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Veröffentlicht am 30.07.2026

Zwei Freundinnen kämpfen um ihre Zukunft im Jahr 1975

Sonnenberg
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Brigitte Glaser nimmt ihre Leser mit in das Jahr 1975. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Das Buch ist in mehrere Teile unterteilt und die Kapitel haben eine angenehme Länge. Die Geschichte ...

Brigitte Glaser nimmt ihre Leser mit in das Jahr 1975. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Das Buch ist in mehrere Teile unterteilt und die Kapitel haben eine angenehme Länge. Die Geschichte wird aus Sicht der beiden Protagonistinnen erzählt. Der Zeitschiene kann man gut folgen. Die Charaktere wirken sympathisch und authentisch. Das Cover gibt keinen genauen Hinweis darauf, was die Leser in der Geschichte erwartet.

Die Hauptprotagonistinnen sind Johanna und Luzie.
Johanna war die erste Frau der Winzerfamilie, die in den 70er Jahren gemeinsam nach Freiburg zieht. Doch kurz darauf verstirbt ihr Vater plötzlich und statt gemeinsam mit Luzie nach Marokko zu reisen, muss sie sich um den Familienbetrieb kümmern. Sie muss Arbeiten übernehmen, sie sind eher Aufgaben von Männern sind. Doch die Schwangerschaft lässt ihr keine andere Wahl.
Luzie ist eine Tochter aus reichem Haus und studiert. Sie nutzt die Chance nach Marokko zu reisen und lässt ihre Freundin mit ihren Sorgen und Problemen alleine. Da sie nach der Trennung von Johanna und Georg mit ihm ins Bett sprang, brach sie das Versprechen der Freundinnen, dass man alles teilt, nur nicht die Männer.
Für Johanna stehen 1975 schwere Zeiten an, denn in Will soll ein KKW gebaut werden. Das hätte Auswirkungen auf die Weinernte am Kaiserstuhl, wo ihr Winzerbetrieb zu finden ist. Mit der Rückkehr ihrer ehemaligen Freundin Johanna wird auch sie etwas mutiger und schließt sich den Protesten und Blockaden an. Luzie wird bei der Rückkehr aus Marokko beim Schmuggeln erwischt und soll für Wolfi die KKW Gegner fotografieren und Informationen für ihn sammeln. Luzie versucht die guten und friedlichen Gegner nicht ans Messer zu liefern, aber Wolfi wird immer ungeduldiger und würde sie sofort wieder ins Gefängnis bringen. Als Johanna dahinterkommt, dass Luzie ein doppeltes Spiel spielt, steht die Freundschaft erneut auf der Kippe. Während dieser schwierigen Zeit, versuchen beide Frauen ihren Weg zu finden und die Hindernisse zu überwinden, die ihnen als Frauen zu dieser Zeit immer wieder in den Weg gelegt werden. Können sie ihre Freundschaft retten? Kann der Aufstand den Bau verhindern oder sitzt die Politik am längeren Hebel? Können die Frauen in der Gesellschaft endlich mehr sein, als nur das Beiwerk der Männer?

Die Autorin greift die Probleme der Frauen in den 70er Jahren gut auf und schafft es, die Protagonisten trotzdem als tough aufzuzeigen. Der Kampf der Frauen um ihre Rechte und das ihre Stimme Gehör findet, wird gut aufgezeigt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.06.2026

Auf der Suche nach den großen Sprechern

Zugvögel des Jaguars
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Josh Hart nimmt seine Leser mit auf die Suche nach den großen Sprechern. Der Schreibstil ist bildhaft, aber nicht immer ganz so flüssig zu lesen. Die Kapitel sind teilweise sehr lang und auch ohne Absätze, ...

Josh Hart nimmt seine Leser mit auf die Suche nach den großen Sprechern. Der Schreibstil ist bildhaft, aber nicht immer ganz so flüssig zu lesen. Die Kapitel sind teilweise sehr lang und auch ohne Absätze, wodurch man manchmal nicht genau nachvollziehen kann, dass ein neues Szenarium beginnt. Die Geschichte wird aus Sicht der beiden Protagonisten erzählt, die authentisch und sympathisch, aber auch für die unsrige Welt etwas naiv wirken. Das Cover ist sehr schön gestaltet.

