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Veröffentlicht am 04.02.2026

Auswanderung durch die rosarote Brille

Der schwimmende Blumenladen von Amsterdam
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Insgesamt hat mir die Geschichte um Rosie gefallen, doch es gibt einige Dinge, die mich gestört haben. Rosie wird mir zu naiv und andererseits zu selbstbewusst dargestellt. Sie geht von heute auf morgen ...

Insgesamt hat mir die Geschichte um Rosie gefallen, doch es gibt einige Dinge, die mich gestört haben. Rosie wird mir zu naiv und andererseits zu selbstbewusst dargestellt. Sie geht von heute auf morgen in ein neues Land, um sich ihren Traum zu erfüllen. Sprachprobleme? Kein Problem! Es gibt ja Duolingo und dem Lieferanten bringt man einfach Englisch bei. Das wirkt dermaßen überheblich. Einen Stand im hartumkämpften Markt, bei dem es ewige Wartelisten gibt, quatscht man ebenfalls einfach mal jemandem ab. Die behördlichen Probleme oder Konkurrenzkampf wird in einem Absatz mit klugen Ideen gelöst. Die gesamte Geschichte über schüttelt man über Rosie und ihrer Naivität den Kopf und doch läuft alles wie geschmiert. Mir ist die gesamte Thematik viel zu rosig erzählt. Es gibt kaum Spannung, da sich alles wie von Zauberhand löst. Die Chemie zwischen Rosie und Max ist eher krampfig als liebevoll, obwohl beide ihre romantischen Momente haben. Ich mag zwar die heiteren Dialoge, aber mir fehlt einfach was. Das Ende ist von Zuckerguss überladen, zu dick aufgetragen und unglaublich unrealistisch. Drama hat mir zwar nicht gefehlt, aber zumindest die Probleme hätte man packender in die Länge ziehen können. Mit dem Schreibstil bin ich ebenfalls nicht warm geworden, es wirkt für mich oft wie eine Aufzählung von Problemen und ihren Lösungen.

Der schwimmende Blumenladen von Amsterdam ist eine süße, kurzweilige Geschichte. Über Rosies perfektes, aber chaotischen Auftreten kann ich nur den Kopf schütteln. Es fehlt an Spannung und die Thematik der Auswanderung wurde mir zu sehr durch die rosarote Brille erzählt. Schade, denn die Geschichte hat so viel Potenzial, wenn man sich mehr auf zwei, drei Probleme, statt hunderte konzentriert hätte.

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Mit Abstand der enttäuschendste Teil der Reihe

Wild Card
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Ich bin doch etwas von der Geschichte enttäuscht und habe mir, laut dem Klapptext, deutlich mehr erhofft. Die Idee ist wirklich gut, aber die Umsetzung nur so lala. Mich stört zum Einen der Altersunterschied. ...

Ich bin doch etwas von der Geschichte enttäuscht und habe mir, laut dem Klapptext, deutlich mehr erhofft. Die Idee ist wirklich gut, aber die Umsetzung nur so lala. Mich stört zum Einen der Altersunterschied. Hier wird ein riesen Problem daraus gemacht, wo keines ist. Bash ist 39 und Gwen 27, wow! Wenn Bash Mitte 40 gewesen wäre, hätte ich die Aufregung noch verstanden, aber so? Weshalb die Handlung mit seinem sehr abstrus und zu konstruiert daher kommt. Bash ist mit 15 Vater geworden? Also bitte! Auf den ersten 250 Seiten passiert quasi nichts, außer dass sich die beiden Anschmachten. Langweilig! Das hat man schon tausend Mal gelesen und die Gedanken wiederholen sich. Trotzdem mag ich die Chemie zwischen den beiden und ihre schlagkräftigen Dialoge, aber es zieht sich so dermaßen. Leider gerät Clyde seine Geschichte völlig zur Nebensache, schade! Auf den letzten Seiten passiert dagegen so viel, die dem Rest der Handlung gefehlt hat und dadurch unnötig rein gepresst wirkt. Gwen ist komplett naiv und das Drama und die Probleme werden zu schnell und vorhersehbar abgehandelt.

Wild Card verspricht leider mehr, als es halten kann, und ist der schwächste Teil der Reihe. Es gibt so viele Möglichkeiten, wie man die Geschichte packender hätte aufziehen können. Aber das Anschmachten auf 250 Seiten ist zu viel des Guten, obwohl eine Menge Potenzial vorhanden ist.

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Veröffentlicht am 23.12.2025

Kurzweilig und ohne Spannung oder Tiefe

Botanic Hearts
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Ich finde die Geschichte gut, aber mehr eben auch nicht. Mit Tansy bin ich leider überhaupt nicht warm geworden. Ich mag ihren Charakter nicht: dieses schnippische Verhalten gegenüber anderen, die ihr ...

