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Veröffentlicht am 30.12.2025

Nicht so stark wie andere Werke

Der Nachbar
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In Der Nachbar zieht die Strafverteidigerin Sarah Wolff mit ihrer Tochter an den Stadtrand von Berlin, um neu anzufangen – doch schnell merkt sie, dass sie nicht wirklich alleine ist. Sie hört Schritte ...

In Der Nachbar zieht die Strafverteidigerin Sarah Wolff mit ihrer Tochter an den Stadtrand von Berlin, um neu anzufangen – doch schnell merkt sie, dass sie nicht wirklich alleine ist. Sie hört Schritte über sich, seltsame Geräusche durch die Wände, Eingriffe in ihr Leben: Jemand kümmert sich auf bedrückende, übergriffige Weise um sie. Dieser „Nachbar“ scheint unsichtbar, aber seine Fürsorge wird immer bedrohlicher. 

Am Ende wird vieles aufgelöst, sodass man die Hintergründe versteht – typisch Fitzek, aber nicht ohne Rätsel auf dem Weg dahin. Typischerweise entwickelt man beim Lesen eigene Theorien, weil die Hinweise so geschickt gestreut sind. Doch viele dieser Spekulationen stellten sich bei mir als falsch heraus, was gut zur psychologischen Spannung beiträgt. 

Trotz dieser Spannung hat mich das Buch aber nicht komplett überzeugt – ich finde, ich habe schon bessere Fitzek‑Romane gelesen. Für mich war das Ganze etwas zäher, und die Auflösung war zwar zufriedenstellend, aber nicht so stark wie bei seinen früheren Werken.

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Veröffentlicht am 29.12.2025

ich habe schon bessere Fitzek‑Romane gelesen

Der Nachbar
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In Der Nachbar zieht die Strafverteidigerin Sarah Wolff mit ihrer Tochter an den Stadtrand von Berlin, um neu anzufangen – doch schnell merkt sie, dass sie nicht wirklich alleine ist. Sie hört Schritte ...

In Der Nachbar zieht die Strafverteidigerin Sarah Wolff mit ihrer Tochter an den Stadtrand von Berlin, um neu anzufangen – doch schnell merkt sie, dass sie nicht wirklich alleine ist. Sie hört Schritte über sich, seltsame Geräusche durch die Wände, Eingriffe in ihr Leben: Jemand kümmert sich auf bedrückende, übergriffige Weise um sie. Dieser „Nachbar“ scheint unsichtbar, aber seine Fürsorge wird immer bedrohlicher.

Am Ende wird vieles aufgelöst, sodass man die Hintergründe versteht – typisch Fitzek, aber nicht ohne Rätsel auf dem Weg dahin. Typischerweise entwickelt man beim Lesen eigene Theorien, weil die Hinweise so geschickt gestreut sind. Doch viele dieser Spekulationen stellten sich bei mir als falsch heraus, was gut zur psychologischen Spannung beiträgt.

Trotz dieser Spannung hat mich das Buch aber nicht komplett überzeugt – ich finde, ich habe schon bessere Fitzek‑Romane gelesen. Für mich war das Ganze etwas zäher, und die Auflösung war zwar zufriedenstellend, aber nicht so stark wie bei seinen früheren Werken.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Naja...

Nightsky Full Of Promise
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„Nightsky Full Of Promise“ erzählt eine sehr emotionale New-Adult-Geschichte rund um Sydney und Luke, die sich in einer Berliner Sommernacht begegnen, sofort etwas Besonderes spüren und sich ein Jahr später ...

„Nightsky Full Of Promise“ erzählt eine sehr emotionale New-Adult-Geschichte rund um Sydney und Luke, die sich in einer Berliner Sommernacht begegnen, sofort etwas Besonderes spüren und sich ein Jahr später am gleichen Ort wieder treffen wollen. Der Einstieg und die Grundidee mit dem Versprechen und dem Zeitsprung haben für mich definitiv ihren Reiz, die Atmosphäre ist stimmig und die Dynamik zwischen den beiden wirkt anfangs sehr intensiv.

