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Chiralu

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.02.2026

Alle (un)glücklich - bewegender Roman, der nachhallt

Alle glücklich
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Bei "Alle glücklich" von Kira Mohn werfen wir einen Blick hinter die Fassade einer Familie. Während der ganzen Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Mutter Nina, Vater Alexander sowie den Kindern ...

Bei "Alle glücklich" von Kira Mohn werfen wir einen Blick hinter die Fassade einer Familie. Während der ganzen Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Mutter Nina, Vater Alexander sowie den Kindern Emilia und Ben geschrieben und schnell wird klar, dass die Familienmitglieder Situationen ganz unterschiedlich wahrnehmen und sie gar nicht wissen, was in den anderen wirklich vor sich geht.

Jeder der vier hat seine ganz eigenen Probleme und während man als außenstehender Betrachter den Eindruck bekommen könnte, dass alle wirklich glücklich sind, so ist letztendlich das Gegenteil der Fall.

Es war mein erstes Buch von Kira Mohn und ich bin dementsprechend ganz unvoreingenommen in die Geschichte eingestiegen. Schnell war mir jedoch klar: Die Autorin kann schreiben! Ich bin super schnell in die Geschichte eingestiegen, der Schreibstil war lebendig und sehr angenehm zu lesen und letztendlich hatte mich das Buch so in seinen Bann gezogen, dass ich es gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Besonders gut haben mir die Perspektivwechsel gefallen, da man so immer wieder neue Sichtweisen auf die Situationen erhalten hat. Außerdem möchte ich an dieser Stelle ganz besonders lobend hervorheben, dass die Autorin wirklich ernste und schwere Themen mit viel Tiefe in dieser Geschichte eingearbeitet und dabei unfassbar viel Fingerspitzengefühl bewiesen hat. Es sind zum Teil wirklich keine leichten Themen, doch ihr Umgang damit war grandios!

Ich bin ehrlich, den Verlauf dieser Geschichte habe ich nicht erwartet und ich habe mehrfach schlucken müssen. Es ist ein Buch, dass mich zum einen sehr bewegt hat und zum anderen ist es ein Buch, das nachhallt. Ich für meinen Teil nehme einiges aus diesem Roman mit und werde mehr auf das Miteinander in der Familie aber auch bei Freunden achten. Denn ein "Mir geht es gut" kann auch das komplette Gegenteil bedeuten.

Das Buch hat mich wirklich überrascht und sich als Meisterwerk entpuppt. Absolute Empfehlung! Allerdings möchte ich anmerken, dass es eventuell nicht für jeden geeignet sein könnte, da es wie gesagt zum Teil wirklich schwere Themen enthält.

Veröffentlicht am 08.01.2026

Meisterwerk voller großer Gefühle, Spannung und Nervenkitzel im royalen Setting

Royal Heist
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Kann man bei dem ersten Buch, das man 2026 gelesen hat, bereits von einem persönlichen Jahreshighlight sprechen – obwohl das Jahr gerade einmal sieben Tage alt ist?

Ich mache auf jeden Fall genau das, ...

Kann man bei dem ersten Buch, das man 2026 gelesen hat, bereits von einem persönlichen Jahreshighlight sprechen – obwohl das Jahr gerade einmal sieben Tage alt ist?

Ich mache auf jeden Fall genau das, denn weniger hat dieses Buch nicht verdient. Es ist ein absolutes Meisterwerk, was aber bei der Autorin Lena Kiefer ehrlich gesagt aber auch keine Überraschung ist. Nachdem ich ihre vorherigen Bücher ebenfalls geliebt habe, hat sie auch bei "Royal Heist" wieder gezeigt, wie gut sie mit Worten umgehen kann - spannend, lebhaft, berührend und mit großen Gefühlen.

