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Veröffentlicht am 20.03.2026

Ruhiger Roman

Das kleine Café der magischen Minuten
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Das Wohlfühl-(Hör-)Buch aus Japan: Shiori Ota bringt uns zurück in das magische Café in Sapporo. Alles kann sich ändern, genau in der Zeit, in der ein Barista den perfekten Kaffee für dich kreiert.
„Das ...

Das Wohlfühl-(Hör-)Buch aus Japan: Shiori Ota bringt uns zurück in das magische Café in Sapporo. Alles kann sich ändern, genau in der Zeit, in der ein Barista den perfekten Kaffee für dich kreiert.
„Das kleine Café der magischen Minuten- Das 4 Minuten 33 Sekunden-Café“ von Shiori Ota, Band 2. 
Gelesen von Melanie Fouché
Verlag: Argon Hörbuch
Himari, eine begabte Klavierspielerin in der 7. Klasse, musste nach einem Unfall von Großbritannien zurück nach Sapporo ziehen.
Dort entdeckt sie, dass sie eine Zeitwächterin ist.
Zeitwächter können Menschen, die große Reue empfinden, helfen, für genau 4 Minuten und 33 Sekunden in die Vergangenheit zu reisen, doch nur ein einziges Mal im Leben. Sie selbst jedoch können nicht in ihre eigene Vergangenheit zurückkehren.
Himari besucht oft das kleine Café im Park, dessen Inhaberin und Barista Hayari von manchen sogar „Hexe“ genannt wird.
In dem Café hängt ein Bild: Es zeigt eine eigenwillige, faszinierende Frau, die Hayari unglaublich ähnlich sieht oder ist sie es vielleicht selbst? Eine Frau, die scheinbar nicht altert, festgehalten beim Zubereiten von Kaffee.
„Die Hexe von Kaffee und Zeit?“ Ein faszinierender Gedanke.
Dieses Café ist außergewöhnlich. Während der Barista den perfekten Kaffee zubereitet, kann ein Gast, der etwas in seinem Leben zutiefst bereut oder eine falsche Entscheidung getroffen hat, in die Vergangenheit reisen. Doch nicht jede Reise hat den gewünschten Effekt auf die Gegenwart.
Und kann man die Vergangenheit wirklich immer besser machen?
Ist das überhaupt der Sinn und ist es wirklich gewünscht?
Mit leisen, warmherzigen Tönen schenkt uns dieses Hörbuch Hoffnung und liebevolle Weisheiten. Es fühlt sich an wie eine sanfte Umarmung, Himari auf ihrer Reise zu begleiten und dabei mitzuerleben, wie sie ihr eigenes Schicksal annimmt und ihr wahres Selbst entdeckt.
Eine wunderschöne Geschichte über zweite Chancen, über das Verarbeiten von Trauer und Schmerz.
Shiori Ota entführt uns in eine magische Welt und zeigt, was uns Trost schenken kann und wie wir mit Verlust umgehen lernen. Wie wichtig die kleinen Dinge im Leben sind und wie wertvoll jeder einzelne Tag ist.
Auch die Sprecherin Melanie Fouché zieht uns mit ihrer ruhigen, sanften Stimme direkt hinein, nach Japan, in dieses besondere Café im Park.

Ein ruhiger, unglaublich schöner Roman, der nachhallt und unser Innerstes mit Wärme erfüllt.

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Veröffentlicht am 21.02.2026

Ein Buch das fordert, das nachhallt

Was die Zeit nicht nimmt
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„Was die Zeit nicht nimmt“ von Marek Torčik / Verlag : Anthea
Ein Anruf in der Nacht. Und plötzlich steht sie wieder im Raum: die Vergangenheit.
„Wer bin ich aber für mich selbst, dass ich mich so oft ...

