Es war ein schönes Gefühl, Niels Oxen und Co. wieder bei ihren Ermittlungen zu begleiten, doch dieses Mal bin ich zwiegespalten. Jensen beherrscht sein Handwerk ohne Frage und sein Schreibstil mag ich ...
Es war ein schönes Gefühl, Niels Oxen und Co. wieder bei ihren Ermittlungen zu begleiten, doch dieses Mal bin ich zwiegespalten. Jensen beherrscht sein Handwerk ohne Frage und sein Schreibstil mag ich sehr, doch die Geschichte selbst konnte mich nicht ganz abholen.
Der Erzählton war sehr ruhig, wodurch mir die typischen Thriller-Elemente und der gewohnte Nervenkitzel fehlten. Das führte leider zu einigen Längen. Zudem ist dieser Band definitiv nichts für Quereinsteiger: Ohne Vorwissen aus den Vorgängern wird es an vielen Stellen verwirrend.
Für mich insgesamt ein schwächerer Teil der Reihe. Atmosphärisch gut, aber leider mit zu wenig Drive.
Society of Death wirft seine Leserinnen mitten hinein ins Jahr 1875, in eine Welt voller gesellschaftlicher Schranken, geheimer Bruderschaften und tödlicher Intrigen. Im Zentrum stehen zwei Figuren, die ...
Society of Death wirft seine Leserinnen mitten hinein ins Jahr 1875, in eine Welt voller gesellschaftlicher Schranken, geheimer Bruderschaften und tödlicher Intrigen. Im Zentrum stehen zwei Figuren, die kaum unterschiedlicher sein könnten und deren Ungleichgewicht das Buch zugleich reizvoll und frustrierend macht.
Kommen wir zu Victoria. Eine Frau gegen die Welt. Ihr Traum, Medizin zu studieren, prallt an den Mauern einer Zeit ab, die Frauen lieber schweigen sieht. Doch sie trotzt, kämpft, forscht und trägt die emotionale Seite der Geschichte. Als ihr Bruder stirbt, ist ihre Entschlossenheit das Rätsel um seinen Tod zu lösen der Motor des Romans und hat mich trotz meiner Peobleme mit dem männlichen Charakter dran bleiben lassen.
Denn Emery ist… schwierig. Für die Anerkennung einer zweifelhaften Bruderschaft unterzieht er sich Ritualen, die mehr nach Selbstverleugnung als nach Charakterstärke klingen. Sein fehlendes Rückgrat machte ihn schwer erträglich, und dennoch nimmt sein Erzählstrang enorm viel Raum ein.
Und während Emery immer tiefer in die Bruderschaft abrutscht, beginnt Victoria, genau diese Strukturen zu hinterfragen und zu durchleuchten. Beide bewegen sich auf denselben Abgrund zu, aber seltsam aneinander vorbei.
Ihre Verbindung blieb für mich blass und machte es mir schwer, die romantische Komponente ernst zu nehmen.
Trotzdem hat das Buch etwas Seltsames, das einen festhält. Dunkle Geheimnisse, ein Mord, eine moralisch fragwürdige Bruderschaft und der verträumte, leicht vintage angehauchte Schreibstil macht das Ganze überraschend atmosphärisch. Man liest weiter, weil man Antworten braucht und wissen will, wie tief diese Schatten wirklich reichen. Und genau das macht Society of Death spannender, als man anfangs erwartet.
Eines vorab: Die meisten haben Recht! Vergesst den Klappentext. Er lässt uns etwas völlig anderes vermuten, also lasst euch davon nicht lenken oder erst recht, nur um am Ende wo ganz anders zu landen. ...
Eines vorab: Die meisten haben Recht! Vergesst den Klappentext. Er lässt uns etwas völlig anderes vermuten, also lasst euch davon nicht lenken oder erst recht, nur um am Ende wo ganz anders zu landen. Mehr kann und will ich eigentlich gar nicht verraten, denn durch dieses Buch muss man einfach selbst durch.
Hier ist mein Fazit:
Der Grusel (später im Buch): 5 Sterne. Es gab Momente, da hatte ich richtig Gänsehaut.
Der Plot-Twist: Mindestens 4 Sterne. Damit habe ich so nicht gerechnet.
