafe nicht sprechen, zumindest nicht in einer Sprache, die wir Menschen verstehen und so macht es sich Amelie zur Aufgabe, Licht in das Dunkel der Ermittlungen zu bringen.

Auch wenn ich eine Wollallergie habe, in Amelies kleinem Laden würde auch ich fündig werden. Die junge Künstlerin ist empathisch und trotz ihrer unkonventionellen Lebensweise sehr sympathisch und liebenswürdig, eine Freundin, wie man sie sich nur wünschen kann.

Ich genieße den Ausflug auf den Weihnachtsmarkt, kann den Geruch von Glühwein und gebrannten Mandeln fast schon riechen und lasse mich gerne von dieser Geschichte berühren.

Interessant finde ich, dass Schafe sich sehr gut Gesichter merken können und welche Möglichkeiten sich daraus ergeben.

Amelie und ihre wunderbaren Schafe haben sich in mein Herz geblökt und ich hoffe sehr, dass dies kein Einzelband bleibt und noch viele weitere Abenteuer von Amelie und ihren Schafen auf mich warten.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Spannung mit geschichtlichem Hintergrund

Mord im Planetarium
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Ich bin Fan dieser Reihe um die ehemalige Lehrerin Ernestine Kirsch und den Apotheker im Teilruhestand Anton Böck sowie ihre Familien.

Geschickt versteht es die Autorin, wahre Begebenheiten mit ihrer ...

Ich bin Fan dieser Reihe um die ehemalige Lehrerin Ernestine Kirsch und den Apotheker im Teilruhestand Anton Böck sowie ihre Familien.

Geschickt versteht es die Autorin, wahre Begebenheiten mit ihrer Geschichte zu verweben. Als in Wien 1927 das erste Planetarium Österreichs eröffnet, wird der eher gemütliche Anton von der umtriebigen Ernestine mitgeschleppt und muss danach zugeben: „Du hattest recht, es war sehenswert.“

Leider ist am Ende der Vorführung ein Mann tot, ein Mitglied der Familie Faber, die auch heute noch eine große Auswahl an Stoffen für Vorhänge und Möbel anbieten. Ein Todesfall in direkter Umgebung, da kann es Ernestine natürlich nicht lassen und sie muss wieder einmal ermitteln, sehr zum Missfallen ihres Quasi-Schwiegersohnes Erich, der sehr unter dem aufkeimenden Judenhass bei der Polizei zu leiden hat.

Und es zeigt sich wieder einmal, Geld allein macht nicht glücklich. Der Getötete hatte viele Feinde, auch innerhalb seiner Familie und war ein unsympathischer Mann.

Und während Ernestine und Anton nach Motiven suchen, erfahre ich etwas über den Schattendorf Prozess und die Massendemonstrationen, die nach diesem Urteil resultierten. Ich muss gestehen, dass ich als Nicht-Österreicherin bisher noch nie davon gehört hatte, aber es passt in die damalige Zeit und ich kann nur hoffen, dass sich solche Geschichten nicht wiederholen.

Wenn ich am Ende ein Buch von Beate Maly zuklappe, fühle ich mich immer wieder ein bisschen schlauer und vor allem sehr gut unterhalten. Ihre historischen Kriminalromane sind spannend, gut recherchiert und Anton und Ernestine sind mir mit ihren Familien inzwischen sehr ans Herz gewachsen. Ich freue mich schon auf weitere Bände dieser großartigen Reihe.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Spannender Krimi aus der Steiermark

Steirerzwist
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Bereits der 15. Steirerkrimi um Sandra Mohr vom LKA Graz und ich frage mich, wie mir diese Reihe bisher entgehen konnte.

Gleich um zwei Todesfälle mit durchtrennter Kehle muss sich die Mittvierzigerin ...

Bereits der 15. Steirerkrimi um Sandra Mohr vom LKA Graz und ich frage mich, wie mir diese Reihe bisher entgehen konnte.

Gleich um zwei Todesfälle mit durchtrennter Kehle muss sich die Mittvierzigerin nach ihrem Urlaub kümmern und auch in ihrem Privatleben läuft nicht alles rund. Mir gefällt, dass Sandra Mohr nicht perfekt ist, sondern ein Mensch wie du und ich. Die Eifersüchteleien und Revierkämpfe bei der Arbeit belasten, wie gut ist´s da, einen Partner an der Seite zu haben, der einen unterstützt und versteht.

Mir gefällt, dass die Autorin ihre Protagonisten sprechen lässt, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist und ich kenne jetzt ein paar österreichische Begriffe, insbesondere Schimpfwörter mehr 🤣.