„Was die Zeit nicht nimmt“ von Marek Torčik / Verlag : Anthea
Ein Anruf in der Nacht. Und plötzlich steht sie wieder im Raum: die Vergangenheit.
„Wer bin ich aber für mich selbst, dass ich mich so oft daran erinnern und dorthin zurückkehren muss?“ (Seite 15)
Dieser Satz hat sich bei mir eingebrannt. Und genau das ist es, was dieses Buch tut: Es brennt. Leise. Nachhaltig.
Leider konnte ich nicht gänzlich in dem Buch aufgehen. Und doch hat es mich nicht losgelassen. Unlogisch? Aber wahr!
Inhaltlich ist es große Klasse. Der poetische Schreibstil des Autors lässt einen stellenweise tief eintauchen, fast schwerelos durch Erinnerungen treiben. Dann wiederum zieht es sich, wird zäh, fast erschöpfend in seinen Längen. Vielleicht muss es das. Vielleicht braucht Schmerz Raum.
Eine konservative Industriestadt im Jahr 1989; ein Land im Umbruch. Politisch, wirtschaftlich, gesellschaftlich. Und mittendrin Marek. Ein homosexueller Junge. Ein Vater im Ausland. Ein alkoholsüchtiger, gewalttätiger Opa. Eine Mutter am Existenzminimum. Und eine Oma, die versucht zu verstehen und doch in ihren Mustern gefangen ist.
„Was seid ihr bloß für ne Familie, meine Güte? …..So viel Scheiße auf einem Haufen?“ (Seite 221)
Härter kann man es kaum sagen. Und doch trifft es die Wucht dieser Geschichte.
Melancholisch, voll von Mobbing, Gewalt und Hoffnungslosigkeit wird in diesem kleinen Ort Andersartigkeit bestraft. Mit dem Kopf in der Toilette, zwischen Urin und Kacke, blauen Flecken und Angst lebt aber auch etwas anderes: Hoffnung. Ganz tief im Stillen verborgen.
Marek oder Marenda, wie ihn seine Mutter nennt, kann sich nirgends wiederfinden. Nicht in der Familie. Nicht im Ort. Nicht in der Schule und nicht in sich selbst. Selbst seine Mutter spricht von Personen wie ihm und meint queere Menschen. Worte, die Distanz schaffen, wo eigentlich Schutz sein sollte.
„…das kommt einfach, weil der Junge keinen Kerl als Vorbild hat. Dem fehlt ne feste Hand.“ (Seite 226)
Solche Sätze sitzen. Sie graben sich ein. Und sie bleiben.
Marek lernt durch den ebenso andersartigen Mitschüler Marián nicht nur seinen Körper kennen. Sondern auch sich selbst. Und langsam lernt er den Mut, zu sich zu stehen. Doch das Umfeld ist gnadenlos. Nicht nur queere Menschen werden ausgegrenzt. Auch Roma, im Buch als „Zigeuner“ betitelt, werden als dreckig, stinkend und ekelhaft beschrieben. Marián ist doppelt ausgegrenzt, als Rom und homosexueller Junge.
Der Autor zeigt ungeschönt, wie tief Vorurteile, Gewalt und Verachtung in einer Gemeinschaft verankert sein können.
Was mich besonders bewegt hat: die Scham. Sie reicht bis ins Erwachsenenleben. Das Ungesagte in einer langjährigen Beziehung. Der Schmerz, der nie wirklich ausgesprochen wurde. Marek lernt zu verdrängen. Aber vergessen? Niemals.
Der Autor nimmt uns mit in eine Zeit des Umbruchs und zeigt, dass gesellschaftliche Veränderungen nicht automatisch innere Wunden heilen.
Und so holt die Erinnerung, die Vergangenheit, Marek ein, als er sich zurück in den Ort, zurück zur Mutter in die Heimat befindet.
Trotz meiner Kritik an einigen Längen bleibt für mich: Dieses Buch ist wichtig. Sehr wichtig.
Poetischer Schreibstil. Sehr gut ausgearbeitete Protagonisten. Emotionen, die nicht übertrieben wirken, sondern roh und echt.
„Was die Zeit nicht nimmt“ ist kein leichtes Buch. Es ist eines, das fordert, das wehtut, das nachhallt.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Albtraum Traumhaus

