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Lenna

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.08.2019

Gruselmärchen

The Kingdom
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"The Kingdom" präsentiert dem Leser eine moderne Version eines Märchens, das mit der Zeit Risse bekommt. Sieben Schwestern, Künstliche Intelligenzen, leben in einer Traumwelt und beglücken deren Besucher. ...

"The Kingdom" präsentiert dem Leser eine moderne Version eines Märchens, das mit der Zeit Risse bekommt. Sieben Schwestern, Künstliche Intelligenzen, leben in einer Traumwelt und beglücken deren Besucher. Ein perfektes Leben oder? Würden da nicht immer wieder Sequenzen und Szenen auftauchen die Zweifel an dieser perfekten Welt wecken. Können KIs fühlen, lieben? Können sie hassen und morden?
Der Aufbau ist super spannend gemacht, da sich Gerichtsprotokolle und Fließtext abwechseln. Auch Zeugenbefragungen und Bilder werden eingeflochten. Die Zeitsprünge geben immer wieder Einblicke in das Leben von Ana und ihren Schwestern.
Ich war beim Lesen sehr gebannt und trotzdem gab es immer wieder Momente, in denen mir ein Schauer über den Rücken gelaufen ist. Ich finde die Vorstellung sehr realistisch die in diesem Buch präsentiert wird , was mich umso mehr gegruselt hat. Für schwache Nerven ist dieses Buch definitiv nichts. Es überzeugt durch seine Authentizität, seinen spannenden Aufbau und überraschende Wendungen. Für mich bleibt es aber aufgrund seiner Thematik bei einem einmaligen Lese-Erlebnis, das ich nicht wiederholen werde.

Veröffentlicht am 28.03.2026

Zwischen Chaos und Spannung

Tödliche Freundinnen
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„Tödliche Freundinnen“ war für mich ein Thriller, bei dem ich wirklich einen Moment gebraucht habe, um überhaupt richtig in der Geschichte anzukommen. Gerade zu Beginn fiel es mir schwer, den roten Faden ...

„Tödliche Freundinnen“ war für mich ein Thriller, bei dem ich wirklich einen Moment gebraucht habe, um überhaupt richtig in der Geschichte anzukommen. Gerade zu Beginn fiel es mir schwer, den roten Faden zu greifen – vieles wirkte zunächst etwas nebulös und ich hatte keinen richtigen Zugang zu den Figuren.

Ein Grund dafür waren für mich die unterschiedlichen Perspektiven. Zwar haben sie mir im Verlauf der Geschichte immer besser gefallen, da sie zusätzliche Spannung und neue Blickwinkel eröffnet haben, aber am Anfang haben sie mich eher aus dem Lesefluss gerissen. Ähnlich ging es mir mit den verschiedenen Zeitebenen: Die ständigen Sprünge innerhalb der Handlung waren teilweise verwirrend und haben es mir nicht leicht gemacht, der Chronologie zu folgen. Gerade in der Anfangsphase empfand ich das eher als anstrengend als spannend.

Vielleicht lag genau darin auch der Grund, warum ich zunächst keine wirkliche Verbindung zu den Charakteren aufbauen konnte. Alles blieb lange Zeit ein wenig distanziert und schwer greifbar.

Im weiteren Verlauf wurde es dann jedoch deutlich besser. Die Handlung zieht an, die Zusammenhänge werden klarer und ich konnte mich mehr auf die Geschichte einlassen. Besonders gut gefallen hat mir dabei die starke „Frauenpower“, die sich durch den Thriller zieht – das hat der Geschichte nochmal eine besondere Dynamik gegeben.

Trotzdem bleibe ich am Ende etwas zwiegespalten zurück. Einerseits mochte ich die Idee und die Entwicklung im späteren Verlauf, andererseits hat mir der Einstieg den Zugang unnötig erschwert und auch insgesamt konnte mich das Buch nicht vollständig überzeugen.

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Magische Welt mit Luft nach oben

Spellcaster
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„Spellcaster“ ist mir zunächst durch seine schöne Gestaltung ins Auge gefallen – besonders der Farbschnitt ist ein echtes Highlight und macht das Buch zu einem kleinen Hingucker im Regal. Zum Glück bleibt ...

„Spellcaster“ ist mir zunächst durch seine schöne Gestaltung ins Auge gefallen – besonders der Farbschnitt ist ein echtes Highlight und macht das Buch zu einem kleinen Hingucker im Regal. Zum Glück bleibt es nicht nur optisch ansprechend, sondern überzeugt auch durch einen angenehm leichten Schreibstil.

Die Welt rund um das College fand ich grundsätzlich sehr spannend. Die magischen Elemente und die geheimnisvolle Atmosphäre haben direkt mein Interesse geweckt und sorgen für eine tolle Grundidee. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass hier viel Potenzial liegen gelassen wurde. Gerade die verschiedenen Magiearten werden nur recht oberflächlich behandelt – ich hätte mir deutlich mehr Einblicke und Tiefe gewünscht.