Die Hauptprotagonisten sind Leilany und Keiran. Sie leben in einem Stamm im Dschungel und sind ein Liebespaar. Beim uralten Ritual Daka-Daku werden sie von den Göttern als Sucher ausgewählt, was bedeutet, dass sie getrennt voneinander die neuen Sprecher des Stammes suchen müssen. Leilany muss außerhalb des Dschungels einen Mann finden, der es würdig ist, der neue Sprecher des Stammes zu werden. Erst mit dem Auto, weiter mit dem Schiff und am Ende mit dem Flugzeug führt sie ihre Suche nach Denver. Dort baut sie mit der Hilfe des netten und wohlhabenden Pärchens, welches sie im Flugzeug kennengelernt hat, die Suppenküche wieder auf und hilft so außerhalb ihrer bekannten Welt den Schwachen, wieder ein bisschen besseres Leben zu haben. Keiran nutzt eine ähnliche Route, landet aber in New York, wo er nach seinen Erfahrungen auf dem Schiff, schnell eine Stelle in dem Restaurant „Small Apple“ erhält. Er freundet sich mit Charlie und Nancy und einigen anderen Kollegen an. Auch er bringt seine Erfahrungen aus dem Stamm in die neue Welt und ist gewillt so eine Frau zu finden, die er als Sprecherin zu seinem Volk bringen kann. Er und Leilany dürfen nicht zu dem Stamm zurückkehren und je länger die Suche dauert, umso mehr wird auch die Sehnsucht nach dem Anderen. Werden sich ihre Wege noch einmal kreuzen und können sie nach dem Finden der neuen großen Sprecher vielleicht doch ein gemeinsames Leben abseits des Stammes führen? Oder hat das Schicksal ganz andere Pläne für die Beiden?
Der Gedanke hinter der Geschichte ist sehr gut, leider ist die Umsetzung doch recht schwach. Man merkt den Protagonisten deutlich an, dass sie in einer Welt großgeworden sind, wo das Soziale noch einen großen Stellenwert hat, was dann auf ihrer Suche naiv wirken lässt. Eine Geschichte, die Potenzial hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.05.2026

Wenn der Bundeskanzler auf einmal Tatverdächtiger in einem Mordfall wird

Der Morgen (Art Mayer-Serie 1)
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Marc Raabe nimmt seine Leser mit zu den Ermittlungen in Berlin. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen. Die Kapitel haben eine gute Länge und die Geschichte wird aus Sicht verschiedener ...

Marc Raabe nimmt seine Leser mit zu den Ermittlungen in Berlin. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen. Die Kapitel haben eine gute Länge und die Geschichte wird aus Sicht verschiedener Charaktere und in der Zukunft und der Vergangenheit wiedergegeben. Die Charaktere wirken authentisch und sympathisch, sodass man sich als Leser gut in die Szenarien reinversetzen kann. Die Stimme des Hörbuchsprechers ist angenehm und durch die deutliche Aussprache kann man den Geschehnissen auch gut folgen. Das Cover ist sehr schön und passend zur Geschichte gestaltet.

Ermittler Arthus Mayer ist eigentlich aus seinem Dienst ausgetreten, nachdem er seinem Vorgesetzten die Nase gebrochen hat. Doch als im morgendlichen Schneegestöber an der Berliner Siegessäule eine Leiche auf einem Kleintransporter gefunden wird, soll er in das Team zurückkehren. Als er am Tatort mit der unerfahrenen, aber sehr ehrgeizigen Kommissar-Anwärterin Nele aufeinandertrifft, ahnen die Beiden noch nicht, dass sie nicht aus Zufall dem Fall zugewiesen wurden. Auf der Leiche wurde mit Blut die Adresse des aktuellen Bundeskanzlers geschrieben und die Tode hat Verbindungen in die Politik. Die Leiche wurde von der Journalistin Frieda gefunden, die nicht erfreut über den einfach abgestellten Kleintransporter war. Sie hat direkt Fotos gemacht und ihrer Chefin von dem Fall berichtet. Als ihre Bilder direkt vom Handy gelöscht wurden und eine Nachrichtensperre verhängt wird, ist ihr klar, dass mehr hinter diesem Mordfall stecken muss. Als auf einer Enthüllungsplattform über den Fall berichtet wird und auch die Verbindung zu dem Bundeskanzler publik wird, muss auch Arthur seine Verbindung zu ihm offenlegen. Wird er seinen Job trotzdem machen können und die Anschuldigungen gegen den Bundeskanzler entkräften? Oder hat er wirklich etwas damit zu tun und die Bilder auf der Enthüllungsplattform waren gar keine Fälschungen? Werden ihm alte Gefühle im Weg stehen und können die Ermittler weitere Opfer verhindern?

Band 1 der Art Mayer-Serie nimmt die Leser mit auf spannende Ermittlungen von Nele und Arthur und hält die ein oder andere Wendung für die Leser bereit.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.05.2026

Freundinnen oder Zweckgemeinschaft

Weird Girls
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Grainne O’Hare nimmt ihre Leser mit nach Belfast. Der Schreibstil ist flüssig, allerdings auch sehr sprunghaft und man hat manchmal Probleme die Charaktere auseinander zu halten. Durch Zeitsprünge und ...