Tödliches Angebot
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„Tödliches Angebot“ von Marisa Kashino gelesen von Rebecca Veil
Verlag: Hörbuch Hamburg
Dauer: 9 Stunden 23 Minuten

Wie weit würdest du gehen für dein Traumhaus? Für deinen perfekten Lebensplan?
Genau ...

„Tödliches Angebot“ von Marisa Kashino gelesen von Rebecca Veil
Verlag: Hörbuch Hamburg
Dauer: 9 Stunden 23 Minuten

Wie weit würdest du gehen für dein Traumhaus? Für deinen perfekten Lebensplan?
Genau diese Frage stellt dieser Psychothriller und beantwortet sie auf eine Weise, die unter die Haut geht.
Margo, die Protagonistin, hat ein klares Bild vor Augen: Ehe, Kind, Hund und natürlich das perfekte Haus in einer ruhigen, begehrten Vorortlage. Doch immer wieder werden ihr die schönsten Immobilien vor der Nase weggeschnappt. Ihr Angebot reicht nie. Ihr Traum scheint unerreichbar.
Bis sie von diesem Haus erfährt. Ein Haus, das noch gar nicht offiziell zum Verkauf steht. In ihrer absoluten Traumgegend. Und Margo beschließt, dieses Mal wird sie gewinnen.
Was zunächst wie Ehrgeiz wirkt, kippt schnell in Besessenheit. Margo manipuliert, täuscht und überschreitet Grenzen, die weit jenseits moralischer Vorstellungen liegen. Sie redet sich ihr Handeln schön, empfindet es als notwendig, als gerecht. In ihrer Welt ist sie im Recht. Ihr innerer Druck wächst, sie schreit fast vor Verzweiflung und setzt doch nach außen ein perfektes Lächeln auf.
Gerade diese Zerrissenheit macht sie so faszinierend wie verstörend. Man schwankt zwischen Fassungslosigkeit und einem beinahe unheimlichen Verständnis. Wie weit kann ein Mensch gehen, wenn er glaubt, es verdient zu haben? Es zu brauchen.
Auch ihr Ehemann wirkt zunächst wie der ruhige, vernünftige Gegenpol. Doch auch er trägt Geheimnisse mit sich, die in Kombination mit Margos labiler Psyche gefährlich werden. Während sie überzeugt ist, alles im Griff zu haben, spürt man als Hörerin oder Hörer längst, dass hier etwas aus dem Ruder läuft.
In der Mitte verliert die Geschichte leider etwas an Tempo. Rückblicke in die Vergangenheit sowie ausführliche Recherchen zu einem der Verkäufer ziehen sich stellenweise in die Länge. Auch Einblicke in Margos Berufsalltag hätten straffer sein dürfen. Hier flacht die Spannung etwas ab, doch es lohnt sich, dranzubleiben.
Denn im letzten Drittel nimmt die Dynamik deutlich zu. Die Wendungen überschlagen sich, die psychologischen Abgründe treten offen zutage und das Ende überrascht noch einmal mit einem Twist, der nachhallt.
Der Schreibstil ist flüssig und atmosphärisch dicht. Das Haus selbst wird fast zu einer eigenen Figur; ein Sehnsuchtsort, der in starkem Kontrast zu den dunklen menschlichen Abgründen steht, die sich dahinter auftun. Der Spannungsbogen ist lang angelegt, hätte hier und da kompakter sein dürfen, trägt die Geschichte aber dennoch sicher bis zum Finale.
Besonders gelungen ist die Interpretation durch Rebecca Veil. Mit ihrer Stimme fängt sie die Stimmungen hervorragend ein; von unterschwelliger Anspannung bis hin zu emotionalen Ausbrüchen. Sie verleiht Margo genau die Mischung aus Kontrolle, Zerbrechlichkeit und unterschwelliger Bedrohlichkeit, die diese Figur so eindrücklich macht.
Ein Psychothriller, der zeigt, wie dünn die Grenze zwischen Sehnsucht und Wahnsinn sein kann.

