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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.07.2024

Ein Mord - Drei Verdächtige - Hoffnung auf Gerechtigkeit

Promise Boys - Drei Schüler. Drei Motive. Ein Mord.
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Ein Mord - Drei Verdächtige - Hoffnung auf Gerechtigkeit

Als der Direktor einer hochangesehenen Schule ermordet wird, dauert es nicht lange, bis 3 Schüler, die alle ein Motiv hatten, im Mittelpunkt der ...

Ein Mord - Drei Verdächtige - Hoffnung auf Gerechtigkeit

Als der Direktor einer hochangesehenen Schule ermordet wird, dauert es nicht lange, bis 3 Schüler, die alle ein Motiv hatten, im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen. Alle sind sich sicher, dass einer dieser Jungs den kaltblütigen Mord begangen hat. Doch alle drei beteuern ihre Unschuld. Aus der Not heraus tun sie sich zusammen und versuchen den wahren Täter zu finden - doch können sie sich wirklich vertrauen?

Was mir an dem Buch am besten gefallen hat, ist, wie unglaublich gut dargestellt wurde, mit welchen täglichen Schwierigkeiten junge bipoc Männer/Teenager zu kämpfen haben. Zudem fand ich die drei Haupt-Protagonisten sehr interessant und realistisch beschrieben und hätte gerne noch mehr Zeit mit ihnen verbracht.
Und da ich ein großer Fan von Mixed Media in Büchern bin, war ich diesbezüglich sehr angetan.

Leider konnte mich das Buch allgemein jedoch nicht so wirklich überzeugen. Die Story wird aus den Blickwinkeln unzähliger Personen erzählt. Dieses Konzept fand ich einerseits sehr faszinierend, doch gleichzeitig kam mir vieles nur wie Füllstoff vor statt dass es zur Geschichte beigetragen hat. Zudem waren mir die Ereignisse auf gewisse Weise zu gradlinig und es kam viel zu wenig Spannung auf. Das Ende wirkte im Gegensatz zum Rest des Buches sehr gehetzt und war leider sehr vorhersehbar.

Alles in allem ein gut geschriebenes Buch mit Fokus auf wichtige Themen wie Rassismus, Machtmissbrauch und Diskriminierung. Aber der Thriller/Mystery-Aspekt ging leider total unter.

Veröffentlicht am 04.04.2023

Dirt Creek

Dinge, die wir brennen sahen
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Ronnie und Esther sind 12 Jahre alt und beste Freundinnen. Sie leben in einer ländlichen Kleinstadt in Australien und während der Handlungen herrscht dort eine starke Hitze und Dürre. Dieser australische ...

Ronnie und Esther sind 12 Jahre alt und beste Freundinnen. Sie leben in einer ländlichen Kleinstadt in Australien und während der Handlungen herrscht dort eine starke Hitze und Dürre. Dieser australische Flair hat mir sehr gut gefallen und war eike tolle Abwechslung zu den meist in den USA oder England spielenden Büchern.

Die Geschichte startet mit dem Verschwinden von Esther. Sie taucht nach der Schule nicht zuhause auf und niemand weiß, was mit ihr passiert ist. Sie ist einfach plötzlich weg.

Detective Sarah Micheals und ihr Kollege leiten die Ermittlungen im Fall des verschwundenen Mädchens. Jeder Bewohner der Kleinstadt scheint Dreck am Stecken zu haben und verhält sich auf eigene Art und Weise auffällig. Selbst die Kinder machen teilweise einen alles andere als unschuldigen Eindruck. Gepaart mit den Beschreibungen der Stadt und der Landschaft wirkt alles sehr beklemmend und bedrückend.

Mir hat die Story ganz gut gefallen, dich umgehauen hat sie mich leider nicht. Ein paar der Charaktere fand ich recht interessant aber ich konnte zu keinem eine wirkliche Bindung aufbauen und konnte mich dementsprechend auch nicht so richtig in die Story einfinden.
Zudem hatte ich immer wieder das Gefühl, dass zwar viel passiert aber gleichzeitig nichts passiert.
Vor allem die immer wieder eingeblendeten Erzählungen der zerbrochenen Beziehung von Sarah haben mich so gar nicht interessiert und wirkten irgendwie Fehl am Platz.
Und was auf mich immer sehr abstoßen wirkt ist die Darstellung von Gewalt gegenüber Tieren.

Zusammenfassend war es ein guter Debut Roman, der für meinen Geschmack hätte schneller sein dürfen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 07.07.2022

Zuckersüße Story

Tweet Cute
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Der Titel verrät es sofort, Tweet Cute ist wirklich ein Buch mit einer zuckersüßen Story (wortwörtlich, denn es werden viele leckere Gebäcke erwähnt).

Pepper und Jack, die zwei Hauptcharaktere, haben ...

Der Titel verrät es sofort, Tweet Cute ist wirklich ein Buch mit einer zuckersüßen Story (wortwörtlich, denn es werden viele leckere Gebäcke erwähnt).

Pepper und Jack, die zwei Hauptcharaktere, haben eigentlich nicht viel miteinander zu tun. Sie besuchen die gleiche Schule und das war es dann auch schon - zumindest auf den ersten Blick. Denn eigentlich haben sie viel mehr gemeinsam. Beide sind in kulinarische Familienunternehmen hineingezogen worden: Peppers Eltern gehört eine erfolgreiche Burgerkette und Jacks Familie gehört ein kleines Deli.
Die beiden ahnen jedoch nicht, dass der jeweils andere Teil der Konkurrenz ist. Und sie ahnen auch nicht, dass sie auch auf anderem Wege längst viel tiefer im Leben des jeweils anderen stecken.
Als es zwischen den beiden Familienunternehmen zu einem Twitter-Krieg kommt, wirkt sich dass nicht nur negativ auf das Privatleben der beiden Teeanger aus, sondern auch auf ihre Beziehung zueinander.