Grainne O’Hare nimmt ihre Leser mit nach Belfast. Der Schreibstil ist flüssig, allerdings auch sehr sprunghaft und man hat manchmal Probleme die Charaktere auseinander zu halten. Durch Zeitsprünge und nebensächliche Details wird man zu oft aus dem Lesefluss gerissen und auch beim Hörbuch ist nur schwer zu unterscheiden, in welchem Kapitel und aus wesen Sicht gerade erzählt wird. Die Kapitellänge ist ok und gibt die Geschehnisse aus Sicht der Protagonistinnen wieder. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich, wirken dabei aber authentisch. Die Stimme der Hörbuchsprecherin ist angenehm, allerdings etwas monoton. Das Cover ist passend zur Geschichte gestaltet.

Hauptprotagonistinnen sind Maggie, Harley und Roise.
Die Mädchen leben in einer WG und haben dort zusammen mit ihrer Freundin Lydia ihre wilden Zwanziger erlebt. Als Lydia durch einen Unfall ums Leben kommt, bleiben die 3 in der WG und versuchen sich um die Schildkröte ihrer verstorbenen Freundin zu kümmern. Sie merken, welche Aufgaben Lydia eigentlich übernommen hat und versuchen nach dem Verlust ihr Leben weiterzuleben. Die 3 entwickeln sich in verschiedene Richtungen und müssen sich fragen, ob das wirklich noch eine Freundschaft ist oder langsam zu einer Zweckgemeinschaft wird. Partys, Jobs und Beziehungen, was wollen sie mit ihrem Leben machen und lohnt es sich eingetretene Pfade zu verlassen? Alle gehen auf Ende 20 zu und trotzdem ist Alkohol, Drogen und unverbindlicher Sex immer wieder ein Thema, doch glücklich scheint keine mehr mit dieser Situation zu sein. Können sie es in der Konstellation schaffen, aus dem Hamsterrad rauszukommen und ihre Leben in Bahnen zu lenken, die sie wieder glücklich machen?

Die Idee war gut, das Konzept hat mich leider nicht überzeugt. Die Autorin befasst sich mit einigen Tabu-Themen der Gesellschaft, verleiht ihren Charakteren aber zu wenig tiefe, sodass man sich als Leser nur schwer in diese reinversetzen kann und das Buch zum Teil ein gewissen Chaos zu Grunde liegt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.02.2026

Man sollte seine Aussagen mit Bedacht wählen

Woman Down
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Colleen Hoover nimmt ihre Leser mit ins Leben einer Autorin. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, die Kapitel teilweise sehr lang. Der Anfang der Geschichte ist sehr schleppend, nimmt aber ab Kapitel ...

Colleen Hoover nimmt ihre Leser mit ins Leben einer Autorin. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, die Kapitel teilweise sehr lang. Der Anfang der Geschichte ist sehr schleppend, nimmt aber ab Kapitel 3 seine erste Wendung, sodass Spannung in das Buch kommt. Die Charaktere wirken authentisch, aber nicht immer sympathisch. Das Cover gibt wenig Hinweise auf das Geschehen, passt aber gut zur Geschichte.

Hauptprotagonistin ist die Autorin Petra. Eines ihrer Bücher würde verfilmt, doch durch das Streichen eines sehr Charakters hat ihre Community den Film zerrissen und als dann auch noch ein Chatverlauf geleakt wird, wo sie der Streichung zustimmt, geht der Shitstorm richtig los. Da der gestrichene Charakter eine große Anzahl von Anhängern hatte und eigentlich ein bedeutender Teil für die Geschichte war, ist die Streichung für die Community einfach nicht nachvollziehbar. Ihre Freundin Kollegin Nora kann sie nach einiger Zeit zu einem gemeinsamen Podcast ermutigen und im Anschluss reist Petra erneut in eine abgelegene Hütte, an dem Ort, wo sie meist ihre Auszeit zum ungestörten Schreiben nimmt. Sie möchte dort versuchen die Deadline ihres neuen Buches einzuhalten und so ihre Fans wieder für sich gewinnen. Doch ihr fehlt einfach die zündende Idee, um ihre Story interessant zu machen. Kurz nach ihrer Ankunft wird sie nachts durch den Polizisten Saint geweckt. Durch das Zusammentreffen bekommt ihr Buchprotagonist Cam sein Aussehen verleiht und da er ihre Muse zu sein scheint, verabredet sie sich mit ihm. Sie kann sich auf einmal besser in ihre Buchfigur Reya reinversetzen und die Beiden beginnen ein gefährliches Spiel. Sie fangen an die Protagonisten und die erdachten Szenarien nachzuspielen. Petra findet zurück in ihren Schreibfluss und die Seiten füllen sich in Windeseile, doch warum spielt Saint dieses Spiel mit, wenn er doch glücklich verheiratet ist? Wer ist Saint wirklich und was verheimlicht Petra?

Colleen Hoover versucht ihren Lesern das Leben als Autorin näher zu bringen und wie sich Schreibblockaden und Shitstorms auf deren Leben auswirken können. Mit einigen unerwarteten Wendungen schafft sie einen Spannungsbogen, der bis zum Ende des Buches anhält. Leider ist der Beginn des Buches wirklich schleppend, sodass mich das Buch nicht ganz abgeholt hat.

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