Eine Geschichte, die ihrem eigenen Andante folgt
ViolaDies war mein erstes Buch von Stefanie Decker, und ich wurde schon vorgewarnt, dass sie sehr emotional schreibt und man unbedingt Taschentücher braucht.
Tja, was soll ich sagen: Dem kann ich nur zustimmen! ...
Dies war mein erstes Buch von Stefanie Decker, und ich wurde schon vorgewarnt, dass sie sehr emotional schreibt und man unbedingt Taschentücher braucht.
Tja, was soll ich sagen: Dem kann ich nur zustimmen! Der Schreibstil ist zudem sehr angenehm und leicht zu lesen. Man fliegt nur so durch die Seiten und Kapitel - die zwischen Rückblicken und der Gegenwart wechseln und – bis auf eines – aus Helenas Sicht geschrieben sind.
Helena, eine junge Finanzbeamtin, hat ihr Leben unter Kontrolle. Alles läuft in geregelten Bahnen und nach Plan ab. Bis sie auf den sympathischen sowie chaotischen Musiker Sam trifft, der ihre Welt mit seiner kreativen und leidenschaftlichen Art auf den Kopf stellt.
Jetzt, 13 Jahre später, startet sie nach der Trennung von ihrem Mann mit ihrer Tochter Viola in ein gemeinsames Leben. Erst als diese beim Umzug auf dem Dachboden eine alte Bratsche findet, denkt Helena an ihre erste große Liebe Sam zurück. Und diese Rückblicke sind so gefühlvoll beschrieben, dass man als Leser wunderbar in die Geschichte miteinbezogen wird und richtiggehend mit den beiden mitfiebert.
Die Liebe zur Musik sowie die von Helena und Sam, spiegelt sich auf jeder Seite wider. Ich konnte mich in beide Charaktere richtig gut hineinversetzen, wobei mir nur Helenas Sichtweise zur Verfügung stand.
Ihre Handlungen und ihr Gedankengang waren für mich nachvollziehbar und ich fand es schön, die Wandlung zu einer unabhängigen und im Leben angekommenen Frau mitzuerleben.
Stefanie beschönigt hier nichts und schreibt sehr authentisch von Zweifeln, Kompromissen und Veränderungen, die eine Trennung, die Selbstständigkeit und das Leben als Alleinerziehende mit einer 13-jährigen Tochter für eine Frau bereithalten.
Eine Geschichte, die man liest und fühlt. Eine Geschichte, die ihrem eigenen Andante folgt und noch lange nachhallt. Eine klare Leseempfehlung von mir!