Steirerzwist hat mich gut unterhalten und neugierig gemacht auf die Vorgängerbände.

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Ein Pageturner aus Ostfriesland

Ostfriesenerbe
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Wieder warten über 500 Seiten Hochspannung auf mich und ich muss mal wieder um das Dreiergespann aus Ann Kathrin Klaasen, ihrem Mann Frank Weller und dem Obermacho Rupert bangen. Wobei eigentlich ist es ...

Wieder warten über 500 Seiten Hochspannung auf mich und ich muss mal wieder um das Dreiergespann aus Ann Kathrin Klaasen, ihrem Mann Frank Weller und dem Obermacho Rupert bangen. Wobei eigentlich ist es inzwischen ein Quartett geworden, denn auch die junge Polizistin Jessi wird in den inneren Kreis aufgenommen, etwas worauf Polizeidirektorin Elisabeth Schwarz vergeblich wartet. „Es war schwer, Chefin dieser verschworenen Bande zu sein.“

Zwei Morde halten die ostfriesische Polizei auf Trab und auf Ann Kathrin Klaasen wartet eine ganz besondere Herausforderung. Ein sehr spezielles Erbe bringt sie in Lebensgefahr und hier zeigt sich die besondere Stärke der Ostfriesen. Besser als Polizeischutz sind die lieben Nachbarn und Freunde.

Auch im zwanzigsten Fall ist den Protagonisten noch keine Müdigkeit anzusehen, auch wenn manches Mal zu befürchten ist, dass Ann und Frank den Dienst quittieren und eine Fischbude eröffnen, wenn mal wieder die Unterstützung von oben fehlt. Aber Ann ist Polizistin mit Leib und Seele und so können wir Leser bestimmt noch auf viele weitere Fälle hoffen.

Es gibt einen kleinen Auftritt von Dr. Sommerfeldt, dem Serienmörder, der mir unglaublicher Weise immer sympathischer wird und ehe ich es mich versehe, habe ich Ostfriesenerbe auch schon wieder inhaliert, was war das wieder spannend.

Wieder einmal ist es Klaus-Peter Wolf gelungen, mich auf falsche Fährten zu jagen und ich vergebe begeisterte 5 Sterne für den 20. Band und eine Leseempfehlung für die gesamte Reihe.

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Lachmuskeltraining in Brunngries

Prost, auf die Fischer
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Betriebsausflug für die Polizeidienststelle in Brunngries und ich fühle mich ein wenig an einen Kindergarten erinnert 😜. Die arme Luise, die gute Seele bei der Brunngrieser Polizei, hat es im inzwischen ...

Betriebsausflug für die Polizeidienststelle in Brunngries und ich fühle mich ein wenig an einen Kindergarten erinnert 😜. Die arme Luise, die gute Seele bei der Brunngrieser Polizei, hat es im inzwischen 12. Band der Reihe dieses Mal wahrlich nicht leicht. Erst muss sie den Betriebsausflug organisieren, dann findet sie eine Leiche und zur Krönung des Ganzen gibt es auch noch einen Lieferengpaß beim Herzhaften von Brunello. Aber Luise ist nicht kleinzukriegen und erfreut weiterhin die Dienststelle mit ihren mütterlichen Ratschlägen.

„Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom“, diesen Satz hat Harald Lorenz gerne verwendet und nun ist er selbst tot. Meine Lieblingsermittler finden jede Menge Verdächtige, das Opfer war kein Heiliger und ich tauche ein in die verschworene Gemeinschaft der Fischer vom Chiemsee.

Es gibt wieder jede Menge Gefrotzel unter den Kollegen und ich erfahre, warum Felix Fink früh gelernt hat, sich zu wehren: „In meinem Janker stand ich damals wie ein Leuchtturm auf dem Pausenhof und hab die Deppen förmlich angezogen wie die Motten das Licht.“ Ich kann mir den kleinen Felix richtig vorstellen, wie er trotzig auf dem Schulhof steht, denn dies ist die große Stärke von Friedrich Kalpenstein. Seine Figuren werden lebendig und ich vergesse, dass die Protagonisten nur der Fantasie des Autors entspringen.

Ich bekomme Appetit auf Leberkässemmeln und Butterbrezen, schwelge im Brunngrieser Kosmos und möchte diesen Ort noch lange nicht verlassen. Aber natürlich gelingt es mit der TUF-Methode wieder einmal den Fall zu lösen und so muss ich leider wieder Abschied nehmen von Resi, der Spusi und Polizeioberrat Schwenk. Aber ich freue mich schon auf ein Wiedersehen im Krause bei hoffentlich korianderfreiem Essen und bin gespannt auf wen das nächste Mal geprostet wird.

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