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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.07.2024

Das Leben kann so unfair sein

If he had been with me
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Ich muss sagen, dass ich ohne große Erwartungen in die Geschichte gestartet bin - es war ein Urlaubskauf. Aber es hat sich gelohnt! Ich habe jede Seite verschlungen, die Geschichte wurde nicht langweilig.

Autumn ...

Ich muss sagen, dass ich ohne große Erwartungen in die Geschichte gestartet bin - es war ein Urlaubskauf. Aber es hat sich gelohnt! Ich habe jede Seite verschlungen, die Geschichte wurde nicht langweilig.

Autumn & Finny kennen sich ihr ganzes Leben - genauer gesagt schon länger, denn ihre Mütter ("The Mothers") sind bereits während der zeitgleichen Schwangerschaften beste Freunde. Die beiden Kinder wachsen gemeinsam auf, verbringen ihre Kindheit zusammen, sehen sich jeden Tag, sind die Familie des jeweils anderen. Doch dann kommt ihnen das Leben in die Quere und auf der High School sind sie plötzlich keine Freunde mehr. Haben sie sich auseinander gelebt? Mögen sie sich nicht mehr? Oder steckt vielleicht mehr dahinter und wann ist es zu spät?

Der ganze Roman spielt in ungefähr 18 Jahren, was ich eine beachtliche Zeit für so ein dünnes Buch finde. Teilweise werden ganze Jahre übersprungen oder eben nur eine Situation aus dem Jahr erzählt, aber ich habe jede Sekunde geliebt. Dadurch hält die Geschichte sich nicht an vielen Details auf, sondern konzentriert sich auf die wichtigen Schlüsselereignisse des Lebens von Autumn & Finn. Autumn ist ein sehr interessanter Charakter, ich finde, man kann sich gut in sie hineinversetzen und das, obwohl sie ihren eigenen Kopf hat. Finn ist ein wunderbarer Mensch, er wird so sympathisch dargestellt und zeigt, wie die Meinung anderer dein eigenes Leben beeinflussen kann.

Die perfekte Mischung aus Spannung, Emotionen und Dramatik, eine tragisch schöne Liebesgeschichte, bei der ich am Ende mit den Tränen kämpfen musste. Klare Empfehlung!

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Veröffentlicht am 22.07.2024

Eine Geschichte, die direkt ins Herz geht

An Optimist's Guide to Heartbreak
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Lucy Hope versucht alles, um ihrem Namen alle Ehre zu machen und stets optimistisch eingestellt zu sein. Damit ist sie so ziemlich das Gegenteil von Cal, ihrem Kindheitsfreund, der seit dem Tod seiner ...

Lucy Hope versucht alles, um ihrem Namen alle Ehre zu machen und stets optimistisch eingestellt zu sein. Damit ist sie so ziemlich das Gegenteil von Cal, ihrem Kindheitsfreund, der seit dem Tod seiner Schwester, Lucy's bester Freundin, sehr zurückgezogen lebt und glaubt, keine Freude zu verdienen.
Als sich eine Liebesgeschichte zwischen den beiden anbahnt, droht alles schneller zu zerfallen, als es aufgebaut werden kann...

WOW WOW WOW! Endlich mal wieder eine Lovestory, die mich wirklich erreichen konnte. Die Autorin hat einen unglaublich schönen Schreibstil, ich bin so schnell durch die Seiten geflogen. Es ist super leicht zu lesen, während keine Langeweile aufkommt, weil immer wieder etwas passiert. Der Leser lernt viel über Emma, Cal's Schwester, erfährt aber nicht, was genau ihr zugestoßen ist. Durch die ständigen Einblicke in die Vergangenheit der drei kann man sich sehr gut in die Geschichte einfinden und auch alle Charaktere gut einordnen.

