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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.04.2018

Frisch, modern, witzig und authentisch

Die Küchenfee
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Vom Cover war ich zu Anfang nicht ganz überzeugt. Es erschien mir recht modern. Das Innere aber, die Geschichte hat mich sofort eingenommen und jetzt weiß ich auch, daß das Cover sehr gut paßt. Ich mag ...

Vom Cover war ich zu Anfang nicht ganz überzeugt. Es erschien mir recht modern. Das Innere aber, die Geschichte hat mich sofort eingenommen und jetzt weiß ich auch, daß das Cover sehr gut paßt. Ich mag den Schreibstil von Stella Conrad. Sie schreibt flott und witzig. In jeden einzelnen Charakter, die durchaus auch ihre Ecken und Kanten haben, kann man sich herrlich einfühlen. Sie sind gut ausgearbeitet, sogar die Schwiegermutter mag man und auch Kati und Svenja, die pubertierenden Töchter. Gina ist die Italienerin schlechthin und Monsieur Pierre, der Chefkoch, von dem nur manche wissen wie er wirklich heißt. Herrlich sind die Kochschilderungen, bei Kati der älteren Tochter von Lilly scheint der Apfel nicht weit vom Baum gefallen zu sein, sie kocht fleißig mit. Dann gibt es ja auch noch Vanessa, die ehemalige Chefin von Lilly und jetzige (das wird nicht verraten!!!) und Armin, der Mann von Lilli, der für allerhand Aufregung sorgt. Mike, den Mann mit dem Zopf, der Lilli und Gina beliefert und bei Lilli Herzklopfen hervorruft .Carlos, der neue Freund von Lilli und warum letztendlich ein Verwandter von ihm bei Lilli einzieht, müssen sie unbedingt lesen und nebenbei alle geschilderten Typen kennenlernen. Es gibt soviele Fragen. Hält Lilli durch, wer ist Carlos, zu wem hält die Schwiegermutter, machen die Töchter mit oder geht Lilli gar zum Film? Das Tüpfelchen auf dem i ist der angehängte Rezeptteil! Ein unbedingtes Muß, denn nachdem sie Buch gelesen haben, haben sie soviel Appetit entwickelt, einen Magen, der rumort und ganz große Augen, sie müssen ein Rezept probieren! Jetzt werden sie sich entgültig wie Lilli fühlen! Das rosa Weingelee hat mir jedenfalls gut geschmeckt.

Geschichte:Lilli Berger arbeitet im im Kamelot als Köchin,sie ist verheiratet mit Armin und hat zwei Töchter Kati und Svenja. Es ist ein hektisches Leben, aber sie kommen gut zurecht.Im Restaurant ist sie sehr beliebt und wird vom Polizeipräsidenten sogar gebeten für ihn auf einer privaten Feier zu kochen.Da kommt dann Gina mit ins Spiel, denn beide haben schon gemeinsame Arbeit für Renates Silberhochzeit geleistet. Gina liefert die Deko und Lilli kocht. Eines Tages wird ihr ganzes Leben in Frage gestellt. Gina und Lilli machen sich selbständig. Lilli hat mit vielen Anforderungen zu kämpfen.Vor allem ihre kleine Tochter kommt nicht ganz klar mit der neuen Situation. Von der Schwiegermutter bekommt sie auf jedenfall das Geld. Auch Mike, der Lieferant gefällt ihr zunehmend.Sogar auf eine Messe gehen sie und das Fernsehen meldet sich.Lilli fühlt sich hin und hergerissen, zwischen Armin und Mike, Armin und die Töchter, soll sie das Fernsehangebot wahrnehmen?Da klappt sie zusammen! Käthe die zupackende Schwiegermutter schickt sie auf Erholung nach Helgoland und noch jemanden hinterher, Wie geht die Geschichte aus?