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Gute Unterhaltung

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
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„Die Housesitterin - Ein Traum von einem Job oder?“ von Emily Rudolf
Verlag: S.Fischer
Hörbuchverlag: Argon

„Zeige mir dein Haus, und ich sage dir, wer du bist.“ (Pos.5412)
……ein Satz, der den Kern ...

„Die Housesitterin - Ein Traum von einem Job oder?“ von Emily Rudolf
Verlag: S.Fischer
Hörbuchverlag: Argon

„Zeige mir dein Haus, und ich sage dir, wer du bist.“ (Pos.5412)
……ein Satz, der den Kern von „Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job, oder?“ von Emily Rudolf sehr gut trifft.
Ich habe sowohl das Buch (S.Fischer Verlag) als auch das Hörbuch (Argon Verlag) genossen und kann beides empfehlen. Als langjährige Thriller-Leserin hat mich die Geschichte allerdings erst im letzten Drittel wirklich gepackt. Das Setting der einsamen Insel ist stark, atmosphärisch und trägt viel zur Stimmung bei. Auch der Aufbau ist gut konstruiert, die Spannungskurve braucht jedoch Zeit; für meinen Geschmack fast zu viel Zeit.
Cecilia als Ich-Erzählerin konnte mich leider ebenfalls erst spät richtig einnehmen. Die Geschichte wird auf verschiedenen Zeitebenen erzählt und aus mehreren Perspektiven beleuchtet. Aus Cecilias Sicht, aus der von Nick (ihrem Jugendfreund) und von Johannes Waldner, ihrem Liebhaber und Partner. Diese Wechsel bringen Abwechslung, wirken aber nicht immer gleich intensiv.
Im Hörbuch wechseln sich die Sprecher:innen Rebecca Veil, Nils Nelleßen und Florens Schmidt ab und genau hier punktet die Geschichte für mich besonders. Die Stimmen tragen sehr viel Atmosphäre, geben den Figuren Tiefe und haben mich deutlich stärker durch die ruhigeren Passagen gezogen als der Text allein. Ein echtes Plus für das Hörbuch.
Inhaltlich geht es um Cecilia, die als Housesitterin für die wohlhabende Familie Waldner arbeitet. Nach dem Tod ihrer Mutter ist dieser Job für sie überlebenswichtig. Sie hat kein Geld, keine feste Bleibe, lebt von Online-Nachhilfekursen und wohnt unbezahlt in fremden Häusern. Dabei saugt sie das Leben der Bewohner regelrecht in sich auf. Doch Cecilia ist nicht zufällig bei den Waldners eingezogen, sie hat etwas zu klären.
Als Johannes Waldner, der nach dem Tod seines Vaters die Leitung des Familienbetriebs übernommen hat, in ihr Leben tritt, entsteht eine fast magische Anziehungskraft. Cecilias drei Freunde besuchen sie häufig in den Häusern, besonders wenn sie Angst hat oder nicht allein sein möchte. Auch auf der Insel ist sie nicht lange allein, doch es kommen nicht nur Freunde.
Fast alle Besucher haben etwas zu erledigen, Geheimnisse zu wahren, Motive zu verbergen. Freundschaft, Liebe und Hilfsbereitschaft wirken zunehmend wie Tarnungen.
Oder ist alles nur Schein? Wer sagt die Wahrheit? Wer ist wem auf der Spur? Ein Katz-/Maus-Spiel beginnt.
Die S-Szenen empfand ich als unnötig und für den Thriller nicht wirklich notwendig. Sie haben für mich nichts zur Spannung beigetragen.
Trotz meiner Kritikpunkte hat mich Emily Rudolf gut unterhalten. Es ist kein großes Crescendo, aber ein gut aufgebauter Thriller mit einer starken Grundidee. Der flüssige Schreibstil macht das Buch sehr lesenswert, ich habe es in kurzer Zeit beendet. Das Ende hat mich dann tatsächlich entschädigt und viele offene Fäden sinnvoll zusammengeführt.
Sehr lesenswert, sowohl als Buch als auch als Hörbuch.
Leider nur 4 Sterne, da die Spannungskurve sehr spät richtig anzieht.
Das Ende und die starke Hörbuchumsetzung machen das jedoch wieder wett.

