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SophieH

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.01.2025

Enttäuscht

Die Goldene Schreibmaschine
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Vorweg: Ich war vom „Buchspazierer“ total begeistert. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, als jetzt ein Kinderbuch von Carsten Henn erschienen ist. Der Klappentext klang interessant und auch die Leseprobe ...

Vorweg: Ich war vom „Buchspazierer“ total begeistert. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, als jetzt ein Kinderbuch von Carsten Henn erschienen ist. Der Klappentext klang interessant und auch die Leseprobe klang spannend. Doch die Magie des Buches konnte mich dann nicht wirklich packen.
Emily entdeckt in der Bibliothek, in der ihre Oma arbeitet, in einem Buch einen magischen Füller. Dieser Füller lässt sich in einen Schlüssel verwandeln, mit dessen Hilfe man durch ein Bild in eine geheime Bibliothek eintreten kann. In dieser Bibliothek befinden sich alle Bücher, die jemals geschrieben wurden und eine magische, goldene Schreibmaschine. Emily entdeckt schnell, dass sie mit dieser Schreibmaschine Bücher abändern kann. So ändert sie gleich bei ihrem ersten Besuch das Ende ihres Lieblingsbuches, das ihr nie gefallen hat. Doch dann muss sie feststellen, dass sie damit nicht nur das Buch, sondern auch das reale Leben abgeändert hat. In den folgenden Tagen begibt sich Emily immer wieder in die magische Bibliothek und ändert Seiten in Büchern, die dadurch auch ihr Leben verändern. Emily ist so auf der Suche nach ihrem perfekten Leben. Doch auch der skrupellose Lehrer Dr. Dresskau hat von der magischen Schreibmaschine erfahren.
Ich fand den Grundgedanken über die Macht von Geschichten und Worten klasse, aber die Umsetzung hat mir so gar nicht gefallen. Alle Figuren bleiben irgendwie blass. Anfangs war mir Emily noch sehr sympathisch, aber das änderte sich nach ein paar Kapiteln. So ganz konnte ich den Änderungen in den Büchern nicht folgen. Es wurde kaum explizit gesagt, was Emily wie abändert und so waren für mich die Änderungen im realen Leben unvorhersehbar und manchmal kam ich gar nicht mehr hinterher. Das Buch ist für Kinder ab 10 Jahren gedacht. Ich denke, dass Kinder in dem Alter vieles im Buch noch gar nicht verstehen können. Kaum ein Kind kann mit dem Begriff „Braunhemden“ etwas anfangen. Auch die Gewalt, die der Lehrer Emily gegenüber an den Tag legt – er knallt ihren Kopf mehrmals auf den Boden – hat in einem Kinderbuch für das Alter nichts verloren. Von mir daher nur 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 22.12.2024

Mehr erwartet

Für immer
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An einem gewöhnlichen Tag Anfang Juni passiert es: Die Zeit bleibt stehen. Es wird niemand mehr geboren und es stirbt auch niemand mehr. Bei unheilbar Kranken kommt auch die Krankheit zum Stehen. Kinder ...

An einem gewöhnlichen Tag Anfang Juni passiert es: Die Zeit bleibt stehen. Es wird niemand mehr geboren und es stirbt auch niemand mehr. Bei unheilbar Kranken kommt auch die Krankheit zum Stehen. Kinder können sich nicht weiterentwickeln, können nichts dazulernen. Niemand altert mehr. Im ersten Moment freuen sich die Menschen über die Zeit, die sie geschenkt bekommen. Das ewige Leben scheint zu verlockend. Doch langsam begreifen sie, dass gerade die Begrenztheit des Lebens seinen Reiz ausmacht. Ihr Leben fühlt sich plötzlich schal und langweilig an.
Ich fand die Idee, dass die Zeit stehenbleibt total reizvoll, bin aber über die Umsetzung ein wenig enttäuscht. Die Protagonisten bleiben allesamt etwas blass. Das Ende, nämlich wie die Zeit wieder ins Fließen gerät, kommt mir zu plötzlich und es wird auch nicht erklärt, wie das wiederum geschehen konnte. Und auch auf die Frage, warum die Zeit angehalten hat, bekommt der Leser bis zum Schluss keine Antwort. Deswegen von mir nur 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Nicht mein Buch

Die Reise ans Ende der Geschichte
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Dieses Buch fängt richtig stark an, nämlich mit der Vergiftung des Spions Dieter Germershausen. Rückblickend wird nun die Geschichte von Germershausen erzählt. Beginnen tut die Geschichte im Garten der ...

Dieses Buch fängt richtig stark an, nämlich mit der Vergiftung des Spions Dieter Germershausen. Rückblickend wird nun die Geschichte von Germershausen erzählt. Beginnen tut die Geschichte im Garten der Botschaft der russischen Föderation in Rom. Der eiserne Vorhang ist endlich gefallen und das muss ausgiebig gefeiert werden. Zu den Gästen zählt auch Germershausen, der an diesem Abend den Kontakt zum Dichter Jakob Dreiser sucht. Nicht, weil er dessen Gedichte so mag, sondern weil er ihn als Spion gewinnen will. Dumm nur, dass Germershausen so gar keine Gedichte mag. Noch dümmer, dass er eigentlich gar keine anderen Menschen mag. Er mag keine höflichen Geplänkel. Jakob Dreiser dafür umso mehr.
Der Beginn des Buches hatte mich sofort in seinen Bann gezogen, aber die Geschichte hielt in meinen Augen nicht, was sie versprochen hat. Die Protagonisten konnten mich nicht fesseln und blieben blass. Auch die Heiterkeit blieb für mich auf der Strecke. Ich habe mich nur so durch die Kapitel gequält. Ich bin ratlos zurückgeblieben. Was will diese Geschichte? Ich welches Genre soll ich sie einordnen?

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