Jetzt muß ich unbedingt in die Küche. Vom vielen Durchblättern des Buches hab ich schon wieder Appetit auf etwas Leckeres bekommen. Mal schaun, was die Vorräte so bieten.

Viel Spaß beim Lesen!



Veröffentlicht am 04.03.2018

Kuba - lassen sie sich überraschen

Mit Hanna nach Havanna
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Ich war für mehrere Stunden in Kuba und hab mich dort fast zuhause gefühlt, dank der wirklich tollen, farbigen Land- und Leutebeschreibungen.
Das Cover war der erste Hingucker! Noch vor dem 1. Kapitel ...

Ich war für mehrere Stunden in Kuba und hab mich dort fast zuhause gefühlt, dank der wirklich tollen, farbigen Land- und Leutebeschreibungen.
Das Cover war der erste Hingucker! Noch vor dem 1. Kapitel findet der Leser eine Karte von Kuba, so konnte man immer mal schauen, wo genau die Hauptpersonen sich jetzt eigentlich befinden.
In der Geschichte kommt man vor allem dem karibischen Kuba wirklich nahe.Die Hauptpersonen und auch ich mußten viel lernen, sei es das wirklich wenig vorhandene Internet (Kathrin), daß man aufpassen muß sonst wird man hereingelegt, es gibt Geldscheine für Touristen und welche für Kubaner, man soll nicht auf Karten vertrauen und nicht jede Strecke fahren, Salsa tanzen macht frei und es gibt anscheinend auch heute noch Geschäfte, die nicht alles haben, für Wasser muß man manchmal drei, vier Geschäfte weiterfahren (das war nur ein Beispiel), aber wir haben auch gelernt,
Kuba lohnt sich, tolle Landschaft, freundliche Leute, gutes Essen und auch sehr schöne Strände.
Zum Schluß kommt nochmal ein sehr schönes, persönliches Nachwort der Autorin und das Tüpfelchen auf dem i, Rezepte!
zur Geschichte:
Eine junge Frau und eine alte Frau fliegen zusammen nach Kuba. Zwei total verschiedene Charaktere, Kathrin kennt nur ihren Beruf und Hanna kann geniessen. Hanna, die Ältere sucht die Liebe ihres Lebens, Kathrin soll helfen. Es gibt auch noch einige interessante Nebencharaktere.
Ich kann nur sagen Kuba wirkt, auf alle Beteiligten und auch auf mich. Eine gewisse Sehnsucht hat sich entwickelt!
Ein wirklich gelungenes Rundumpaket und eine absolute Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 11.02.2018

Italien um 1830, konservative Vorstellungen, ein Mädchen wehrt sich

Die Tochter der Toskana
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Italien 1832, in dem Dorf Cerreto lebt Antonella Battistoni mit ihrer Familie. Es ist ein eher ärmliches Leben, denn die Männer müssen mit ihren Schafen im Winter in die Maremma ziehen, da in den Bergdörfern ...