Mit Darcy hat die Autorin eine sehr starke, selbstbewusste Hauptprotagonistin geschaffen, die mir von Anfang an sympathisch war. Ich mochte ihre schlagfertige Art und fand es gleichzeitig toll, wie nach und nach ihre verletzliche Seite zum Vorschein kam. Sie, aber auch der andere Hauptcharakter Tristan sowie sogar zum Teil die Nebencharaktere, haben unfassbar viel Tiefe und sind toll ausgearbeitet. Man konnte zum Beispiel einfach spüren, wie Darcy in ihrer Rolle bleiben wollte, aber die Vergangenheit und Erinnerungen sie einholten und immer wieder ihr "Wahres Ich" durchblitze. Das war unfassbar authentisch und ich fühlte beim Lesen quasi ihre Gefühle.

Der Effekt wurde durch die wiederholten Perspektivwechsel zwischen Darcys und Tristans Sichtweise noch einmal verstärkt und machte die beiden Charaktere noch nahbarer.

Apropos Tristan, holy moly! Auf den ersten Blick wirkt er wie das Schwarze Schaf in der royalen Familie und ich stand ihm skeptisch gegenüber. Doch er ist so viel mehr als es scheint und wenn man erst einmal hinter die Fassade schaut, kann man ihn einfach nur lieben.

Aber auch Spencer fand ich sehr spannend und es wurde sehr interessant dargestellt, was für eine Last eigentlich auf den Schultern des Thronerbens liegt - und gleichzeitig, wie es für die anderen Kinder der Königin ist. Sei es für Tristan, der stets nur die Nummer Zwei und lediglich der Ersatz ist, oder aber auch für die beiden Schwestern, deren jeder Schritt von der Öffentlichkeit beobachtet wird.

Dieses ganze royale Setting hat mich beim Lesen begeistert und ich mochte das besonders in Kombination mit Darcys Crew, die Robin Hood like ihren nächsten, großen Raubüberfall plant. Für Spannung ist also definitiv gesorgt, genauso wie für viele große, verwirrende sowie berührende, herzzerreißende und romantische Gefühle.

Das Buch endet mit einem absoluten Cliffhanger und ich hibbel dem zweiten Teil ganz aufgeregt hingegen. Man könnte auch sagen: Diese Buchreihe macht süchtig!

Ich bin gespannt, wie es weitergeht und hoffe, dass die ein oder andere offene Frage im zweiten Teil aufgelöst wird. Und ich würde mich auch freuen, wenn wir noch mehr über die Nebencharaktere erfahren.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.12.2025

Prickelnde Romance und spannende Ermittlungen a la cosy Crime

Burnham Dynasty
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Aufgrund einer Empfehlung habe ich zu diesem Buch gegriffen, worüber ich sehr glücklich bin, denn ansonsten wäre dieses Buch vermutlich an mir vorbeigegangen. Während das Cover mich ehrlich gesagt nicht ...

Aufgrund einer Empfehlung habe ich zu diesem Buch gegriffen, worüber ich sehr glücklich bin, denn ansonsten wäre dieses Buch vermutlich an mir vorbeigegangen. Während das Cover mich ehrlich gesagt nicht so in seinen Bann ziehen konnte, konnte mich das der Schreibstil von Julie Marinello umso mehr. Und das ist schließlich das, worauf es ankommt!

Die Autorin schreibt sehr flüssig, sodass ich die Worte nur so inhaliert habe und durch die Seiten flog. Gleichzeitig schafft sie es die Szenen bildlich vor meinem geistigen Auge aufleben zu lassen und transportiert die Gefühle und Gedanken sehr greifbar - es ist, als würde man wirklich in diese Welt eintauchen.

Besonders die Protagonistin Cathy war mir direkt sympathisch. Schlau, zielstrebig und… anders als ihre Mitschüler. Denn während diese vom goldenen Teller aßen, wurde bei Cathy auf die Eigenmarken des Supermarktes zurückgegriffen, statt den Frischkäse einer Marke zu kaufen. Ohne ein Stipendium wäre es für Cathy dementsprechend nicht möglich, die „Schule der Reichen“ zu besuchen. Und während sie eigentlich nur an der Realisierung ihres beruflichen Zukunftswunsches arbeiten will, machen ihr ihre Mitschülerinnen das Leben unsagbar hart.