Der Spice: 3 Sterne. Es gab ordentlich „Bums und Wums“ und für mich war es am Ende fast ein bisschen zu viel des Guten. Aber schwamm drüber, das Gesamtpaket stimmt.
Es war eine interessante Reise durch alle Hürden, aber ich bereue nichts. Wer es düster mag, viel Spice verträgt und sich auf einen Mix aus Paranormal-Thriller und Dark Romance einlassen will (das am Ende doch irgendwie aus der Reihe tanzt): Tut es.
Ich bin ohne Band 1 eingestiegen und kam trotzdem super zurecht, fürs Gesamtgefühl hole ich den ersten Teil aber definitiv nach.
Das Gaming-Setting hat mich positiv überrascht: Obwohl ich selbst nicht ...
Ich bin ohne Band 1 eingestiegen und kam trotzdem super zurecht, fürs Gesamtgefühl hole ich den ersten Teil aber definitiv nach.
Das Gaming-Setting hat mich positiv überrascht: Obwohl ich selbst nicht zocke, war genug nerdige Atmosphäre da, um mich komplett mitzunehmen.
Die Dynamik zwischen den beiden Hauptfiguren ist ein klassisches heiß-kalt-Spiel. Spannend zu verfolgen, wie sich die Online- und Offline-Welten der Figuren verweben und weil gerade Fanfictions in aller Munde sind, war sie hier auch ein witziges Gimmick.
Neben der Romance greift das Buch auch schwierigere Themen wie belastende Familienverhältnisse auf. Das verleiht der Geschichte zwar mehr Tiefe, aber ich persönlich hätte diese zusätzliche Schwere nicht unbedingt gebraucht. Kann mir aber gut vorstellen, dass genau das auch bei Lesern Pluspunkte einbringen kann.
Der Schreibstil hat mich angenehm durch die Seiten getragen und das, obwohl das Buch dicker ist, als ich es aus dem Bereich gewohnt bin. Die Autorin schreibt flüssig und mit einem guten Gespür für Emotionen, sodass die Länge nicht wirklich eine Hürde war.
Fazit:
Level Two ist eine gelungene Mischung aus Gaming-Vibes, Romance und emotionalen Untertönen. Trotz Quereinstieg bin ich gut reingekommen und hatte durchgehend Spaß an der Geschichte. Eine klare 🎮 und Leseempfehlung.
Das Cover ist ein echter Blickfang, der Farbschnitt macht’s zum Star. Aber hinter der schönen Fassade wartet keine Wohlfühlgeschichte.
Der Einstieg ist wuchtig, fast überladen, aber er zieht rein. Dann ...
Das Cover ist ein echter Blickfang, der Farbschnitt macht’s zum Star. Aber hinter der schönen Fassade wartet keine Wohlfühlgeschichte.
Der Einstieg ist wuchtig, fast überladen, aber er zieht rein. Dann kommt Fior, ein Drache mit Profil. Kein Sidekick zum Liebhaben, sondern einer, der beißt und glänzt zugleich.
Das Magiesystem sticht heraus. Lebenszeit als Währung finde ich sehr spannend (kostbarstes Gut) und verleiht dem Titel "Zeitbrand" und dem Sanduhr-Motiv eine tiefere Bedeutung.
Die Welt ist komplex: Zwei verfeindete Reiche, politische Spannungen, gesellschaftliche Unterschiede. Nicht alles wird erklärt, aber genug um neugierig zu bleiben.
Umsetzung:
Es ist mein zweites Buch von Eryx und er bleibt sich treu. Er sieht die Welt kritisch, uns Menschen und das wozu wir fähig sind. Das was wir leisten können und auch das, wozu wir bereit sind. Seine Welt ist brutal, ehrlich und leider nicht so weit weg von unserer. Sie fordert uns heraus und es bleibt die Frage: Was nehmen wir mit zurück in unsere Realität?
Der Schreibstil ist angenehm zugänglich diesmal, aber auch authentisch genung (Eryx Syle). Humorvoll wo es passt, brutal wo es nötig ist.
Es ist keine typische Fantasy. Dessen muss man sich klar sein. Hier sollte der Leser sich mit Eryx Vail auseinandersetzen. Mit den Künstler und Denker. Überraschungen garantiert, aber nicht immer angenehm.
3,8/5