Italien 1832, in dem Dorf Cerreto lebt Antonella Battistoni mit ihrer Familie. Es ist ein eher ärmliches Leben, denn die Männer müssen mit ihren Schafen im Winter in die Maremma ziehen, da in den Bergdörfern nicht genug zu fressen da wäre. Die Frauen und Kinder halten die Stellung kümmern sich um die anderen Tiere, Hühner und Ziegen, rösten die Kastanien und verarbeiten sie zu Mehl.Die Battistoni sind stolz, Teresa, die Älteste, ist einem Carabinieri versprochen und Paolo, der reiche Müllerssohn, bewirbt sich um Antonella. Auch sie fühlt sich geschmeichelt. Bis Paolo seine Rechte schon vor der Ehe einfordern will und das auf recht grobe Art. Ein Fremder rettet sie und jagt Paolo davon. Bei ihren Eltern spielt er das Unschuldslamm, sie habe ihn verführt und ihr droht er. So bleibt nach ihrer Meinung nichts anderes übrig als die Flucht. Im Dorf will und kann sie nicht bleiben, ihre Eltern würden niemals zu ihr stehen. Sie hat Glück, Marco der Fremde, ihr Retter, will sie nach Genua begleiten. Sie weiß aus Briefen von Eneide, einer Schwester ihrer Mutter, daß sie dort eine Stellung als Köchin hat. Vielleicht kann sie ja dort unterkommen, bei Francescas Mutter in der Osteria hat sie einiges gelernt.
Jetzt beginnt ein unwahrscheinliches Abenteuer. Antonella lernt reiten, lernt schreiben und lesen und bringt sie mehr als einmal durch ihre Fertigkeiten weiter. Sie werden kontrolliert und da merkt sie, daß das Marco nicht sehr angenehm ist. Ein bißchen was erzählt er ihr! Er wird gesucht. Antonella bewundert ihn trotzdem, er läßt sie mitreden, mtbestimmen, respektiert sie einfach, so ganz anders als es in ihrem Dorf üblich ist. Es entsteht so langsam eine Verbindung und es wachsen Sehnsüchte, die sich schließlich auch erfüllen.Als sie sich Genua nähern sind beide traurig. Marco bringt sie noch zu der Adresse, wo ihre Tante in Stellung sein soll. Ein Schock für Antonella, keiner kennt Eneide. Gottseidank ist Marco noch in der Nähe und verschafft ihr eine Stellung im Palazzo der Barrati. Dann ist sie auf sich alleine gestellt, das macht sie aber, typisch Antonella, sehr gut.
Endlich taucht Marco wieder auf, von jetzt an wird es hochspannend, kriminell, Antonella ist zutiefst erschüttert. Sie weiß jetzt, wer oder was Marco wirklich ist und dann wird er sogar noch mit dem Tod bedroht. Tapfer und mutig macht sie sich auf den gefährlichen Weg ihn zu retten, denn sie hat erkannt, daß sie ihn liebt. Der Roman hat ein offenes Ende und auf der letzten Seite steht in Geheimschrift , die nicht jeder lesen kann , Fortsetzung folgt! Das war jetzt spaßig gemeint.
Ein Lob an die Autorin!
Karin Seemayer hat ein super recherchiertes Buch geschrieben. Der Leser taucht ein in die ärmliche Welt in Cerreto,die politische Situation in Italien, der Widerstand gegen die Habsburger wird so authentisch geschildert, daß man die Carboneria durchaus verstehen kann. in den Hafenkneipen sitzt man daneben und auch bei den Barratis fühlt man sich heimisch. Auch einiges über Wein, die Sorten und Lagerung, das schneiden der Reben kriegt man zu lesen. Daß Antonia mit dem Schlageisen Feuer machen kann, bewundern sicher nicht nur weibliche Leser. Toll fand ich auch den Metato, ein warmer Raum, der neben dem Rösten auch dem Treffpunkt diente. Auch die Liebesszenen waren so gefühlvoll geschrieben, der erste Kuß, man wird direkt neidisch. Die Charaktere sind mir ans Herz gewachsen. Besonders Antonella, die mit ihrer beherzten Art, ihrer schnellen Auffassungsgabe, ihrer "modernen" Auffassung, mich stark beeindruckt hat. Unerschrocken wurde sie zur Cousine! Vergessen möchte ich Fabrizzio und Enrico nicht, den Bruder und den Freund.

Ich war sehr gerne in der Toskana, habe viel erlebt, Abenteuer und eine Zeitreise. Mit Karin Seemayer gehe ich gerne weiter!
Eine unbedingte Empfehlung


r

Veröffentlicht am 30.12.2017

Hilde und Ildiko-ein tolles Team ?

Hilde
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Endlich mal ein Hundebuch von einer Frau für, behaupte ich mal, hauptsächlich Frauen, die gerne einen Hund hätten. Das Buch unterscheidet sich schon äußerlich von den üblichen Hundebüchern, die ja meistens ...

