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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.03.2026

Buch hat mich gefesselt

Moorland. Die Zwillinge
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Das namenlose Moor wird diese Feuchtlandschaft im Marsch genannt. Schon einige Menschen sind aus dem Moor nicht mehr zurückgekehrt. Aktuell werden die 18-jährigen Zwillingsschwestern Nike und Jana vermisst. ...

Das namenlose Moor wird diese Feuchtlandschaft im Marsch genannt. Schon einige Menschen sind aus dem Moor nicht mehr zurückgekehrt. Aktuell werden die 18-jährigen Zwillingsschwestern Nike und Jana vermisst. Für deren Suche sind die Bedingungen in keiner Weise optimal. Dichte Nebelwände lassen kaum die Hand vor Augen erkennen und das Unwirtliche der Gegend zu vermitteln ist dem Autor sehr gut gelungen.
Malia Gold ist die leitende Ermittlerin. In der Gegend kennt sie sich aus. Allerdings liegen ihre Erfahrungen mit dem Moor und seinen Tücken bereits 15 Jahre zurück und so richtig geliebt hat sie es nie. Ganz anders als Ruth, die das Moor wie keine Zweite kennt.
Die Suche nach den beiden Mädchen wird immer brisanter, als auf deren TikTok-Kanal Moormaid verstörende Bilder gepostet werden.
Beim Lesen habe ich oft gedacht: aha, dann muss der der Täter sein. Ich empfand es so, als würde Andreas Winkelmann mit mir spielen indem er immer wieder neu Triggerpunkte setzte, die schlussendlich ins Leere liefen. Das hat die Spannung bei mir in die Höhe getrieben. Zusätzlich dann auch noch die persönlichen Geheimnisse der ermittelnden Kommissarin und ihr Kampf gegen die Erinnerungen und Gefühle, haben den Thriller zum Lesevergnügen gemacht. Klare Leseempfehlung und 5 Lese-Sterne sind da voll verdient.

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Veröffentlicht am 25.02.2026

total gelungener Auftakt

Ungelöst – Die erste Zeugin
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Luisa Menkhoff hat gerade ihr zweites medizinisches Staatsexamen mit Bestnoten abgelegt und will nun ihr praktisches Jahr absolvieren. Eines unterscheidet diese junge Frau von ihren Mitstreitern: sie hat ...

Luisa Menkhoff hat gerade ihr zweites medizinisches Staatsexamen mit Bestnoten abgelegt und will nun ihr praktisches Jahr absolvieren. Eines unterscheidet diese junge Frau von ihren Mitstreitern: sie hat ein eidetisches Gedächtnis, in der Umgangssprache auch fotografisches Gedächtnis genannt. Vor der Uni findet Luisa einen Vermisstenaushang. Vermisst wird Nicole Klement, die Luisa vor fast 2 Jahrzehnten kennengelernt hat. Traumatische Erinnerungen kommen in Luisa wieder hoch. Damals war sie fünf und wurde von Nicoles Lebensgefährten, dem Psychiater Dr. Joachim Lichner, entführt. Hängt Nicoles Verschwinden mit ihrer damaligen Entführung zusammen? Luisa wendet sich an die Münchner Polizei und berichtet Ramin Brunner, der gerade eine neu Cold Case-Abteilung aufbauen soll, von ihren Erlebnissen vor 17 Jahren. Da aktuell wieder ein kleines Mädchen vermisst wird, das auch noch große Ähnlichkeit mir der damals 5jährigen Luisa hat, vermutet Ramin einen Zusammenhang mit dem aktuellen Fall. Ramin ist beeindruckt, wie haargenau Luisa die damaligen Ereignisse abrufen kann und bindet sie als externe Beraterin in die Ermittlungen mit ein.
Der Autor beschreibt Ramins neuen Kollegen, Sebastian Grohmann, als schwierig, da er die Vorschriften gern großzügig auslegt und auch gern überschreitet. Auf mich machte Grohmann einen sehr kompetenten Eindruck, da er gerade in schwierigen Situationen die richtigen Worte findet. Ich mag ihn und er passt gut ins neue Team.
Nachdem noch ein weiteres Mädchen verschwindet, steigt nicht nur der Druck auf die Ermittler. Der Fall nimmt auch ungeahnte Wendungen auf, der die Ermittler fast zur Verzweiflung bringt. Das zu Lesen hat mir unwahrscheinlich große Spannung gebracht, so dass ich 5 Lese-Sterne vergebe.

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Veröffentlicht am 25.02.2026

absolut lesenswert

Spiegelland
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In meinen Augen ist das Buch ein wunderbarer Familienroman, der, anders als viele anderen, nicht mit nur einem alten Familiengeheimnis versucht den Leser zu fesseln. Nein, hier sind es drei verschiedene ...