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Veröffentlicht am 10.01.2026

Intensives Finale

Eisnebel
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„Eisnebel“ von Kate Alice Marshall 
Hörbuch, gelesen von Heike Warmuth / Dauer: 10h 9min
Verlag: Hörbuch Hamburg/ OSTERWOLDaudio

Was für ein atmosphärischer Thriller!

Schon ab den ersten Minuten konnte ...

„Eisnebel“ von Kate Alice Marshall 
Hörbuch, gelesen von Heike Warmuth / Dauer: 10h 9min
Verlag: Hörbuch Hamburg/ OSTERWOLDaudio

Was für ein atmosphärischer Thriller!

Schon ab den ersten Minuten konnte ich komplett in das Setting eintauchen: ein abgelegenes Anwesen in den Bergen, eingeschneite Wälder, eisige Kälte und eine Familie, die spürbar etwas verbirgt.

Theodora, kurz Theo, begleitet ihren Verlobten Connor nach Idlewood, um endlich seine reiche Familie kennenzulernen. Doch von Beginn an ist klar, Theo ist hier nicht willkommen. Abweisungen, unterschwellige Feindseligkeit und anonyme Warnungen oder sind es Drohungen, machen ihren Aufenthalt zunehmend beklemmend. Gleichzeitig wird Theos Vergangenheit immer präsenter. Erinnerungen aus frühester Kindheit drängen sich auf, ausgelöst durch den Ort selbst. War sie hier schon einmal? Und warum wird sie plötzlich „Teddy“ genannt?

Die Handlung braucht etwas Zeit, um richtig Fahrt aufzunehmen, das ist mein größter Kritikpunkt. Die Spannung baut sich eher schleichend auf, dafür gelingt es der Autorin hervorragend, eine düstere, bedrückende Stimmung zu erzeugen.

Nach und nach wird klar, dass nicht nur Theo, sondern auch Connor und seine Familie dunkle Geheimnisse hüten. Die Beziehung zwischen Theo und Connor bleibt fragwürdig. Steht er auf ihrer Seite oder war dies alles von langer Hand geplant?

Sobald Theo beginnt, die Wahrheit zu erahnen, zieht die Spannung deutlich an. Als sie endlich die Gefahr erkennt und fliehen will, schneidet ein massiver Schneefall den Fluchtweg ab. Ab diesem Moment überschlagen sich die Ereignisse. Wendungen, falsche Fährten und Enthüllungen folgen Schlag auf Schlag. Das letzte Drittel hat mich komplett gepackt, nichts war vorhersehbar, und die Auflösung war überraschend und gut durchdacht.

Heike Warmuth hat mich mit ihrer ruhigen, angenehmen Stimme sehr gut abgeholt. Sie hat die Atmosphäre perfekt transportiert und den Figuren Leben eingehaucht.

Eisnebel ist kein perfekter Thriller, aber ein sehr spannender. Der langsame Einstieg kostet ein paar Punkte, doch das starke Setting, die stetig wachsende Bedrohung und das intensive Finale machen das mehr als wett. Mich hat das Buch neugierig auf weitere Werke der Autorin gemacht.

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