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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.08.2023

Ein Highschool-Drama zum Mitfiebern

Varsity Heartbreaker: June & Lucas
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Der erste Band der "Varsity Heartbreaker"-Reihe von Ginger Scott handelt von einer Freundschaft zwischen zwei Highschool-Schülern, aus der sich im Laufe des Buches eine Liebesgeschichte entwickelt. Aufgrund ...

Der erste Band der "Varsity Heartbreaker"-Reihe von Ginger Scott handelt von einer Freundschaft zwischen zwei Highschool-Schülern, aus der sich im Laufe des Buches eine Liebesgeschichte entwickelt. Aufgrund von Mobbing sah June sich gezwungen, ihre damalige Schule zu verlassen und auf eine Montessorischule zu wechseln. Aufgrund der finanziellen Probleme in ihrer Familie kehrt sie jedoch nach einem Jahr auf die staatliche Schule zurück. Dort trifft sie auf ihren ehemaligen, besten Freund Lucas, mit dem sie schon seit einigen Jahren keinen Kontakt mehr hat. Den Grund, warum Lucas ihr damals die Freundschaft gekündigt hat, kennt June nicht. Was genau zwischen den beiden vorgefallen ist und was der wahre Grund für sein merkwürdiges Verhalten ihr gegenüber ist, wird dem Leser erst im letzten Drittel der Geschichte offenbart. Obwohl das Buch aus Junes Sicht erzählt wird, bekommt der Leser einen Einblick in die Entwicklung beider Figuren. Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten und lässt sich flüssig lesen. Hin und wieder gibt es jedoch Passagen, bei denen die Autorin ihre Gedankensprünge an Stellen eingeschoben hat, an denen sie keinerlei Bedeutung für die jeweilige Szene haben und dementsprechend etwas unpassend rüberkommen. Das Ende der Geschichte war für mich etwas an den Haaren herbeigezogen, sodass die Autorin sich mit einigen essenziellen Dingen nicht mehr großartig beschäftigt hat. Es gibt hier doch noch einige Logiklücken, die deutlich besser hätten ausgearbeitet werden können. Nichtsdestotrotz ist es eine schöne Geschichte, die sich relativ schnell durchlesen lässt. Wer gerne Highschool-Romane mit ein bisschen Liebesdrama liest, wird an diesem Buch definitiv Gefallen finden. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie die Reihe weitergehen wird.

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  • Handlung
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  • Gefühl
Veröffentlicht am 01.02.2026

Knistern, Herz und Cheer – charmant erzählt, aber etwas lang

Cheer for Love
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Ella macht ein Auslandsjahr, um nach einer schmerzhaften Trennung neu anzufangen, und trainiert beim Cheerleader-Team der Whitland University mit. Eigentlich will sie sich nur aufs Training konzentrieren ...

Ella macht ein Auslandsjahr, um nach einer schmerzhaften Trennung neu anzufangen, und trainiert beim Cheerleader-Team der Whitland University mit. Eigentlich will sie sich nur aufs Training konzentrieren – doch als sie auf Hudson Fox trifft, wird alles plötzlich kompliziert. Zwischen ihnen knistert es heftig, und schon bald wird klar, dass Hudson für Ella mehr ist als nur eine flüchtige Bekanntschaft. Während sie sich näherkommen, müssen sie lernen, einander zu vertrauen und ihre Gefühle zuzulassen.

Das Buch erzählt eine süße Liebesgeschichte mit einer stetigen emotionalen Entwicklung der beiden Hauptfiguren. Besonders gelungen ist dabei, dass die Figuren sich nach und nach öffnen, Vertrauen zueinander aufbauen und einander viel Wertschätzung entgegenbringen. Die vielen emotionalen Szenen unterstreichen diese Entwicklung, und auch der Schreibstil ist insgesamt sehr angenehm und schön zu lesen. Die Figuren selbst mochte ich ebenfalls sehr, sie wirken lebendig, nahbar und authentisch.
Allerdings zieht sich die Geschichte an manchen Stellen sehr in die Länge. Es passieren viele Ereignisse, und einige Szenen wirken überflüssig, sodass der Lesefluss zwischendurch etwas leidet. Besonders frustrierend ist, dass es lange dauert, bis die Hauptfiguren ihre Gefühle füreinander eingestehen, obwohl dies früh erkennbar ist. Gleichzeitig bekommt man einen sehr detaillierten Einblick in die Welt des Cheerleadings, inklusive Fachbegriffe und Trainingseinblicke, was den Teil für Fans des Sports besonders spannend macht.

Insgesamt ist es eine liebevolle und süße Liebesgeschichte mit sympathischen Figuren, die jedoch deutlich zu lang geraten ist. Weniger unnötige Szenen und mehr Fokus auf die Schlüsselszenen hätten dem Buch gutgetan.