Der Schreibstil des Buches hat mir gut gefallen und im Gegensatz zu einigen anderen YA novels war er nicht überspitzt jugendlich und lies sich gut lesen. Die Hauptcharaktere sind sehr realistisch dargestellt und als Leser kann man sich gut in die Situationen der beiden hineinführen.
Ebenso hat es mir gut gefallen, dass das Thema Familiendynamik mit im Vordergrund stand.
Ein weiterer Pluspunkt ist die Thematisierung der möglichen Auswirkungen der sozialen Medien, sowohl in positiver als auch in negativer Weise.

Warum trotzdem nur 3.5 Sterne?
Für mich persönlich war die Geschichte leider ein bisschen zu süß und der Twitter-Krieg war nach einer Weile nicht mehr sehr glaubhaft. Und mir hat ein wenig die Spannung gefehlt, die Handlungen haben mich einfach zu wenig gefesselt.

Alles in allem war das Buch unterhaltsam und flott gelesen und vor allem für etwas jüngere Leser sehr passend.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 04.02.2026

Leider nicht überzeugend

The Exes
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Puh, ich hab’s geschafft.
So fühle ich mich nach dem Beenden des Buches, als hätte ich eine anstrengende Aufgabe endlich erledigt.

Ich hatte mich wirklich sehr auf das Buch gefreut, und die Story klang ...

Puh, ich hab’s geschafft.
So fühle ich mich nach dem Beenden des Buches, als hätte ich eine anstrengende Aufgabe endlich erledigt.

Ich hatte mich wirklich sehr auf das Buch gefreut, und die Story klang richtig vielversprechend:
Nach drei gescheiterten Beziehungen scheint Natalie mit James endlich ihr Glück gefunden zu haben. Als es jedoch erneut anfängt zu kriseln, hat Natalie Sorge, dass James so enden könnte wie auch ihre drei Exfreunde: tot!
Kann sie James trauen? Kann sie sich selber trauen?

Ich hatte mit dem Buch leider wirklich meine Schwierigkeiten.
Ich habe überhaupt nicht in die Story hineingefunden und bin bis kurz vor dem Ende nicht in einen angenehmen Lesefluss gekommen. Vor allem die erste Hälfte des Buches war für mich mehr Arbeit als Vergnügen. Es ist keine Spannung aufgekommen. Die Handlungen haben sich nur sehr schleppend entwickelt, und die vielen Zeitsprünge und Perspektivwechsel waren zum Teil einfach nur verwirrend.
Auch die Übersetzung hat sich zwischendurch sehr holprig gelesen.
Am interessantesten fand ich die Einblicke in die Psychotherapie-Sitzungen.

Die letzten 100 Seiten haben mir im Vergleich zum Rest des Buches deutlich besser gefallen, sodass ich trotzdem noch 3 Sterne vergeben kann. Der Ton war plötzlich ein ganz anderer, die Handlung wurde spannender, und es gab ein paar ganz gute, wenn auch nicht unbedingt glaubwürdige, Twists.

Es war definitiv nicht der fesselnde Thriller, den ich mir erhofft hatte. Stattdessen hat es sich eher wie weird girl fiction mit starkem Fokus auf toxischen Beziehungen angefühlt.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.09.2025

Ich wollte mehr

Plant Lady
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Nachdem mich das wunderschöne Cover und der Titel sofort wie magisch angezogen hatten und mich dann auch der Klappentext noch neugieriger gemacht hatte, habe ich mich total auf das Buch gefreut. Leider ...

Nachdem mich das wunderschöne Cover und der Titel sofort wie magisch angezogen hatten und mich dann auch der Klappentext noch neugieriger gemacht hatte, habe ich mich total auf das Buch gefreut. Leider konnte es mich jedoch nicht ganz überzeugen, deswegen gibt es nur 3 von 5 Sternen.

Die Idee der Geschichte klang wirklich ganz nach meinem Geschmack. Yu-hee, eine junge koreanische Frau, die sich in der Gegenwart von Pflanzen wohler fühlt als unter Menschen, schmeißt ihren langweiligen Bürojob und eröffnet einen Pflanzenladen. Als sie es mal wieder mit einem übergriffigen Mann zu tun hat, reicht es ihr gewaltig. Und warum nicht auch anderen Frauen helfen, indem sie deren männliche Probleme aus der Welt schafft?

Die Grundidee hatte so viel Potenzial, und zu Beginn des Buches hatte ich das Gefühl, ein Highlight in den Händen zu halten. Aber bis auf einzelne kurze Szenen konnte mich die Story leider gar nicht abholen.

Mir hat vor allem die Spannung gefehlt. Die Geschichte wird in einem sehr monotonen Ton erzählt, und die Handlungen plätschern nur so vor sich hin. Ich weiß, dass dies bei Büchern aus dem koreanischen Raum oft so ist, doch gerade bei dieser Thematik, bei so einer richtigen „Good for her“-Story, hätte es einfach mehr Tiefe, interessantere Wendungen und einen fesselnderen Spannungsbogen gebraucht.

Ich wäre so gerne richtig in die Geschichte eingetaucht, hatte aber durchweg das Gefühl, auf Abstand gehalten zu werden. Dadurch wirkte das eigentlich recht kurze Buch leider auch ziemlich zäh.

Trotzdem bin ich froh, es gelesen zu haben, denn die Grundidee bleibt originell und regt zum Nachdenken an.

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