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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.02.2026

spannender Fall mit streitbaren Charakteren

Schatten von Potsdam
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Auch diesen dritten Fall mit Paula Osterholz habe ich wieder als sehr spannend empfunden. Paula und ihr Kollege Henry Wullitzer werden zu einer Leiche an der Glienicker Brücke gerufen. Der Tote scheint ...

Auch diesen dritten Fall mit Paula Osterholz habe ich wieder als sehr spannend empfunden. Paula und ihr Kollege Henry Wullitzer werden zu einer Leiche an der Glienicker Brücke gerufen. Der Tote scheint von der Brücke gefallen zu sein. Oder wurde er gestoßen? Die Spuren verdichten den Verdacht, dass er gestoßen wurde.
Bei dem toten jungen Mann handelt es sich um Marinus Jaunich, Sohn sehr reicher und einflussreicher Eltern. Eltern, die Ihre Beziehungen spielen lassen, die sich in die Ermittlungen einmischen, sie blockieren und den beiden Ermittlern das Leben schwer machen.
Auch wenn der Leser von Anfang an weiß, was sich in der Nacht an der Glienicker Brücke zugetragen hat, habe ich den Krimi als sehr spannend empfunden. Denn es sind die agierenden Personen, die hier für die Spannung sorgen. Die Clique, der auch Marinus angehört hat, haben einer Mitschülerin das Leben zur Hölle gemacht. Sehr gut konnte ich nachvollziehen, wie zerrissen diese Jugendliche ist. Einmal durch das Mobbing, aber auch wegen der Verfehlungen ihres Vaters. Wen wundert es da, dass sie ihrem Vater gegenüber so respektlos auftritt, ist er in ihren Augen doch eine Enttäuschung.
In Rage gebracht haben mich die Arroganz und die Ignoranz der reichen Eltern, die Ermittlungen von Paula und Wullitzer regelrecht torpediert haben.
Die Ausführungen zu Paulas Vergangenheit fand ich hier im dritten Band nicht mehr so passend. Jetzt sollte damit in meinen Augen mal gut sein. Es sei denn, es kommt hier noch zu wirklich spannenden Verwicklungen.
Insgesamt habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt und gebe 4,5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 22.01.2026

Macht und Manipulation – spannend

Das falsche Versprechen
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Nik Pohl wird vom pensionierten Pharmazieprofessor Konstantin Uhlken kontaktiert. Dessen frühzeitiger Abschied von der Uni war nicht ganz freiwillig. Dem vorausgegangen waren von Uhlken entdeckte Unregelmäßigkeiten ...

Nik Pohl wird vom pensionierten Pharmazieprofessor Konstantin Uhlken kontaktiert. Dessen frühzeitiger Abschied von der Uni war nicht ganz freiwillig. Dem vorausgegangen waren von Uhlken entdeckte Unregelmäßigkeiten bei einer Pharmafirma, die Uhlken versucht hat nachzuweisen. Wenige Stunden nach dem Erstkontakt von Pohl und Uhlken wird dieser in einem Park erschlagen. Nick glaubt nicht an einen Raubüberfall und beginnt mit eigenen Recherchen. Unterstützt von seinen Freunden Balthasar und Jon.
Auch diesen neuen Fall des Trios fand ich wieder sehr spannend. Dieser Fall hat es in sich. Die Freunde geraten in arge Bedrängnis, denn die Gegner sind mächtig, skrupellos und geldgierig. Menschenleben zählen da nicht. Schon gar nicht das von Nik und seinen Freunden. Die geraten massiv in Bedrängnis, müssen sogar untertauchen. Was die Spannung noch zusätzlich anheizt ist, dass die Drahtzieher ihnen immer einen Schritt voraus sind und neue Ermittlungsansätze immer wieder ins Leere laufen. So unvorhersehbar und wendungsreich, wie dieser neue Thriller es ist, bekommt er von mir 4,5 Lese-Sterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 14.12.2025

uneingeschränkte Leseempfehlung

Sündflut 1784
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Im Jahr 1784 ist sind die Städte am Rhein stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Fluss ist nicht nur über seine Ufer getreten, er hat auch riesige Mengen an Eisblöcken, Geröll und Modder in die angrenzenden ...

Im Jahr 1784 ist sind die Städte am Rhein stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Fluss ist nicht nur über seine Ufer getreten, er hat auch riesige Mengen an Eisblöcken, Geröll und Modder in die angrenzenden Städte gedrückt. Anna-Maria Scheidt, die in Mülheim eine Apotheke geführt hat, kann nur noch, nachdem auch ihr Haus völlig zerstört ist, versuchen ihr Leben zu retten. Hilfe findet sie bei Henrik Venray, dem Amtmann von Düsseldorf. Venray ist in seinem Denken sehr fortschrittlich. Er will, um Recht und Ordnung in seiner Region durchzusetzen eine Policey Criminal aufbauen. Ein stolzer Plan, für dessen Umsetzung er sich machtvolle Verbündete suchen muss. Doch Vorrang hat nun erst einmal Anna-Maria vor dem Scheiterhaufen zu retten…
So einen spannenden historischen Krimi habe ich noch nicht gelesen. Anfangs hatte ich mit den mit völlig unbekannten Ämtern und historischen Begriffen zu kämpfen, aber zum Glück hat der Autor ans Ende des Buchs ein erklärendes Glossar angehängt. Wie Venray dann in Mülheim und Cöln versucht Beweise für Anna-Marias Unschuld zu finden, ist so spannend beschrieben, dass die Kapitel nur so dahinflogen. Vor allen, da es dabei immer wieder so harte Rückschläge gab. Getriggert wurde es dann auch noch durch die wenige Zeit bis zur Hinrichtung. Wirklich spannend aufgebaut und darum sind 4,5 Lese-Sterne auch absolut verdient.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Auftakt richtig gut gelungen