Lucy ist mir sehr sympathisch, ihr Optimismus ist ansteckend und real - nicht anstrengend. Cal als Gegenstück ist ein echter Bad Boy, der trotzdem sympathisch wirkt und immer wieder zeigt, dass er doch ein Herz hat, welches Lucy erwärmen kann.

Eine wahnsinnig schöne Geschichte, mit der richtigen Mischung aus Liebe, Herzschmerz, Spannung und Humor, ich freue mich wahnsinnig auf Teil 2!!

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Veröffentlicht am 22.07.2024

Zutiefst bewegend

Don't kiss Tommy. Eine Liebe in der Stunde Null
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Der Roman spielt nach dem Ende des zweiten Weltkriegs, während der britischen Besatzungszeit in Bad Oeynhausen und erzählt die Geschichte zweier junger Frauen, Anne und Rosalie, die leiden, kämpfen, mit ...

Der Roman spielt nach dem Ende des zweiten Weltkriegs, während der britischen Besatzungszeit in Bad Oeynhausen und erzählt die Geschichte zweier junger Frauen, Anne und Rosalie, die leiden, kämpfen, mit Verlusten leben und hungern müssen - aber die Hoffnung niemals aufgeben.
Anne Gerland versucht verzweifelt, das Hotel ihrer Familie zurückzugewinnen und gerät nicht nur einmal in Schwierigkeiten, trotzdem verliert sie ihr Ziel nicht aus den Augen und kämpft unerbittlich.
Rosalie hingegen versucht, sich das Leben einfacher zu machen, in dem sie sich mit den britischen Soldaten gut stellt, um an kostbare Waren zu kommen.

Es ist mein erstes Buch der Autorin und die Geschichte hat mich wirklich beeindruckt. Beide Frauen sind sehr authentisch und lebensecht dargestellt, sie sind unterschiedliche Charaktere, die in dieser schlimmen Zeit auf ihre eigene Weise versuchen, zu überleben. Die Geschichten der beiden kreuzen sich in Laufe des Buches und durch die Wechsel der Perspektive kann der Leser sowohl Anne als auch Rosalie begleiten und erhält Einblicke in deren Gefühlswelt und Alltag. Außerdem wird die Thematik der Nachkriegszeit so von beiden Seiten beleuchtet und man hat einen umfassenden Überblick über die Stadt in der Zeit. Beide Frauen erleben in dieser Zeit ihre ganz eigene Liebesgeschichte, voller Höhen und Tiefen, wodurch der Leser die britischen Soldaten ebenfalls kennenlernt und ihre Geschichten einen Platz im Roman finden.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und an die Zeit angepasst, es werden echte historische Ereignisse behandelt und stets aus der Sicht von Anne, die in der Stadt lebt, als auch von Rosalie, die auf einem Hof außerhalb wohnt, erzählt. Beide Frauen bleiben ihren Charakterzügen treu, alle Handlungen sind für mich stets nachvollziehbar gewesen und durch den Epilog am Ende sind keine Fragen offen geblieben.

Ein hochinteressantes, spannendes und emotionales Buch, in dem Hoffnung und Mut eine große Rolle spielen. Eine ganz klare Empfehlung für Jeden!

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Veröffentlicht am 01.04.2026

Lockere Slow Burn Story

Summer Tides
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Scarlett braucht Abstand von ihrem alten Leben und ihrer Situationship Eric. In der kleinen Küstenstadt St Ives, in der ihre beste Freundin Emily lebt und arbeitet, will sie neu Anfangen. Doch ...