Natürlich, oder eher erschreckenderweise, ist Mobbing kein überraschendes Thema an Schulen, doch diese Boshaftigkeit hat mich dennoch einfach schockiert. Und leider ist das für viele Schüler die traurige Normalität…

Dementsprechend finde ich es toll, dass diese Thematik in die Geschichte integriert wurde!

Nach einem besonders furchtbaren Mobbingvorfall zieht Cathy vorübergehend zu ihrem Vater, der wiederum auf einem riesigen Anwesen einer aristokratischen Familie als Stallmeister arbeitet. Zu dieser Familie gehört ausgerechnet Josh, der mit der Anführerin der Mobbinggruppe anbandelt. Man merkt direkt zu Beginn: Das hat Konfliktpotential!

Die Autorin wechselt immer wieder die Perspektiven zwischen Cathy und Josh, sodass wir tiefere Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt der beiden Charaktere erhalten. Dadurch schafft sie es eine Verbindung zu beiden Charakteren herzustellen und während man Josh eventuell zunächst mit Vorurteilen begegnet, so merkt man schnell, dass er mehr als einfach "ein arroganter, reicher Schnösel" ist.

Ich flog beim Lesen auf jeden Fall nur so über die Seiten und war über einige unerwartete Wendungen doch sehr überrascht! Generell geht es in diesem Buch nicht einfach nur um eine Liebesgeschichte zwischen reich und arm, sondern es erwartet uns auch gleichzeitig ein Mordfall und eine damit einhergehende spannende Ermittlung, die ich die Kategorie "cosy Crime" einordnen würde.

Es ist eine gelungene Kombination und ich kann nur sagen: Ja zur Liebesgeschichte, zur Spannung rund um den Mordfall und zu den Intrigen der Reichen.

Ich würde das Buch definitiv weiterempfehlen, allerdings darf man nicht außer Acht lassen, dass es ein Young-Adult-Buch ist und man dem Ganzen je nach Alter eventuell schon "entwachsen" sein könnte.

Veröffentlicht am 29.12.2025

Perfekt für kuschelige Herbstlesestunden mit Tiefgang

The Pumpkin Spice Latte Disaster
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Ich bin ein großer Fan von Kyra Groh und so ist es bestimmt wenig überraschend, dass ich voller Vorfreude zu diesem Buch gegriffen habe. Um es direkt vorwegzunehmen: Es hat mich (wieder, wie immer) nicht ...

Ich bin ein großer Fan von Kyra Groh und so ist es bestimmt wenig überraschend, dass ich voller Vorfreude zu diesem Buch gegriffen habe. Um es direkt vorwegzunehmen: Es hat mich (wieder, wie immer) nicht enttäuscht!

Die Autorin hat das Talent so mitreißend zu schreiben, dass man schnell und gut in die Geschichte einsteigen kann. Es ist sowohl humor- als auch gefühlvoll geschrieben, sodass das Buch für viele schöne Lesestunden mit Schmunzlern aber auch mit gerührten "Ooooh"s gesorgt hat. Besonders möchte ich an dieser Stelle erwähnen, dass das Buch auch Tiefgang hat und mich an einigen Stellen sehr berührt und zum Nachdenken gebracht hat.

Vor allem die Hauptprotagonistin Jude mochte ich sehr und mehr als einmal hätte ich sie gerne einfach in die Arme genommen, da sie stets im Schatten ihrer tollen Schwester stand und einfach nicht richtig gesehen wurde. Stattdessen war sie immer "zu viel", was mir unfassbar leid tat. Ich habe sehr mit ihr mitempfunden und ich glaube, dass sich viele Leser:innen mit ihr identifizieren können. Je mehr man über sie erfährt, desto besser kann man sie verstehen und ihre Handlungen nachvollziehen.

Auch Grumpy-James fand ich sehr sympathisch. Es war spannend im Laufe der Geschichte mehr über ihn zu erfahren, denn Kyra Groh hat beiden Protagonistin auf eine tolle Art und Weise Leben eingehaucht und ihnen Tiefe gegeben. Statt "perfekte" Hauptcharaktere zu kreieren hat die Autorin nämlich wirklich echte, nahbare Rolle geschaffen, mit Ecken und Kanten - das gefiel mir sehr!