Die Chemie des Verbrechens - Die Fährte
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May ist ausgebildete DNA-Forensikerin, hat dann aber noch ein Jurastudium angeschlossen und will nun ihr forensisches Wissen auch bei der Verteidigung ihrer Mandanten einbringen. Leider sind lukrative ...

May ist ausgebildete DNA-Forensikerin, hat dann aber noch ein Jurastudium angeschlossen und will nun ihr forensisches Wissen auch bei der Verteidigung ihrer Mandanten einbringen. Leider sind lukrative Fälle bei ihr im Moment noch immer Mangelware, so dass sie mit allen Mitteln das Mandat von Start-UP-Millionärs Ruben Rickleffs bekommen will, der des Mordes angeklagt ist….
An Anfang fand ich May als Juristin nicht sehr überzeugend. Sie schafft es das Rickliffs-Mandat zu erhalten, hat aber immer wieder so große Selbstzweifel und so wenig Erfolg in den einzelnen Verhaftungs- und Verhandlungsschritten, dass ich schon die Verurteilung von Ruben vor Augen hatte. Das ändert sich aber grundlegend. Maya wächst mit dieser Aufgabe. Sehr interessant fand ich auch die Figur des Detektivs Tarek Loman. So hart wie er nach außen hin scheint, ist er nicht und nachdem die anfänglichen Befindlichkeiten aus dem Weg geräumt waren, hat er mit Maya ein perfektes Team gebildet. Sie finden immer mehr interessante Informationen zum Tod von Ute Pusch, der immerhin bereits vor 18 geschah.
Für mich war es stilistisch perfekt angelegt, dass nicht nur Maya und Tarek immer nur Teile des Geschehens erkennen, genau wie ich als Leser. Immer wieder gibt die Autorin kleine Einblicke, was in der Mordnacht passiert ist. Dabei geht sie wohldosiert vor, so dass der wahre Ablauf des Abends gedanklich lange im Nebel und die Spannung erhalten bleibt. Mir hat der Krimi mit wachsenden Lesefortschritt immer besser gefallen. Vor allen habe ich die Autorin bewundert, wie tief sie sich hierfür in die Materie der Forensik und der Strafverteidigung eingearbeitet hat. Von mir gibt’s 4,5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 25.10.2025

Thriller hat mich überzeugt

... und war tot.
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Eine Polizistin unter Mordverdacht und ein streng bewachtes Wohnheim für auffällig gewordene Jugendliche stehen im Mittelpunkt dieses Thrillers.
Hauptkommissarin Svenja Paulus wird beschuldigt ihren ehemaligen ...

Eine Polizistin unter Mordverdacht und ein streng bewachtes Wohnheim für auffällig gewordene Jugendliche stehen im Mittelpunkt dieses Thrillers.
Hauptkommissarin Svenja Paulus wird beschuldigt ihren ehemaligen Freund und Vater ihres Sohnes Paul kurz nach dessen Haftentlassung heimtückisch getötet haben. Als wäre das nicht genug, wendet sich die 15jährige Iska an Svenja, weil sie einen Mord an einer Mitinsassin des Wohnheims beobachtet hat. Svenja war es gewesen, die Iska in diesem Vorzeigeheim untergebracht hat. Sie kennt Iska, weiß von deren dunkler Seite, dass Lügen zu ihrem Leben gehören. Kann es wirklich stimmen, was Iska behauptet gesehen zu haben?
Auch wenn Saskia beurlaubt ist, lässt ihr die Behauptung der Jugendlichen keine Ruhe. Entgegen der Dienstvorschriften sucht sie das Heim auf wo bereits ein Kollege von ihr den angeblichen Selbstmord einer Insassin untersucht. Der Kollege ist sehr speziell und so fand ich dessen Beschreibung durch den Autor einfach klasse. „… besoffen von der eigenen Kompetenz.“ Herrlich.
Was den Leser in diesem Thriller erwartet ist eine Polizistin, die verzweifelt versucht ihre Unschuld zu beweisen und eine Heimbewohnerin, die sich von keiner verschlossenen Tür aufhalten lässt und deren Mut den vermeintlichen Mord an ihrer Mitschülerin aufzuklären will. Was Iska unter den Argusaugen der Erzieher unternimmt, wie clever sie ist und was sie schlussendlich aufdeckt, war spannend zu lesen. Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse, Thriller-Leser kommen also voll auf ihre Kosten. Von mir gibt’s 4,5 Lese-Sterne.

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