Scarlett braucht Abstand von ihrem alten Leben und ihrer Situationship Eric. In der kleinen Küstenstadt St Ives, in der ihre beste Freundin Emily lebt und arbeitet, will sie neu Anfangen. Doch dieser Neustart verläuft nicht ganz problemlos: zum Glück sind die Stadtbewohner liebenswert, hilfsbereit und nehmen Scarlett direkt in ihre Gemeinschaft auf. Mit der Zeit kommt sie Rettungsschwimmer Jonah näher und merkt, dass Eric nicht der ist, mit dem sie ihre Zukunft verbringen möchte.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, er ist locker und flüssig, sodass man einfach durch die Seiten fliegen kann. Auch die kurzen Kapitel mochte ich, es bringt eine gewisse Dynamik in die Geschichte. Scarlett ist eine lebensfrohe, offene und leider auch naive Person, die manchmal ein bisschen anstrengend war. Sie wurde mir im laufe der Geschichte zwar sympathischer aber so richtig warm geworden, bin ich mit ihr nicht. Jonah mochte ich hingegen sehr! Er war super sympathisch und erwachsen reflektiert. Der Slow Burn zwischen den beiden hat mir extrem gefallen, die Lovestory war sehr erwachsen und auf Augenhöhe. Gar nicht überzogen oder irgendwie toxisch, ein schöner Kontrast zu Scarletts vergangener "Beziehung". Trotzdem wirkte die Handlung auf mich manchmal in die Länge gezogen oder künstlich verkompliziert. Die Beweggründe für das hin & her waren für mich nicht wirklich nachvollziehbar.

Die Nebencharaktere waren für mich eine sehr schöne Ergänzung zur Story, die Gemeinschaft wurde in diesem kleinen Ort echt schön dargestellt. Generell hat mir die Kulisse sehr gefallen, man hat das Gefühl, im Urlaub zu sein.

Insgesamt ein lockerer Roman mit einer schönen slow Burn Lovestory und größtenteils liebenswerten Charakteren!

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Was ein Twist

Solange wir lügen
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Cadence Sinclair hat die perfekte Familie: Sie sehen immer gut aus, sind immer kontrolliert und haben Geld. So viel Geld, dass sie die Sommer gemeinsam auf einer Privatinsel verbringen, in dem jede Tante ...

Cadence Sinclair hat die perfekte Familie: Sie sehen immer gut aus, sind immer kontrolliert und haben Geld. So viel Geld, dass sie die Sommer gemeinsam auf einer Privatinsel verbringen, in dem jede Tante mit ihrer Familie ein Haus bewohnt. Cadence freut sich das ganze Jahr auf die Sommer mit ihren Cousins und Cousinen (und Gat, einem Freund der Familie). Als eines Sommers eine Tragödie passiert, die Cadence ihr Gedächtnis verlieren lässt, bröckelt die Fassade der perfekten Sinclairs.



Der Schreibstil ist ein bisschen ungewöhnlich, teilweise fühlt es sich die Poetry an. Trotzdem trägt er durch die Geschichte und macht neugierig. Beschrieben werden die Sommer auf der Insel, nach dem Alter von Cadence (Sommer fünfzehn, Sommer sechzehn) das war für mich zu Beginn ein bisschen verwirrend, aber wenn man einmal verstanden hat, ist es durchaus sinnvoll. Der Beginn der Geschichte ist auch ein bisschen langatmig, es wird viel aus den Sommern wiederholt.

Die Dynamik der Figuren hat mir sehr gefallen, die Kinder auf der einen Seite und die erwachsenen auf der anderen. Man erkennt die Entwicklungen und wie jeder Sommer anders wird. Langsam entdecken die Kinder die Fassade, die von den Erwachsenen aufrecht erhalten wird und merken, dass das Leben nicht so perfekt ist. Der Unfall von Cadence wird umfassend thematisiert und als Leser kann man sich selbst eine Geschichte spinnen, wie es dazu gekommen ist.

Die Auflösung am Ende ist wirklich überraschend und ich will auf keinen Fall etwas verraten: Jeder sollte sich sein eigenes Bild machen. So viel kann ich sagen: Ich würde es noch einmal lesen, um die Zeichen zu finden. Das Ende nimmt richtig Fahrt auf und ich bin in Gedanken alles nochmal durchgegangen. Das kam sehr überraschend und wirklich gut gemacht!

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