Paisley als Protagonistin war mir anfangs durchaus sympathisch. Besonders der Einstieg mit ihren ersten Tagen am College hat mir gut gefallen, da man sie und ihr neues Umfeld gut kennenlernt. Mit der Zeit wurde es allerdings schwieriger: Sie wirkte auf mich oft deutlich jünger als 22 und teilweise sogar etwas kindlich. Viele ihrer Entscheidungen konnte ich nicht wirklich nachvollziehen, was es mir schwer gemacht hat, komplett mit ihr mitzufühlen. Auch Logan bleibt lange Zeit eher im Hintergrund, obwohl er eigentlich eine wichtige Rolle spielen sollte. Erst relativ spät bekommt man mehr von ihm zu sehen, was ich schade fand, da ich mir hier früher mehr Entwicklung gewünscht hätte. Während der Anfang für mich wirklich gut war, hat die Geschichte im weiteren Verlauf etwas nachgelassen. Einige Passagen ziehen sich und verlieren an Spannung, und auch das Ende konnte mich leider nicht überzeugen.

Insgesamt ein leicht zu lesendes Buch mit interessanter Welt und viel Potenzial – das mich aber vor allem bei den Charakteren und der Ausarbeitung der Magie nicht vollständig überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Kein Zugang zum Werk

Es ist hell und draußen dreht sich die Welt
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Das Buchcover mit dem gelben Kanarienvogel und der außergewöhnliche Titel hatten meine Neugierde auf den Roman "Es ist hell und draussen dreht sich die Welt" geweckt. Ich hatte mich von Anfang an gefragt, ...

Das Buchcover mit dem gelben Kanarienvogel und der außergewöhnliche Titel hatten meine Neugierde auf den Roman "Es ist hell und draussen dreht sich die Welt" geweckt. Ich hatte mich von Anfang an gefragt, in wie weit dieser Vogel vielleicht eine Rolle spielen mag. Nach dem Lesen des Buches bin ich mir darüber jedoch auch noch nicht zu 100 Prozent im Klaren. Denn ja, der Vogel taucht auf und ja irgendwie steht er symbolisch auch für etwas, aber trotzdem hätte man ihn auch weglassen können.
Man merkt vielleicht jetzt schon, dass ich keinen richtigen Zugang zu diesem Roman gefunden habe. Der Erzählstil mit seinen zum Teil sehr kurzen Kapiteln und den wechselnden Perspektiven hat mir zwar gefallen, allerdings konnte ich mich keiner der Figuren annähern. Ich würde sogar so weit gehen, dass ich keine der Figuren sympathisch fand und es wirklich so einige Momente gab, in denen mir die Figuren sogar unsympathisch waren. Die Thematik rund um das Thema Muttersein oder Mutter-werden-wollen ist sicherlich wichtig und sollte vielmehr thematisiert werden, doch dieser Roman hat für mich keinen Zugang dazu gewährt - was vermutlich an der fehlenden Sympathie gegenüber der Figuren lag.
Auch das Ende des Romans hat sich mir nicht erschlossen, was aber insgesamt zu meinen Eindruck passt und für mich keine große Überraschung darstellte.

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Veröffentlicht am 15.12.2025

Düster

Rabid
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Das neue Genre der "Dark Romance" hat auf jeden Fall seine Berechtigung. Für mich allerdings waren die bisherigen literarischen Ausflüge in diesen Bereich wenig zufriedenstellend. Trotzdem wollte ich es ...

Das neue Genre der "Dark Romance" hat auf jeden Fall seine Berechtigung. Für mich allerdings waren die bisherigen literarischen Ausflüge in diesen Bereich wenig zufriedenstellend. Trotzdem wollte ich es bbei "Rabid" von Ivy Asher und Raven Kennedy noch einmal versuchen, vor allem auch, weil der Dark Romance Bereich hier noch mit Fanatsy verknüpft wird. In "Rabid" wird eine Werwolsgeschichte erzählt, bei der jedoch der Wolf stärker ist als die Frau, die mit dem Wolf ihren Körper teilt. Diese Art der Werwolfgeschichte hatte ich bis dahin nicht gelesen und war deswegen umso gespannter. Neue Arten bestimmte bekannte Motive zu erzählen, finde ich immer gut und die Portagonistin hat mir bis zu einem gewissen Punkt auch gut gefallen.
Trotzdem musste ich wieder feststellen, dass mit der Dark Romance Part nicht gefallen hat. Düstere Geschichten an sich mag ich gern und es darf auch ruhig Blut fließen. Doch diese Dark-Romance-ich-unterwerfe-mich-dem-Mann-Aspekte waren mir hier einfach zu ausgeprägt. Das hat dann auch nichts mehr mit sexuellen Wünschen oder Dirty-talk zu tun.
Trotz dieser Kritik finde ich das Buch insgesamt in Ordnung, vor allem wenn man auf die interessante Umsetzung des Werwolfmotivs schaut.

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