Dies in Kombination mit einer tollen Atmosphäre und eine sich langsam entwickelnde Beziehung und prickelnde Gefühle ohne Kitsch, sorgen dafür, dass ich das Buch absolut empfehlen kann. Ich würde sagen, es ist ein "typisches Kyra Groh"-Buch und wer das liebt, wird auch dieses Buch lieben.

Veröffentlicht am 21.10.2025

Einfühlsamer, humorvoller Liebesroman

Hello Stranger
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"Hello Stranger" war das erste Buch von Katherine Center, das ich gelesen habe. Es ist mir aufgrund seines Covers ins Auge gestochen und der Klappentext klang ansprechend, weshalb ich mich auf eine leichte ...

"Hello Stranger" war das erste Buch von Katherine Center, das ich gelesen habe. Es ist mir aufgrund seines Covers ins Auge gestochen und der Klappentext klang ansprechend, weshalb ich mich auf eine leichte Liebesgeschichte freute.

Und genau das bekam ich auch, kombiniert mit humorvollen Schmunzlern sowie auch tiefsinnigen und ernsten Momenten, in denen es um Verlust und die Verarbeitung von Trauer geht sowie um familiäre Probleme. Auch hat die Autorin es geschafft den Nebenrollen eine gewisse Tiefe zu geben und darzustellen, dass ein bestimmtes Verhalten eventuell einen tieferen Ursprung hat - wenngleich es natürlich fiese und gemeine Handlungen nicht entschuldigt.

Ich fand Sadie sehr sympathisch. Sie ist freundlich und humorvoll und etwas chaotisch. Außerdem versucht sie ihren eigenen Weg als Malerin zu gehen, auch wenn er schwer ist und sie keinerlei Unterstützung ihres Vaters erhält, da er lieber will, dass sie eine medizinische Berufskarriere einschlägt. Doch davon lässt sie sich nicht abbringen und ich bewundere ihr Entschlossenheit. Und als sie dann ihre Gesichtsblindheit bekommt, ist es natürlich noch schwerer. Wie soll man schließlich als Porträtmalerin Gesichter malen, wenn man diese nicht sehen konnte? Während der ganzen Geschichte habe ich sehr gehofft, dass dies wirklich nur ein vorübergehender Zustand ist und sie irgendwann wieder Gesichter sehen kann. Es muss ungemein hart sein, wenn man selbst sein eigenes ach so bekanntes Gesicht plötzlich nicht mehr erkennen kann. Und wie schwer ist es im Alltag, wenn man nicht weiß, wer da gerade vor einem steht?

Und trotz dieser schweren Situation schafft die Autorin, dass man beim Lesen nicht von Dunkelheit erdrückt wird. Man fliegt nur so durch die Geschichte, da der Schreibstil sehr flüssig und leicht ist. Obwohl die Geschichte nicht an der Oberfläche kratzt, sondern teilweise sehr emotional ist, ist es trotzdem einfach warmherzig und mir hat das Buch auf jeden Fall ein gutes Gefühl beim Lesen gegeben.

Im Laufe der Geschichte lernt Sadie zwei Männer gehen. Da gibt es den tollen Tierarzt Dr. Addison und den Nachbarn Joe, der für viele Fragezeichen sorgt. Ich mochte es, wie nach und nach die Rätsel um Joe aufgelöst werden und man merkt, wie schnell man eigentlich Vorurteile entwickelt, obwohl es ganz einfache Erklärungen für gewisse Situationen gab. Den großen Plot Twist habe ich allerdings nicht kommen sehen und war kurz überrascht, auch wenn es eigentlich sehr naheliegend war. Da ich aber so gefangen von der Geschichte war, habe ich daran einfach gar nicht gedacht.

Und genau das möchte ich abschließend noch einmal betonen: Mich hat die Geschichte mitgerissen und begeistert. Ich hatte viele tolle Lesestunden und bin begeistert von dem Schreibstil der Autorin, sodass es bestimmt nicht das letzte Buch sein wird, das ich von ihr lesen werde.