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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.11.2024

Wer sich liebt, der neckt sich…

P. S. I Hate You – Auf dem schmalen Grat zwischen Hass und Liebe
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Donna Marchetti hat mit P.S. I hate you einen locker leichten New Adult Roman geschaffen, der dem Leser auch den ein oder anderen Schmunzler abringt. Der Schreibstil ist locker und flüssig und wird durch ...

Donna Marchetti hat mit P.S. I hate you einen locker leichten New Adult Roman geschaffen, der dem Leser auch den ein oder anderen Schmunzler abringt. Der Schreibstil ist locker und flüssig und wird durch die Briefe auch noch einmal aufgelockert. Die Kapitel haben eine angenehme Länge. Die Kapitel zeigen die Geschehnisse im Wechsel aus Sicht der Protagonisten. Die Charaktere wirken authentisch und im Großen und Ganzen auch sympathisch. Das Cover passt gut zur Geschichte.

Hauptprotagonisten sind Naomi und Luca.
Also Naomi in der 5. Klasse war, bekommt sie die Aufgabe Briefe mit einem 5. Klässler aus San Diego zu schreiben. Leider fällt die Antwort nicht ganz so aus, wie erhofft, denn Luca hat Spaß daran Gemeinheiten und Neckereien zu schreiben. Die Beiden finden aber Gefallen daran und halten an der Brieffreundschaft fest. Durch einen Wohnortwechsel wird dieser Kontakt allerdings unterbrochen. Als Naomi Jahre später auf ihrer Arbeit einen Brief zugestellt bekommt, der auf dieselbe freche Art von damals geschrieben ist, wird ihr Ehrgeiz geweckt und sie lässt diese Brieffreundschaft wiederaufleben. Neben den Neckereien wird auch deutlich, dass sich dahinter unausgesprochene Gefühle verbergen. Doch Naomi bandelt eigentlich gerade mit ihrem Nachbarn an. So sitz sie zwischen den Stühlen und weiß nicht so recht, welchem Mann ihr Herz gehört.

Die Autorin versteht es ihre Leser mit dem humorvollen Buch immer wieder ein Lachen zu entlocken und lässt sie am Hin und Her der Gefühlswelt der Protagonistin sehr gut teilhaben. Charaktere wie Katz und Maus, die ihren Gefühlen nicht trauen und nicht so recht wissen, was ihr Herz wirklich will. Was in der Kindheit begann, wird in der Gegenwart einfach weiter fortgeführt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.09.2024

Polizei und Presse tuen sich zusammen um den Fall zu lösen

Wintersonnenwende (Wolf und Berg ermitteln 2)
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In Wintersonnenwende nimmt Engmann und Selaker ihre Leser mit nach Schweden. Das Setting ist gut gewählt und das Cover passt gut zur Geschichte. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen und ...

In Wintersonnenwende nimmt Engmann und Selaker ihre Leser mit nach Schweden. Das Setting ist gut gewählt und das Cover passt gut zur Geschichte. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen und durch die Absätze im Text kann man auch gut nachvollziehen, wenn eine neue Situation beginnt. Die Länge der Kapitel ist angenehm und mit einer Datumsangabe zu Beginn versehen. Die Charaktere wirken authentisch.

Die Hauptprotagonisten sind Journalistin Vera und der Ermittler Tomas.
Vera ist nach dem Enthüllungsbericht zum letzten großen Mordfall in Stockholm bei einer neuen Zeitung und hat dort ein Verhältnis mit dem verheirateten Chef. Als in der Silvesternach 1994 Schüsse zu hören sind, ist sie eine der ersten Journalistinnen am Ort des Verbrechens und da das Ermittlerduo Tomas und Zingo ebenfalls vor Ort sind, hat sie die Möglichkeit an nähere Informationen zu kommen.
Tomas lebt getrennt von seiner Frau und den Kindern. Als die Kinder in der Silvesternacht lieber zurück zur Mutter wollen, will er sich erschießen, doch der Anruf über die Schüsse macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Da Vera ihn beim letzten Mord mit auf ihre Verdächtigenliste genommen hat, ist er nicht allzu gut auf sie zu sprechen.
Lucy prostituiert sich um endlich aus Stockholm flüchten zu können. Doch als sie in der Silvesternacht nach dem Akt mit einem Stammfreier im Bad verschwindet, hört sie kurz später sie Schüsse aus dem Zimmer und flieht nackt aus dem Haus. Der Mörder hat ihren wahren Namen gerufen und so fürchtet sie um ihr Leben. Da Tomas und sein Kollege abgezogen werden, sie sich den Fall aber nicht wegnehmen lassen wollen, ermitteln sie auf eigene Faust und bekommen durch alte Bekannte auch immer wieder neue Spuren. Vera bekommt immer mehr Druck, da sie nicht wirklich in dem Fall weiterkommt. Als ihr eine neue Spur bei einem alten Vermisstenfall unterkommt, hängt sie sich gleich an beide Fälle und muss dabei feststellen, dass der Ermittler Tomas schon wieder auf ihrer Liste von Verdächtigen landet. Und wie hängen die Fälle zusammen und wo laufen die Spuren zusammen. Wer ermordet Leute aus der Rotlichtszene und warum? Und wird Lucy ihre Flucht überleben und endlich ein neues Leben ohne Sucht und Prostitution beginnen können?