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Veröffentlicht am 28.11.2025

Nicht perfekt, aber fesselnd

Black Bird Academy - Töte die Dunkelheit
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Die Black Bird Academy ist kein gewöhnlicher Ort – hier werden Exorzisten ausgebildet, um die Menschheit vor Dämonen zu schützen. Leaf Young erwacht dort ohne Erinnerung daran, wie sie dorthin gelangt ...

Die Black Bird Academy ist kein gewöhnlicher Ort – hier werden Exorzisten ausgebildet, um die Menschheit vor Dämonen zu schützen. Leaf Young erwacht dort ohne Erinnerung daran, wie sie dorthin gelangt ist, und erfährt, dass ein Dämon Besitz von ihr ergriffen hat. Anders als alle vor ihr überlebt sie den Angriff und behält ihr Bewusstsein. Die Academy bietet ihr einen Deal an: Ausbildung gegen Freiheit. Falco soll sie trainieren – doch Leaf ist nicht allein in ihrem Kopf …

Töte das Licht ist der Auftakt der Black Bird Academy-Trilogie von Stella Tack und hat mich von Anfang an mit seinem leicht düsteren, aber auch etwas geheimnisvollen Setting neugierig gemacht. Besonders gut haben mir die kurzen Informationstexte zu Dämonen und Exorzisten am Anfang jedes Kapitels gefallen. Sie helfen dabei, noch tiefer in die Welt einzutauchen und geben nützliche Hinweise zu den Figuren oder Wesen, die im jeweiligen Kapitel auftreten.
Überrascht war ich vor allem vom Einstieg ins Buch: Die Brutalität tritt schneller und heftiger auf, als ich es erwartet hatte. Für einen Fantasyroman über Dämonen ist das zwar absolut im Rahmen, trotzdem war ich im ersten Moment etwas überrumpelt.
Leaf als Protagonistin mochte ich sehr, und oft tat sie mir richtig leid. Sie gerät in eine herausfordernde Situation, die ihr Leben völlig verändert, und hat nur wenig Kontrolle über das, was mit ihr passiert. Das macht es einerseits spannend, ihr zu folgen, andererseits wirkt ihre Lage oft bedrückend.
Die Exorzisten in der Academy sind größtenteils eher unsympathisch und nicht leicht einzuschätzen, was die Konflikte zusätzlich verstärkt. Dennoch sind die Figuren vielschichtig und interessant, und besonders die Dynamik zwischen ihnen und Leaf sorgt dafür, dass die Geschichte lebendig bleibt.

Der Cliffhanger am Ende macht sofort neugierig auf die Fortsetzung. Auch wenn mich der erste Band nicht vollkommen abgeholt hat, war er spannend genug, dass ich unbedingt wissen möchte, wie es für Leaf und die anderen weitergeht – und ich werde auf jeden Fall zu Band 2 greifen.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.11.2025

Ein spannender Auftakt mit Charme, Magie und überraschenden Wendungen

How To Catch A Magical Light (New York Magics 1)
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Arlyn Dorell ist die beste Diebin New Yorks – und das aus gutem Grund: Als Irrlicht kann sie sich unsichtbar machen. Zusammen mit ihrer menschlichen Mitbewohnerin und einer Hexe lebt sie in der magischen ...

Arlyn Dorell ist die beste Diebin New Yorks – und das aus gutem Grund: Als Irrlicht kann sie sich unsichtbar machen. Zusammen mit ihrer menschlichen Mitbewohnerin und einer Hexe lebt sie in der magischen Bibliothek Libby, von wo aus sie ihre Aufträge plant. Doch als jemand ihre wahre Identität entdeckt und sie erpresst, bleibt ihr keine Wahl: Sie muss sich als Agentin beim Magical Bureau of Investigation bewerben, um ein wertvolles Artefakt zu stehlen. Ausgerechnet dort trifft sie auf Special Agent Marlon Heaton – den Dämon, der sie seit Jahren jagt und ihr gefährlich nahekommt.