Endlich mal ein Hundebuch von einer Frau für, behaupte ich mal, hauptsächlich Frauen, die gerne einen Hund hätten. Das Buch unterscheidet sich schon äußerlich von den üblichen Hundebüchern, die ja meistens von Männern geschrieben werden. Beim Durchblättern sieht man ganz viel Hilde, die auf etlichen Illustrationen im Buch verewigt wurde. Auch etliche Privatbilder von Frau Kürthy sind zu sehen. Im Prolog sieht man sie als Mädchen mit ihrem ersten Hund Impi. Nach dem Durchlesen versteht man ihre latent vorhandene Sehnsucht.
Ildiko Kürthy schreibt wahnsinnig locker, ehrlich, ans Herz gehend, voller Liebe und nimmt auch ab und zu sich, ihre Familie und auch den hanseatischen Charakter, nebst ihren Hundebekanntschaften kräftig aufs Korn.
Endlich ist es so weit, sie und ihre Söhne sind auf dem Weg zu einem Hundezüchter, heute wollen sie Hundebesitzer werden. Nachdem sie sich Hilde ausgesucht haben, stellen sie fest, kein Geld oder jedenfalls nicht genügend dabei zu haben. Soll das jetzt ein Stolperstein werden?
Dann sind sie mit Hilde auf der Heimfahrt!
Was sie zukünftig erleben, Welpenkurse, übergriffige Hunde, Scheinschwangerschaft, Zweifel an Hildes Intelligenz, die sich still und leise Herrchen erobert hat, Kotunfälle, ein Fast-Schwiegersohn! Auch Frauchen Ildiko muß so manches lernen. Gut fand ich auch das Back-stage bei Martin Rütter Kapitel und den Gastbeitrag von Jörg Thadeusz.
Am Ende ist Hilde fast ein Jahr und ein fest integriertes Mitglied der Familie geworden. Keiner möchte mehr auf Hildchen verzichten.
Das Buch ist eine klare Empfehlung für alle, die gerne Hundefrauchen werden wollen. Hier werden auf jeden Fall auf witzige Art Fragen und Probleme "fraulich" gelöst, sie werden öfter herzlich lachen und manchmal verdienen die Beiden auch unseren Respekt. Hilde und Ildiko sind ein Team geworden!.

Veröffentlicht am 10.12.2017

Natur kann helfen

Heilkraft von Obst und Gemüse
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Der Ulmer Verlag hat hier ein tolles Nachschlagewerk geliefert

Meiner Meinung besonders für alle, die sich mit diesem Thema noch nicht so genau beschäftigt haben.

Als erstes bekommen wir einen Einblick ...

Der Ulmer Verlag hat hier ein tolles Nachschlagewerk geliefert

Meiner Meinung besonders für alle, die sich mit diesem Thema noch nicht so genau beschäftigt haben.

Als erstes bekommen wir einen Einblick in einfach gesund essen, werden aufmerksam gemacht, die Wechselwirkungen von Essen und Medikamente zu beachten und es wird biologisch neben regional und saisonal gestellt.

Wir erfahren, daß man die Organe duch entsprechendes Essen unterstützen kann.

Dann folgt Obst und Gemüse von A-Z und zum Schluß ein sehr ausführliches Glossar und Tipps, das Thema weiterzuvertiefen.

In Obst und und Gemüse wird jedem Gemüse und Obst eine ausführliche Erklärung mit interessanten Rezepten, von denen ich einige schon hergestellt habe und auch sicher noch weitermachen werde. Wo es möglich ist, gibt es ein Kosmetik- oder Heilmittelrezept.

Diese Meerrettichtinktur wird zu Weihnachten verschenkt. Bin schon gespannt.

Insgesamt ein gut gelungenes, rundes Paket, daß ich unbedingt weiterempfehlen werde.