In meinen Augen ist das Buch ein wunderbarer Familienroman, der, anders als viele anderen, nicht mit nur einem alten Familiengeheimnis versucht den Leser zu fesseln. Nein, hier sind es drei verschiedene Jahrhunderte in denen Frauen sich gegenüber dominanten Männern und gesellschaftlichen Gepflogenheiten zu behaupten versuchen. Die Autorin wechselt dabei immer zwischen den verschiedenen Frauenschicksalen, was mir auf der einen Seite sehr gut gefallen hat, mich auf der anderen aber anfangs stark gefordert hat, da so viele Personen, die miteinander direkt und indirekt verwandt sind, auf mich zukamen. Das hat sich aber mit Lesefortschritt gegeben. Da hieß es dann für mich einfach nur noch im Moorland abzutauchen.
Rebekka Frank gelingt es die Rollenbilder für Mann und Frau vom 18. bis ins 21. Jahrhundert in diesen Roman einzubetten. Dabei stellt sie heraus, dass auch heute noch manche alte Sichtweise in unseren Köpfen verankert ist und unser Handeln bestimmt. Insofern passt der Titel, denn sowohl dem Leser als auch den Hauptfiguren wird ein Spiegel vorgehalten. Besonders gefallen haben mir die Kapitel über Aletta, also aus dem 18. Jahrhundert, gefallen. Dieses entbehrungsreiche Leben der Moorbauern beschreibt die Autorin sehr anschaulich. Darum lag mir Alettas Schicksal auch besonders am Herzen.
Das Buch hat mich unwahrscheinlich kurzweilig unterhalten und auch. 3gestimmt. Ein Roman, den ich gerne weiterempfehle und der 5 Lese-Sterne verdient hat.

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Veröffentlicht am 06.02.2026

was für Entwicklungen – super gemacht

Das Signal
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Der gemeinsame Traum von Viola und Adam Decker vom eigenen Haus, das sie nach ihren Vorstellungen um- und ausbauen und auch Kinder mit einbezieht, platzt wie eine Seifenblase als Viola beim Einsturz des ...

Der gemeinsame Traum von Viola und Adam Decker vom eigenen Haus, das sie nach ihren Vorstellungen um- und ausbauen und auch Kinder mit einbezieht, platzt wie eine Seifenblase als Viola beim Einsturz des maroden Weinkellers ein Bein verliert. Auf fremde Hilfe angewiesen, das kann und will Viola nicht akzeptieren. Zumal die von Adam engagierte Pflegerin mit dem Charme eines Besens ihr Misstrauen weckt. Ich konnte Viola verstehen, so emotionslos wie sie erscheint und Viola bei ihren Bewegungsfortschritten immer wieder ausbremst. Da Viola ohne fremde Hilfe nicht mehr aus dem Haus kann, ihr gleichzeitig aber auch die Veränderungen in Adams Verhalten ihr gegenüber wie auch seine häufigen Abwesenheiten auffallen, will sie mit digitaler Hilfe mehr über sein Leben ohne sie an der Seite erfahren. Ich hatte den Eindruck, dass sie allem und jeden gegenüber misstrauisch geworden ist. Konnte es aber auch nachvollziehen, da sie von jetzt auf gleich aus ihrem gewohnten Leben gewissen wurde. Durch die detaillierten Beschreibungen der Autorin zu Violas Kampf um jedes bisschen mehr an Beweglichkeit, an Eigenständigkeit haben mich für sie eingenommen. Aber was ihre Trackingüberwachung betraf, fand ich sie regelrecht manisch. Jedoch ist das nur eine Seite dieser jungen Frau. Die andere ist so dunkel und ihr Vorgehen so brillant geplant, dass ich kribbelnde Spannung bis zum Schluss dabei empfunden habe. Ein wirklich spannender Thriller, der süchtig macht und 5 Lese-Sterne absolut verdient hat.

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Veröffentlicht am 03.02.2026

wunderbarer Lesestoff

Die Begine und das dunkle Geheimnis
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Anna Ehinger ist trotz ihrer Heirat mit Lazarus, dem Siechenmeister, wieder für Beginen tätig. Sie soll die neue Novizin Luzia, die Tochter des Bürgermeisters, in die Kunst der Heilkräuter und -tränke ...

Anna Ehinger ist trotz ihrer Heirat mit Lazarus, dem Siechenmeister, wieder für Beginen tätig. Sie soll die neue Novizin Luzia, die Tochter des Bürgermeisters, in die Kunst der Heilkräuter und -tränke einweisen. Überhaupt ist Anna sehr umtriebig. Ihr Arbeitstag reicht von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Noch immer kümmert sie sich um Kranke und Arme. Aber dann wird die Witwe Senft, eine ihrer Patientinnen, tot in ihrem Bett aufgefunden. Mord oder Selbstmord? Schnell gerät Anna unter Verdacht, da sie der Witwe einen Trank verordnet hat, den sie selbst zubereitet hat…
Ich fand das Buch unwahrscheinlich kurzweilig und bin während des Lesens ins Mittelalter, genauer gesagt Ulm in Jahr 1416, abgetaucht. Durch die gezielte Wortwahl der Autorin, bei manchen Begriffen musste ich Google zu Rate ziehen, beschreibt sie die damalige Zeit sehr lebendig. Man merkt beim Lesen, wie tief sie mit dieser Zeit und dem damaligen Leben vertraut ist. Gleichzeitig ist es aber die Spannung, die mich gefesselt hat. Denn das Morden hört in Ulm nicht auf. Im Gegenteil, die Taten werden immer grausamer. Die Angst unter der Bevölkerung wächst. Man schreibt das Geschehen dem Nachtmahr zu. Der Hauptmann der Stadtwache ist sich sicher, dass sie es mit einem Dämon zu tun haben. Ob und wie es den Ulmern gelingt den Täter zu finden, sollte jeder selbst nachlesen, sehr spannende und kurzweilige Lesestunden eingeschlossen. Von mir gibt’s 5 Lese-Sterne.

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