Ein Thriller der gleich mehrere Themen mit Triggergefahr enthält, aber dabei eine in sie schlüssige Geschichte erzählt. Man kann als Leser gut Miträtseln und den Ermittlern sozusagen über die Schulter schauen.

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Veröffentlicht am 09.07.2024

Auf zu neuen Zielen

Mittsommercamp zum Verlieben
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Michaela Metzner nimmt ihre Leser mit nach Schweden. Durch ihren flüssigen und bildhaften Schreibstil verfliegen die Seiten wie im Fluge. Die Kapitel erzählen die Geschehnisse immer aus den Perspektiven ...

Michaela Metzner nimmt ihre Leser mit nach Schweden. Durch ihren flüssigen und bildhaften Schreibstil verfliegen die Seiten wie im Fluge. Die Kapitel erzählen die Geschehnisse immer aus den Perspektiven der Hauptprotagonisten. Die Protagonisten sind sehr unterschiedliche Charaktere, wirken dabei aber sehr authentisch. Das Cover stellt das Setting gut in den Fokus.

Hautprotagonisten sind Bea und Ed.
Bea wird von ihrem Verlobten für eine Andere verlassen und als es um die Aufteilung der Sachen geht, möchte sie gerne das Häuschen in Schweden. Sie liebt Schweden und die Natur und möchte dort noch einmal neustarten. Als Sekretären wird sie ja hoffentlich auch dort einen Job finden.
Ed ist Sozialpädagoge und möchte Kindern/Jugendlichen aus schwierigen Verhältnissen in einem Camp zeigen, wie ein respektvolles Miteinander geht und wie man Freunde findet. Dafür organisiert er Ausflüge und Kanutouren und hofft damit ihr Selbstvertrauen wieder etwas stärken zu können. Doch kurz vor dem Beginn des ersten Camps werden ihm zwei Betreuer abgezogen und mit dem Papierkram hat er es nicht so unbedingt.

Bea lernt an ihrem ersten Tag gleich ein Pärchen aus Holland kennen, die ebenfalls ihr Leben in Schweden verbringen wollen. Auf dem Arbeitsamt erhält sie erst einmal eine Absage, da sie erst einige Zeit in Schweden leben und auch einen Sprachkurs absolvieren muss, um dann im Arbeitsmarkt einzusteigen. Da in ihrem Häuschen nicht geplante Reparaturen anstehen, muss Bea aber versuchen Geld zu verdiene und erhält die Adresse des Sommercamps. Da Lieke selber Kinder hat, bietet auch sie sich an als Betreuerin einzuspringen und so wird aus der Sekretärin tatsächlich eine Betreuerin. Doch so wirklich wohl fühlt sich Bea in ihrer Haut nicht und auch die anderen tuen sich mit ihrer etwas steifen Art etwas schwer. Ed sieht allerdings Potenzial in ihr und ermutigt sie etwas offener aus die Teenager zu zugehen. Der erste Eindruck in Bezug auf Ed revidiert sich, als das Camp anläuft und Bea im Hintergrund die Fäden bei organisatorischen Dingen in die Hand nimmt. Auch wenn der erste Eindruck zu Rika nicht sonderlich gut war, so merken die zwei Stück für Stück, dass sie eine besondere Verbindung haben und merken, dass sie in manchen Dingen im gleichen Boot sitzen. Bea merkt wie wichtig dieses Projekt für Ed und die Kids ist und bei dem Kanuausflug und in der Natur Schwedens wird auch sie lockerer. Dadurch kommt sie auch mit Ed besser klar und ganz langsam kommen sich die Beiden näher. Doch gerade als Bea sich wirklich glücklich fühlt, stellt ihr Ex Verlobter Thomas ihr Leben wieder auf den Kopf. Ist ein Weg zu ihm zurück ihr Glück oder hat sie gemerkt, dass sie ihn und ihr altes Leben nicht mehr möchte?

Ein Wohlfühlroman in dem Setting Schwedens, wo auch schwierige Themen mit angeschnitten werden. Manchmal braucht es ein Ende mit Schrecken um zu finden, was eine wirklich glücklich macht und den Mut zu finden, das Leben so zu gestalten, wie man sich selbst am wohlsten damit fühlt.

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Veröffentlicht am 31.10.2023

Wahrheit oder Fantasie

Das Nachthaus
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Jo Nesbo nimmt seine Leser mit auf eine Reise in der der Leser selbst herausfinden muss, was Wahrheit und was Fantasie ist. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und sehr angenehm zu lesen und die Kapitel ...