Das Buch hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn ich mir an manchen Stellen etwas mehr Tiefe gewünscht hätte. Besonders interessant fand ich die Idee, dass Menschen und magische Wesen gemeinsam in einer Welt leben und dass selbst unter den magischen Wesen Herkunft und Stärke über Ansehen und Macht entscheiden. Das führt zu Konflikten und Aufständen bei den „niedrigeren“ Wesen und verleiht der Geschichte eine spannende Dynamik.
Die magischen Wesen sind faszinierend, hätten aber noch stärker genutzt werden können. Oft werden ihre Besonderheiten nur beschrieben, ohne dass sie die Handlung maßgeblich beeinflussen. Für mich blieb zum Beispiel unklar, warum Arlyn sich als Irrlicht unsichtbar machen kann – auch wenn ich es sehr passend finde, dass sie diese Fähigkeit für ihre Arbeit als Diebin einsetzt.
Arlyn selbst ist eine sympathische, lebendige Protagonistin. Ich mochte ihre quirlige Art, ihren Job und ihre Freunde sehr. Besonders gefallen hat mir die lebendige Bibliothek „Libby“, die fast wie ein fühlendes Wesen beschrieben wird – als Bücherliebhaberin hätte ich so eine Bibliothek selbst gerne. Marlon ist ihr Gegenpol: grummelig, verschlossen und auf sich allein gestellt. Er taut nur langsam auf, doch das Zusammenspiel mit Arlyn funktioniert sehr gut. Sie bringt Farbe in seine graue Detektivarbeit und lässt sich von ihm nicht beirren. Etwas unpassend fand ich nur, dass Arlyn sich von Anfang an zu ihm hingezogen fühlt – glaubwürdiger wäre es gewesen, wenn sich ihre Gefühle erst im Laufe der Geschichte entwickelt hätten.
Mir sind zudem einige Grammatik- und Rechtschreibfehler aufgefallen. Sie sind zwar nicht gravierend, treten aber öfter auf und stören gelegentlich den Lesefluss.

Insgesamt ist es ein schönes, kurzweiliges Buch mit einer wendungsreichen Handlung, sympathischen Figuren und einem gelungenen Cliffhanger, der neugierig auf die Fortsetzung macht.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Gemütliche Winterlektüre mit kleinen Schwächen

Schneeflockenfunkeln
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Lynn braucht dringend Abstand von ihrem Alltag in Seattle – da kommt es ihr gerade recht, dass ihre Tante kurz vor Weihnachten Unterstützung in ihrem kleinen Laden benötigt. Kurzerhand reist Lynn nach ...

Lynn braucht dringend Abstand von ihrem Alltag in Seattle – da kommt es ihr gerade recht, dass ihre Tante kurz vor Weihnachten Unterstützung in ihrem kleinen Laden benötigt. Kurzerhand reist Lynn nach Starwood, um auszuhelfen und auf andere Gedanken zu kommen. Was sie dort jedoch nicht erwartet, ist der charmante Miles, der auf der Weihnachtbaumfarm seiner Familie arbeitet. Schon bald sucht er immer wieder ihre Nähe – und bringt Lynns Herz damit gehörig aus dem Takt. Doch das Glück der beiden wird auf die Probe gestellt, als plötzlich jemand aus Lynns Vergangenheit auftaucht.

Der Roman ist wie gemacht für die Vorweihnachtszeit: Starwood ist ein verschneiter, liebevoll beschriebener Ort, der direkt Lust auf Plätzchen, heiße Schokolade und gemütliche Lesestunden macht. Die winterliche Atmosphäre ist wunderbar eingefangen und zieht sich durch die ganze Geschichte.
Besonders gefallen hat mir die Slow-Burn-Romanze zwischen Lynn und Miles. Die beiden nehmen sich Zeit, einander kennenzulernen, verbringen wunderschöne Dates miteinander und gehen sehr respektvoll und liebevoll miteinander um. Die Beziehung wirkt dadurch authentisch und herzerwärmend – ganz ohne übertriebenes Drama oder unnötigen Kitsch. Auf spicy Szenen wird bewusst verzichtet, was das Buch auch für jüngere Leser*innen absolut geeignet macht.
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen, auch wenn einige Kapitel für meinen Geschmack etwas zu kurz geraten sind. Die Figuren sind sehr vielschichtig: Es gibt viele sympathische Charaktere, aber auch einige, bei denen man sich direkt denkt: "Oh nein, bitte nicht!" – dieser Kontrast sorgt für Spannung und Dynamik. Auch ernstere Themen finden im Buch Platz, was der Geschichte zusätzlich Tiefe verleiht. Einige davon hätten aber gerne noch etwas intensiver ausgearbeitet werden können. Zudem wirkten einzelne Szenen leicht überzogen – hier hätte es nicht ganz so viel Drama gebraucht, um die Handlung voranzubringen.
Ein kleiner Kritikpunkt von meiner Seite ist die starke Präsenz der Taylor-Swift-Thematik. Lynn ist großer Fan, was in fast jedem Kapitel thematisiert wird. Für eingefleischte Swifties sicher ein Highlight – für mich persönlich hätte es in einem Weihnachtsroman ein bisschen dezenter sein dürfen.
Alles in allem ist es aber ein süßer, herzerwärmender Wohlfühlroman, der perfekt in die Adventszeit passt. Ideal zum Einkuscheln und Wegträumen!

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