Im weiteren Verlauf hatte ich aber zunehmend Schwierigkeiten mit Sydney. Ich habe mich irgendwann davon getriggert gefühlt, dass sie so selten Klartext redet und Konflikte eher über Schweigen, Ausweichen oder Andeutungen laufen lässt. Das hat es mir schwer gemacht, wirklich mit ihr mitzufühlen, obwohl ich ihre Verletzungen rational verstehen konnte. Dadurch konnte ich das Buch insgesamt nicht so genießen, wie ich es mir nach dem starken Anfang erhofft hatte. Für Leserinnen und Leser, die mit viel emotionalem Hin und Her und unausgesprochenen Gefühlen gut klarkommen, kann die Geschichte aber trotzdem funktionieren – „kann man machen“, für mich persönlich war es jedoch kein Herzensbuch.

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Veröffentlicht am 03.02.2026

Nunja...

Knochenspur
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„Knochenspur“ ist ein entspannter Schweden-Krimi, der mit einer mysteriösen Unglücksgeschichte in Gällivare beginnt: Vor zehn Jahren verschwand die Studentin Anna spurlos an einem Wasserfall, nun bestätigen ...

„Knochenspur“ ist ein entspannter Schweden-Krimi, der mit einer mysteriösen Unglücksgeschichte in Gällivare beginnt: Vor zehn Jahren verschwand die Studentin Anna spurlos an einem Wasserfall, nun bestätigen Knochenfunde ihren Tod – und die Ex-Kommissarin Kristin Thalberg soll die Wahrheit aufdecken.

Die Atmosphäre im verschlafenen Norden Schwedens mit schweigenden Dorfbewohnern und wachsender Bedrohung baut sich langsam auf, was perfekt für gemütliches Lesen passt, bis das Ende einen packt und man unbedingt wissen will, wer dahintersteckt und was wirklich mit Anna passierte.

Leider nervte mich Kristin Thalberg stellenweise: Ihre unschlauen Entscheidungen und Handlungen ließen mich oft denken „Warum tust du das so?“ – das dämpfte die Immersion ein wenig, obwohl der Plot mit Wendungen überzeugt.

Ein solider, fesselnder Krimi zum Abschalten, ideal für kalte Abende, mit starker Spannung am Schluss trotz kleinerer Charakter-Schwächen – empfehlenswert für Fans entspannter Skandinavien-Thriller.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Ich bin hin und hergerissen

Moments So Blue Like Our Love (Blue Eternity 1)
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Bei Moments So Blue Like Our Love hatte ich sehr gemischte Gefühle. Das Buch startet ruhig, fast schon zäh, und hat mich in der ersten Hälfte leider kaum mitgerissen. Die Handlung plätschert etwas vor ...

Bei Moments So Blue Like Our Love hatte ich sehr gemischte Gefühle. Das Buch startet ruhig, fast schon zäh, und hat mich in der ersten Hälfte leider kaum mitgerissen. Die Handlung plätschert etwas vor sich hin, ohne dass ich eine wirkliche Verbindung zu den Figuren aufbauen konnte. Sie wirkten auf mich erstaunlich jugendlich und in ihrem Verhalten oft unreif – fast, als würde man eine Highschool-Geschichte lesen, obwohl ich von Setting und Aufmachung her erwachsenere Charaktere erwartet hatte. Einige ihrer Entscheidungen und Gedankengänge konnte ich nur schwer nachvollziehen, was mich emotional auf Abstand gehalten hat.

Auch die Liebesgeschichte hat mich nicht vollständig überzeugt. Zwar wird die starke Anziehung zwischen den Protagonisten immer wieder betont, doch mir fehlte die Tiefe, die erklärt, warum sie sich wirklich zueinander hingezogen fühlen. Das ließ ihre Beziehung für mich etwas oberflächlich wirken, ohne die emotionale Fallhöhe, die eine wirklich berührende Romance braucht.

Was Gabriella Santos de Lima allerdings unbestreitbar kann, ist Schreiben. Ihr Stil ist flüssig, lebendig und an den richtigen Stellen gefühlvoll. Besonders in der zweiten Hälfte blüht die Geschichte auf – hier entstehen echte Emotionen, und auch die Figuren bekommen endlich Kontur. Das Ende fand ich gelungen und angenehm unkonventionell, was dem Buch einen versöhnlichen Abschluss gibt.


Ein Roman mit schönen Momenten, Sprachgefühl und emotionalen Spitzen, der jedoch in der Figurenentwicklung und Liebesdarstellung hinter seinen Möglichkeiten bleibt. Mich hat er leider nicht ganz erreicht, und obwohl ich Gabriella Santos de Limas Schreibstil schätze, verspüre ich nach diesem Band kein starkes Bedürfnis, die Reihe fortzusetzen.

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