Jo Nesbo nimmt seine Leser mit auf eine Reise in der der Leser selbst herausfinden muss, was Wahrheit und was Fantasie ist. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und sehr angenehm zu lesen und die Kapitel haben eine angenehme Länge. Das Cover passt gut zur Geschichte und die Charaktere wirken authentisch.

Der Hauptprotagonist der Story ist Richard. Er hat früh seine Eltern verloren und ist in der Schule eher ein Einzelgänger.
Als er mit Tom nach der Schule in den Wald geht und dort eine Telefonzelle entdeckt, zwingt er Tom dazu bei einer aus dem Telefonbuch ausgewählten Nummer anzurufen. Tom wird dann vom Telefonhörer eingesaugt und bleibt verschwunden. Die Polizei und Dorfbewohner glauben, das Richard Tom umgebracht hat. Nun wird er in der Schule komplett geschnitten, außer Karen. Sie hört sich seine Geschichte an und verurteilt ihn nicht.
Für Richard wird es allerdings noch unangenehmer, als ein weiterer Schulkamerad nach einem Treffen mit ihm auf unerklärliche Weise verschwinden. Um wieder Ruhe in das Dorf zu bringen und Richard aus der Schusslinie zu nehmen, entscheiden sich seine Zieheltern ihn in eine Anstalt zu geben, wo schwer erziehbare Kinder untergebracht sind.
In diesem Heim freundet er sich mit dem Hausmeister an und bekommt die Wut von den Zwillingen zu spüren. Die Zwillinge zwingen ihn einen Plan zu machen, wie sie am besten aus dem Heim ausbrechen können. Doch wie soll das gelingen? Denn das Heim liegt irgendwo in einer verlassenen und weitläufigen Gegend.

Können die Geschichten rund um die Erlebnisse von Richard wirklich wahr sein oder Träumt er nur davon? Die Leser von Nachthaus kommen immer wieder an Stellen indem man sich genau diese Frage stellt. Ein gut geschriebener Roman zwischen Wahrheit und Fantasie.

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Veröffentlicht am 03.02.2026

Man sollte seine Aussagen mit Bedacht wählen

Woman Down
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Colleen Hoover nimmt ihre Leser mit ins Leben einer Autorin. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, die Kapitel teilweise sehr lang. Der Anfang der Geschichte ist sehr schleppend, nimmt aber ab Kapitel ...

Colleen Hoover nimmt ihre Leser mit ins Leben einer Autorin. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, die Kapitel teilweise sehr lang. Der Anfang der Geschichte ist sehr schleppend, nimmt aber ab Kapitel 3 seine erste Wendung, sodass Spannung in das Buch kommt. Die Charaktere wirken authentisch, aber nicht immer sympathisch. Das Cover gibt wenig Hinweise auf das Geschehen, passt aber gut zur Geschichte.

Hauptprotagonistin ist die Autorin Petra. Eines ihrer Bücher würde verfilmt, doch durch das Streichen eines sehr Charakters hat ihre Community den Film zerrissen und als dann auch noch ein Chatverlauf geleakt wird, wo sie der Streichung zustimmt, geht der Shitstorm richtig los. Da der gestrichene Charakter eine große Anzahl von Anhängern hatte und eigentlich ein bedeutender Teil für die Geschichte war, ist die Streichung für die Community einfach nicht nachvollziehbar. Ihre Freundin Kollegin Nora kann sie nach einiger Zeit zu einem gemeinsamen Podcast ermutigen und im Anschluss reist Petra erneut in eine abgelegene Hütte, an dem Ort, wo sie meist ihre Auszeit zum ungestörten Schreiben nimmt. Sie möchte dort versuchen die Deadline ihres neuen Buches einzuhalten und so ihre Fans wieder für sich gewinnen. Doch ihr fehlt einfach die zündende Idee, um ihre Story interessant zu machen. Kurz nach ihrer Ankunft wird sie nachts durch den Polizisten Saint geweckt. Durch das Zusammentreffen bekommt ihr Buchprotagonist Cam sein Aussehen verleiht und da er ihre Muse zu sein scheint, verabredet sie sich mit ihm. Sie kann sich auf einmal besser in ihre Buchfigur Reya reinversetzen und die Beiden beginnen ein gefährliches Spiel. Sie fangen an die Protagonisten und die erdachten Szenarien nachzuspielen. Petra findet zurück in ihren Schreibfluss und die Seiten füllen sich in Windeseile, doch warum spielt Saint dieses Spiel mit, wenn er doch glücklich verheiratet ist? Wer ist Saint wirklich und was verheimlicht Petra?

Colleen Hoover versucht ihren Lesern das Leben als Autorin näher zu bringen und wie sich Schreibblockaden und Shitstorms auf deren Leben auswirken können. Mit einigen unerwarteten Wendungen schafft sie einen Spannungsbogen, der bis zum Ende des Buches anhält. Leider ist der Beginn des Buches wirklich schleppend, sodass mich das Buch nicht ganz abgeholt hat.

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