Ich finde die Geschichte gut, aber mehr eben auch nicht. Mit Tansy bin ich leider überhaupt nicht warm geworden. Ich mag ihren Charakter nicht: dieses schnippische Verhalten gegenüber anderen, die ihr helfen wollen, ihr »ich bin eine selbstständige, unabhängige Frau« gefasel und ihre aufdringliche Art. Das hat mich mit der Zeit immer mehr genervt. Man erfährt auch nie, wie sie zu diesem Job gekommen ist, nachdem sie ja »so viel ausprobiert hat«. Jack dagegen ist eher ruhig und sachlich. Ich mag die Einblicke in seine Arbeit und hätte mir mehr davon gewünscht. Die Beziehung ging mir zu schnell und emotionslos über die Bühne. Es fehlte das Prickeln und die Gefühle zwischen ihnen. Ich habe das zu keinem Zeitpunkt gespürt. Briar ist ein Lichtblick und Sonnenschein. Ihre wissbegierige, neugierige Art ist so herzerwärmend und sie verhält sich oft reifer als ihre Mutter. Der Streit am Ende ist so überzogen und plötzlich gelöst. Insgesamt fehlt mir Tiefe, aber vor allem Spannung, da die Handlung so vor sich hin plätschert. Die Traumata durch den Hurrikan sind zu kurz gekommen und hätten mehr einbezogen werden können. Die Beschreibungen des Botanic Gardens konnte ich nicht nachvollziehen. Es gibt Wälder, plötzlich wieder eine Schlucht um den Fluss herum, dann realisiere ich, dass die Handlung in Texas spielt und nichts passt mehr zusammen. Das Gegender ist ebenfalls nervig, ein No-Go und hindert den Lesefluss.

Botanic Hearts ist eine kurzweilige Liebesgeschichte. Die Charaktere sind nervig, die Gruppendynamik dagegen herzlich, die Handlung zu trocken und die Thematik wirkt nicht zu Ende gedacht. Ich habe mir einfach mehr von der Idee erhofft, auch wenn ich Melanie Sweenys Anmerkungen und Nachwort am Ende berührend finde.

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Veröffentlicht am 23.12.2025

Wenig Tiefgang, kleine Logikfehler und altbackene Sprache

He Sees You When You´re Sleeping
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Mir hat die Geschichte um Chloe und Jack gut gefallen. Stalking wird hier allerdings stark romantisiert, aber deswegen nennt man es eine Geschichte. Jedem sollte klar sein, dass das Verhalten der Charaktere ...

Mir hat die Geschichte um Chloe und Jack gut gefallen. Stalking wird hier allerdings stark romantisiert, aber deswegen nennt man es eine Geschichte. Jedem sollte klar sein, dass das Verhalten der Charaktere zu keinem Zeitpunkt der Realität entspricht. Chloe wirkt süß, verletzlich und scheu, hat aber eine dunkle Seite, die sie ausleben muss. Leider ist sie oft sehr oberflächlich gezeichnet und man erfährt kaum was über sie. Warum ist sie Influencerin oder hat diese dunklen Fantasien? Das bleibt dem Leser ein Rätsel. Jack dagegen ist in seinen Gedanken zerrissen. Sein Kampf zwischen Gut und Böse, seine Gewissensbisse, all das ist gut erzählt und man kann sich in ihn hineinversetzen. Seine Vergangenheit bleibt aber ebenfalls ein Mysterium. Das letzte Drittel hat mich dann abgeholt, die Handlung wurde packend und beide wirken mit sich im Reinen. Die Szenen im Feuerwehrhaus sind so warmherzig und versprühen weihnachtlichen Charme. Die Sexszenen sind zwar heiß, aber da habe ich schon weit wildere Sachen gelesen. Insgesamt haben mich die Logikfehler dann doch sehr gestört, weshalb ich einige Handlungen der Protagonisten nicht nachvollziehen kann. Die Sprache ist ebenfalls stellenweise altbacken geraten und passt nicht zur moderneren Geschichte.

He sees you when you’re sleeping ist eine sehr spezielle Weihnachtsgeschichte. Die Charaktere sind sehr flach geraten und die Handlung wirkt manchmal recht steif. Schade, denn die Thematik hatte eindeutig mehr Potenzial. Wer heiße Sexszenen ohne Tiefgang sucht, ist hier aber genau richtig.

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Veröffentlicht am 04.12.2025

Unterhaltsam, zieht sich aber oft in die Länge

Holiday Ever After
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Die Thematik passt natürlich wunderbar zur Weihnachtszeit. Clara ist eine engagierte Frau, die stets die Bestätigung ihres Vaters sucht. Jack ist ebenfalls sehr in der Kleinstadt Fraser Falls angesehen. ...

Die Thematik passt natürlich wunderbar zur Weihnachtszeit. Clara ist eine engagierte Frau, die stets die Bestätigung ihres Vaters sucht. Jack ist ebenfalls sehr in der Kleinstadt Fraser Falls angesehen. Ich finde die Chemie zwischen den beiden stimmig. Es ist gut, dass ihr Konkurrenzdenken nicht ausartet, sondern sachlich vonstattengeht. Am Ende wollen beide nur das Beste für die Gemeinde erreichen. Der Weihnachtszauber ist stets präsent: Geschenke, Deko, Essen und doch geht es hauptsächlich um die Vorweihnachtszeit. Das Fest selbst wird außen vor gelassen. Die Bewohner haben alle ihre Eigenarten und spiegeln sich in ihren Unternehmen wider. Natürlich ist Claras Plan viel zu einfach und glatt, um eine Kleinstadt auf Vordermann zu bringen. Insgesamt werden viele kleine Nebengeschichten eingebunden, die aber nicht weiter verfolgt werden. Das ist schade, denn so entstehen viele langatmige Phasen, in denen nichts vorwärtsgeht. Zum Ende geht alles wieder zu schnell, besonders Claras und Max‘ Beziehung. Die Geschwister stehen sich kaum nahe und dann das? Da fehlt es eindeutig an Tiefe klärenden Gesprächen! Der Schluss ist vorhersehbar, aber eben doch anders und hebt sich von der Masse ab.


Holiday Ever After ist eine unterhaltsame Liebesgeschichte in weihnachtliche Romantik verpackt. Die Charaktere sind sympathisch, schräg, witzig und haben doch ihre Ecken und Kanten. Trotzdem zieht sich die Handlung oft in die Länge und nicht alle Andeutungen werden aufgelöst.

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